With big laws like OR and ZGB this can take up to 30 seconds

Bundesgesetz über die medizinisch unterstützte Fortpflanzung

vom 18. Dezember 1998 (Stand am 1. September 2017)

Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft,

gestützt auf die Artikel 119 Absatz 2 und 122 Absatz 1 der Bundesverfassung1,2

nach Einsicht in die Botschaft des Bundesrates vom 26. Juni 19963,

beschliesst:

1. Kapitel: Allgemeine Bestimmungen

Art. 1 Gegenstand und Zweck  

1Die­ses Ge­setz legt fest, un­ter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen die Ver­fah­ren der me­di­zi­nisch un­ter­stütz­ten Fort­pflan­zung beim Men­schen an­ge­wen­det wer­den dür­fen.

2Es schützt die Men­schen­wür­de, die Per­sön­lich­keit so­wie die Fa­mi­lie und ver­bie­tet miss­bräuch­li­che An­wen­dun­gen der Bio- und der Gen­tech­no­lo­gie.

3Es sieht die Ein­set­zung ei­ner na­tio­na­len Ethik­kom­mis­si­on vor.

Art. 2 Begriffe  

In die­sem Ge­setz be­deu­ten:

a.
Ver­fah­ren der me­di­zi­nisch un­ter­stütz­ten Fort­pflan­zung (Fort­pflan­zungs­verfah­ren): Me­tho­den zur Her­bei­füh­rung ei­ner Schwan­ger­schaft oh­ne Ge­schlechts­ver­kehr, ins­be­son­de­re In­se­mi­na­ti­on, In-vi­tro-Fer­ti­li­sa­ti­on mit Em­bryotrans­fer so­wie Ga­me­ten­trans­fer;
b.
In­se­mi­na­ti­on: das in­stru­men­tel­le Ein­brin­gen von Sa­men­zel­len in die Ge­schlechts­or­ga­ne der Frau;
c.
In-vi­tro-Fer­ti­li­sa­ti­on: die Ver­ei­ni­gung ei­ner Ei­zel­le mit Sa­men­zel­len aus­ser­halb des Kör­pers der Frau;
d.
Ga­me­ten­trans­fer: das in­stru­men­tel­le Ein­brin­gen von Sa­men- und Ei­zel­len in die Ge­bär­mut­ter oder in einen Ei­lei­ter der Frau;
e.
Keim­zel­len (Ga­me­ten): Sa­men- und Ei­zel­len;
f.
Keim­bahn­zel­len: Keim­zel­len (ein­sch­liess­lich ih­rer Vor­läu­fer­zel­len), im­prä­gnier­te Ei­zel­len und em­bryo­na­le Zel­len, de­ren ge­ne­ti­sches Ma­te­ri­al an Nach­kom­men ver­erbt wer­den kann;
g.
Im­prä­gna­ti­on: das Be­wir­ken des Ein­drin­gens ei­ner Sa­men­zel­le in das Plas­ma der Ei­zel­le, na­ment­lich durch In­se­mi­na­ti­on, Ga­me­ten­trans­fer oder In-vi­tro-Fer­ti­li­sa­ti­on;
h.
im­prä­gnier­te Ei­zel­le: die be­fruch­te­te Ei­zel­le vor der Kern­ver­schmel­zung;
i.
Em­bryo: die Frucht von der Kern­ver­schmel­zung bis zum Ab­schluss der Or­ga­n­ent­wick­lung;
j.
Fö­tus: die Frucht vom Ab­schluss der Or­ga­n­ent­wick­lung bis zur Ge­burt;
k.
Leihmut­ter: ei­ne Frau, die be­reit ist, durch ein Fort­pflan­zungs­ver­fah­ren ein Kind zu emp­fan­gen, es aus­zu­tra­gen und nach der Ge­burt Drit­ten auf Dau­er zu über­las­sen;
l.
Klo­nen: die künst­li­che Er­zeu­gung ge­ne­tisch iden­ti­scher We­sen;
m.
Chi­mä­ren­bil­dung: die Ver­ei­ni­gung to­ti­po­ten­ter Zel­len aus zwei oder meh­re­ren ge­ne­tisch un­ter­schied­li­chen Em­bryo­nen zu ei­nem Zell­ver­band. To­ti­po­tent sind em­bryo­na­le Zel­len, wel­che die Fä­hig­keit ha­ben, sich zu je­der spe­zia­li­sier­ten Zel­le zu ent­wi­ckeln;
n.
Hy­brid­bil­dung: das Be­wir­ken des Ein­drin­gens ei­ner nicht­mensch­li­chen Sa­men­zel­le in ei­ne mensch­li­che Ei­zel­le oder ei­ner mensch­li­chen Sa­men­zel­le in ei­ne nicht­mensch­li­che Ei­zel­le.

2. Kapitel: Verfahren der medizinisch unterstützten Fortpflanzung

1. Abschnitt: Grundsätze

Art. 3 Kindeswohl  

1Fort­pflan­zungs­ver­fah­ren dür­fen nur an­ge­wen­det wer­den, wenn das Kin­des­wohl ge­währ­leis­tet ist.

2Sie dür­fen nur bei Paa­ren an­ge­wen­det wer­den:

a.
zu de­nen ein Kin­des­ver­hält­nis im Sin­ne der Ar­ti­kel 252-263 des Zi­vil­ge­setz­buchs1 (ZGB) be­grün­det wer­den kann; und
b.2
die auf Grund ih­res Al­ters und ih­rer per­sön­li­chen Ver­hält­nis­se vor­aus­sicht­lich bis zur Voll­jäh­rig­keit des Kin­des für des­sen Pfle­ge und Er­zie­hung sor­gen kön­nen.

3Ge­spen­de­te Sa­men­zel­len dür­fen nur bei Ehe­paa­ren ver­wen­det wer­den.

4Keim­zel­len dür­fen nach dem Tod der Per­son, von der sie stam­men, nicht mehr ver­wen­det wer­den. Aus­ge­nom­men sind Sa­men­zel­len von Sa­men­spen­dern.3

5Im­prä­gnier­te Ei­zel­len und Em­bryo­nen in vi­tro dür­fen nach dem Tod ei­nes Teils des be­trof­fe­nen Paa­res nicht mehr ver­wen­det wer­den.4


1 SR 210
2 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 20 des BG vom 19. Dez. 2008 (Er­wach­se­nen­schutz, Per­so­nen­recht und Kin­des­recht), in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2011 725; BBl 2006 7001).
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 12. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3641; BBl 2013 5853).
4 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 12. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3641; BBl 2013 5853).

Art. 4 Verbotene Praktiken  

Die Ei- und die Em­bryo­nen­spen­de so­wie die Leihmut­ter­schaft sind un­zu­läs­sig.

Art. 5 Zulässigkeitsvoraussetzungen von Fortpflanzungsverfahren  

Ein Fort­pflan­zungs­ver­fah­ren darf nur an­ge­wen­det wer­den, wenn:

a.
da­mit die Un­frucht­bar­keit ei­nes Paa­res über­wun­den wer­den soll und die an­de­ren Be­hand­lungs­me­tho­den ver­sagt ha­ben oder aus­sichts­los sind; oder
b.
die Ge­fahr, dass ei­ne schwe­re Krank­heit auf die Nach­kom­men über­tra­gen wird, an­ders nicht ab­ge­wen­det wer­den kann.

1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 12. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3641; BBl 2013 5853).

Art. 5a Untersuchung des Erbguts von Keimzellen und von Embryonen in vitro und deren Auswahl  

1Die Un­ter­su­chung des Erb­guts von Keim­zel­len und de­ren Aus­wahl zur Be­ein­flus­sung des Ge­schlechts oder an­de­rer Ei­gen­schaf­ten des Kin­des sind nur zu­läs­sig zur Er­ken­nung chro­mo­so­ma­ler Ei­gen­schaf­ten, die die Ent­wick­lungs­fä­hig­keit des zu zeu­gen­den Em­bryos be­ein­träch­ti­gen kön­nen, oder wenn die Ge­fahr, dass die Ver­an­la­gung für ei­ne schwe­re Krank­heit über­tra­gen wird, an­ders nicht ab­ge­wen­det wer­den kann. Vor­be­hal­ten bleibt Ar­ti­kel 22 Ab­satz 4.

2Die Un­ter­su­chung des Erb­guts von Em­bryo­nen in vi­tro und de­ren Aus­wahl nach ih­rem Ge­schlecht oder nach an­de­ren Ei­gen­schaf­ten sind nur zu­läs­sig, wenn:

a.
die Ge­fahr, dass sich ein Em­bryo mit ei­ner ver­erb­ba­ren Ver­an­la­gung für ei­ne schwe­re Krank­heit in der Ge­bär­mut­ter ein­nis­tet, an­ders nicht ab­ge­wen­det wer­den kann;
b.
es wahr­schein­lich ist, dass die schwe­re Krank­heit vor dem 50. Le­bens­jahr aus­bre­chen wird;
c.
kei­ne wirk­sa­me und zweck­mäs­si­ge The­ra­pie zur Be­kämp­fung der schwe­ren Krank­heit zur Ver­fü­gung steht; und
d.
das Paar ge­gen­über der Ärz­tin oder dem Arzt schrift­lich gel­tend macht, dass ihm die Ge­fahr nach Buch­sta­be a nicht zu­mut­bar ist.

