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Verordnung
über die Alters- und Hinterlassenenversicherung
(AHVV)1

vom 31. Oktober 1947 (Stand am 1. Juli 2021)

1Fassung des Tit. gemäss Ziff. I 1 der V vom 11. Okt. 1972, in Kraft seit 1. Jan. 1973 (AS 1972 2507). Gemäss derselben Bestimmung wurden die Randtit. in Sachüber­schriften umgewandelt.

Der Schweizerische Bundesrat,

gestützt auf Artikel 81 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 20002
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)
und auf Artikel 154 Absatz 2 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 19463
über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG),4

verordnet:5

2 SR 830.1

3 SR 831.10

4 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 11. Sept. 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3710).

5Fassung gemäss Ziff. I der V vom 27. Mai 1981, in Kraft seit 1. Juli 1981 (AS 1981 538).

Erster Abschnitt: Die versicherten Personen

A. Versicherungsunterstellung6

6 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 18. Okt. 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 2000 2824).

Art. 1 Schweizer Bürger, die im Ausland im Dienste einer internationalen Organisation tätig sind 7

Das In­ter­na­tio­na­le Ko­mi­tee vom Ro­ten Kreuz ist ei­ne in­ter­na­tio­na­le Or­ga­ni­sa­ti­on, die im Sin­ne von Ar­ti­kel 1a Ab­satz 1 Buch­sta­be c Zif­fer 2 AHVG als Ar­beit­ge­ber gilt, aber nur so­weit dies in Ar­ti­kel 12a des Ab­kom­mens vom 19. März 19938 zwi­schen dem Schwei­ze­ri­schen Bun­des­rat und dem In­ter­na­tio­na­len Ko­mi­tee vom Ro­ten Kreuz zur Fest­le­gung der recht­li­chen Stel­lung des Ko­mi­tees in der Schweiz vor­ge­se­hen ist.

7 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Nov. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 5437).

8 SR 0.192.122.50

Art. 1a Schweizer Bürger, die im Ausland im Dienste einer privaten Hilfsorganisa­tion tätig sind

1 Als vom Bund im Sin­ne von Ar­ti­kel 1a Ab­satz 1 Buch­sta­be c Zif­fer 3 AHVG nam­haft sub­ven­tio­nier­te pri­va­te Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen gel­ten die Or­ga­ni­sa­tio­nen, die un­ter re­gel­mäs­si­ger ver­trag­li­cher Bin­dung ste­hen, sei es mit ei­nem Pro­gramm­ver­trag oder dass sie re­gel­mäs­sig Sub­ven­tio­nen von der Di­rek­ti­on für Ent­wick­lung und Zu­sam­men­ar­beit (DE­ZA) er­hal­ten, ein­sch­liess­lich je­ner, die über die UNI­TE9 un­ter­stützt wer­den.10

2 Das Bun­des­amt für So­zi­al­ver­si­che­run­gen11 (Bun­des­amt) er­stellt in Zu­sam­me­nar­beit mit der DE­ZA ei­ne Lis­te der be­trof­fe­nen Or­ga­ni­sa­tio­nen.

9 Schwei­ze­ri­scher Ver­band für per­so­nel­le Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit

10 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. Sept. 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3710).

11 Die Be­zeich­nung der Ver­wal­tungs­ein­heit wur­de in An­wen­dung von Art. 16 Abs. 3 der Pu­bli­ka­ti­ons­ver­ord­nung vom 17. Nov. 2004 (AS 2004 4937) an­ge­passt.

B. Ausnahmen von der Versicherung 12

12 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 18. Okt. 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 2000 2824).

Art. 1b Ausländer mit diplomatischen Vorrechten 13

Als Aus­län­der, die Pri­vi­le­gi­en und Im­mu­ni­tä­ten im Sin­ne von Ar­ti­kel 1a Ab­satz 2 Buch­sta­be a AHVG ge­nies­sen, gel­ten:14

a.15
die Mit­glie­der des Per­so­nals der in Ar­ti­kel 2 des Gast­staat­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 200716 ge­nann­ten di­plo­ma­ti­schen Missio­nen, stän­di­gen Ver­tre­tun­gen oder an­de­ren Ver­tre­tun­gen bei zwi­schen­staat­li­chen Or­ga­ni­sa­tio­nen und Son­der­mis­sio­nen so­wie de­ren nicht er­werbs­tä­ti­ge Fa­mi­li­en­an­ge­hö­ri­ge;
b.17
das Per­so­nal von Be­rufs­kon­su­lar­pos­ten so­wie des­sen nicht er­werbs­tä­ti­ge Fa­mi­li­en­an­ge­hö­ri­ge;
c.18
die be­güns­tig­ten Per­so­nen nach Ar­ti­kel 2 Ab­satz 2 Buch­sta­be a des Gast­staat­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 2007 so­wie de­ren nicht er­werbs­tä­ti­ge Fa­mi­li­en­an­ge­hö­ri­ge, wenn die­se be­güns­tig­ten Per­so­nen in of­fi­zi­el­ler Ei­gen­schaft für ei­ne zwi­schen­staat­li­che Or­ga­ni­sa­ti­on, ei­ne in­ter­na­tio­na­le In­sti­tu­ti­on, ein Se­k­re­ta­ri­at oder an­de­re durch einen völ­ker­recht­li­chen Ver­trag ein­ge­setz­te Or­ga­ne, ei­ne un­ab­hän­gi­ge Kom­mis­si­on, einen in­ter­na­tio­na­len Ge­richts­hof, ein Schieds­ge­richt oder ein an­de­res in­ter­na­tio­na­les Or­gan im Sin­ne des Gast­staat­ge­set­zes tä­tig sind;
d.19
das Per­so­nal der IA­TA20 und der SI­TA21 so­wie des­sen nich­t­er­werbs­tä­ti­ge Fa­mi­li­en­an­ge­hö­ri­ge.

13Ur­sprüng­lich Art. 1. Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 16. Sept. 1998, in Kraft seit 1. Jan. 1999 (AS 1998 2579).

14 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. Sept. 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3710).

15 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 14 der Gast­staat­ver­ord­nung vom 7. Dez. 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 6657).

16 SR 192.12

17 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 14 der Gast­staat­ver­ord­nung vom 7. Dez. 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 6657).

18 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 14 der Gast­staat­ver­ord­nung vom 7. Dez. 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 6657).

19 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Ju­ni 2000, in Kraft seit 1. Ju­li 2000 (AS 2000 1765).

20 In­ter­na­tio­na­ler Luft­trans­port­ver­band (In­ter­na­tio­nal Air Trans­port As­so­cia­ti­on)

21 So­ciété in­ter­na­tio­na­le de télé­com­mu­ni­ca­ti­ons aéro­nau­tiques

Art. 2 Verhältnismässig kurze Zeit 22

Als ver­hält­nis­mäs­sig kur­ze Zeit nach Ar­ti­kel 1a Ab­satz 2 Buch­sta­be c AHVG gilt ei­ne Er­werbs­tä­tig­keit, die drei auf­ein­an­der fol­gen­de Mo­na­te im Ka­len­der­jahr nicht über­schrei­tet.

22Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 19. Okt. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4759).

Art. 3 Angehörige ausländischer staatlicher Alters- und Hinterlassenenversiche­run­gen

1 An­ge­hö­ri­ge aus­län­di­scher staat­li­cher Al­ters- und Hin­ter­las­se­nen­ver­si­che­run­gen, für wel­che der Ein­be­zug in die Ver­si­che­rung ei­ne nicht zu­mut­ba­re Dop­pel­be­la­stung be­deu­ten wür­de, sind von der zu­stän­di­gen Aus­gleichs­kas­se auf be­grün­de­tes Ge­such hin von der ob­li­ga­to­ri­schen Ver­si­che­rung aus­zu­neh­men.

2 ...23

23Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BRB vom 30. Dez. 1953, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1954 (AS 1954 219).

Art. 424

24 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 30. Sept. 2009, in Kraft seit 1. Jan. 2010 (AS 2009 5183).

C. Beitritt zur Versicherung25

25Ursprünglich Bst. B. Fassung gemäss Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

I. Personen, welche im Ausland von einem Arbeitgeber in der Schweiz beschäftigt werden

Art. 5 Berechtigung zur Weiterführung der Versicherung

Per­so­nen, die im Aus­land für einen Ar­beit­ge­ber in der Schweiz tä­tig sind, kön­nen die Ver­si­che­rung wei­ter­füh­ren, falls sie wäh­rend min­des­tens fünf auf­ein­an­der fol­gen­den Jah­ren ver­si­chert wa­ren und dies un­mit­tel­bar vor:

a.
Auf­nah­me der Tä­tig­keit im Aus­land; oder
b.
Ab­lauf der nach ei­ner zwi­schen­staat­li­chen Ver­ein­ba­rung zu­läs­si­gen Ent­sen­de­dau­er.
Art. 5a Gesuch 26

Zur Wei­ter­füh­rung der Ver­si­che­rung ist der zu­stän­di­gen Aus­gleichs­kas­se ein Ge­such auf schrift­li­chem Weg oder über ein im Be­reich der Ver­si­che­rungs­un­ter­stel­lung vor­ge­se­he­nes In­for­ma­ti­ons­sys­tem ein­zu­rei­chen.

26 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 26. Okt. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4057).

Art. 5b Versicherungsbeginn

1 Die Ver­si­che­rung läuft oh­ne Un­ter­bruch wei­ter, falls das Ge­such in­ner­halb von sechs Mo­na­ten von dem Tag an ein­ge­reicht wird, an wel­chem die Vor­aus­set­zun­gen nach Ar­ti­kel 5 er­füllt sind.

2 Nach Ab­lauf die­ser Frist kann die Ver­si­che­rung nicht mehr wei­ter­ge­führt wer­den.

Art. 5c Versicherungsende

1 Ar­beit­neh­mer und Ar­beit­ge­ber kön­nen in ge­gen­sei­ti­gem Ein­ver­ständ­nis und un­ter Ein­hal­tung ei­ner Frist von 30 Ta­gen auf En­de ei­nes Ka­len­der­mo­nats von der Ver­si­che­rung zu­rück­tre­ten.

2 Wech­selt der Ar­beit­neh­mer den Ar­beit­ge­ber, so en­det die Ver­si­che­rung. Wech­selt der Ar­beit­neh­mer den Ar­beit­ge­ber in der Schweiz, so wird die Ver­si­che­rung wei­ter­ge­führt, wenn in­ner­halb von sechs Mo­na­ten ab Ar­beits­be­ginn ein Ge­such auf schrift­li­chem Weg oder über ein im Be­reich der Ver­si­che­rungs­un­ter­stel­lung vor­ge­se­he­nes In­for­ma­ti­ons­sys­tem ein­ge­reicht wird.27

27 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 26. Okt. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4057).

II. Personen mit Wohnsitz in der Schweiz, die auf Grund zwischen­staatlicher Vereinbarung nicht versichert sind 28

28 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 18. Okt. 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 2000 2824).

Art. 5d Beitrittsberechtigung

Der Ver­si­che­rung kön­nen Per­so­nen bei­tre­ten, die ih­ren Wohn­sitz in der Schweiz ha­ben, aber auf Grund ei­ner zwi­schen­staat­li­chen Ver­ein­ba­rung nicht ver­si­chert sind.29 Der Bei­tritt ist der Aus­gleichs­kas­se des Wohn­sitz­kan­tons zu er­klä­ren.

29 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Okt. 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 2000 2824).

Art. 5e Versicherungsbeginn

1 Wird die Bei­tritts­er­klä­rung in­ner­halb von sechs Mo­na­ten ein­ge­reicht, so be­ginnt die Ver­si­che­rung mit dem Tag, an dem die zwi­schen­staat­li­che Ver­ein­ba­rung wirk­sam wird.

2 Wird die Bei­tritts­er­klä­rung spä­ter ein­ge­reicht, be­ginnt die Ver­si­che­rung am ers­ten Tag des der Bei­tritts­er­klä­rung fol­gen­den Mo­nats.

Art. 5f Versicherungsende

1 Die Ver­si­cher­ten kön­nen von der Ver­si­che­rung un­ter Ein­hal­tung ei­ner Frist von 30 Ta­gen auf En­de ei­nes Ka­len­der­mo­nats zu­rück­tre­ten.

2 Kommt ei­ne ver­si­cher­te Per­son ih­ren Ver­pflich­tun­gen trotz Mah­nung nicht nach, stellt ihr die Aus­gleichs­kas­se ei­ne zwei­te Mah­nung zu und setzt ihr un­ter An­dro­hung des Aus­schlus­ses ei­ne Nach­frist von 30 Ta­gen an. Nach un­be­nutz­tem Ab­lauf der Frist wird die ver­si­cher­te Per­son von der Ver­si­che­rung aus­ge­schlos­sen.30

30 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Sept. 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 2000 2629).

III. Nichterwerbstätige Studierende mit Wohnsitz im Ausland31

31 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 18. Okt. 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 2000 2824).

Art. 5g Berechtigung zur Weiterführung der Versicherung
Nich­t­er­werbs­tä­ti­ge Stu­die­ren­de mit Wohn­sitz im Aus­land kön­nen die Ver­si­che­rung wei­ter­füh­ren, wenn sie un­mit­tel­bar vor Auf­nah­me ih­rer Aus­bil­dung im Aus­land wäh­rend min­des­tens fünf auf­ein­an­der fol­gen­den Jah­ren ver­si­chert wa­ren.
Art. 5h Versicherungsbeginn

1 Die Ver­si­che­rung läuft oh­ne Un­ter­bruch wei­ter, falls das Ge­such in­ner­halb von sechs Mo­na­ten ab der Auf­nah­me der Aus­bil­dung im Aus­land ein­ge­reicht wird.

2 Nach Ab­lauf die­ser Frist kann die Ver­si­che­rung nicht mehr wei­ter­ge­führt wer­den.

Art. 5i Versicherungsende

1 Die Ver­si­cher­ten kön­nen von der Ver­si­che­rung, un­ter Ein­hal­tung ei­ner Frist von 30 Ta­gen, auf En­de ei­nes Ka­len­der­mo­nats zu­rück­tre­ten.