3Sie sind zu­dem zu­läs­sig zur Er­ken­nung chro­mo­so­ma­ler Ei­gen­schaf­ten, die die Ent­wick­lungs­fä­hig­keit des Em­bryos be­ein­träch­ti­gen kön­nen.


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 12. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3641; BBl 2013 5853).

Art. 5b Einwilligung des Paares  

1Fort­pflan­zungs­ver­fah­ren dür­fen nur an­ge­wen­det wer­den, wenn das be­trof­fe­ne Paar nach hin­rei­chen­der In­for­ma­ti­on und Be­ra­tung schrift­lich ein­ge­wil­ligt hat. Sind drei Be­hand­lungs­zy­klen oh­ne Er­folg ge­blie­ben, so ist ei­ne er­neu­te Ein­wil­li­gung er­for­der­lich; da­vor muss ei­ne an­ge­mes­se­ne Be­denk­frist lie­gen.

2Die schrift­li­che Ein­wil­li­gung des Paa­res ist auch für das Re­ak­ti­vie­ren von kon­ser­vier­ten Em­bryo­nen und im­prä­gnier­ten Ei­zel­len er­for­der­lich.

3Be­steht bei ei­nem Fort­pflan­zungs­ver­fah­ren das er­höh­te Ri­si­ko ei­ner Mehr­lings­schwan­ger­schaft, so darf das Ver­fah­ren nur durch­ge­führt wer­den, wenn das Paar auch mit der Ge­burt von Mehr­lin­gen ein­ver­stan­den ist.


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 12. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3641; BBl 2013 5853).

Art. 6 Information und Beratung  

1Be­vor ein Fort­pflan­zungs­ver­fah­ren durch­ge­führt wird, muss die Ärz­tin oder der Arzt das be­trof­fe­ne Paar hin­rei­chend in­for­mie­ren über:1

a.
die ver­schie­de­nen Ur­sa­chen der Un­frucht­bar­keit;
b.
das me­di­zi­ni­sche Ver­fah­ren so­wie des­sen Er­folgs­aus­sich­ten und Ge­fah­ren;
c.
das Ri­si­ko ei­ner all­fäl­li­gen Mehr­lings­schwan­ger­schaft;
d.
mög­li­che psy­chi­sche und phy­si­sche Be­las­tun­gen; und
e.
die recht­li­chen und fi­nan­zi­el­len Aspek­te.

2Im Be­ra­tungs­ge­spräch ist in ge­eig­ne­ter Wei­se auch auf an­de­re Mög­lich­kei­ten der Le­bens­ge­stal­tung und der Er­fül­lung des Kin­der­wun­sches hin­zu­wei­sen.

3Zwi­schen dem Be­ra­tungs­ge­spräch und der Be­hand­lung muss ei­ne an­ge­mes­se­ne Be­denk­frist lie­gen, die in der Re­gel vier Wo­chen dau­ert. Auf die Mög­lich­keit ei­ner un­ab­hän­gi­gen Be­ra­tung ist hin­zu­wei­sen.

4Vor, wäh­rend und nach der Be­hand­lung ist ei­ne psy­cho­lo­gi­sche Be­glei­tung an­zu­bie­ten.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 12. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3641; BBl 2013 5853).

Art. 6a Zusätzliche Informations- und Beratungspflichten  

1Be­vor ein Fort­pflan­zungs­ver­fah­ren mit Un­ter­su­chung des Erb­guts von Keim­zel­len oder Em­bryo­nen in vi­tro oder mit Aus­wahl von ge­spen­de­ten Sa­men­zel­len zur Ver­hin­de­rung der Über­tra­gung ei­ner schwe­ren Krank­heit durch­ge­führt wird, sorgt die Ärz­tin oder der Arzt zu­sätz­lich zur In­for­ma­ti­on und Be­ra­tung nach Ar­ti­kel 6 für ei­ne nicht­di­rek­ti­ve, fach­kun­di­ge ge­ne­ti­sche Be­ra­tung. Da­bei muss das be­trof­fe­ne Paar hin­rei­chend in­for­miert wer­den über:

a.
Häu­fig­keit, Be­deu­tung, Wahr­schein­lich­keit des Aus­bruchs und mög­li­che Aus­prä­gun­gen der be­tref­fen­den Krank­heit;
b.
pro­phy­lak­ti­sche und the­ra­peu­ti­sche Mass­nah­men, die ge­gen die­se Krank­heit er­grif­fen wer­den kön­nen;
c.
Mög­lich­kei­ten der Le­bens­ge­stal­tung mit ei­nem Kind, das von die­ser Krank­heit be­trof­fen ist;
d.
Aus­sa­ge­kraft und Feh­ler­ri­si­ko der Un­ter­su­chung des Erb­guts;
e.
Ri­si­ken, die das Fort­pflan­zungs­ver­fah­ren für die Nach­kom­men mit sich brin­gen kann;
f.
Ver­ei­ni­gun­gen von El­tern von Kin­dern mit Be­hin­de­run­gen, Selbst­hil­fe­grup­pen so­wie In­for­ma­ti­ons- und Be­ra­tungs­stel­len nach Ar­ti­kel 17 des Bun­des­ge­set­zes vom 8. Ok­to­ber 20042 über ge­ne­ti­sche Un­ter­su­chun­gen beim Men­schen (GUMG).

2Die Be­ra­tung darf sich nur auf die in­di­vi­du­el­le und fa­mi­li­äre Si­tua­ti­on des be­trof­fe­nen Paa­res be­zie­hen, nicht aber auf all­ge­mei­ne ge­sell­schaft­li­che In­ter­es­sen.

3Die Aus­wahl ei­nes oder meh­re­rer Em­bryo­nen zur Über­tra­gung in die Ge­bär­mut­ter trifft die Ärz­tin oder der Arzt im An­schluss an ein wei­te­res Be­ra­tungs­ge­spräch.

4Die Be­ra­tungs­ge­sprä­che sind von der Ärz­tin oder vom Arzt zu do­ku­men­tie­ren.


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 12. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3641; BBl 2013 5853).
2 SR 810.12

Art. 6b Schutz und Mitteilung genetischer Daten  

Der Schutz und die Mit­tei­lung ge­ne­ti­scher Da­ten rich­ten sich nach den Ar­ti­keln 7 und 19 GUMG2.


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 12. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3641; BBl 2013 5853).
2 SR 810.12

Art. 7  

1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 12. Dez. 2014, mit Wir­kung seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3641; BBl 2013 5853).

2. Abschnitt: Bewilligungspflicht

Art. 8 Grundsätze  

1Ei­ne Be­wil­li­gung des Kan­tons be­nö­tigt, wer:

a.
Fort­pflan­zungs­ver­fah­ren an­wen­det;
b.
Keim­zel­len, im­prä­gnier­te Ei­zel­len oder Em­bryo­nen in vi­tro zur Kon­ser­vie­rung ent­ge­gen­nimmt oder ge­spen­de­te Sa­men­zel­len ver­mit­telt, oh­ne sel­ber Fort­pflan­zungs­ver­fah­ren an­zu­wen­den.

2La­bo­ra­to­ri­en, die bei Fort­pflan­zungs­ver­fah­ren nach Ar­ti­kel 5a Un­ter­su­chun­gen des Erb­guts durch­füh­ren, be­nö­ti­gen ei­ne Be­wil­li­gung nach Ar­ti­kel 8 Ab­satz 1 GUMG2.

3Für die In­se­mi­na­ti­on mit Sa­men­zel­len des Part­ners ist kei­ne Be­wil­li­gung er­for­der­lich.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 12. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3641; BBl 2013 5853).
2 SR 810.12

Art. 9 Anwendung von Fortpflanzungsverfahren  

1Die Be­wil­li­gung nach Ar­ti­kel 8 Ab­satz 1 Buch­sta­be a wird nur Ärz­tin­nen und Ärz­ten er­teilt.1

2Die­se müs­sen:

a.
über die nö­ti­ge Aus­bil­dung und Er­fah­rung in den Me­tho­den der me­di­zi­nisch un­ter­stütz­ten Fort­pflan­zung ver­fü­gen;
b.
Ge­währ für ei­ne sorg­fäl­ti­ge, ge­set­zes­kon­for­me Tä­tig­keit bie­ten;
c.
zu­sam­men mit den Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern ei­ne um­fas­sen­de me­di­zi­ni­sche, fort­pflan­zungs­bio­lo­gi­sche und so­zi­al­psy­cho­lo­gi­sche Be­ra­tung und Be­treu­ung der zu be­han­deln­den Per­so­nen ge­währ­leis­ten;
d.
über die not­wen­di­ge La­bo­raus­rüs­tung ver­fü­gen;
e.2
si­cher­stel­len, dass die Keim­zel­len, im­prä­gnier­ten Ei­zel­len und Em­bryo­nen in vi­tro nach dem Stand von Wis­sen­schaft und Pra­xis kon­ser­viert wer­den.

3Wird im Rah­men des Fort­pflan­zungs­ver­fah­rens das Erb­gut von Keim­zel­len oder Em­bryo­nen in vi­tro un­ter­sucht, müs­sen sie zu­dem:

a.
sich über hin­rei­chen­de Kennt­nis­se im Be­reich der me­di­zi­ni­schen Ge­ne­tik aus­wei­sen; und
b.
ge­währ­leis­ten, dass das Ver­fah­ren und die Zu­sam­men­ar­beit mit den be­tei­lig­ten La­bo­ra­to­ri­en dem Stand von Wis­sen­schaft und Pra­xis ent­spre­chen.3

1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 12. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3641; BBl 2013 5853).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 12. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3641; BBl 2013 5853).
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 12. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3641; BBl 2013 5853).

Art. 10 Konservierung und Vermittlung von Keimzellen, imprägnierten Eizellen und Embryonen in vitro  

1Die Be­wil­li­gung nach Ar­ti­kel 8 Ab­satz 1 Buch­sta­be b wird nur Ärz­tin­nen und Ärz­ten er­teilt.2

2Die­se müs­sen:

a.
Ge­währ für ei­ne sorg­fäl­ti­ge, ge­set­zes­kon­for­me Tä­tig­keit bie­ten;
b.
zu­sam­men mit den Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern ei­ne sorg­fäl­ti­ge Aus­wahl der Sa­men­spen­der ge­währ­leis­ten; und
c.3
si­cher­stel­len, dass die Keim­zel­len, im­prä­gnier­ten Ei­zel­len und Em­bryo­nen in vi­tro nach dem Stand von Wis­sen­schaft und Pra­xis kon­ser­viert wer­den.

1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 12. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3641; BBl 2013 5853).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 12. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3641; BBl 2013 5853).
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 12. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3641; BBl 2013 5853).

Art. 11 Berichterstattung  

1Per­so­nen mit ei­ner Be­wil­li­gung nach Ar­ti­kel 8 Ab­satz 1 müs­sen der kan­to­na­len Be­wil­li­gungs­be­hör­de jähr­lich über ih­re Tä­tig­keit Be­richt er­stat­ten.1

2Der Be­richt muss Aus­kunft ge­ben über:

a.
die Zahl und die Art der Be­hand­lun­gen;
b.
die Art der In­di­ka­tio­nen;
c.
die Ver­wen­dung ge­spen­de­ter Sa­men­zel­len;
d.
die Zahl der Schwan­ger­schaf­ten und de­ren Aus­gang;
e.2
die Kon­ser­vie­rung und Ver­wen­dung von Keim­zel­len, im­prä­gnier­ten Ei­zel­len und Em­bryo­nen in vi­tro;
f.
die An­zahl der über­zäh­li­gen Em­bryo­nen.

3Er darf kei­ne An­ga­ben ent­hal­ten, die auf be­stimm­te Per­so­nen schlies­sen las­sen.

4Die kan­to­na­le Be­wil­li­gungs­be­hör­de über­mit­telt die Da­ten dem Bun­des­amt für Sta­tis­tik zur Aus­wer­tung und Ver­öf­fent­li­chung.3


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 12. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3641; BBl 2013 5853).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 12. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3641; BBl 2013 5853).
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 12. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3641; BBl 2013 5853).

Art. 12 Aufsicht  

1Die Be­wil­li­gungs­be­hör­de kon­trol­liert, ob:

a.
die Vor­aus­set­zun­gen für die Be­wil­li­gungs­er­tei­lung er­füllt sind;
b.
die Pflich­ten so­wie all­fäl­li­ge Auf­la­gen ein­ge­hal­ten wer­den.

2Sie nimmt In­spek­tio­nen vor und kann da­zu Grund­stücke, Be­trie­be und Räu­me be­tre­ten. Die Be­wil­li­gungs­in­ha­be­rin oder der Be­wil­li­gungs­in­ha­ber hat der Be­wil­li­gungs­be­hör­de die er­for­der­li­chen Aus­künf­te und Un­ter­la­gen so­wie je­de an­de­re Un­ter­stüt­zung auf Ver­lan­gen un­ent­gelt­lich zur Ver­fü­gung zu stel­len.

3Sie kann al­le Mass­nah­men tref­fen, die zum Voll­zug die­ses Ge­set­zes not­wen­dig sind. Ins­be­son­de­re kann sie bei schwe­ren Ver­stös­sen ge­gen die­ses Ge­setz die Be­nüt­zung von Räu­men oder Ein­rich­tun­gen ver­bie­ten, Be­trie­be schlies­sen und Be­wil­li­gun­gen sis­tie­ren oder wi­der­ru­fen.

4Der Bun­des­rat kann Or­ga­ni­sa­tio­nen und Per­so­nen des öf­fent­li­chen oder des pri­va­ten Rechts Voll­zugs­auf­ga­ben, ins­be­son­de­re Kon­trol­l­auf­ga­ben, über­tra­gen. Er sorgt für die fi­nan­zi­el­le Ab­gel­tung der über­tra­ge­nen Auf­ga­ben.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 12. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3641; BBl 2013 5853).

Art. 13  

1 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 87 des Ver­wal­tungs­ge­richts­ge­set­zes vom 17. Ju­ni 2005, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).

Art. 14 Ausführungsbestimmungen  

Der Bun­des­rat er­lässt die Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen über Er­tei­lung und Ent­zug der Be­wil­li­gung so­wie über Be­richt­er­stat­tung und Auf­sicht.

2a. Abschnitt: Evaluation

Art. 14a  

1Das Bun­des­amt für Ge­sund­heit (BAG) sorgt da­für, dass die Aus­wir­kun­gen der­je­ni­gen Be­stim­mun­gen die­ses Ge­set­zes, wel­che die Un­ter­su­chung des Erb­gu­tes von Em­bryo­nen in vi­tro und de­ren Aus­wahl be­tref­fen, eva­lu­iert wer­den.

2Die Eva­lua­ti­on be­trifft ins­be­son­de­re:

a.
die Über­ein­stim­mung der nach Ar­ti­kel 11 Ab­satz 2 Buch­sta­be b ge­mel­de­ten In­di­ka­tio­nen für Fort­pflan­zungs­ver­fah­ren mit Un­ter­su­chung des Erb­guts von Em­bryo­nen zur Ver­hin­de­rung der Über­tra­gung der Ver­an­la­gung für ei­ne schwe­re Krank­heit ei­ner­seits mit den Zu­läs­sig­keits­vor­aus­set­zun­gen nach Ar­ti­kel 5a Ab­satz 2 an­de­rer­seits;
b.
die Er­he­bung der An­zahl Paa­re und der durch­ge­führ­ten Ver­fah­ren so­wie de­ren Re­sul­ta­te;
c.
die Ab­läu­fe im Rah­men von Voll­zug und Auf­sicht;
d.
die Aus­wir­kun­gen auf die Ge­sell­schaft.

3Die In­ha­be­rin­nen und In­ha­ber ei­ner Be­wil­li­gung nach Ar­ti­kel 8 Ab­satz 1 ha­ben dem BAG und der mit der Durch­füh­rung der Eva­lua­ti­on be­auf­trag­ten Per­son auf Ver­lan­gen die für die Eva­lua­ti­on not­wen­di­gen Da­ten in an­ony­mi­sier­ter Form zur Ver­fü­gung zu stel­len.

4Das Eid­ge­nös­si­sche De­par­te­ment des In­nern er­stat­tet dem Bun­des­rat nach Ab­schluss der Eva­lua­ti­on Be­richt und un­ter­brei­tet Vor­schlä­ge für das wei­te­re Vor­ge­hen.

3. Abschnitt: Umgang mit Keimgut

Art. 15 Konservierung von Keimzellen  

1Keim­zel­len dür­fen nur mit schrift­li­cher Ein­wil­li­gung der Per­son, von der sie stam­men, und wäh­rend höchs­tens fünf Jah­ren kon­ser­viert wer­den. Auf An­trag die­ser Per­son wird die Kon­ser­vie­rungs­dau­er um ma­xi­mal fünf Jah­re ver­län­gert.1

2Ei­ne län­ge­re Kon­ser­vie­rungs­dau­er kann ver­ein­bart wer­den mit Per­so­nen, die im Hin­blick auf die Er­zeu­gung ei­ge­ner Nach­kom­men ih­re Keim­zel­len kon­ser­vie­ren las­sen, weil ei­ne ärzt­li­che Be­hand­lung, der sie sich un­ter­zie­hen, oder ei­ne Tä­tig­keit, die sie aus­üben, zur Un­frucht­bar­keit oder zu ei­ner Schä­di­gung des Erb­gu­tes füh­ren kann.

3Die Per­son, von der die Keim­zel­len stam­men, kann ih­re Ein­wil­li­gung in die Kon­ser­vie­rung und Ver­wen­dung je­der­zeit schrift­lich wi­der­ru­fen.