2 Ver­si­cher­te, die ih­ren Jah­res­bei­trag bis zum 31. De­zem­ber des fol­gen­den Ka­len­der­jah­res nicht voll­stän­dig be­zah­len, wer­den rück­wir­kend aus der Ver­si­che­rung aus­ge­schlos­sen. Das­sel­be gilt, wenn sie der Aus­gleichs­kas­se die ver­lang­ten Be­le­ge nicht bis zum 31. De­zem­ber des Fol­ge­jah­res ein­rei­chen. Vor Ab­lauf der Frist stellt die Aus­gleichs­kas­se den Ver­si­cher­ten ei­ne ein­ge­schrie­be­ne Mah­nung mit An­dro­hung des Aus­schlus­ses zu.

IV. Nichterwerbstätige Personen, die ihren versicherten Ehegatten ins Ausland begleiten32

32 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 18. Okt. 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 2000 2824).

Art. 5j Versicherungsbeginn

1 Die Ver­si­che­rung läuft oh­ne Un­ter­bruch wei­ter, so­fern die Bei­tritts­er­klä­rung in­ner­halb von sechs Mo­na­ten ab der Ab­rei­se ins Aus­land ein­ge­reicht wird.

2 Wird die Bei­tritts­er­klä­rung spä­ter ein­ge­reicht, be­ginnt die Ver­si­che­rung am ers­ten Tag des der Bei­tritts­er­klä­rung fol­gen­den Mo­nats.

Art. 5k Versicherungsende

Für nich­t­er­werbs­tä­ti­ge Per­so­nen, die ih­ren ver­si­cher­ten Ehe­gat­ten ins Aus­land be­glei­ten, gilt Ar­ti­kel 5i sinn­ge­mä­ss.

Zweiter Abschnitt: Die Beiträge

A. Die Beiträge der erwerbstätigen Versicherten

Art. 6 Begriff des Erwerbseinkommens

1 Zum Er­w­erb­sein­kom­men ge­hört, so­weit nicht in den nach­fol­gen­den Be­stim­mun­gen aus­drück­lich Aus­nah­men vor­ge­se­hen sind, das im In- und Aus­land er­ziel­te Bar- oder Na­tu­ral­ein­kom­men aus ei­ner Tä­tig­keit ein­sch­liess­lich der Ne­ben­be­zü­ge.

2 Nicht zum Er­w­erb­sein­kom­men ge­hö­ren:

a.33
der Mi­li­tär­sold, die Funk­ti­ons­ver­gü­tung des Zi­vil­schut­zes, das Ta­schen­geld an zi­vil­dienst­leis­ten­de Per­so­nen, der nach Ar­ti­kel 24 Buch­sta­be fbis des Bun­des­ge­set­zes vom 14. De­zem­ber 199034 über die di­rek­te Bun­de­steu­er (DBG) steu­er­freie Sold der Mi­liz­feu­er­wehr­leu­te so­wie die soldähn­li­chen Ver­gü­tun­gen in Jung­schüt­zen­lei­ter­kur­sen;
b.35
Ver­si­che­rungs­leis­tun­gen bei Un­fall, Krank­heit oder In­va­li­di­tät, aus­ge­nom­men die Tag­gel­der nach Ar­ti­kel 25 des Bun­des­ge­set­zes vom 19. Ju­ni 195936 über die In­va­li­den­ver­si­che­rung (IVG) und nach Ar­ti­kel 29 des Bun­des­ge­set­zes vom 19. Ju­ni 199237 über die Mi­li­tär­ver­si­che­rung;
c.38
...
d.39
...
e.40
...
f.41
Fa­mi­li­en­zu­la­gen, die als Kin­der‑, Aus­bil­dungs‑, Haus­halts‑, Hei­rats- und Ge­burts­zu­la­gen im orts- oder bran­chen­üb­li­chen Rah­men ge­währt wer­den;
g.42
Zu­wen­dun­gen für die Aus- und Wei­ter­bil­dung; wer­den die­se vom Ar­beit­ge­ber ge­leis­tet, so sind sie nur vom Er­w­erb­sein­kom­men aus­ge­nom­men, falls die Aus- und Wei­ter­bil­dung in en­gem Zu­sam­men­hang mit der be­ruf­li­chen Tä­tig­keit der be­güns­tig­ten Per­son steht;
h.43
re­gle­men­ta­ri­sche Leis­tun­gen von Ein­rich­tun­gen der be­ruf­li­chen Vor­sor­ge, wenn der Be­güns­tig­te bei Ein­tritt des Vor­sor­ge­fal­les oder bei Auf­lö­sung der Vor­sor­ge­ein­rich­tung die Leis­tun­gen per­sön­lich be­an­spru­chen kann;
i.–k.44 ....45

33Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 21. Sept. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 6329).

34 SR 642.11

35 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 10. Sept. 2003, in Kraft seit 1. Jan. 2004 (AS 2003 3683).

36 SR 831.20

37 SR 833.1

38 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 15. Okt. 2014, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 3331).

39Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 31. Aug. 1992, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1993 (AS 1992 1830).

40Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 29. Ju­ni 1983, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1984 (AS 1983 903).

41Fas­sung ge­mä­ss Art. 143 der V vom 20. Dez. 1982 über die Un­fall­ver­si­che­rung, in Kraft seit 1. Jan. 1984 (AS 1983 38).

42 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 26. Sept. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 4711).

43 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Sept. 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 2000 2629).

44 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 18. Sept. 2000, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2001 (AS 2000 2629).

45Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 27. Mai 1981, in Kraft seit 1. Ju­li (AS 1981 538).

Art. 6bis46

46 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 27. Mai 1981 (AS 1981 538). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 18. Sept. 2000, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2001 (AS 2000 2629).

Art. 6ter Im Ausland erzieltes Erwerbseinkommen 47

Von der Bei­trags­er­he­bung ist das Er­w­erb­sein­kom­men aus­ge­nom­men, das Per­so­nen mit Wohn­sitz in der Schweiz zu­fliesst

a.48
als In­ha­ber oder Teil­ha­ber von Be­trie­ben oder von Be­triebs­stät­ten in ei­nem Nicht­ver­trags­staat;
b.49
als Or­ga­nen ei­ner ju­ris­ti­schen Per­son in ei­nem Nicht­ver­trags­staat;
c.50
als Per­so­nen, wel­che ei­ne Steu­er nach dem Auf­wand ge­mä­ss Ar­ti­kel 14 DBG51 ent­rich­ten.

47Ur­sprüng­lich Art. 6bis. Ein­ge­fügt durch Ziff. I 2 der V vom 11. Okt. 1972, in Kraft seit 1. Jan. 1974 (AS 1972 2507).

48 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Okt. 2000, in Kraft seit 1. Ju­ni 2002 (AS 2002 1351).

49 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Okt. 2000, in Kraft seit 1. Ju­ni 2002 (AS 2002 1351).

50Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 26. Sept. 1994, in Kraft seit 1. Jan. 1995 (AS 1994 2162).

51SR 642.11

Art. 6quater Beiträge der erwerbstätigen Versicherten nach dem
64.
bzw.
65. Altersjahr
52

1 Frau­en, die das 64., und Män­ner, die das 65. Al­ters­jahr vollen­det ha­ben, ent­rich­ten vom Ein­kom­men aus un­selb­stän­di­ger Er­werbs­tä­tig­keit nur für den Teil Bei­trä­ge, der je Ar­beit­ge­ber 1400 Fran­ken im Mo­nat bzw. 16 800 Fran­ken im Jahr über­steigt.

2 Frau­en, die das 64., und Män­ner, die das 65. Al­ters­jahr vollen­det ha­ben, ent­rich­ten vom Ein­kom­men aus selb­stän­di­ger Er­werbs­tä­tig­keit nur für den Teil Bei­trä­ge, der 16 800 Fran­ken im Jahr über­steigt.

52 Ur­sprüng­lich Art. 6ter. Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 5. April 1978 (AS 1978 420). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 23. Nov. 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2006 (AS 2005 5631).

I. Beiträge vom Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit

Art. 7 Bestandteile des massgebenden Lohnes

Zu dem für die Be­rech­nung der Bei­trä­ge mass­ge­ben­den Lohn ge­hö­ren ins­be­son­de­re:53

a.
Zeit‑, Stück- (Ak­kord-) und Prä­mi­en­lohn, ein­sch­liess­lich Ent­schä­di­gun­gen für Über­zeit­ar­beit, Nacht­ar­beit und Stell­ver­tre­ter­dienst;
b.54
Orts- und Teue­rungs­zu­la­gen;
c.55
Gra­ti­fi­ka­tio­nen, Treue- und Leis­tungs­prä­mi­en;
cbis.56
geld­wer­te Vor­tei­le aus Mit­ar­bei­ter­be­tei­li­gun­gen; für die Zeit­punk­te der Bei­trags­er­he­bung und für die Be­wer­tung gel­ten die Vor­schrif­ten über die di­rek­te Bun­des­steu­er;
d.57
Ent­gel­te der Kom­man­di­täre, die aus ei­nem Ar­beits­ver­hält­nis zur Kom­man­dit­ge­sell­schaft flies­sen; Ge­winnan­tei­le der Ar­beit­neh­mer, so­weit sie den Zins ei­ner all­fäl­li­gen Ka­pi­tal­ein­la­ge über­stei­gen;
e.
Trink­gel­der, so­weit sie einen we­sent­li­chen Teil des Loh­nes dar­stel­len;
f.
re­gel­mäs­si­ge Na­tu­ral­be­zü­ge;
g.
Pro­vi­sio­nen und Kom­mis­sio­nen;
h.58
Tan­tie­men, fes­te Ent­schä­di­gun­gen und Sit­zungs­gel­der an die Mit­glie­der der Ver­wal­tung und der ge­schäfts­füh­ren­den Or­ga­ne;
i.
Ein­kom­men der Be­hör­de­mit­glie­der von Bund, Kan­to­nen und der Ge­mein­den;
k.
Spor­teln und War­te­gel­der an in ei­nem öf­fent­li­chen Dienst­ver­hält­nis ste­hen­de Ver­si­cher­te, un­ter Vor­be­halt ab­wei­chen­der kan­to­na­ler Re­ge­lun­gen;
l.
Ho­no­ra­re der Pri­vat­do­zen­ten und ähn­lich be­sol­de­ter Lehr­kräf­te;
m.59
Leis­tun­gen des Ar­beit­ge­bers für den Lohn­aus­fall in­fol­ge Un­fal­les oder Krank­heit;
n.
Leis­tun­gen der Ar­beit­ge­ber für den Lohn­aus­fall in­fol­ge Mi­li­tär­diens­tes;
o.
Fe­ri­en- und Fei­er­tags­ent­schä­di­gun­gen;
p.60
Leis­tun­gen des Ar­beit­ge­bers, die in der Über­nah­me des Ar­beit­neh­mer­bei­tra­ges für die Al­ters-, Hin­ter­las­se­nen- und In­va­li­den­ver­si­che­rung, die Er­werbs­er­satz­ord­nung und die Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung so­wie der Steu­ern be­ste­hen; aus­ge­nom­men ist die Über­nah­me der Ar­beit­neh­mer­bei­trä­ge auf Na­tu­ral­leis­tun­gen und Glo­ballöh­nen;
q.61
Leis­tun­gen des Ar­beit­ge­bers bei Be­en­di­gung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses, so­weit sie nicht ge­mä­ss Ar­ti­kel 8bis oder 8ter vom mass­ge­ben­den Lohn aus­ge­nom­men sind; Ren­ten wer­den in Ka­pi­tal um­ge­rech­net; das Bun­des­amt stellt da­für ver­bind­li­che Ta­bel­len auf.

53Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 26. Sept. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 4711).

54Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 1 der V vom 11. Okt. 1972, in Kraft seit 1. Jan. 1973 (AS 1972 2507).

55Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 21. Sept. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 6329).

56 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 21. Sept. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 6329).

57Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Okt. 1974, in Kraft seit 1. Jan. 1976 (AS 1974 1594).

58Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 16. Sept. 1998, in Kraft seit 1. Jan. 1999 (AS 1998 2579).

59Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BRB vom 30. Dez. 1953, in Kraft seit 1. Jan. 1954 (AS 1954 219).

60Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 5. April 1978 (AS 1978 420). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 17. Okt. 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 5125).

61 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 27. Mai 1981 (AS 1981 538). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 17. Okt. 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 5125).

Art. 8 Ausnahmen vom massgebenden Lohn 62

Nicht zum mass­ge­ben­den Lohn ge­hö­ren:

a.
re­gle­men­ta­ri­sche Bei­trä­ge des Ar­beit­ge­bers an Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen, wel­che die Vor­aus­set­zun­gen der Steu­er­be­frei­ung nach dem DBG63 er­fül­len;
b.
Bei­trä­ge des Ar­beit­ge­bers an die Kran­ken- und Un­fall­ver­si­che­rer sei­ner Ar­beit­neh­mer so­wie an Fa­mi­li­en­aus­gleichs­kas­sen, so­fern al­le Ar­beit­neh­mer gleich be­han­delt wer­den;
c.
Zu­wen­dun­gen des Ar­beit­ge­bers beim Tod An­ge­hö­ri­ger von Ar­beit­neh­mern, an Hin­ter­las­se­ne von Ar­beit­neh­mern, bei Fir­men­ju­bi­lä­en, Ver­lo­bung, Hoch­zeit oder Be­ste­hen von be­ruf­li­chen Prü­fun­gen;
d.
Leis­tun­gen des Ar­beit­ge­bers an Arzt‑, Arz­nei‑, Spi­tal- oder Kur­kos­ten, so­fern die­se nicht durch die ob­li­ga­to­ri­sche Kran­ken­pfle­ge­ver­si­che­rung (Art. 25–31 des BG vom 18. März 199464 über die Kran­ken­ver­si­che­rung – KVG) ge­deckt sind und al­le Ar­beit­neh­mer gleich be­han­delt wer­den.

62Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 16. Sept. 1996, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2758).

63SR 642.11

64SR 832.10

Art. 8bis Sozialleistungen bei ungenügender beruflicher Vorsorge 65

Leis­tun­gen des Ar­beit­ge­bers bei Be­en­di­gung ei­nes mehr­jäh­ri­gen Ar­beits­ver­hält­nis­ses sind für je­des Jahr, in dem der Ar­beit­neh­mer nicht in der be­ruf­li­chen Vor­sor­ge ver­si­chert war, bis zur Hö­he der im Zeit­punkt der Aus­zah­lung gel­ten­den hal­b­en mi­ni­ma­len mo­nat­li­chen Al­ters­ren­te vom mass­ge­ben­den Lohn aus­ge­nom­men.

65Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BRB vom 10. Mai 1957 (AS 1957 406). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 17. Okt. 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 5125). Sie­he auch die SchlB die­ser Änd. am En­de die­ses Tex­tes.

Art. 8ter Sozialleistungen bei Entlassungen aus betrieblichen Gründen 66

1 Leis­tun­gen des Ar­beit­ge­bers bei Ent­las­sun­gen aus be­trieb­li­chen Grün­den sind bis zur Hö­he des vier­ein­halb­fa­chen Be­tra­ges der ma­xi­ma­len jähr­li­chen Al­ters­ren­te vom mass­ge­ben­den Lohn aus­ge­nom­men.67

2 Als be­trieb­li­che Grün­de gel­ten Be­triebs­sch­lies­sun­gen, -zu­sam­men­le­gun­gen und ‑re­struk­tu­rie­run­gen. Ei­ne Be­triebs­re­struk­tu­rie­rung liegt vor:

a.
wenn die Vor­aus­set­zun­gen nach Ar­ti­kel 53b Ab­satz 1 Buch­sta­be a oder b des Bun­des­ge­set­zes vom 25. Ju­ni 198268 über die be­ruf­li­che Al­ters-, Hin­ter­las­se­nen- und In­va­li­den­vor­sor­ge für ei­ne Teil­li­qui­da­ti­on der Vor­sor­ge­ein­rich­tung, wel­che die ob­li­ga­to­ri­sche be­ruf­li­che Vor­sor­ge durch­führt, er­füllt sind; oder
b.
im Fal­le ei­ner durch So­zi­al­plan ge­re­gel­ten kol­lek­ti­ven Ent­las­sung.

66 Ein­ge­fügt durch Ziff. 1 der V vom 18. Sept. 2000 (AS 20002629). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 17. Okt. 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 5125). Sie­he auch die SchlB die­ser Änd. am En­de die­ses Tex­tes.

67 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 15. Okt. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 3331).

68 SR 831.40

Art. 8quater Härtefallleistungen 69

1 Aus­ser­or­dent­li­che Un­ter­stüt­zungs­leis­tun­gen des Ar­beit­ge­bers zur Lin­de­rung ei­ner fi­nan­zi­el­len Not des Ar­beit­neh­mers in­fol­ge fa­mi­li­ärer, ge­sund­heit­li­cher, be­ruf­li­cher oder an­der­wei­ti­ger Um­stän­de sind vom mass­ge­ben­den Lohn aus­ge­nom­men.

2 Ei­ne fi­nan­zi­el­le Not liegt vor, wenn der Exis­tenz­be­darf nicht ge­si­chert ist.

3 Der Ar­beit­ge­ber und der Ar­beit­neh­mer ha­ben der Aus­gleichs­kas­se die für die Be­ur­tei­lung der fi­nan­zi­el­len Not er­for­der­li­chen Aus­künf­te zu er­tei­len.

69 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 15. Okt. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 3331).

Art. 9 Unkosten 70

1 Un­kos­ten sind Aus­la­gen, die dem Ar­beit­neh­mer bei der Aus­füh­rung sei­ner Ar­bei­ten ent­ste­hen.71 Un­kos­ten­ent­schä­di­gun­gen ge­hö­ren nicht zum mass­ge­ben­den Lohn.72

2 Kei­ne Un­kos­ten­ent­schä­di­gun­gen sind re­gel­mäs­si­ge Ent­schä­di­gun­gen für die Fahrt des Ar­beit­neh­mers vom Wohn­ort zum ge­wöhn­li­chen Ar­beit­s­ort so­wie für die üb­li­che Ver­pfle­gung am Wohn­ort oder am ge­wöhn­li­chen Ar­beit­s­ort; sie ge­hö­ren grund­sätz­lich zum mass­ge­ben­den Lohn.

3 ...73

70Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 16. Sept. 1996, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2758).

71 Die Be­rich­ti­gung vom 5. Sept. 2017 be­trifft nur den ita­lie­ni­schen Text (AS 2017 4813).

72 Zwei­ter Satz ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 26. Sept. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 4711).

73 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 26. Sept. 2008, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 4711).

Art. 1074

74Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 26. Sept. 1994, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1995 (AS 1994 2162).

Art. 11 Verpflegung und Unterkunft 75

1 Ver­pfle­gung und Un­ter­kunft der Ar­beit­neh­mer im Be­trieb und im Haus­dienst wer­den mit 33 Fran­ken im Tag be­wer­tet. Vor­be­hal­ten bleibt Ar­ti­kel 14.

2 Ge­währt der Ar­beit­ge­ber nicht vol­le Ver­pfle­gung und Un­ter­kunft, so ist der An­satz wie folgt auf­zu­tei­len:

Fran­ken

Früh­stück

3.50

Mit­tages­sen

10.—

Abendes­sen

8.—

Un­ter­kunft

11.50

75 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 22. Sept. 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 4141).

Art. 1276

76Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 26. Sept. 1994, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1995 (AS 1994 2162).

Art. 13 Anders geartetes Naturaleinkommen 77

Der Wert an­ders ge­ar­te­ten Na­tu­ral­ein­kom­mens ist von Fall zu Fall den Um­stän­den ent­spre­chend von der Aus­gleichs­kas­se zu schät­zen.

77Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BRB vom 4. Ju­li 1961, in Kraft seit 1. Jan. 1962 (AS 1961 495).

Art. 14 Mitarbeitende Familienmitglieder 78

1 Die Bei­trä­ge der mit­ar­bei­ten­den Fa­mi­li­en­mit­glie­der wer­den grund­sätz­lich auf dem Bar- und Na­tu­ral­ein­kom­men be­rech­net. Vor­be­hal­ten bleibt Ar­ti­kel 5 Ab­satz 3 AHVG.

2 Das Na­tu­ral­ein­kom­men mit­ar­bei­ten­der Fa­mi­li­en­mit­glie­der wird nach den Ar­ti­keln 11 und 13 be­wer­tet.

3 So­fern das Bar- und Na­tu­ral­ein­kom­men mit­ar­bei­ten­der Fa­mi­li­en­mit­glie­der in der Land­wirt­schaft die nach­fol­gen­den An­sät­ze nicht er­reicht, wer­den die Bei­trä­ge be­mes­sen auf­grund ei­nes mo­nat­li­chen Glo­bal­ein­kom­mens von:79

a.
2070 Fran­ken für al­lein ste­hen­de mit­ar­bei­ten­de Fa­mi­li­en­mit­glie­der;
b.
3060 Fran­ken für ver­hei­ra­te­te mit­ar­bei­ten­de Fa­mi­li­en­mit­glie­der; ar­bei­ten bei­de Ehe­gat­ten im Be­trieb voll mit, so gilt für je­den der An­satz von Buch­sta­be a.

78 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 22. Sept. 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 4141).

79 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 19. Okt. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4759).

Art. 15 Trinkgelder 80

1 und 2 ...81

3 Die Trink­gel­der der Ar­beit­neh­mer im Trans­port­ge­wer­be wer­den so­weit zum mass­ge­ben­den Lohn ge­zählt, als dar­auf in der ob­li­ga­to­ri­schen Un­fall­ver­si­che­rung Prä­mi­en er­ho­ben wer­den.

80Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 5. April 1978, in Kraft seit 1. Jan. 1979 (AS 1978 420).

81Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 7. Dez. 1981, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1982 (AS 1981 2042).

Art. 16 Beiträge der Arbeitnehmer nicht beitragspflichtiger Arbeitgeber 82

Für die Fest­set­zung und die Er­mitt­lung der Bei­trä­ge gel­ten die Ar­ti­kel 22–27 sinn­ge­mä­ss. Vor­be­hal­ten bleibt Ar­ti­kel 6 Ab­satz 2 AHVG.

82Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 19. Okt. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4759).

II. Beiträge vom Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit

1. Allgemeines

Art. 17 Begriff des Einkommens aus selbständiger Erwerbstätigkeit 83

Als Ein­kom­men aus selb­stän­di­ger Er­werbs­tä­tig­keit im Sin­ne von Ar­ti­kel 9 Ab­satz 1 AHVG gel­ten al­le in selb­stän­di­ger Stel­lung er­ziel­ten Ein­künf­te aus ei­nem Han­dels‑, In­dus­trie‑, Ge­wer­be‑, Land- und Forst­wirt­schafts­be­trieb, aus ei­nem frei­en Be­ruf, so­wie aus je­der an­de­ren selb­stän­di­gen Er­werbs­tä­tig­keit, ein­sch­liess­lich der Ka­pi­tal- und Über­füh­rungs­ge­win­ne nach Ar­ti­kel 18 Ab­satz 2 DBG84 und der Ge­win­ne aus der Ver­äus­se­rung von land- und forst­wirt­schaft­li­chen Grund­stücken nach Ar­ti­kel 18 Ab­satz 4 DBG, mit Aus­nah­me der Ein­künf­te aus zu Ge­schäfts­ver­mö­gen er­klär­ten Be­tei­li­gun­gen nach Ar­ti­kel 18 Ab­satz 2 DBG.

83Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. März 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 20001441). Sie­he da­zu die SchlB. am En­de die­ses Tex­tes.

84 SR 642.11

Art. 18 Abzüge vom Einkommen 85

1 Für die Aus­schei­dung und das Aus­mass der nach Ar­ti­kel 9 Ab­satz 2 Buch­sta­ben a–e AHVG zu­läs­si­gen Ab­zü­ge sind die Vor­schrif­ten über die di­rek­te Bun­des­steu­er mass­ge­bend.

1bis Die Ge­schäfts­ver­lus­te nach Ar­ti­kel 9 Ab­satz 2 Buch­sta­be c AHVG kön­nen ab­ge­zo­gen wer­den, wenn sie im je­wei­li­gen und dem un­mit­tel­bar vor­an­ge­gan­ge­nen Bei­trags­jahr ein­ge­tre­ten und ver­bucht wor­den sind.86

2 Der Zins­satz nach Ar­ti­kel 9 Ab­satz 2 Buch­sta­be f AHVG ent­spricht der jähr­li­chen Durch­schnitts­ren­di­te der An­lei­hen in Schwei­zer Fran­ken der nicht öf­fent­li­chen in­län­di­schen Schuld­ner ge­mä­ss Sta­tis­tik der Schwei­ze­ri­schen Na­tio­nal­bank, auf- oder ab­ge­run­det auf das nächs­te hal­be Pro­zent. Das Ei­gen­ka­pi­tal wird auf die nächs­ten 1000 Fran­ken auf­ge­run­det.87

85 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. März 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 20001441).

86 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 17. Okt. 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 5125). Sie­he auch die SchlB die­ser Änd. am En­de die­ses Tex­tes.

87 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 19. Okt. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4759).

Art. 19 Geringfügiger Nebenerwerb aus selbstständiger Erwerbstätigkeit 88

Vom Ein­kom­men aus ei­ner ne­ben­be­ruf­lich aus­ge­üb­ten selbst­stän­di­gen Er­werbs­tä­tig­keit, das 2300 Fran­ken im Ka­len­der­jahr nicht über­steigt, wer­den die Bei­trä­ge nur auf Ver­lan­gen des Ver­si­cher­ten er­ho­ben.

88Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 24. Sept. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 4573).

Art. 20 Beitragspflichtige Personen

1 Die Bei­trä­ge auf dem in ei­nem Be­trieb er­ziel­ten Ein­kom­men aus selb­stän­di­ger Er­werbs­tä­tig­keit sind vom Ei­gen­tü­mer, bei Pacht oder Nutz­nies­sung vom Päch­ter oder Nutz­nies­ser zu ent­rich­ten. In Zwei­fels­fäl­len hat der­je­ni­ge die Bei­trä­ge zu ent­rich­ten, der für das ent­spre­chen­de Ein­kom­men steu­er­pflich­tig ist oder, wenn da­für kei­ne Steu­er­pflicht be­steht, den Be­trieb auf ei­ge­ne Rech­nung führt.

2 ...89

3 Die Teil­ha­ber von Kol­lek­tiv- und Kom­man­dit­ge­sell­schaf­ten so­wie von an­de­ren auf einen Er­werbs­zweck ge­rich­te­ten Per­so­nen­ge­samt­hei­ten oh­ne ju­ris­ti­sche Per­sön­lich­keit ha­ben die Bei­trä­ge von ih­rem An­teil am Ein­kom­men der Per­so­nen­ge­samt­heit zu ent­rich­ten.90

89Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BRB vom 10. März 1957, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1957 (AS 1957 406).

90Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Sept. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1996 (AS 1995 4376).

Art. 21 Sinkende Beitragsskala für Selbstständigerwerbende 91

1 Be­trägt das Ein­kom­men aus selbst­stän­di­ger Er­werbs­tä­tig­keit min­des­tens 9600 Fran­ken, aber we­ni­ger als 57 400 Fran­ken im Jahr, so wer­den die Bei­trä­ge wie folgt be­rech­net:

Jähr­li­ches Er­w­erb­sein­kom­men in Fran­ken

Bei­trags­satz in Pro­zen­ten des Er­w­erb­sein­kom­mens

von min­des­tens

aber we­ni­ger als

9 600

17 400

4,35

17 400

21 400

4,45

21 400

23 800

4,55

23 800

26 200

4,65

26 200

28 600

4,75

28 600

31 000

4,85

31 000

33 400

5,05

33 400

35 800

5,25

35 800

38 200

5,45

38 200

40 600

5,65

40 600

43 000

5,85

43 000

45 400

6,05

45 400

47 800

6,35

47 800

50 200

6,65

50 200

52 600

6,95

52 600

55 000

7,25

55 000

57 400

7,55

2 Be­trägt das nach Ar­ti­kel 6qua­ter an­re­chen­ba­re Ein­kom­men we­ni­ger als 9600 Fran­ken, so hat der Ver­si­cher­te einen Bei­trag von 4,35 Pro­zent zu ent­rich­ten.

91 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Okt. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 4605).

2. Festsetzung und Ermittlung der Beiträge 92

92 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 1. März 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 20001441).