4Bei Wi­der­ruf der Ein­wil­li­gung oder bei Ab­lauf der Kon­ser­vie­rungs­dau­er sind die Keim­zel­len so­fort zu ver­nich­ten.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 12. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3641; BBl 2013 5853).

Art. 16 Konservierung von imprägnierten Eizellen und Embryonen in vitro  

1Im­prä­gnier­te Ei­zel­len und Em­bryo­nen in vi­tro dür­fen nur kon­ser­viert wer­den, wenn:2

a.3
das be­trof­fe­ne Paar sei­ne schrift­li­che Ein­wil­li­gung gibt; und
b.
die Kon­ser­vie­rung der spä­te­ren Her­bei­füh­rung ei­ner Schwan­ger­schaft dient.

2Die Kon­ser­vie­rungs­dau­er ist auf fünf Jah­re be­grenzt. Sie wird auf An­trag des be­trof­fe­nen Paa­res um ma­xi­mal fünf Jah­re ver­län­gert.4

3Je­der der bei­den Part­ner kann die Ein­wil­li­gung je­der­zeit schrift­lich wi­der­ru­fen.

4Bei Wi­der­ruf der Ein­wil­li­gung und bei Ab­lauf der Kon­ser­vie­rungs­frist sind die im­prä­gnier­ten Ei­zel­len und die Em­bryo­nen in vi­tro so­fort zu ver­nich­ten. Vor­be­hal­ten blei­ben die Be­stim­mun­gen des Stamm­zel­len­for­schungs­ge­set­zes vom 19. De­zem­ber 20035.6

57


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 12. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3641; BBl 2013 5853).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 12. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3641; BBl 2013 5853).
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 12. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3641; BBl 2013 5853).
4 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 12. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3641; BBl 2013 5853).
5 SR 810.31
6 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 12. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3641; BBl 2013 5853).
7 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 12. Dez. 2014, mit Wir­kung seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3641; BBl 2013 5853).

Art. 17 Entwicklung von Embryonen  

1Aus­ser­halb des Kör­pers der Frau dür­fen in­ner­halb ei­nes Be­hand­lungs­zy­klus höchs­tens so vie­le mensch­li­che Ei­zel­len zu Em­bryo­nen ent­wi­ckelt wer­den, als für die me­di­zi­nisch un­ter­stütz­te Fort­pflan­zung oder für die Un­ter­su­chung des Erb­gu­tes der Em­bryo­nen not­wen­dig sind; es dür­fen je­doch höchs­tens zwölf sein.1

2Der Em­bryo darf aus­ser­halb des Kör­pers der Frau nur so weit ent­wi­ckelt wer­den, als für die Ein­nis­tung in der Ge­bär­mut­ter un­er­läss­lich ist.

32


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 12. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3641; BBl 2013 5853).
2 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 12. Dez. 2014, mit Wir­kung seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3641; BBl 2013 5853).

4. Abschnitt: Samenspende

Art. 18 Einwilligung und Information des Spenders  

1Ge­spen­de­te Sa­men­zel­len dür­fen nur im Rah­men der zu­läs­si­gen Fort­pflan­zungs­ver­fah­ren und nur für Zwe­cke ver­wen­det wer­den, in die der Spen­der schrift­lich ein­ge­wil­ligt hat.

2Der Spen­der muss vor der Sa­men­spen­de schrift­lich über die Rechts­la­ge un­ter­rich­tet wer­den, na­ment­lich über das Recht des Kin­des, Aus­kunft über die Spen­derak­ten zu er­hal­ten (Art. 27).

Art. 19 Auswahl von Spendern  

1Spen­der müs­sen nach me­di­zi­ni­schen Ge­sichts­punk­ten sorg­fäl­tig aus­ge­wählt wer­den; na­ment­lich müs­sen ge­sund­heit­li­che Ri­si­ken für die Emp­fän­ge­rin der ge­spen­de­ten Sa­men­zel­len so weit wie mög­lich aus­ge­schlos­sen sein. An­de­re Aus­wahl­kri­te­ri­en sind ver­bo­ten.

2Der Spen­der darf sei­ne Sa­men­zel­len nur ei­ner Stel­le zur Ver­fü­gung stel­len; er ist vor der Spen­de aus­drück­lich dar­auf hin­zu­wei­sen.

Art. 20 Vermittlung gespendeter Samenzellen  

1Ge­spen­de­te Sa­men­zel­len dür­fen nur an Per­so­nen ver­mit­telt wer­den, die ei­ne Be­wil­li­gung zur An­wen­dung von Fort­pflan­zungs­ver­fah­ren ha­ben; da­bei sind die An­ga­ben nach Ar­ti­kel 24 Ab­satz 2 bei­zu­fü­gen.

2Wer ge­spen­de­te Sa­men­zel­len ent­ge­gen­nimmt, muss dar­über wa­chen, dass Ar­ti­kel 22 Ab­satz 2 ein­ge­hal­ten wird.

Art. 21 Unentgeltlichkeit  

Die Sa­men­spen­de als sol­che ist un­ent­gelt­lich.

Art. 22 Verwendung gespendeter Samenzellen  

1In­ner­halb ei­nes Zy­klus dür­fen nicht Sa­men­zel­len ver­schie­de­ner Spen­der ver­wen­det wer­den.

2Die Sa­men­zel­len ei­nes Spen­ders dür­fen für die Er­zeu­gung von höchs­tens acht Kin­dern ver­wen­det wer­den.

3Bei der An­wen­dung ei­nes Fort­pflan­zungs­ver­fah­rens darf zwi­schen den Per­so­nen, von de­nen die Keim­zel­len stam­men, kein Ehe­hin­der­nis nach Ar­ti­kel 95 ZGB1 be­ste­hen.

4Bei der Aus­wahl ge­spen­de­ter Sa­men­zel­len dür­fen nur die Blut­grup­pe und die Ähn­lich­keit der äus­se­ren Er­schei­nung des Spen­ders mit dem Mann, zu dem ein Kin­des­ver­hält­nis be­grün­det wer­den soll, be­rück­sich­tigt wer­den.


1 SR 210

Art. 23 Kindesverhältnis  

1Das Kind, das nach den Be­stim­mun­gen die­ses Ge­set­zes durch ei­ne Sa­men­spen­de ge­zeugt wor­den ist, kann das Kin­des­ver­hält­nis zum Ehe­mann der Mut­ter nicht an­fech­ten. Für die An­fech­tungs­kla­ge des Ehe­man­nes ist das ZGB1 an­wend­bar.

2Ist ein Kind durch ei­ne Sa­men­spen­de ge­zeugt wor­den, so ist die Va­ter­schafts­kla­ge ge­gen den Sa­men­spen­der (Art. 261 ff. ZGB) aus­ge­schlos­sen; die Kla­ge ist je­doch zu­läs­sig, wenn die Sa­men­spen­de wis­sent­lich bei ei­ner Per­son er­folgt, die kei­ne Be­wil­li­gung für die Fort­pflan­zungs­ver­fah­ren oder für die Kon­ser­vie­rung und Ver­mitt­lung ge­spen­de­ter Sa­men­zel­len hat.


1 SR 210

Art. 24 Dokumentationspflicht  

1Wer ge­spen­de­te Sa­men­zel­len ent­ge­gen­nimmt oder ver­wen­det, muss die Spen­de auf zu­ver­läs­si­ge Wei­se do­ku­men­tie­ren.

2Über den Spen­der sind ins­be­son­de­re fol­gen­de Da­ten fest­zu­hal­ten:

a.
Na­me und Vor­na­me, Ge­burts­tag und Ge­burts­ort, Wohn­ort, Hei­mat­ort oder Na­tio­na­li­tät, Be­ruf und Aus­bil­dung;
b.
Da­tum der Sa­men­spen­de;
c.
Er­geb­nis­se der me­di­zi­ni­schen Un­ter­su­chung;
d.
An­ga­ben zur äus­se­ren Er­schei­nung.

3Über die Frau, für wel­che die ge­spen­de­ten Sa­men­zel­len ver­wen­det wer­den, und ih­ren Ehe­mann sind fol­gen­de Da­ten fest­zu­hal­ten:

a.
Na­me und Vor­na­me, Ge­burts­tag und Ge­burts­ort, Wohn­ort, Hei­mat­ort oder Na­tio­na­li­tät;
b.
Da­tum der Ver­wen­dung der Sa­men­zel­len.
Art. 25 Übermittlung der Daten  

1Die be­han­deln­de Ärz­tin oder der be­han­deln­de Arzt muss die Da­ten nach Ar­ti­kel 24 un­ver­züg­lich nach der Ge­burt des Kin­des dem Eid­ge­nös­si­schen Amt für das Zi­vil­stands­we­sen (Amt) über­mit­teln.

2Ist der Ärz­tin oder dem Arzt ei­ne Ge­burt nicht be­kannt ge­wor­den, so sind die Da­ten un­ver­züg­lich nach dem er­rech­ne­ten Ge­burts­ter­min zu über­mit­teln, es sei denn, es ste­he fest, dass die Be­hand­lung nicht zum Er­folg ge­führt hat.