Art. 22 Beitragsjahr und zeitliche Bemessung der Beiträge 93

1 Die Bei­trä­ge wer­den für je­des Bei­trags­jahr fest­ge­setzt. Als Bei­trags­jahr gilt das Ka­len­der­jahr.

2 Für die Be­mes­sung der Bei­trä­ge mass­ge­bend ist das Ein­kom­men nach dem Er­geb­nis des im Bei­trags­jahr ab­ge­schlos­se­nen Ge­schäfts­jah­res und das am En­de des Ge­schäfts­jah­res im Be­trieb in­ves­tier­te Ei­gen­ka­pi­tal.94

3 Stimmt das Ge­schäfts­jahr nicht mit dem Bei­trags­jahr über­ein, so wird das Ein­kom­men nicht zwi­schen den Bei­trags­jah­ren auf­ge­teilt. Vor­be­hal­ten bleibt Ab­satz 4.95

4 Wird in ei­nem Bei­trags­jahr kein Ge­schäfts­ab­schluss er­stellt, ist das Ein­kom­men des Ge­schäfts­jah­res ent­spre­chend sei­ner Dau­er auf die Bei­trags­jah­re auf­zu­tei­len.

5 Das Ein­kom­men wird nicht in ein Jah­res­ein­kom­men um­ge­rech­net.96

93Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. März 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 20001441).

94 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 26. Sept. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 4711).

95 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 26. Sept. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 4711).

96 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 26. Sept. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 4711).

Art. 23 Ermittlung des Einkommens und des Eigenkapitals 97

1 Die kan­to­na­len Steu­er­be­hör­den er­mit­teln das für die Be­mes­sung der Bei­trä­ge mass­­ge­ben­de Er­w­erb­sein­kom­men auf Grund der rechts­kräf­ti­gen Ver­an­la­gung für die di­rek­te Bun­des­steu­er, das im Be­trieb in­ves­tier­te Ei­gen­ka­pi­tal auf Grund der ent­spre­chen­den rechts­kräf­ti­gen kan­to­na­len Ver­an­la­gung un­ter Be­rück­sich­ti­gung der in­ter­kan­to­na­len Re­par­ti­ti­ons­wer­te.98

2 Liegt ei­ne rechts­kräf­ti­ge Ver­an­la­gung für die di­rek­te Bun­des­steu­er nicht vor, so wer­den die mass­ge­ben­den Steu­er­fak­to­ren der rechts­kräf­ti­gen Ver­an­la­gung für die kan­to­na­le Ein­kom­mens­steu­er, und, bei de­ren Feh­len, der über­prüf­ten De­kla­ra­ti­on für die di­rek­te Bun­des­steu­er ent­nom­men.99

3 Bei Nach­steu­er­ver­fah­ren gel­ten die Be­stim­mun­gen der Ab­sät­ze 1 und 2 sinn­ge­mä­ss.100

4 Die An­ga­ben der kan­to­na­len Steu­er­be­hör­den sind für die Aus­gleichs­kas­sen ver­bind­lich.

5 Kön­nen die kan­to­na­len Steu­er­be­hör­den kei­ne Mel­dung er­stat­ten, so ha­ben die Aus­gleichs­kas­sen das für die Bei­trags­fest­set­zung mass­ge­ben­de Er­w­erb­sein­kom­men und das im Be­trieb in­ves­tier­te Ei­gen­ka­pi­tal auf Grund der ih­nen zur Ver­fü­gung ste­hen­den Da­ten selbst ein­zu­schät­zen. Die Bei­trags­pflich­ti­gen ha­ben den Aus­gleichs­kas­sen die er­for­der­li­chen Aus­künf­te zu er­tei­len und auf Ver­lan­gen Un­ter­la­gen ein­zu­rei­chen.101

97Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BRB vom 19. Nov. 1965, in Kraft seit 1. Jan. 1966 (AS 1965 1021).

98 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. März 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 20001441).

99 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. März 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 20001441).

100 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 22. Sept. 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 4141).

101 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 1. März 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 20001441).

Art. 24 Akontobeiträge 102

1 Im lau­fen­den Bei­trags­jahr ha­ben die Bei­trags­pflich­ti­gen pe­ri­odisch Akon­to­bei­trä­ge zu leis­ten.

2 Die Aus­gleichs­kas­sen be­stim­men die Akon­to­bei­trä­ge auf Grund des vor­aus­sicht­li­chen Ein­kom­mens des Bei­trags­jah­res. Sie kön­nen da­bei vom Ein­kom­men aus­ge­hen, das der letz­ten Bei­trags­ver­fü­gung zu Grun­de lag, es sei denn der Bei­trags­pflich­ti­ge ma­che glaub­haft, die­ses ent­spre­che of­fen­sicht­lich nicht dem vor­aus­sicht­li­chen Ein­kom­men.

3 Zeigt sich wäh­rend oder nach Ab­lauf des Bei­trags­jah­res, dass das Ein­kom­men we­sent­lich vom vor­aus­sicht­li­chen Ein­kom­men ab­weicht, so pas­sen die Aus­gleichs­kas­sen die Akon­to­bei­trä­ge an.

4 Die Bei­trags­pflich­ti­gen ha­ben den Aus­gleichs­kas­sen die für die Fest­set­zung der Akon­to­bei­trä­ge er­for­der­li­chen Aus­künf­te zu er­tei­len, Un­ter­la­gen auf Ver­lan­gen ein­zu­rei­chen und we­sent­li­che Ab­wei­chun­gen vom vor­aus­sicht­li­chen Ein­kom­men zu mel­den.

5 Wer­den in­nert Frist die er­for­der­li­chen Aus­künf­te nicht er­teilt, die Un­ter­la­gen nicht ein­ge­reicht oder die Akon­to­bei­trä­ge nicht be­zahlt, so set­zen die Aus­gleichs­kas­sen die ge­schul­de­ten Akon­to­bei­trä­ge in ei­ner Ver­fü­gung fest.

102Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. März 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 20001441).

Art. 25 Festsetzung und Ausgleich 103

1 Die Aus­gleichs­kas­sen set­zen die für das Bei­trags­jahr ge­schul­de­ten Bei­trä­ge in ei­ner Ver­fü­gung fest und neh­men den Aus­gleich mit den ge­leis­te­ten Akon­to­bei­trä­gen vor.

2 Die von den Bei­trags­pflich­ti­gen zu we­nig ent­rich­te­ten Bei­trä­ge sind in­nert 30 Ta­gen ab Rech­nungs­stel­lung zu be­zah­len.

3 Zu­viel ent­rich­te­te Bei­trä­ge ha­ben die Aus­gleichs­kas­sen zu­rück­zu­er­stat­ten oder zu ver­rech­nen.

103Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. März 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 20001441).

Art. 26104

104Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 1. März 2000, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2001 (AS 20001441).

Art. 27 Meldungen der Steuerbehörden 105

1 Die Aus­gleichs­kas­sen ver­lan­gen für die ih­nen an­ge­schlos­se­nen Selbst­stän­di­g­er­wer­ben­den von den kan­to­na­len Steu­er­be­hör­den die für die Be­rech­nung der Bei­trä­ge er­for­der­li­chen An­ga­ben. Das Bun­des­amt er­lässt Wei­sun­gen über die er­for­der­li­chen An­ga­ben und das Mel­de­ver­fah­ren.106

2 Die kan­to­na­len Steu­er­be­hör­den über­mit­teln die An­ga­ben für je­des Steu­er­jahr lau­fend den Aus­gleichs­kas­sen.

3 Er­hält ei­ne kan­to­na­le Steu­er­be­hör­de für einen Selb­stän­di­g­er­wer­ben­den, des­sen Ein­kom­men sie nach Ar­ti­kel 23 er­mit­teln kann, kein Be­geh­ren um Mel­dung, so über­mit­telt sie von sich aus die An­ga­ben der kan­to­na­len Aus­gleichs­kas­se. Die­se lei­tet die An­ga­ben ge­ge­be­nen­falls an die zu­stän­di­ge Aus­gleichs­kas­se wei­ter.

4 Steu­er­be­hör­den, wel­che die Mel­dun­gen über die zen­tra­le In­for­ma­tik- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­platt­form des Bun­des Se­dex über­mit­teln, er­hal­ten für je­den Selbst­stän­di­g­er­wer­ben­den pro Bei­trags­jahr ei­ne Ver­gü­tung von 7 Fran­ken aus dem Aus­gleichs­fonds der Al­ters- und Hin­ter­las­se­nen­ver­si­che­rung. Das Bun­des­amt be­rech­net die Ver­gü­tun­gen für die je­wei­li­gen kan­to­na­len Steu­er­be­hör­den.107

105Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. März 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 20001441).

106 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 19. Okt. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4759).

107 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 24. Sept. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 4573). Sie­he auch die SchlB die­ser Änd. am En­de die­ses Tex­tes.

B. Die Beiträge der Nichterwerbstätigen 108

108Ursprünglich Tit. vor Art. 27; hierher versetzt gemäss Ziff. II Abs. 2 des BRB vom 19. Nov. 1965, in Kraft seit 1. Jan. 1966 (AS 1965 1021).

Art. 28 Bemessung der Beiträge 109

1 Die Bei­trä­ge der Nich­t­er­werbs­tä­ti­gen, für die nicht der jähr­li­che Min­dest­bei­trag von 413 Fran­ken (Art. 10 Abs. 2 AHVG) vor­ge­se­hen ist, be­mes­sen sich auf­grund ih­res Ver­mö­gens und ih­res Ren­ten­ein­kom­mens. Nicht zum Ren­ten­ein­kom­men ge­hö­ren die Ren­ten nach den Ar­ti­keln 36 und 39 IVG110. Die Bei­trä­ge wer­den wie folgt be­rech­net:

Ver­mö­gen bzw. mit 20 mul­ti­pli­zier­tes jähr­li­ches Ren­ten­ein­kom­men

Fran­ken

Jah­res­bei­trag

Fran­ken

Zu­schlag für je wei­te­re 50 000 Fran­ken Ver­mö­gen bzw. mit 20 mul­ti­pli­zier­tes jähr­li­ches Ren­ten­ein­kom­men
Fran­ken

we­ni­ger als

300 000

413

300 000

435

87

1 750 000

2 958

130,50

8 550 000 und mehr

20 650

–.111

2 Ver­fügt ein Nich­t­er­werbs­tä­ti­ger gleich­zei­tig über Ver­mö­gen und Ren­ten­ein­kom­men, so wird der mit 20 mul­ti­pli­zier­te jähr­li­che Ren­ten­be­trag zum Ver­mö­gen hin­zu­ge­rech­net.

3 Für die Be­rech­nung des Bei­tra­ges ist das Ver­mö­gen ein­sch­liess­lich des mit 20 mul­ti­pli­zier­ten jähr­li­chen Ren­ten­be­tra­ges auf die nächs­ten 50000 Fran­ken ab­zu­run­den.

4 Ist ei­ne ver­hei­ra­te­te Per­son als Nich­t­er­werbs­tä­ti­ge bei­trags­pflich­tig, so be­mes­sen sich ih­re Bei­trä­ge auf­grund der Hälf­te des ehe­li­chen Ver­mö­gens und Ren­ten­ein­kom­mens. Dies gilt eben­falls für das gan­ze Ka­len­der­jahr der Hei­rat. Im gan­zen Ka­len­der­jahr der Schei­dung be­mes­sen sich die Bei­trä­ge nach Ab­satz 1. Das­sel­be gilt für die Zeit nach der Ver­wit­wung.112

4bis ...113

5 Nich­t­er­werbs­tä­ti­ge Ehe­gat­ten, de­ren Bei­trä­ge nicht als be­zahlt gel­ten (Art. 3 Abs. 3 AHVG), ha­ben sich bei der zu­stän­di­gen Aus­gleichs­kas­se zu mel­den.114

6 Nich­t­er­werbs­tä­ti­ge, die Leis­tun­gen nach dem Bun­des­ge­setz vom 6. Ok­to­ber 2006115 über Er­gän­zungs­leis­tun­gen zur Al­ters-, Hin­ter­las­se­nen- und In­va­li­den­ver­si­che­rung oder nach dem Bun­des­ge­setz vom 19. Ju­ni 2020116 über Über­brückungs­leis­tun­gen für äl­te­re Ar­beits­lo­se be­zie­hen, be­zah­len den Min­dest­bei­trag.117

109Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 17. Ju­ni 1985, in Kraft seit 1. Jan. 1986 (AS 1985 913).

110 SR 831.20

111 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Okt. 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 4605).

112Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995 (AS 1996 668). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 20. Sept. 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 20023337).

113 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 20. Sept. 2002 (AS 20023337). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 19. Okt. 2011, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4759).

114Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

115 SR 831.30

116 SR 837.2

117 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 24. Sept. 2010 (AS 2010 4573). Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 1 der V vom 11. Ju­ni 2021 über Über­brückungs­leis­tun­gen für äl­te­re Ar­beits­lo­se, in Kraft seit 1. Ju­li 2021 (AS 2021 376).

Art. 28bis Personen, die nicht dauernd voll erwerbstätig sind 118

1 Per­so­nen, die nicht dau­ernd voll er­werbs­tä­tig sind, leis­ten die Bei­trä­ge wie Nicht­­er­werbs­tä­ti­ge, wenn ih­re Bei­trä­ge vom Er­w­erb­sein­kom­men zu­sam­men mit de­nen ih­res Ar­beit­ge­bers in ei­nem Ka­len­der­jahr nicht min­des­tens der Hälf­te des Bei­tra­ges nach Ar­ti­kel 28 ent­spre­chen. Ih­re Bei­trä­ge vom Er­w­erb­sein­kom­men müs­sen auf je­den Fall den Min­dest­bei­trag nach Ar­ti­kel 28 er­rei­chen.

2 Be­steht ei­ne Bei­trags­pflicht wie für Nich­t­er­werbs­tä­ti­ge, so ist Ar­ti­kel 30 an­wend­bar.

118Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 5. April 1978 (AS 1978 420). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 17. Ju­ni 1985, in Kraft seit 1. Jan. 1986 (AS 1985 913).

Art. 29 Beitragsjahr und Bemessungsgrundlagen 119

1 Die Bei­trä­ge wer­den für je­des Bei­trags­jahr fest­ge­setzt. Als Bei­trags­jahr gilt das Ka­len­der­jahr.

2 Die Bei­trä­ge be­mes­sen sich auf­grund des im Bei­trags­jahr er­ziel­ten Ren­ten­ein­kom­mens und des Ver­mö­gens am 31. De­zem­ber. Das Ren­ten­ein­kom­men wird nicht in ein Jah­res­ein­kom­men um­ge­rech­net. Vor­be­hal­ten bleibt Ab­satz 6.120

3 Die kan­to­na­len Steu­er­be­hör­den er­mit­teln das für die Bei­trags­be­mes­sung mass­ge­ben­de Ver­mö­gen auf Grund der ent­spre­chen­den rechts­kräf­ti­gen kan­to­na­len Ver­an­la­gung. Sie be­rück­sich­ti­gen da­bei die in­ter­kan­to­na­len Re­par­ti­ti­ons­wer­te.

4 Die Aus­gleichs­kas­sen er­mit­teln das Ren­ten­ein­kom­men; sie ar­bei­ten da­bei mit den kan­to­na­len Steu­er­be­hör­den zu­sam­men.

5 Der für die Be­steue­rung nach dem Auf­wand nach Ar­ti­kel 14 DBG121 ge­schätz­te Auf­wand ist dem Ren­ten­ein­kom­men gleich­zu­set­zen. Die be­tref­fen­den Ver­an­la­gun­gen für die di­rek­te Bun­des­steu­er sind für die Aus­gleichs­kas­sen ver­bind­lich.

6 Bei ei­ner Bei­trags­pflicht von we­ni­ger als ei­nem Jahr wer­den die Bei­trä­ge im Ver­hält­nis zur Dau­er der Bei­trags­pflicht er­ho­ben. Mass­ge­bend für die Bei­trags­be­mes­sung sind das auf ein Jah­res­ein­kom­men um­ge­rech­ne­te Ren­ten­ein­kom­men und das von den Steu­er­be­hör­den für die­ses Ka­len­der­jahr er­mit­tel­te Ver­mö­gen. Auf Ver­lan­gen des Ver­si­cher­ten wird auf das Ver­mö­gen am En­de der Bei­trags­pflicht ab­ge­stellt, falls die­ses vom Ver­mö­gen, das die Steu­er­be­hör­den er­mit­telt ha­ben, er­heb­lich ab­weicht.122

7 Im Üb­ri­gen gel­ten für die Fest­set­zung und die Er­mitt­lung der Bei­trä­ge die Ar­ti­kel 22–27 sinn­ge­mä­ss. Die Ver­gü­tung nach Ar­ti­kel 27 Ab­satz 4 wird für je­den Nich­t­er­werbs­tä­ti­gen aus­ge­rich­tet, der mehr als den Min­dest­bei­trag schul­det.123

119Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. März 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 20001441).

120 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 26. Sept. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 4711).

121 SR 642.11

122 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 26. Sept. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 4711).

123 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 26. Sept. 2008 (AS 2008 4711). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 24. Sept. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 4573). Sie­he auch die SchlB die­ser Änd. am En­de die­ses Tex­tes.

Art. 29bis Meldung der Studierenden durch die Lehranstalten 124

1 Die Lehr­an­stalt mel­det der nach Ar­ti­kel 118 Ab­satz 3 zu­stän­di­gen Aus­gleichs­kas­se Na­men, Ge­burts­da­tum, Adres­se, Zi­vil­stand, Ver­si­cher­ten­num­mer und Na­tio­na­li­tät der Stu­die­ren­den, wel­che im vor­an­ge­hen­den Ka­len­der­jahr das 20. Al­ters­jahr vol­len­det ha­ben.

2 Die Lehr­an­stalt holt die in Ab­satz 1 ge­nann­ten Da­ten bei den Stu­die­ren­den ein und über­mit­telt sie zu­sam­men mit all­fäl­li­gen Do­ku­men­ten, die die Er­werbs­tä­tig­keit der Stu­die­ren­den be­le­gen, der Aus­gleichs­kas­se. Die Lehr­an­stalt setzt die Stu­die­ren­den über die Wei­ter­lei­tung der er­hal­te­nen An­ga­ben in Kennt­nis.

3 Dau­ert die Aus­bil­dung we­ni­ger als ein Jahr, so hat die Mel­dung spä­tes­tens zwei Mo­na­te nach Aus­bil­dungs­be­ginn zu er­fol­gen. Bei mehr­jäh­ri­ger Aus­bil­dungs­dau­er er­folgt die Mel­dung ein­mal pro Jahr und zwar bis spä­tes­tens En­de des be­tref­fen­den Ka­len­der­jah­res.

4 Setzt der Ein­tritt in die Lehr­an­stalt ei­ne Er­werbs­tä­tig­keit der Stu­die­ren­den vor­aus, so ent­fällt die Mel­de­pflicht.

124Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

Art. 29ter Bezug der Beiträge durch die Lehranstalten 125

1 Der Be­zug der Bei­trä­ge kann ei­ner Lehr­an­stalt über­tra­gen wer­den, wenn sie mit der Aus­gleichs­kas­se ei­ne schrift­li­che Ver­ein­ba­rung trifft, in der sie sich ver­pflich­tet:

a.
na­mens der Aus­gleichs­kas­se und nach den ge­setz­li­chen Be­stim­mun­gen zu han­deln;
b.
die zwi­schen der Aus­gleichs­kas­se und Lehr­an­stalt ver­ein­bar­te Ar­beits­tei­lung ein­zu­hal­ten;
c.
der Aus­gleichs­kas­se bei Un­stim­mig­kei­ten Ein­sicht in die mass­ge­ben­den Ak­ten zu ge­wäh­ren.

2 Kann die Lehr­an­stalt den Bei­trags­be­zug nicht ge­währ­leis­ten, löst die Aus­gleichs­kas­se die Ver­ein­ba­rung auf.

125Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

Art. 30 Anrechnung der Beiträge vom Erwerbseinkommen 126

1 Ver­si­cher­te, die für ein Ka­len­der­jahr als Nich­t­er­werbs­tä­ti­ge gel­ten, kön­nen ver­lan­gen, dass die Bei­trä­ge von ih­rem Er­w­erb­sein­kom­men, die für die­ses Jahr be­zahlt wur­den, an die Bei­trä­ge an­ge­rech­net wer­den, die sie als Nich­t­er­werbs­tä­ti­ge zu ent­rich­ten ha­ben.127

2 Nich­t­er­werbs­tä­ti­ge, die die An­rech­nung ver­lan­gen, müs­sen die Bei­trä­ge, die von ih­rem Er­w­erb­sein­kom­men be­zahlt wur­den, der Aus­gleichs­kas­se ge­gen­über nach­wei­sen, der sie als Nich­t­er­werbs­tä­ti­ge an­ge­schlos­sen sind.

3 ...128

126Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 5. April 1978, in Kraft seit 1. Jan. 1979 (AS 1978 420).

127 Die Be­rich­ti­gung vom 16. Ju­ni 2020 be­trifft nur den ita­lie­ni­schen Text (AS 2020 2185).

128Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 16. Sept. 1996, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2758).

C. Herabsetzung und Erlass der Beiträge für Selbständigerwerbende und Nicht­erwerbstätige 129

129Ursprünglich Tit. vor Art. 30; hierher versetzt gemäss Ziff. I der V vom 5. April 1978, in Kraft seit 1. Jan. 1979 (AS 1978 420).

Art. 31 Herabsetzung der Beiträge 130

1 Bei­trags­pflich­ti­ge, die An­spruch auf Her­ab­set­zung des Bei­tra­ges er­he­ben, ha­ben ih­rer Aus­gleichs­kas­se ein schrift­li­ches Ge­such und die zu des­sen Be­ur­tei­lung not­wen­di­gen Un­ter­la­gen ein­zu­rei­chen und glaub­haft zu ma­chen, dass ih­nen die Be­zah­lung des vol­len Bei­tra­ges nicht zu­ge­mu­tet wer­den kann.

2 Die Her­ab­set­zung wird von der Aus­gleichs­kas­se nach Durch­füh­rung der not­wen­di­gen Er­he­bun­gen ver­fügt.131 ...132

130Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BRB vom 20. April 1951, in Kraft seit 1. Jan. 1951 (AS 1951 394).

131Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BRB vom 4. Ju­li 1961, in Kraft seit 1. Jan. 1962 (AS 1961 495).

132 Zwei­ter Satz auf­ge­ho­ben durch Ziff. I 1 der V vom 11. Okt. 1972, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1973 (AS 1972 2507).

Art. 32 Erlass der Beiträge

1 Bei­trags­pflich­ti­ge, die ge­mä­ss Ar­ti­kel 11 Ab­satz 2 AHVG An­spruch auf Er­lass des Bei­tra­ges er­he­ben, ha­ben ih­rer Aus­gleichs­kas­se ein schrift­li­ches, be­grün­de­tes Ge­such ein­zu­rei­chen; die­ses ist von der Aus­gleichs­kas­se an die vom Wohn­sitz­kan­ton be­zeich­ne­te Be­hör­de zur Ver­nehm­las­sung wei­ter­zu­lei­ten.

2 Auf Grund der Ver­nehm­las­sung der vom Wohn­sitz­kan­ton be­zeich­ne­ten Be­hör­de ent­schei­det die Aus­gleichs­kas­se über das Er­lass­ge­such. Der Er­lass kann für höch­s­tens zwei Jah­re be­wil­ligt wer­den.

3 Die Er­lass­ver­fü­gung ist auch dem Wohn­sitz­kan­ton zu­zu­stel­len. Die­ser ist be­fugt, Ein­spra­che nach Ar­ti­kel 52 ATSG zu er­he­ben oder die Rechts­mit­tel nach den Ar­ti­keln 56 und 62 ATSG zu er­grei­fen.133

4 ...134

133 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. Sept. 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3710).

134Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BRB vom 10. Mai 1957, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1957 (AS 1957 406).

D. Die Beiträge der Arbeitgeber

Art. 33 Ausnahmen von der Beitragspflicht 135

Von der Bei­trags­pflicht als Ar­beit­ge­ber sind aus­ge­nom­men:

a.136
die in Ar­ti­kel 2 des Gast­staat­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 2007137 ge­nann­ten di­plo­ma­ti­schen Missio­nen, die stän­di­gen Ver­tre­tun­gen oder an­de­ren Ver­tre­tun­gen bei zwi­schen­staat­li­chen Or­ga­ni­sa­tio­nen, die Son­der­mis­sio­nen so­wie die kon­su­la­ri­schen Pos­ten;
b.138
die in­sti­tu­tio­nel­len Be­güns­tig­ten nach Ar­ti­kel 2 Ab­satz 1 Buch­sta­ben a, b, i, j, k, l und m des Gast­staat­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 2007, die auf­grund ei­nes Sitz­ab­kom­mens mit dem Bun­des­rat Vor­rech­te, Im­mu­ni­tä­ten und Er­leich­te­run­gen ge­nies­sen;
c.
die Ver­wal­tun­gen und Ver­kehrs­un­ter­neh­mun­gen aus­län­di­scher Staa­ten.

135Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

136 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 14 der Gast­staat­ver­ord­nung vom 7. Dez. 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 6657).

137 SR 192.12

138 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 14 der Gast­staat­ver­ord­nung vom 7. Dez. 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 6657).

E. Beitragsbezug 139

139 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 1. März 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 20001441).

I. Allgemeines 140

140 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 1. März 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 20001441).

Art. 34 Zahlungsperioden 141

1 Es ha­ben der Aus­gleichs­kas­se die Bei­trä­ge zu zah­len:

a.
Ar­beit­ge­ber mo­nat­lich oder, wenn die jähr­li­che Lohn­sum­me 200 000 Fran­ken nicht über­steigt, vier­tel­jähr­lich;
b.
Selbst­stän­di­g­er­wer­ben­de und Nich­t­er­werbs­tä­ti­ge so­wie Ar­beit­neh­mer nicht bei­trags­pflich­ti­ger Ar­beit­ge­ber, vier­tel­jähr­lich;
c.142
Ar­beit­ge­ber im ver­ein­fach­ten Ver­fah­ren nach den Ar­ti­keln 2 und 3 des Bun­des­ge­set­zes vom 17. Ju­ni 2005143 über Mass­nah­men zur Be­kämp­fung der Schwarz­ar­beit (BGSA), jähr­lich.

2 Die Aus­gleichs­kas­se kann in be­grün­de­ten Fäl­len für Bei­trags­pflich­ti­ge nach Ab­satz 1 Buch­sta­ben a und b, de­ren Jah­res­bei­trag an die Al­ters-, Hin­ter­las­se­nen- und In­va­li­den­ver­si­che­rung so­wie an die Er­w­erb­ser­satz­ord­nung 3000 Fran­ken nicht über­steigt, län­ge­re, höchs­tens aber jähr­li­che Zah­lungs­pe­ri­oden fest­set­zen.144

3 Die für ei­ne Zah­lungs­pe­ri­ode ge­schul­de­ten Bei­trä­ge sind in­nert zehn Ta­gen nach de­ren Ab­lauf zu be­zah­len. Im ver­ein­fach­ten Ver­fah­ren nach den Ar­ti­keln 2 und 3 BGSA ha­ben die Ar­beit­ge­ber die Bei­trä­ge in­nert 30 Ta­gen ab Rech­nungs­stel­lung zu be­zah­len.145

141Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. März 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 20001441).

142 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 2 der V vom 6. Sept. 2006 ge­gen die Schwarz­ar­beit, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 373).

143 SR 822.41

144 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 der V vom 6. Sept. 2006 ge­gen die Schwarz­ar­beit, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 373).

145 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 der V vom 6. Sept. 2006 ge­gen die Schwarz­ar­beit, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 373).

Art. 34a Mahnung für Beitragszahlung und Abrechnung 146

1 Bei­trags­pflich­ti­ge, die in­nert der vor­ge­schrie­be­nen Frist die Bei­trä­ge nicht be­zah­len oder die Lohn­bei­trä­ge nicht ab­rech­nen, sind von der Aus­gleichs­kas­se un­ver­züg­lich schrift­lich zu mah­nen.

2 Mit der Mah­nung ist ei­ne Mahn­ge­bühr von 20–200 Fran­ken auf­zu­er­le­gen.

146 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 1. März 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 20001441).

Art. 34b Zahlungsaufschub 147

1 Macht ein Bei­trags­pflich­ti­ger glaub­haft, dass er sich in fi­nan­zi­el­ler Be­dräng­nis be­fin­det, so kann die Aus­gleichs­kas­se Zah­lungs­auf­schub ge­wäh­ren, so­fern sich der Bei­trags­pflich­ti­ge zu re­gel­mäs­si­gen Ab­schlags­zah­lun­gen ver­pflich­tet, die ers­te Zah­lung so­fort leis­tet und be­grün­de­te Aus­sicht be­steht, dass die wei­te­ren Ab­schlags­zah­lun­gen so­wie die lau­fen­den Bei­trä­ge frist­ge­mä­ss ent­rich­tet wer­den kön­nen.