3Der Bun­des­rat er­lässt die er­for­der­li­chen Da­ten­schutz­be­stim­mun­gen.

Art. 26 Aufbewahrung der Daten  

Das Amt be­wahrt die Da­ten wäh­rend 80 Jah­ren auf.

Art. 27 Auskunft  

1Hat das Kind das 18. Le­bens­jahr vollen­det, so kann es beim Amt Aus­kunft über die äus­se­re Er­schei­nung und die Per­so­na­li­en des Spen­ders (Art. 24 Abs. 2 Bst. a und d) ver­lan­gen.

2Im Üb­ri­gen kann es je­der­zeit Aus­kunft über al­le Da­ten des Spen­ders (Art. 24 Abs. 2) ver­lan­gen, wenn es ein schutz­wür­di­ges In­ter­es­se dar­an hat.

3Be­vor das Amt Aus­kunft über die Per­so­na­li­en er­teilt, in­for­miert es wenn mög­lich den Spen­der. Lehnt die­ser den per­sön­li­chen Kon­takt ab, so ist das Kind zu in­for­mie­ren und auf die Per­sön­lich­keits­rech­te des Spen­ders und den An­spruch sei­ner Fa­mi­lie auf Schutz hin­zu­wei­sen. Be­harrt das Kind nach Ab­satz 1 auf Aus­kunft, so wird ihm die­se er­teilt.

4Der Bun­des­rat kann die Be­hand­lung von Aus­kunfts­ge­su­chen ei­ner eid­ge­nös­si­schen Fach­kom­mis­si­on über­tra­gen.

51


1 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 87 des Ver­wal­tungs­ge­richts­ge­set­zes vom 17. Ju­ni 2005, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).

3. Kapitel: Nationale Ethikkommission

Art. 28  

1Der Bun­des­rat setzt ei­ne na­tio­na­le Ethik­kom­mis­si­on ein.

2Sie ver­folgt die Ent­wick­lung in der Fort­pflan­zungs- und der Gen­tech­no­lo­gie im hu­man­me­di­zi­ni­schen Be­reich und nimmt zu den da­mit ver­bun­de­nen ge­sell­schaft­li­chen, na­tur­wis­sen­schaft­li­chen und recht­li­chen Fra­gen aus ethi­scher Sicht be­ra­tend Stel­lung.

3Sie hat ins­be­son­de­re die Auf­ga­be:

a.
er­gän­zen­de Richt­li­ni­en zu die­sem Ge­setz zu er­ar­bei­ten;
b.
Lücken in der Ge­setz­ge­bung auf­zu­zei­gen;
c.
die Bun­des­ver­samm­lung, den Bun­des­rat und die Kan­to­ne auf An­fra­ge zu be­ra­ten;
d.
die Öf­fent­lich­keit über wich­ti­ge Er­kennt­nis­se zu in­for­mie­ren und die Dis­kus­si­on über ethi­sche Fra­gen in der Ge­sell­schaft zu för­dern.

4Der Bun­des­rat be­stimmt die wei­te­ren Auf­ga­ben der Kom­mis­si­on im Be­reich der Hu­man­me­di­zin. Er er­lässt die Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen.

4. Kapitel: Strafbestimmungen

Art. 29 Missbräuchliche Gewinnung von Embryonen  

1Wer durch Im­prä­gna­ti­on einen Em­bryo in der Ab­sicht er­zeugt, die­sen zu ei­nem an­de­ren Zweck als der Her­bei­füh­rung ei­ner Schwan­ger­schaft zu ver­wen­den oder ver­wen­den zu las­sen, wird mit Frei­heits­s­tra­fe bis zu drei Jah­ren oder Geld­stra­fe be­straft.

2Eben­so wird be­straft, wer ei­ne im­prä­gnier­te Ei­zel­le oder einen Em­bryo in vi­tro in der Ab­sicht kon­ser­viert, die­se oder die­sen zu ei­nem an­de­ren Zweck als der Her­bei­füh­rung ei­ner Schwan­ger­schaft zu ver­wen­den oder ver­wen­den zu las­sen.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 12. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3641; BBl 2013 5853).

Art. 30 Entwicklung von Embryonen ausserhalb des Körpers der Frau  

1Wer einen Em­bryo aus­ser­halb des Kör­pers der Frau über den Zeit­punkt hin­aus sich ent­wi­ckeln lässt, in dem die Ein­nis­tung in die Ge­bär­mut­ter noch mög­lich ist, wird mit Frei­heits­s­tra­fe bis zu drei Jah­ren oder Geld­stra­fe be­straft.1

2Eben­so wird be­straft, wer einen mensch­li­chen Em­bryo auf ein Tier über­trägt.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 12. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3641; BBl 2013 5853).

Art. 31 Leihmutterschaft  

1Wer bei ei­ner Leihmut­ter ein Fort­pflan­zungs­ver­fah­ren an­wen­det, wird mit Frei­heits­s­tra­fe bis zu drei Jah­ren oder Geld­stra­fe be­straft.1

2Eben­so wird be­straft, wer Leihmut­ter­schaf­ten ver­mit­telt.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 12. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3641; BBl 2013 5853).

Art. 32 Missbrauch von Keimgut  

1Wer ei­ne Im­prä­gna­ti­on oder ei­ne Wei­ter­ent­wick­lung zum Em­bryo mit Keim­gut be­wirkt, das ei­nem Em­bryo oder ei­nem Fö­tus ent­nom­men wur­de, wird mit Frei­heits­s­tra­fe bis zu drei Jah­ren oder Geld­stra­fe be­straft.

2Wer mensch­li­ches Keim­gut oder Er­zeug­nis­se aus Em­bryo­nen oder Fö­ten ent­gelt­lich ver­äus­sert oder er­wirbt, wird mit Frei­heits­s­tra­fe bis zu drei Jah­ren oder Geld­stra­fe be­straft.

3Han­delt die Tä­te­rin oder der Tä­ter ge­werbs­mäs­sig, so ist die Stra­fe Frei­heits­s­tra­fe bis zu drei Jah­re oder Geld­stra­fe. Mit der Frei­heits­s­tra­fe ist ei­ne Geld­stra­fe zu ver­bin­den.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 12. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3641; BBl 2013 5853).

Art. 33 Untersuchung des Erbguts und Auswahl von Keimzellen und Embryonen in vitro  

Wer bei Fort­pflan­zungs­ver­fah­ren das Erb­gut von Keim­zel­len oder Em­bryo­nen in vi­tro un­ter­sucht und sie nach ih­rem Ge­schlecht oder nach an­de­ren Ei­gen­schaf­ten aus­wählt, oh­ne dass da­mit die Un­frucht­bar­keit über­wun­den oder die Über­tra­gung der Ver­an­la­gung für ei­ne schwe­re Krank­heit auf die Nach­kom­men ver­hin­dert wer­den soll, wird mit Frei­heits­s­tra­fe bis zu drei Jah­ren oder Geld­stra­fe be­straft.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 12. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3641; BBl 2013 5853).

Art. 34 Handeln ohne Einwilligung oder Bewilligung  

1Wer ein Fort­pflan­zungs­ver­fah­ren oh­ne Ein­wil­li­gung der Per­son, von der die Keim­zel­len stam­men, oder des be­trof­fe­nen Paa­res an­wen­det, wird mit Frei­heits­s­tra­fe bis zu drei Jah­ren oder Geld­stra­fe be­straft.

2Eben­so wird be­straft, wer oh­ne Be­wil­li­gung oder auf­grund ei­ner durch un­wah­re An­ga­ben er­schli­che­nen Be­wil­li­gung Fort­pflan­zungs­ver­fah­ren an­wen­det, Keim­zel­len, im­prä­gnier­te Ei­zel­len oder Em­bryo­nen in vi­tro kon­ser­viert oder ver­mit­telt oder Un­ter­su­chun­gen des Erb­guts von Em­bryo­nen in vi­tro ver­an­lasst.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 12. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3641; BBl 2013 5853).

Art. 35 Eingriffe in die Keimbahn  

1Wer in das Erb­gut ei­ner Keim­bahn­zel­le oder ei­ner em­bryo­na­len Zel­le ver­än­dernd ein­greift, wird mit Frei­heits­s­tra­fe bis zu drei Jah­ren oder Geld­stra­fe be­straft.1

2Eben­so wird be­straft, wer ei­ne in ih­rem Erb­gut künst­lich ver­än­der­te Keim­zel­le zur Im­prä­gna­ti­on oder ei­ne in glei­cher Wei­se ver­än­der­te im­prä­gnier­te Ei­zel­le zur Wei­ter­ent­wick­lung zum Em­bryo ver­wen­det.

3Ab­satz 1 ist nicht an­wend­bar, wenn die Ver­än­de­rung von Keim­bahn­zel­len die un­ver­meid­li­che Be­gleiter­schei­nung ei­ner Che­mo­the­ra­pie, ei­ner Strah­len­the­ra­pie oder ei­ner an­de­ren ärzt­li­chen Be­hand­lung ist, der ei­ne Per­son sich un­ter­zieht.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 12. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3641; BBl 2013 5853).