2 Die Aus­gleichs­kas­se setzt die Zah­lungs­be­din­gun­gen, ins­be­son­de­re die Ver­fall­ter­mi­ne und die Hö­he der Ab­schlags­zah­lun­gen, un­ter Be­rück­sich­ti­gung der be­son­de­ren Ver­hält­nis­se des Bei­trags­pflich­ti­gen schrift­lich fest.

3 Der Zah­lungs­auf­schub fällt oh­ne wei­te­res da­hin, wenn die Zah­lungs­be­din­gun­gen nicht ein­ge­hal­ten wer­den. Die Be­wil­li­gung des Zah­lungs­auf­schu­bes gilt als Mah­nung im Sin­ne von Ar­ti­kel 34a, so­fern die­se noch nicht er­gan­gen ist.

147 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 1. März 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 20001441).

Art. 34c Uneinbringliche Beiträge 148

1 Ist ein Bei­trags­pflich­ti­ger er­folg­los be­trie­ben wor­den oder ist ei­ne Be­trei­bung of­fen­sicht­lich aus­sichts­los und kann nicht ver­rech­net wer­den, so hat die Aus­gleichs­kas­se die ge­schul­de­ten Bei­trä­ge als un­ein­bring­lich ab­zu­schrei­ben. Bei spä­te­rer Zah­lungs­fä­hig­keit des Bei­trags­pflich­ti­gen sind die ab­ge­schrie­be­nen Bei­trä­ge nach­zu­for­dern.

2 Wird ein Teil der For­de­run­gen als un­ein­bring­lich ab­ge­schrie­ben, so ist der ein­ge­brach­te Be­trag nach De­ckung all­fäl­li­ger Be­trei­bungs­kos­ten vor­ab auf die ge­schul­de­ten Ar­beit­neh­mer­bei­trä­ge und so­dann nach pro­zen­tu­al glei­chen Tei­len auf die üb­ri­gen ge­mä­ss Ar­ti­kel 219 des Bun­des­ge­set­zes vom 11. April 1889149 über Schuld­be­trei­bung und Kon­kurs (SchKG) in der zwei­ten Klas­se ein­ge­reih­ten Bei­trags­for­de­run­gen an­zu­rech­nen.150

148 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 1. März 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 20001441).

149 SR281.1

150 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Okt. 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 2000 2824).

II. Lohnbeiträge 151

151 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 1. März 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 20001441).

Art. 34d Geringfügiger Lohn 152

1 Vom mass­ge­ben­den Lohn, der je Ar­beit­ge­ber den Be­trag von 2300 Fran­ken im Ka­len­der­jahr nicht über­steigt, wer­den die Bei­trä­ge nur auf Ver­lan­gen des Ver­si­cher­ten er­ho­ben.153

2 In je­dem Fall ent­rich­tet wer­den müs­sen die Bei­trä­ge:

a.
auf dem mass­ge­ben­den Lohn der in Pri­vat­haus­hal­ten be­schäf­tig­ten Per­so­nen; aus­ge­nom­men ist, so­fern die Ver­si­cher­ten nicht die Bei­trag­sen­t­rich­tung ver­lan­gen, der Lohn:
1.
den Per­so­nen bis zum 31. De­zem­ber des Jah­res er­zie­len, in dem sie das 25. Al­ters­jahr vollen­den, und
2.
der je Ar­beit­ge­ber den Be­trag von 750 Fran­ken im Ka­len­der­jahr nicht über­steigt;
b.
auf dem mass­ge­ben­den Lohn der Per­so­nen, die von Tanz- und Thea­ter­pro­du­zen­ten, Or­che­s­tern, Pho­no- und Au­dio­vi­si­ons­pro­du­zen­ten, Ra­dio und Fern­se­hen so­wie von Schu­len im künst­le­ri­schen Be­reich be­schäf­tigt wer­den.154

3 Ak­zep­tiert der Ar­beit­neh­mer die un­ge­kürz­te Lohn­zah­lung, so kann er nach­träg­lich nicht mehr ver­lan­gen, dass die Bei­trä­ge er­ho­ben wer­den.

4 Ab­satz 1 ist nicht an­wend­bar auf Sold­leis­tun­gen für Kern­auf­ga­ben der Feu­er­wehr, die über den nach Ar­ti­kel 6 Ab­satz 2 Buch­sta­be a be­frei­ten Be­trag hin­aus­ge­hen.155

152 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 2 der V vom 6. Sept. 2006 ge­gen die Schwarz­ar­beit, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 373).

153 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 24. Sept. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 4573).

154 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 15. Okt. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 3331).

155 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 21. Sept. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 6329).

Art. 35 Akontobeiträge 156

1 Im lau­fen­den Jahr ha­ben die Ar­beit­ge­ber pe­ri­odisch Akon­to­bei­trä­ge zu ent­rich­ten. Die­se wer­den von der Aus­gleichs­kas­se auf Grund der vor­aus­sicht­li­chen Lohn­sum­me fest­ge­setzt.

2 Die Ar­beit­ge­ber ha­ben der Aus­gleichs­kas­se we­sent­li­che Än­de­run­gen der Lohn­sum­me wäh­rend des lau­fen­den Jah­res zu mel­den.

3 So­fern Ge­währ für ei­ne pünkt­li­che Zah­lung be­steht, kann die Aus­gleichs­kas­se den Ar­beit­ge­bern be­wil­li­gen, statt der Akon­to­bei­trä­ge die tat­säch­lich für die Zah­lungs­­pe­ri­ode ge­schul­de­ten Bei­trä­ge zu ent­rich­ten.

4 Im ver­ein­fach­ten Ver­fah­ren nach den Ar­ti­keln 2 und 3 BGSA157 ent­rich­ten die Ar­beit­ge­ber kei­ne Akon­to­bei­trä­ge.158

156Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. März 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 20001441).

157 SR 822.41

158 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 2 der V vom 6. Sept. 2006 ge­gen die Schwarz­ar­beit, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 373).

Art. 36 Abrechnung und Ausgleich 159

1 Die Ab­rech­nun­gen der Ar­beit­ge­ber ent­hal­ten die nö­ti­gen An­ga­ben für die Ver­bu­chung der Bei­trä­ge und für die Ein­tra­gung in die in­di­vi­du­el­len Kon­ten.

2 Die Ar­beit­ge­ber ha­ben die Löh­ne in­nert 30 Ta­gen nach Ab­lauf der Ab­rech­nungs­­pe­ri­ode ab­zu­rech­nen.

3 Die Ab­rech­nungs­pe­ri­ode um­fasst das Ka­len­der­jahr. Wer­den die Bei­trä­ge nach Ar­ti­kel 35 Ab­satz 3 ent­rich­tet, so ent­spricht die Ab­rech­nungs­pe­ri­ode der Zah­lungs­pe­ri­ode.

4 Die Aus­gleichs­kas­se nimmt den Aus­gleich zwi­schen den ge­leis­te­ten Akon­to­bei­trä­gen und den tat­säch­lich ge­schul­de­ten Bei­trä­gen auf­grund der Ab­rech­nung vor. Aus­ste­hen­de Bei­trä­ge sind in­nert 30 Ta­gen ab Rech­nungs­stel­lung zu be­zah­len. Über­schüs­si­ge Bei­trä­ge wer­den von der Aus­gleichs­kas­se zu­rück­er­stat­tet oder ver­rech­net.

159 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. März 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 20001441).

Art. 37 Beitragsbezug bei Weinbauakkordanten 160

1 Wein­bau­ak­kor­dan­ten ha­ben die Ar­beit­neh­mer- und Ar­beit­ge­ber­bei­trä­ge di­rekt der zu­stän­di­gen Aus­gleichs­kas­se zu ent­rich­ten.

2 Die Ar­beit­ge­ber sind ver­pflich­tet, den Wein­bau­ak­kor­dan­ten die Ar­beit­ge­ber­bei­trä­ge auf dem ge­sam­ten an sie aus­be­zahl­ten Lohn zu ver­gü­ten.

160 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 17. Okt. 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 5125).

Art. 38 Veranlagung 161

1 Wer­den in­nert Frist die für die Ab­rech­nung er­for­der­li­chen An­ga­ben nicht ge­macht oder die Ar­beit­ge­ber- oder Ar­beit­neh­mer­bei­trä­ge nicht be­zahlt, hat die Aus­gleichs­kas­se die ge­schul­de­ten Bei­trä­ge durch ei­ne Ver­an­la­gungs­ver­fü­gung fest­zu­set­zen.162

2 Die Aus­gleichs­kas­se ist be­rech­tigt, die Ver­an­la­gungs­ver­fü­gung auf Grund ei­ner Prü­fung der Ver­hält­nis­se an Ort und Stel­le zu er­las­sen. Sie kann bei Ver­an­la­gun­gen für das lau­fen­de Jahr zu­nächst von der vor­aus­sicht­li­chen Lohn­sum­me aus­ge­hen und sie erst nach Jah­res­en­de be­rei­ni­gen.163

3 Die Kos­ten der Ver­an­la­gung kön­nen den Säu­mi­gen auf­er­legt wer­den.

161Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BRB vom 20. April 1951, in Kraft seit 1. Jan. 1951 (AS 1951 394).

162 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. März 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 20001441).

163 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. März 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 20001441).

III. Nachzahlung und Rückerstattung von Beiträgen 164

164 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 1. März 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 20001441).

Art. 39 Nachzahlung geschuldeter Beiträge 165

1 Er­hält ei­ne Aus­gleichs­kas­se Kennt­nis da­von, dass ein Bei­trags­pflich­ti­ger kei­ne Bei­trä­ge oder zu nied­ri­ge Bei­trä­ge be­zahlt hat, so hat sie die Nach­zah­lung der ge­schul­de­ten Bei­trä­ge zu ver­lan­gen und nö­ti­gen­falls durch Ver­fü­gung fest­zu­set­zen. Vor­be­hal­ten bleibt die Ver­jäh­rung nach Ar­ti­kel 16 Ab­satz 1 AHVG.

2 Die nach­ge­for­der­ten Bei­trä­ge sind in­nert 30 Ta­gen ab Rech­nungs­stel­lung zu be­zah­len.

165 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. März 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 20001441).

Art. 40 Erlass der Nachzahlung

1 Nach­zah­lungs­pflich­ti­gen, die in gu­tem Glau­ben an­neh­men konn­ten, die nach­ge­for­der­ten Bei­trä­ge nicht zu schul­den, ist die Nach­zah­lung ganz oder teil­wei­se zu er­las­sen, wenn die­se für sie an­ge­sichts ih­rer Ver­hält­nis­se ei­ne gros­se Här­te be­deu­ten wür­de.

2 Der Er­lass wird von der Aus­gleichs­kas­se auf schrift­li­ches Ge­such des Nach­zah­lungs­pflich­ti­gen hin ver­fügt. Das Ge­such ist zu be­grün­den und in­nert 30 Ta­gen seit der Zu­stel­lung der Nach­zah­lungs­ver­fü­gung der Aus­gleichs­kas­se ein­zu­rei­chen. Vor­be­hal­ten bleibt Ab­satz 3.

3 Sind die Vor­aus­set­zun­gen des Ab­sat­zes 1 of­fen­sicht­lich er­füllt, so kann die Aus­gleichs­kas­se den Er­lass auch von sich aus ver­fü­gen.

4 Die Er­lass­ver­fü­gun­gen sind den Ge­such­stel­lern zu­zu­stel­len.166

166Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 1 der V vom 11. Okt. 1972, in Kraft seit 1. Jan. 1973 (AS 1972 2507).

Art. 41 Rückforderung zuviel bezahlter Beiträge 167

Wer nicht ge­schul­de­te Bei­trä­ge ent­rich­tet, kann sie von der Aus­gleichs­kas­se zu­rück­for­dern. Vor­be­hal­ten bleibt die Ver­jäh­rung ge­mä­ss Ar­ti­kel 16 Ab­satz 3 AHVG.

167Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BRB vom 30. Dez. 1953, in Kraft seit 1. Jan. 1954 (AS 1954 219).

IV. Zinsen 168

168 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 1. März 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 20001441).

Art. 41bis Verzugszinsen 169

1 Ver­zugs­zin­sen ha­ben zu ent­rich­ten:

a.
Bei­trags­pflich­ti­ge im All­ge­mei­nen auf Bei­trä­gen, die sie nicht in­nert 30 Ta­gen nach Ab­lauf der Zah­lungs­pe­ri­ode be­zah­len, ab Ab­lauf der Zah­lungs­pe­ri­ode;
b.
Bei­trags­pflich­ti­ge auf für ver­gan­ge­ne Ka­len­der­jah­re nach­ge­for­der­ten Bei­trä­gen, ab dem 1. Ja­nu­ar nach Ab­lauf des Ka­len­der­jah­res, für wel­ches die Bei­trä­ge ge­schul­det sind;
c.170
Ar­beit­ge­ber auf aus­zu­glei­chen­den so­wie auf den im ver­ein­fach­ten Ver­fah­ren nach den Ar­ti­keln 2 und 3 BGSA171 zu be­zah­len­den Bei­trä­gen, die sie nicht in­nert 30 Ta­gen ab Rech­nungs­stel­lung leis­ten, ab Rech­nungs­stel­lung durch die Aus­gleichs­kas­se;
d.172
Ar­beit­ge­ber auf aus­zu­glei­chen­den Bei­trä­gen so­wie auf den im ver­ein­fach­ten Ver­fah­ren nach den Ar­ti­keln 2 und 3 BGSA zu be­zah­len­den Bei­trä­gen, für die in­nert 30 Ta­gen nach Ab­lauf der Ab­rech­nungs­pe­ri­ode kei­ne ord­nungs­ge­mäs­se Ab­rech­nung bei der Aus­gleichs­kas­se ein­geht, ab dem 1. Ja­nu­ar nach Ab­lauf der Ab­rech­nungs­pe­ri­ode;
e.
Selb­stän­di­g­er­wer­ben­de, Nich­t­er­werbs­tä­ti­ge und Ar­beit­neh­mer oh­ne bei­trags­­pflich­ti­gen Ar­beit­ge­ber auf aus­zu­glei­chen­den per­sön­li­chen Bei­trä­gen, die sie nicht in­nert 30 Ta­gen ab Rech­nungs­stel­lung leis­ten, ab Rech­nungs­stel­lung durch die Aus­gleichs­kas­se;
f.
Selb­stän­di­g­er­wer­ben­de, Nich­t­er­werbs­tä­ti­ge und Ar­beit­neh­mer oh­ne bei­trags­­pflich­ti­gen Ar­beit­ge­ber auf aus­zu­glei­chen­den Bei­trä­gen, falls die Akon­to­bei­trä­ge min­des­tens 25 Pro­zent un­ter den tat­säch­lich ge­schul­de­ten Bei­trä­gen lie­gen und nicht bis zum 1. Ja­nu­ar nach Ab­lauf des dem Bei­trags­jahr fol­gen­den Ka­len­der­jah­res ent­rich­tet wer­den, ab dem 1. Ja­nu­ar nach Ab­lauf des dem Bei­trags­jahr fol­gen­den Ka­len­der­jah­res.

1bis ...173

1ter Für die Zeit vom 21. März 2020 bis zum 30. Ju­ni 2020 sind kei­ne Ver­zugs­zin­sen zu be­zah­len.174

2 Der Zin­sen­lauf en­det mit der voll­stän­di­gen Be­zah­lung der Bei­trä­ge, mit Ein­rei­chung der ord­nungs­ge­mäs­sen Ab­rech­nung oder bei de­ren Feh­len mit der Rech­nungs­stel­lung. Bei Bei­trags­nach­for­de­run­gen en­det der Zin­sen­lauf mit der Rech­nungs­stel­lung, so­fern die Bei­trä­ge in­nert Frist be­zahlt wer­den.

169Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 5. April 1978 (AS 1978 420). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. März 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 20001441). Sie­he da­zu die SchlB. am En­de die­ses Tex­tes.

170 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 der V vom 6. Sept. 2006 ge­gen die Schwarz­ar­beit, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 373).

171 SR 822.41

172 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 der V vom 6. Sept. 2006 ge­gen die Schwarz­ar­beit, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 373).

173 Ein­ge­fügt durch Ziff. I 1 der V vom 20. März 2020über Mass­nah­men im Zu­sam­men­hang mit dem Co­ro­na­vi­rus (CO­VID-19) zur Kurz­ar­beits­ent­schä­di­gung und zur Ab­rech­nung der So­zi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge, in Kraft vom 21. März bis zum 20. Sept. 2020 (AS 2020 875).

174 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 29. April 2020, in Kraft seit 21. März 2020 (AS 2020 1407).

Art. 41ter Vergütungszinsen 175

1 Ver­gü­tungs­zin­sen wer­den aus­ge­rich­tet für nicht ge­schul­de­te Bei­trä­ge, die von der Aus­gleichs­kas­se zu­rück­er­stat­tet oder ver­rech­net wer­den.

2 Der Zin­sen­lauf be­ginnt im All­ge­mei­nen am 1. Ja­nu­ar nach Ab­lauf des Ka­len­der­jah­res, in dem die nicht ge­schul­de­ten Bei­trä­ge be­zahlt wur­den.

3 Auf Lohn­bei­trä­gen, wel­che auf­grund der Ab­rech­nung aus­zu­glei­chen sind, wer­den ab Ein­gang der voll­stän­di­gen und ord­nungs­ge­mäs­sen Ab­rech­nung bei der Aus­gleichs­kas­se Ver­gü­tungs­zin­sen aus­ge­rich­tet, so­fern die Rück­er­stat­tung nicht in­nert 30 Ta­gen er­folgt.

4 Die Zin­sen lau­fen bis zur voll­stän­di­gen Rück­er­stat­tung.

175Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 5. April 1978 (AS 1978 420). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. März 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 20001441). Sie­he da­zu die SchlB. am En­de die­ses Tex­tes.

Art. 42 Verschiedenes 176

1 Die Bei­trä­ge gel­ten mit Zah­lungs­ein­gang bei der Aus­gleichs­kas­se als be­zahlt.

2 Der Satz für die Ver­zugs- und der Ver­gü­tungs­zin­sen be­trägt 5 Pro­zent im Jahr.

3 Die Zin­sen wer­den ta­ge­wei­se be­rech­net. Gan­ze Mo­na­te wer­den zu 30 Ta­gen ge­rech­net.

176Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. März 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 20001441). Sie­he da­zu die SchlB. am En­de die­ses Tex­tes.

F. Haftung der Erben 177

177 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 1. März 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 20001441).

Art. 43 ... 178

Stirbt ein Bei­trags­pflich­ti­ger, so haf­ten sei­ne Er­ben so­li­da­risch für die von ihm zu sei­nen Leb­zei­ten ge­schul­de­ten Bei­trä­ge. Vor­be­hal­ten blei­ben die Ar­ti­kel 566, 589 und 593 des Zi­vil­ge­setz­bu­ches179.

178 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 1. März 2000, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2001 (AS 20001441).

179SR 210

Dritter Abschnitt: Die Renten und die Hilflosenentschädigung 180

180Fassung gemäss Ziff. I des BRB vom 10. Jan. 1969, in Kraft seit 1. Jan. 1969 (AS 1969 125).

A. Der Rentenanspruch

Art. 44–45181

181Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

Art. 46 Anspruch auf Witwen- und Witwerrente 182

1 Die beim Tod des Ehe­man­nes schwan­ge­re Ehe­frau ist ei­ner Wit­we mit Kind im Sin­ne von Ar­ti­kel 23 Ab­satz 1 AHVG gleich­ge­stellt, wenn das Kind le­bend ge­bo­ren wird. Wird das Kind in­nert 300 Ta­gen seit dem Tod des Ehe­man­nes ge­bo­ren, wird ver­mu­tet, dass der ver­stor­be­ne Ehe­mann der Va­ter des Kin­des ist.

2 Als Pfle­ge­kin­der im Sin­ne von Ar­ti­kel 23 Ab­satz 2 Buch­sta­be b AHVG gel­ten Kin­der, de­nen beim Tod der Pfle­ge­mut­ter oder des Pfle­ge­va­ters ei­ne Wai­sen­ren­te nach Ar­ti­kel 49 zu­ste­hen wür­de.

3 Der An­spruch auf ei­ne Wit­wen- oder Wit­wer­ren­te, der mit der Wie­der­ver­hei­ra­tung der Wit­we oder des Wit­wers er­lo­schen ist, lebt am ers­ten Tag des der Auf­lö­sung der Ehe fol­gen­den Mo­nats wie­der auf, wenn die Ehe nach we­ni­ger als zehn­jäh­ri­ger Dau­er ge­schie­den oder als un­gül­tig er­klärt wird.

182Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

Art. 47 Waisenrenten für nachgeborene Kinder 183

Das nach dem Tod des Va­ters ge­bo­re­ne Kind hat An­spruch auf ei­ne Wai­sen­ren­te. Der An­spruch ent­steht am ers­ten Tag des der Ge­burt fol­gen­den Mo­nats.

183Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

Art. 48184

184Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

Art. 49 Renten für Pflegekinder 185

1 Pfle­ge­kin­der ha­ben beim Tod der Pfle­ge­el­tern An­spruch auf ei­ne Wai­sen­ren­te nach Ar­ti­kel 25 AHVG, wenn sie un­ent­gelt­lich zu dau­ern­der Pfle­ge und Er­zie­hung auf­­ge­nom­men wor­den sind.

2 Der An­spruch ent­steht nicht, wenn das Pfle­ge­kind zum Zeit­punkt des To­des der Pfle­ge­el­tern be­reits ei­ne or­dent­li­che Wai­sen­ren­te nach Ar­ti­kel 25 AHVG be­zieht.

3 Der An­spruch er­lischt, wenn das Pfle­ge­kind zu ei­nem El­tern­teil zu­rück­kehrt oder von die­sem un­ter­hal­ten wird.

185Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

Art. 49bis Ausbildung 186

1 In Aus­bil­dung ist ein Kind, wenn es sich auf der Grund­la­ge ei­nes ord­nungs­ge­mäs­sen, recht­lich oder zu­min­dest fak­tisch an­er­kann­ten Bil­dungs­gan­ges sys­te­ma­tisch und zeit­lich über­wie­gend ent­we­der auf einen Be­rufs­ab­schluss vor­be­rei­tet oder sich ei­ne All­ge­mein­aus­bil­dung er­wirbt, die Grund­la­ge bil­det für den Er­werb ver­schie­de­ner Be­ru­fe.

2 Als in Aus­bil­dung gilt ein Kind auch, wenn es Brücken­an­ge­bo­te wahr­nimmt wie Mo­ti­va­ti­ons­se­mes­ter und Vor­leh­ren so­wie Au-pair- und Sprach­auf­ent­hal­te, so­fern sie einen An­teil Schul­un­ter­richt ent­hal­ten.

3 Nicht als in Aus­bil­dung gilt ein Kind, wenn es ein durch­schnitt­li­ches mo­nat­li­ches Er­w­erb­sein­kom­men er­zielt, das hö­her ist als die ma­xi­ma­le vol­le Al­ters­ren­te der AHV.

186Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 24. Sept. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 4573).

Art. 49ter Beendigung und Unterbrechung der Ausbildung 187

1 Mit ei­nem Be­rufs- oder Schul­ab­schluss ist die Aus­bil­dung be­en­det.

2 Die Aus­bil­dung gilt auch als be­en­det, wenn sie ab­ge­bro­chen oder un­ter­bro­chen wird oder wenn ein An­spruch auf ei­ne In­va­li­den­ren­te ent­steht.

3 Nicht als Un­ter­bre­chung im Sin­ne von Ab­satz 2 gel­ten die fol­gen­den Zei­ten, so­fern die Aus­bil­dung un­mit­tel­bar da­nach fort­ge­setzt wird:

a.
üb­li­che un­ter­richts­freie Zei­ten und Fe­ri­en von längs­tens 4 Mo­na­ten;
b.
Mi­li­tär- oder Zi­vil­dienst von längs­tens 5 Mo­na­ten;
c.
ge­sund­heits- oder schwan­ger­schafts­be­ding­te Un­ter­brü­che von längs­tens 12 Mo­na­ten.

187Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 24. Sept. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 4573).

B. Die ordentlichen Renten

Art. 50 Begriff des vollen Beitragsjahres 188

Ein vol­les Bei­trags­jahr liegt vor, wenn ei­ne Per­son ins­ge­samt län­ger als elf Mo­na­te im Sin­ne von Ar­ti­kel 1a oder 2 AHVG ver­si­chert war und wäh­rend die­ser Zeit den Min­dest­bei­trag be­zahlt hat oder Bei­trags­zei­ten im Sin­ne von Ar­ti­kel 29ter Ab­satz 2 Buch­sta­ben b und c AHVG auf­weist.

188 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. Sept. 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3710).

Art. 50a Ermittlung der Beitragsdauer aus den Jahren 1948–1968 189

1 Hat­te ei­ne in den Jah­ren 1948–1968 in der Schweiz er­werbs­tä­ti­ge Per­son ih­ren zi­vil­recht­li­chen Wohn­sitz im Aus­land und wer­den die Bei­trags­zei­ten aus die­sen Jah­ren nicht mit nä­he­ren An­ga­ben über die Be­schäf­ti­gungs­dau­er be­legt, so kann die Aus­gleichs­kas­se die Bei­trags­dau­er in ei­nem ver­ein­fach­ten Ver­fah­ren fest­set­zen.

2 Das Bun­des­amt stellt für die Er­mitt­lung der Bei­trags­dau­er aus den Jah­ren 1948–1968 ver­bind­li­che Ta­bel­len auf.

189Ur­sprüng­lich Art. 50 bis.Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 26. Sept. 1994, in Kraft seit 1. Jan. 1995 (AS 1994 2162).

Art. 50b Einkommensteilung
a. Allgemeine Bestimmungen
190

1 Die Ein­kom­men von Ehe­paa­ren wer­den in je­dem Ka­len­der­jahr, in dem bei­de Ehe­gat­ten in der AHV ver­si­chert ge­we­sen sind, hälf­tig ge­teilt.191

2 Auch wenn die bei­den Ehe­gat­ten in ei­nem Ka­len­der­jahr nicht wäh­rend der glei­chen Mo­na­te ver­si­chert sind, wer­den die Ein­kom­men wäh­rend des gan­zen Ka­len­der­jah­res auf­ge­teilt. Die Bei­trags­zei­ten wer­den je­doch nicht über­tra­gen.

3 Die Ein­kom­men im Jahr der Ehe­schlies­sung und im Jahr der Auf­lö­sung der Ehe wer­den nicht ge­teilt.

190Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

191 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 19. Okt. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4759).

Art. 50c b. Gesuch um Einkommensteilung bei Scheidung oder Ungültiger­klärung der Ehe 192

1 Wur­de ei­ne Ehe durch Schei­dung oder Un­gül­ti­g­er­klä­rung auf­ge­löst, so kön­nen die Ehe­gat­ten ge­mein­sam oder je­der für sich die Vor­nah­me der Ein­kom­mens­tei­lung ver­lan­gen. Ar­ti­kel 50g bleibt vor­be­hal­ten.

2 Das Ge­such um Vor­nah­me der Ein­kom­mens­tei­lung kann bei je­der Aus­gleichs­kas­se ein­ge­reicht wer­den, die für einen der Ehe­gat­ten ein in­di­vi­du­el­les Kon­to führt.

192Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

Art. 50d c. Aufgaben der auftraggebenden Ausgleichskassen 193

1 Die Aus­gleichs­kas­se, wel­che das Ge­such um Vor­nah­me der Ein­kom­mens­tei­lung ent­ge­gen­nimmt (auf­trag­ge­ben­de Aus­gleichs­kas­se), be­auf­tragt sämt­li­che Aus­gleichs­kas­sen, wel­che in­di­vi­du­el­le Kon­ten der Ehe­gat­ten füh­ren (be­tei­lig­te Aus­gleichs­kas­sen), die Ein­kom­men wäh­rend der Ehe­jah­re auf­zu­tei­len. Sie teilt den be­tei­lig­ten Aus­gleichs­kas­sen mit, für wel­che Jah­re die Ein­kom­mens­tei­lung vor­ge­nom­men wer­den muss.

2 Nach Ab­schluss des Ver­fah­rens zur Ein­kom­mens­tei­lung stellt die auf­trag­ge­ben­de Aus­gleichs­kas­se je­dem Ehe­gat­ten ei­ne Über­sicht über sei­ne in­di­vi­du­el­len Kon­ten zu.194

193Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

194 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 7. Nov. 2007, in Kraft seit 1. Ju­li 2008 (AS 2007 5271).