Art. 36 Klonen, Chimären- und Hybridbildung  

1Wer einen Klon, ei­ne Chi­mä­re oder ei­ne Hy­bri­de bil­det, wird mit Frei­heits­s­tra­fe bis zu drei Jah­ren oder Geld­stra­fe be­straft.1

2Eben­so wird be­straft, wer ei­ne Chi­mä­re oder ei­ne Hy­bri­de auf ei­ne Frau oder auf ein Tier über­trägt.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 12. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3641; BBl 2013 5853).

Art. 37 Übertretungen  

Mit Bus­se bis zu 100 000 Fran­ken wird be­straft, wer vor­sätz­lich:1

a.
ent­ge­gen Ar­ti­kel 3 Ab­sät­ze 2 Buch­sta­be a und 3 bei ei­ner Frau ein Fort­pflan­zungs­ver­fah­ren an­wen­det;
b.2
Keim­zel­len ver­wen­det, die von ei­ner ver­stor­be­nen Per­son stam­men, aus­ser es han­delt sich da­bei um Sa­men­zel­len ei­nes ver­stor­be­nen Sa­men­spen­ders;
bbis.3
im­prä­gnier­te Ei­zel­len oder Em­bryo­nen in vi­tro ver­wen­det, die von ei­nem Paar stam­men, von dem ein Teil ver­stor­ben ist;
c.
ge­spen­de­te Ei­zel­len ver­wen­det, mit ge­spen­de­ten Ei­zel­len und ge­spen­de­ten Sa­men­zel­len einen Em­bryo ent­wi­ckelt oder einen ge­spen­de­ten Em­bryo auf ei­ne Frau über­trägt;
d.
Fort­pflan­zungs­ver­fah­ren oh­ne er­laub­te In­di­ka­ti­on an­wen­det;
e.4
f.
ent­ge­gen den Ar­ti­keln 15, 16 und 42 Keim­gut kon­ser­viert;
g.
ent­ge­gen Ar­ti­kel 17 Ab­satz 1 Em­bryo­nen ent­wi­ckelt;
h.
als Spen­der Sa­men­zel­len meh­re­ren In­ha­be­rin­nen oder In­ha­bern ei­ner Be­wil­li­gung nach Ar­ti­kel 8 Ab­satz 1 zur Ver­fü­gung stellt;
i.
ent­ge­gen Ar­ti­kel 22 Ab­sät­ze 1-3 ge­spen­de­te Sa­men­zel­len ver­wen­det;
j.
die nach Ar­ti­kel 24 vor­ge­schrie­be­nen Da­ten un­rich­tig oder un­voll­stän­dig auf­zeich­net.

1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 12. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3641; BBl 2013 5853).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 12. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3641; BBl 2013 5853).
3 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 12. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3641; BBl 2013 5853).
4 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 12. Dez. 2014, mit Wir­kung seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3641; BBl 2013 5853).

Art. 38 Zuständige Behörde  

Die Ver­fol­gung und die Be­ur­tei­lung der Straf­ta­ten nach die­sem Ge­setz ob­lie­gen den Kan­to­nen.

5. Kapitel: Schlussbestimmungen

1. Abschnitt: Änderung bisherigen Rechts

Art. 39  

1


1 Die Än­de­rung kann un­ter AS 2000 3055 kon­sul­tiert wer­den.

2. Abschnitt: Übergangsbestimmungen

Art. 40 Bewilligung  

1Wer ei­ne Be­wil­li­gung nach Ar­ti­kel 8 Ab­satz 1 be­nö­tigt, muss das Ge­such mit den nö­ti­gen Un­ter­la­gen in­ner­halb von drei Mo­na­ten nach In­kraft­tre­ten die­ses Ge­set­zes bei der Be­wil­li­gungs­be­hör­de ein­rei­chen.

2Wer das Ge­such nicht frist­ge­recht stellt, muss die Tä­tig­keit ein­stel­len.

Art. 41 Auskunft  

1Die Ar­ti­kel 18 und 24-27 gel­ten auch, wenn Sa­men­zel­len vor dem In­kraft­tre­ten die­ses Ge­set­zes ge­spen­det wor­den sind, aber erst nach des­sen In­kraft­tre­ten ver­wen­det wer­den.

2In den üb­ri­gen Fäl­len müs­sen die Ärz­tin­nen und Ärz­te, die Fort­pflan­zungs­ver­fah­ren mit ge­spen­de­ten Keim­zel­len durch­ge­führt ha­ben, in sinn­ge­mäs­ser An­wen­dung von Ar­ti­kel 27 Aus­kunft er­tei­len.

Art. 42 Aufbewahrung von Embryonen  

1Wer beim In­kraft­tre­ten die­ses Ge­set­zes Em­bryo­nen auf­be­wahrt, muss dies in­ner­halb von drei Mo­na­ten der Be­wil­li­gungs­be­hör­de mel­den. Ar­ti­kel 11 ist an­wend­bar.

21


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 3. Okt. 2003, in Kraft bis zum 31. Dez. 2008 (AS 2003 3681; BBl 2003 1163).

Art. 43 Kindesverhältnis  

Ar­ti­kel 23 gilt auch für Kin­der, die vor dem In­kraft­tre­ten die­ses Ge­set­zes im Rah­men ei­nes Fort­pflan­zungs­ver­fah­rens durch ei­ne Sa­men­spen­de ge­zeugt wor­den sind.

Art. 43a Übergangsbestimmung zur Änderung vom
12.Dezember 2014
 

Die Be­richt­er­stat­tung und die Un­ter­brei­tung von Vor­schlä­gen nach Ar­ti­kel 14a Ab­satz 4 er­folgt erst­mals spä­tes­tens fünf Jah­re nach In­kraft­tre­ten der Än­de­rung vom 12. De­zem­ber 2014.


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 12. Dez. 2014, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3641; BBl 2013 5853).

3. Abschnitt: Referendum und Inkrafttreten

Art. 44  

1Die­ses Ge­setz un­ter­steht dem fa­kul­ta­ti­ven Re­fe­ren­dum.

2Der Bun­des­rat be­stimmt das In­kraft­tre­ten.

This site is protected by reCAPTCHA and the Google Privacy Policy and Terms of Service apply.

Feedback
A: AB-EBV AB-SBV AB-VASm AdoV AEFV AETR AEV AFZFG AFZFV AHVG AHVV AIAG AIAV AIG AkkredV-PsyG ALBAG ALBAV AlgV AlkG AlkV AllergV AllgGebV AltlV AMBV AMZV AO ArG ArGV 1 ArGV 2 ArGV 3 ArGV 4 ArGV 5 ARPV ARV 1 ARV 2 ASG AStG AStV ASV ASV-RAB AsylG AsylV 1 AsylV 2 AsylV 3 AtraG AtraV ATSG ATSV AufRBGer AufzV AuLaV AVFV AVG AVIG AVIV AVO AVO-FINMA AVV AwG AWV AZG AZGV B: BankG BankV BauAV BauPG BauPV BBG BBV BDSV BEG BehiG BehiV BekV-RAB BetmG BetmKV BetmSV BetmVV-EDI BeV BevSV BewG BewV BG-HAÜ BG-KKE BGA BGBB BGCITES BGerR BGF BGFA BGG BGIAA BGLE BGMD BGMK BGRB BGS BGSA BGST BGÖ BIFG BiGV BIV-FINMA BiZG BKSG BKSV BMV BPDV BPG BPI BPR BPS BPV BSG BSO BStatG BStG BStGerNR BStGerOR BStKR BStV BSV BTrV BURV BV BVG BVV 1 BVV 2 BVV 3 BWIS BZG BöB BüG BÜPF BüV C: CartV ChemG ChemGebV ChemPICV ChemRRV ChemV CyRV CZV D: DBG DBV DBZV DesG DesV DGV DR 04 DSG DV-RAB DZV DüBV DüV E: EBG EBV EDAV-DS-EDI EDAV-EU-EDI EDAV-Ht EHSM-V EiV EKBV EleG ELG ELV EMRK EnEV EnFV EnG ENSIG ENSIV EntG EntsG EntsV EnV EOG EOV EPDG EPDV EPDV-EDI EpG EpV ERV-BVGer ESV ExpaV EÖBV EÖBV-EJPD F: FamZG FamZV FAV FDO FHG FHV FIFG FiFV FiG FiLaG FiLaV FinfraG FinfraV FinfraV-FINMA FINIG FINIV FINMAG FiV FKG FLG FLV FMBV FMedG FMedV FMG FMV FOrgV FPV FrSV FusG FV FVAV FWG FWV FZG FZV G: GaGV GBV GebR-BVGer GebR-PatGer GebV ESTV GebV SchKG GebV-AIG GebV-ArG GebV-ASTRA GebV-AVG GebV-BAFU GebV-BASPO GebV-BAZL GebV-BJ GebV-BLW GebV-EDA GebV-EDI-NBib GebV-En GebV-ESA GebV-fedpol GebV-FMG GebV-HReg GebV-IGE GebV-KG GebV-NBib GebV-Publ GebV-SBFI GebV-TPS GebV-TVD GebV-VBS GebV-öV GebV-ÜPF GeBüV GeoIG GeoIV GeoIV-swisstopo GeomV GeoNV GesBG GesBKV GGBV GGUV GgV GKZ GlG GLPV GR-PatGer GR-WEKO GRN GRS GSchG GSchV GSG GTG GUMG GUMV GUMV-EDI GVVG GüTG GüTV H: HArG HArGV HasLV HasLV-WBF HBV HELV HEsÜ HFG HFKG HFV HGVAnG HKSV HKsÜ HMG HRegV HSBBV HVA HVI HVUV HyV I: IAMV IBH-V IBLV IBSG IBSV IFEG IGE-OV IGE-PersV IGEG InvV IPFiV IPRG IQG IR-PatGer IRSG IRSV ISABV-V ISchV ISLV IStrV-EZV ISUV ISVet-V IVG IVV IVZV J: J+S-V-BASPO JSG JStG JStPO JSV K: KAG KAKV-FINMA KBFHV KEG KEV KFG KFV KG KGSG KGSV KGTG KGTV KGVV KHG KHV KJFG KJFV KKG KKV KKV-FINMA KlinV KLV KMG KMV KOV KoVo KPAV KPFV KR-PatGer KRG KRV KV-GE KVAG KVAV KVG KVV L: LAfV LBV LDV LeV LFG LFV LGBV LGeoIV LGV LIV LMG LMVV LPG LRV LSMV LSV LTrV LugÜ LV-Informationssystemeverordnung LVG LVV LVV-VBS LwG M: MAkkV MaLV MaschV MatV MAV MBV MCAV MedBG MedBV MepV MetG MetV MFV MG MIG MinLV MinVG MinVV MinöStG MinöStV MiPV MIV MiVo-HF MJV MNKPV MPV MSchG MSchV MSG MStG MStP MStV MSV MVG MVV MWSTG MWSTV N: NAFG NagV NBibG NBibV NDG NEV NFSV NHG NHV NISSG NISV NIV NSAG NSAV NSG NSV NZV NZV-BAV O: OAV-SchKG OBG OBV OHG OHV OR OrFV Org-VöB OV-BK OV-BR OV-EDA OV-EDI OV-EFD OV-EJPD OV-HFG OV-UVEK OV-VBS OV-WBF P: PAG ParlG ParlVV PartG PaRV PatG PatGG PatV PAV PAVO PAVV PBG PBV PfG PfV PG PGesV PGesV–WBF–UVEK PGRELV PhaV PHV POG PRG PrHG PrSG PrSV PRTR-V PSAV PSMV PSPV PSPV-BK PSPV-EDA PSPV-EDI PSPV-EJPD PSPV-UVEK PSPV-VBS PSPV-WBF PSPVK PsyBV PsyG PublG PublV PVBger PVFMH PVFMH-VBS PVGer PVO-ETH PVO-TVS PVSPA PVSPA-VBS PäV PüG Q: QStV QuNaV R: RAG RAV RDV ReRBGer ResV-EDI RHG RHV RKV RLG RLV RPG RPV RSD RTVG RTVV RV-AHV RVOG RVOV RöV S: SAFIG SBBG SBMV SBV SchKG SDR SDSG SebG SebV SEFV SeilV SFV SGV SIaG SIRG SKV SnAV SPBV-EJPD SpDV SpG SpoFöG SpoFöV SpV SRVG SSchG SSchV SSchV-EDI SSV StAG StAhiG StAhiV StAV StBOG STEBV StFG StFV StG StGB StHG StPO StromVG StromVV StSG StSV STUG STUV StV STVG SuG SV SVAG SVAV SVG SVKG SVV T: TabV TAMV TBDV TEVG TGBV TGV ToG ToV TPFV TrG TSchAV TSchG TSchV TSG TStG TStV TSV TUG TVAV TVSV TwwV TZV U: UIDV UraM URG URV USG UVG UVPV UVV UWG V: V Mil Pers V-ASG V-FIFG V-FIFG-WBF V-GSG V-HFKG V-LTDB V-NDA V-NISSG V-NQR-BB V-StGB-MSt VABK VABUA VAböV VAEW VAG VAK VAM VAmFD VAN VAND VAPF VAPK VASA VASm VASR VATV VATV-VBS VAusb VAusb-VBS VAV VAwG VAZV VBB VBBo VBGA VBGF VBGÖ VBKV VBLN VBO VBO-ÜPF VBP VBPO VBPV VBPV-EDA VBR I VBRK VBSTB VBVA VBVV VBWK VböV VCITES VD-ÜPF VDA VDPS VDPV-EDI VDSG VDSZ VDTI VDZV VEAGOG VEE-PW VegüV VEJ VEKF VEL VEleS VEMV VEP VerTi-V VES VEV VeVA VEVERA VeÜ-VwV VeÜ-ZSSV VFAI VFAL VFAV VFB-B VFB-DB VFB-H VFB-K VFB-LG VFB-S VFB-SB VFB-W VFBF VFD VFRR VFSD VFV VG VGD VGeK VGG VGKE VGR VGS VGSEB VGV VGVL VGWR VHK VHyMP VHyPrP VHyS VID VIL VILB VIMK VIntA VIS-NDB VISOS VISV VITH VIVS VIZBM VJAR-FSTD VKA VKKG VKKL VKKP VKL VKos VKOVE VKP VKP-KMU VKSWk VKV-FINMA VKZ VLBE VLE VLF VlG VLHb VLIb VLIp VLK VLKA VLL VLpH VLtH VlV VMAP VMBM VMDP VMILAK VMob VMS VMSch VMSV VMWG VNEK VNem VNF VOCV VOD VOEW VORA-EDI VOSA VPA VPABP VPAV VPB VPeA VPG VPGA VPiB VpM-BAFU VpM-BLW VPO ETH VPOB VPOG VPR VPRG VPRH VPrP VPS VPVKEU VR-ENSI VR-ETH 1 VR-ETH 2 VR-FINMA VR-IGE VR-METAS VR-PUBLICA VR-RAB VR-SNM VR-Swissmedic VRA VRAB VREG VRHB VRKD VRLtH VRP VRS VRSL VRV VRV-L VSA VSB VSBN VSFK VSFS VSKV-ASTRA VSL VSMS VSPA VSpoFöP VSPS VSR VSRL VSS VST VStFG VStG VStrR VStV VSV VSVB VSZV VTE VTM VTNP VTS VTSchS VtVtH VUFB VUM VUV VVA VVAG VVAwG VVE VVEA VVG VVK VVK-EDI VVMH VVNF VVS-ÜPF VVTA VVV VVWAL VWEV VWL VWLV VWS VwVG VZAE VZAG VZG VZSchB VZV VZVM VöB VüKU VÜPF VüV-ÖV W: WaG WaV WBV WeBiG WeBiV WEFV WEG WFG WFV WG WPEG WPEV WRG WRV WSchG WSchV WV WZV WZVV Z: ZAG ZAV ZBstG ZDG ZDUeV ZDV ZDV-WBF ZEBG ZentG ZeugSG ZeugSV ZEV ZG ZGB ZISG ZPO ZSAV-BiZ ZSTEBV ZStGV ZStV ZSV ZTG ZUG ZustV-PrSV ZuV ZV ZV-EFD ZWG ZWV Ü: ÜbZ ÜüAVaS ÜüiZR ÜüRK ÜüSKZGIA ÜüzAiK No acronym: 818_101_24 331 830_31 362_0 632_319 818_102 131_211 131_212 131_213 131_214 131_215 131_216_1 131_216_2 131_217 131_218 131_221 131_222_1 131_222_2 131_223 131_224_1 131_224_2 131_225 131_226 131_227 131_228 131_229 131_231 131_232 131_233 131_235 142_318 142_513 170_321 172_010_441 172_211_21 172_220_11 172_327_11 196_127_67 221_213_221 221_415 360_2 361_0 361_2 366_1 367_1 420_126 420_171 510_620_2 514_10 632_421_0 672_933_6 701 732_12 741_618 748_222_0 748_222_1 811_117_2 812_121_5 812_214_5 817_023_41 818_101_25 831_471 837_033 837_21 861 935_121_41 935_121_42 935_816_2
A: AccredO-LPsy AETR C: Caclid CC CCoop-ESF CE-TAF CEDH CL CLaH 2000 CLaH 96 CO CP CPC Cpecmdi CPM CPP Cprlsaé Crdl Crpc Cst-GE Cst. Ctflij D: DE-OCEB DE-OCF DE-OMBat DPA DPMin E: EIMP F: FITAF FP-TFB L: LA LAA LAAF LAAM LACI LAFam LAGH LAgr LAI Lalc LAM LAMal LAO LAP LApEl LAPG LAr LArm LAS LASEI LAsi LAT LAVI LAVS LB LBCF LBFA LBI LBNS LCA LCAP LCart LCBr LCC LCD LCdF LCESF LCF LCFF LChim LChP LCin LCITES LCo LCPI LCPR LCR LD LDA LDAl LDEA LDEP LDes LDFR LDI LDIF LDIP LDP LDT LDét LEAC LEAR LEaux LEC LEDPP LEEJ LEFin LEg LEH LEHE LEI LEIS LEMO LEne LEnTR LENu LEp LERI LESE LESp LET LEx LF-CLaH LF-EEA LFA LFAIE LFC LFCo LFE LFH LFIF LFINMA LFisE LFLP LFMG LFo LFORTA LFPC LFPr LFSP LFus LGG LGéo LHand LHID LHR LIA LIB LICa LIE LIFD LIFSN LIMF Limpauto Limpmin LIPI LIPPI LISDC LISint LITC LJAr LLC LLCA LLG LLGV LMAP LMC LMCFA LMP LMSI LMét LN LNI LOA LOAP LOC LOG LOGA LOP LOST LP LPA LPAP LParl LPart LPBC LPC LPCA LPCC LPCo LPD LPDS LPE LPers LPGA LPM LPMA LPMéd LPN LPO LPP LPPCi LPPS LPSan LPSP LPsy LPTh LPubl LRaP LRCF LRCN LRCS LRens LRFP LRH LRN LRNIS LRPL LRS LRTV LSA LSAMal LSC LSCPT LSE LSEtr LSF LSIA LSIP LSIS LSPr LSPro LSR LStup LSu LT LTab LTaD LTAF LTBC LTC LTEO LTF LTFB LTI LTM LTN LTo LTr LTRA LTrAlp LTrans LTrD LTro LTTM LTV LTVA Ltém LUMin LUsC LVA LVP LVPC O: O E-VERA O LERI DEFR O OFSPO J+S O pers mil O-CNC-FPr O-CP-CPM O-HEFSM O-LEHE O-LERI O-LRNIS O-OPers O-OPers-DFAE O-SI ABV O-SIGEXPA O-STAC OA 1 OA 2 OA 3 OAA OAAcc OAAE OAAE-DFJP OAAF OAAFM OAAFM-DDPS OAASF OAbCV OAC OACA OACAMIL OACata OAcCP OACE OACI OACM OACP OACS OAdd OAdma OAdo OADou OAEP OAF OAFA OAFam OAG OAGH OAGH-DFI OAgrD OAIE OAlc OAllerg OAM OAMal OAMAS OAMéd OAMédcophy OAO OAOF OAP OAPA OAPCM OApEl OARF OARF-OFT OARG OArm OAS OASA OAsc OASF OASM OASMéd OAStup OAT OAV OAVI OB OBat OBB OBCF OBI OBiG OBioc OBLF OBMa OBNP OBNS OBPL OCA OCA-DFI Ocach OCAl OCart OCBD OCBr Occd OCCEA OCCHE OCCP OCCR OCDA OCDM OCDoc OCEB OCEC OCEl-PA OCEl-PCPP OCEM OCF OCFH OChim OChP OCIFM OCin OCITES OCL OClin OCM OCM ES OCMD OCNE OCo OCOFE OComp-OSPro OCont OCoo OCoR-DFI OCos OCOV OCP OCPD OCPF OCPPME OCPR OCPSan OCR OCS OCSP OCSP-ChF OCSP-DDPS OCSP-DEFR OCSP-DETEC OCSP-DFAE OCSP-DFI OCSP-DFJP OCSPN OCStup OCTE OCVM OCâbles OD OD-ASR OD-DFF Odac ODAlAn ODAlGM ODAlOUs ODAlOV ODAu ODCS ODE OdelO ODEP ODEP-DFI ODes ODF ODFR ODI ODim ODO ODP ODPr ODSC ODV ODVo Odét OE OEAR OEaux OEB OEC OECA OEChim OECin OEDPP OEDRP-DFI OEDS OEE-VT OEEC OEEE OEEJ OEFin OEI-SCPT OEIE OEIMP OEIT OELDAl OELP OEM Oem-LEI Oem-OFJ OEMCN OEMFP OEmiA OEMO OEmol-AFC OEmol-ASF OEmol-BN OEmol-DDPS OEmol-DFAE OEmol-DFI-BN OEmol-fedpol OEmol-LCart OEmol-LSE OEmol-LTr OEmol-OFAC OEmol-OFAG OEmol-OFEV OEmol-OFRO OEmol-OFSPO OEmol-Publ OEmol-RC OEmol-SEFRI OEmol-TA OEmol-TP OEMTP OEMéd OEne OEneR OEng OENu OEOHB OEp OEPI OEPL OERE OESE OESE-DFI OESN OESp OESS OETHand OETV OEV Oexpa OFA-FINMA OFAC OFC OFCo OFCoop OFDG OFDPP OFE OFG OFH OFMO OFo OFOrg Oform OFP OFPAn OFPC-FINMA OFPr OFPT OFSI OFSPers OGE OGEmol OGN OGOM OGPCT OGéo OGéo-swisstopo OGéom OH OHand OHEL OHR OHS-LP OHyAb OHyg OHyPL OHyPPr OIA OIAgr OIAM OIB OIB-FINMA OIBC OIBL OIBT OIC OICa OIDAl OIDE OIE OIELFP OIFC OIFP OIFSN OILC OIMA OIMAS OIMF OIMF-FINMA Oimpauto Oimpmin OInstr pré OInstr prém DDPS Oinv OIOP OIP OIPI OIPSD OIPSD-DEFR OIS OISec OISofCA OISOS OIT OITab OITC OITE-AC OITE-PT-DFI OITE-UE-DFI OITPTh OITRV OIVS OJAr OJAR-FSTD OJM OJPM OLAA OLALA OLang OLAr OLCC OLCP OLDI OLDT OLEC OLED OLEH OLEl OLen OLFP OLG Olico OLN OLOG OLOGA OLOP OLP OLPA OLPD OLPS OLQE OLT 1 OLT 2 OLT 3 OLT 4 OLT 5 OLUsC OMA OMAA OMach OMAH OMAI OMAP OMAS OMat OMAV OMBat OMBT OMCFA OMCo OMDA OME-SCPT OMG OMi OMinTA OMJ-DFJP OMN OMN-DDPS OMO OMob OMoD OMP OMP-OFAG OMP-OFEV OMPr OMSA OMSVM OMéd OMédv OMét ONAE ONag ONCAF ONCR ONGéo ONI ONM ONo-ASR OO OOBE OOC-SCPT OOCCR-OFROU OODA OOIT OOLDI OOMA OOP EPF OOPC OOrgA OOST OOUS OPA OPAAb OPair OPAM OPAn OPAnAb OPAP OParcs OPart OPAS OPAT OPATE OPB OPBC OPBD OPBio OPC OPC-AVS-AI OPC-FINMA OPCAP OPCC OPCi OPCNP OPCo OPCy OPD OPDC OPE OPEA OPer-AH OPer-B OPer-D OPer-Fl OPer-Fo OPer-Fu Oper-IPI OPer-P OPer-S OPers OPers-EPF OPers-PDHH OPers-PDHH-DDPS OPers-PPOE OPers-PPOE-DDPS OPers-ServAS OPersT OPersTF OPESp OPF OPFCC OPFr OPGA OPha OPICChim OPICin OPIE OPM OPMA OPMéd OPN OPO OPoA OPOVA OPP 1 OPP 2 OPP 3 OPPB OPPBE OPPh OPPM OPPPS OPPr OPR OPrI OProP OPSP OPsy OPTA OPTP OPU OPubl OPuM OPVA OQPN OQuaDu OR-AVS ORA ORAb OrAc ORAgr ORaP ORAT ORB ORC ORCN ORCPL ORCPP ORCS ORCSN Ordonnance sur les systèmes d’information AC ORE I ORe-DFI OREA OREDT OREE ORegBL ORF ORFI Org CF Org ChF Org DEFR Org DETEC Org DFAE Org DFF Org DFI Org DFJP Org LRH Org-DDPS Org-OMP ORH ORIn ORInt ORM ORMI ORN ORNI OROEM ORPGAA ORPL ORPMUE ORRChim ORRTP ORS ORSA ORSec ORT ORTV OrX ORésDAlan OS OS LCart OS-FINMA OSAC OSALA OSAMal OSAR OSAss OSAv OSaVé OSaVé–DEFR–DETEC OSCi OSCi-DEFR OSCPT OSCR OSE OSEP OServAS OSEtr OSFPrHE OSIA OSIAC OSIAgr OSIAr OSIP-AFD OSIS OSIS-SRC OSites OSIVét OSJo OSL OSLing OSM OSMP OSNA OSO OSOA Osol OSPA OSPBC OSPEX OSPF OSPro OSR OSRA OSRens OSRev OSRP OSS OST-SCPT OStrA OSur-ASR OSV OsVO OT OTa-IPI OTab OTAS OTBC OTConst OTDD OTEMO OTEO OTerm OThand OTM OTN OTNI OTo OTPE OTPSP