Art. 50e d. Aufgaben der beteiligten Ausgleichskassen 195

Sind die Vor­aus­set­zun­gen für ei­ne Ein­kom­mens­tei­lung er­füllt, so ha­ben die be­tei­lig­ten Aus­gleichs­kas­sen die fol­gen­den Auf­ga­ben. Sie:

a.
er­öff­nen für den Ehe­gat­ten ih­res Ver­si­cher­ten ein neu­es in­di­vi­du­el­les Kon­to, so­fern noch kein sol­ches vor­han­den ist;
b.
tei­len die Ein­kom­men des Ver­si­cher­ten wäh­rend der Ka­len­der­jah­re der Ehe hälf­tig auf;
c.
tra­gen die Hälf­te der Ein­kom­men des Ver­si­cher­ten im in­di­vi­du­el­len Kon­to sei­nes Ehe­gat­ten ein;
d.
stel­len der auf­trag­ge­ben­den Aus­gleichs­kas­se für die bei­den Ehe­gat­ten ei­ne Über­sicht über ih­re in­di­vi­du­el­len Kon­ten zu, wel­che über die Ein­kom­men­s­tei­lung Aus­kunft gibt.

195Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

Art. 50f e. Verfahren bei Anmeldung durch einen Ehegatten 196

1 Wird das Ge­such um Vor­nah­me der Ein­kom­mens­tei­lung nur durch einen Ehe­gat­ten ein­ge­reicht, so stellt die auf­trag­ge­ben­de Aus­gleichs­kas­se dem an­dern Ehe­gat­ten ei­ne Mit­tei­lung über das Ge­such zu. Sie for­dert die­sen auf, am Ver­fah­ren teil­zu­neh­men und weist ihn auf die Fol­gen der Nicht­teil­nah­me hin.

2 Ver­zich­tet der an­de­re Ehe­gat­te auf ei­ne Teil­nah­me oder kann ihm die Mit­tei­lung nicht zu­ge­stellt wer­den, ins­be­son­de­re weil sei­ne Adres­se un­be­kannt ist, so er­hält nur der Ehe­gat­te, der den An­trag auf Ein­kom­mens­tei­lung ge­stellt hat, die Über­sicht über sei­ne in­di­vi­du­el­len Kon­ten.197

196Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

197 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 7. Nov. 2007, in Kraft seit 1. Ju­li 2008 (AS 2007 5271).

Art. 50g f. Verfahren bei Rentenbezug 198

Be­zieht ein Ehe­gat­te be­reits ei­ne Ren­te, so ist das Ver­fah­ren auf Ein­kom­mens­tei­lung von Am­tes we­gen durch die Aus­gleichs­kas­se ein­zu­lei­ten, wel­che die Ren­te aus­rich­tet.

198Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

Art. 50h g. Wirkung der Einkommensteilung 199

Das auf­grund der Ein­kom­mens­tei­lung im in­di­vi­du­el­len Kon­to ein­ge­tra­ge­ne Er­werb­s­ein­kom­men gilt bei der Be­rech­nung von spä­ter ent­ste­hen­den Ren­ten als ei­ge­nes Ein­kom­men.

199Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

Art. 51 Berechnung des durchschnittlichen Jahreseinkommens 200

1 ...201

2 Bei der Er­mitt­lung des durch­schnitt­li­chen Jah­res­ein­kom­mens wer­den die dem Ver­si­cher­ten ge­mä­ss Ar­ti­kel 52d zu­sätz­lich an­ge­rech­ne­ten Bei­trags­jah­re und die ge­mä­ss Ar­ti­kel 52b her­an­ge­zo­ge­nen Bei­trags­zei­ten mit den ent­spre­chen­den Er­w­erb­sein­kom­men mit­ge­zählt.202

3 Bei der Er­mitt­lung des durch­schnitt­li­chen Jah­res­ein­kom­mens von Ver­si­cher­ten, die ei­ne In­va­li­den­ren­te nicht un­mit­tel­bar vor der Ent­ste­hung des An­spruchs auf ei­ne Al­ters- oder Hin­ter­las­se­nen­ren­te be­zo­gen ha­ben, wer­den die Ka­len­der­jah­re, in de­nen ei­ne In­va­li­den­ren­te be­zo­gen wur­de, und das ent­spre­chen­de Er­werb­sein­kom­men nicht an­ge­rech­net, falls dies für die Be­rech­tig­ten vor­teil­haf­ter ist.203

4 Bei der Be­rech­nung der Al­ters­ren­te ei­ner Per­son, de­ren Ehe­gat­te ei­ne In­va­li­den­ren­te be­zieht oder be­zo­gen hat, wird für die Jah­re des Ren­ten­be­zu­ges aus­schliess­lich das für die In­va­li­den­ren­te mass­ge­ben­de durch­schnitt­li­che Jah­re­s­ein­kom­men als Er­werbs­ein­kom­men des Ehe­gat­ten im Sin­ne von Ar­ti­kel 29quin­quies AHVG be­rück­sich­tigt.204

5 Hat der Ehe­gat­te le­dig­lich einen An­spruch auf ei­ne hal­be oder Vier­tel­sin­va­li­den­ren­te, so wird die Hälf­te des mass­ge­ben­den durch­schnitt­li­chen Jah­res­ein­kom­mens zum Ein­kom­men des in­va­li­den Ehe­gat­ten hin­zu­ge­zählt.205

6 Die Ab­sät­ze 4 und 5 sind bei der Ein­kom­mens­tei­lung im Fal­le der Auf­lö­sung der Ehe sinn­ge­mä­ss an­wend­bar.206

200Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BRB vom 10. Jan. 1969, in Kraft seit 1. Jan. 1969 (AS 1969 125).

201 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 17. Sept. 1997, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1998 (AS 1997 2219).

202 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 24. Sept. 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2005 (AS 2004 4361, 2012 5797).

203Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 5. April 1978, in Kraft seit 1. Jan. 1979 (AS 1978 420).

204Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

205Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

206Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

Art. 51bis Aufwertungsfaktoren 207

1 Das Bun­des­amt legt die Fak­to­ren für die Auf­wer­tung der Sum­me der Er­w­erb­sein­kom­men nach Ar­ti­kel 30 Ab­satz 1 AHVG jähr­lich fest.208

2 Die Auf­wer­tungs­fak­to­ren wer­den er­mit­telt, in­dem der Ren­ten­in­dex nach Ar­ti­kel 33ter Ab­satz 2 AHVG durch den mit 1,1 ge­wich­te­ten Durch­schnitt der Lohn­in­di­zes al­ler Ka­len­der­jah­re von der ers­ten Ein­tra­gung in das in­di­vi­du­el­le Kon­to des Ver­si­cher­ten bis zum Vor­jahr des Ein­tritts des Ver­si­che­rungs­fal­les ge­teilt wird.209

207Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 5. April 1978, in Kraft seit 1. Jan. 1979 (AS 1978 420).

208Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

209 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 17. Sept. 1997, in Kraft seit 1. Jan. 1998 (AS 1997 2219).

Art. 51ter Anpassung der Renten an die Lohn- und Preisentwicklung 210

1 Das Bun­des­amt un­ter­rich­tet die Eid­ge­nös­si­sche Kom­mis­si­on für die Al­ters‑, Hin­ter­las­se­nen- und In­va­li­den­ver­si­che­rung über die Ent­wick­lung des Lan­des­in­de­xes der Kon­su­men­ten­prei­se des Bun­des­am­tes für Sta­tis­tik so­wie des Lohn­in­de­xes des Staats­se­kre­ta­ri­ats für Wirt­schaft (SE­CO)211. Die Kom­mis­si­on stellt dem Bun­des­rat An­trag, den Ren­ten­in­dex auf den nächs­ten 1. Ja­nu­ar neu fest­zu­set­zen, wenn:

a.
der Lan­des­in­dex der Kon­su­men­ten­prei­se En­de Ju­ni in­nert Jah­res­frist um mehr als 4 Pro­zent ge­stie­gen ist
oder
b.
die Ren­ten auf den vor­an­ge­hen­den 1. Ja­nu­ar nicht er­höht wor­den sind.212

1bis Für den Wert von 100 Punk­ten des Ren­ten­in­de­xes nach Ar­ti­kel 33ter Ab­satz 2 AHVG gel­ten fol­gen­de Grund­la­gen:

a.
beim Lan­des­in­dex der Kon­su­men­ten­prei­se der Stand von 104,1 Punk­ten (Sept. 1977 = 100);
b.213
beim No­mi­nal­lohn­in­dex der Stand von 1004 Punk­ten (Ju­ni 1939 = 100).214

2 Das Bun­des­amt über­prüft pe­ri­odisch die fi­nan­zi­el­le La­ge der Al­ters- und Hin­ter­las­se­nen­ver­si­che­rung. Es un­ter­brei­tet die Er­geb­nis­se der Eid­ge­nös­si­schen Kom­mis­si­on für die Al­ters‑, Hin­ter­las­se­nen- und In­va­li­den­ver­si­che­rung zur Be­gut­ach­tung. Die­se Kom­mis­si­on stellt un­ter Be­rück­sich­ti­gung von Ar­ti­kel 212 al­len­falls An­trag auf Än­de­rung des Ver­hält­nis­ses der bei­den In­dex­wer­te ge­mä­ss Ar­ti­kel 33ter Ab­satz 2 AHVG.

210Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 5. April 1978, in Kraft seit 1. Jan. 1979 (AS 1978 420).

211 Be­zeich­nung ge­mä­ss nicht ver­öf­fent­lich­tem BRB vom 19. Dez. 1997. Die­se Änd. ist im gan­zen Er­lass be­rück­sich­tigt.

212Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 24. Ju­ni 1992, in Kraft seit 1. Jan. 1992 (AS 1992 1288).

213 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 24. Sept. 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2005 (AS 2004 4361).

214Ein­ge­fügt durch Art. 11 der V 82 vom 24. Ju­ni 1981 über die An­pas­sun­gen an die Lohn- und Preis­ent­wick­lung bei der AHV/IV, in Kraft seit 1. Jan. 1982 (AS 1981 1014).

Art. 51quater Mitteilung der Rentenanpassung 215

Die An­pas­sung der Ren­te an den Ren­ten­in­dex ge­mä­ss Ar­ti­kel 33ter Ab­satz 1 AHVG wird dem Be­rech­tig­ten nur auf schrift­li­ches Ver­lan­gen durch ei­ne Ver­fü­gung be­kannt ge­ge­ben.

215Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 5. April 1978, in Kraft seit 1. Jan. 1979 (AS 1978 420).

Art. 52 Abstufung der Teilrenten 216

1 Die Teil­ren­ten be­tra­gen in Pro­zen­ten der Voll­ren­te:

Ver­hält­nis zwi­schen den vol­len Bei­trags­jah­ren
des Ver­si­cher­ten
und de­nen sei­nes Jahr­gangs in Pro­zen­ten

Teil­ren­te in Pro­zen­ten
der Voll­ren­te

Num­mer der
Ren­tens­ka­la

von min­des­tens

aber we­ni­ger als

2,28

2,27

1

2,28

4,55

4,55

2

4,55

6,82

6,82

3

6,82

9,10

9,09

4

9,10

11,37

11,36

5

11,37

13,64

13,64

6

13,64

15,91

15,91

7

15,91

18,19

18,18

8

18,19

20,46

20,45

9

20,46

22,73

22,73

10

22,73

25,01

25,00

11

25,01

27,28

27,27

12

27,28

29,55

29,55

13

29,55

31,82

31,82

14

31,82

34,10

34,09

15

34,10

36,37

36,36

16

36,37

38,64

38,64

17

38,64

40,91

40,91

18

40,91

43,19

43,18

19

43,19

45,46

45,45

20

45,46

47,73

47,73

21

47,73

50,01

50,00

22

50,01

52,28

52,27

23

52,28

54,55

54,55

24

54,55

56,82

56,82

25

56,82

59,10

59,09

26

59,10

61,37

61,36

27

61,37

63,64

63,64

28

63,64

65,91

65,91

29

65,91

68,19

68,18

30

68,19

70,46

70,45

31

70,46

72,73

72,73

32

72,73

75,01

75,00

33

75,01

77,28

77,27

34

77,28

79,55

79,55

35

79,55

81,82

81,82

36

81,82

84,10

84,09

37

84,10

86,37

86,36

38

86,37

88,64

88,64

39

88,64

90,91

90,91

40

90,91

93,19

93,18

41

93,19

95,46

95,45

42

95,46

97,73

97,73

43

97,73

100,00

100,00

44

1bis Das Bun­des­amt er­lässt Ta­bel­len für die Ab­stu­fung der Teil­ren­ten beim Ren­ten­vor­be­zug.217

2 Be­trägt das Ver­hält­nis zwi­schen den vol­len Bei­trags­jah­ren des Ver­si­cher­ten und de­nen sei­nes Jahr­gan­ges min­des­tens 97,73 Pro­zent, so wird die Voll­ren­te ge­währt.

3und4 ...218

216Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BRB vom 10. Mai 1957 (AS 1957 406). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 5. April 1978, in Kraft seit 1. Jan. 1979 (AS 1978 420).

217 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 16. Sept. 1998, in Kraft seit 1. Jan. 1999 (AS 1998 2579).

218 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 18. Okt. 2000, mit Wir­kung seit 1. Ju­ni 2002 (AS 2002 1351).

Art. 52a Eintritt des Versicherungsfalles vor dem
21. Altersjahr
219

Weist ei­ne Per­son vom 1. Ja­nu­ar nach Vollen­dung des 20. Al­ters­jah­res bis zum 31. De­zem­ber vor Ein­tritt des Ver­si­che­rungs­fal­les nicht wäh­rend ei­nes vol­len Jah­res Bei­trags­zei­ten auf, so wird die Sum­me al­ler Er­w­erb­sein­kom­men, für die sie nach Vollen­dung des 17. Al­ters­jah­res bis zur Ent­ste­hung des Ren­ten­an­spruchs Bei­trä­ge ge­leis­tet hat, so­wie die Sum­me der Er­zie­hungs- und Be­treu­ungs­gut­schrif­ten durch die Sum­me der Jah­re und Mo­na­te ge­teilt, wäh­rend wel­cher sie Bei­trags­zei­ten auf­weist.

219Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

Art. 52b Anrechnung vor dem 20. Altersjahr zurückgelegter Beitragszeiten 220

Ist die Bei­trags­dau­er im Sin­ne von Ar­ti­kel 29ter AHVG un­voll­stän­dig, so wer­den Bei­trags­zei­ten, die vor dem 1. Ja­nu­ar nach Vollen­dung des 20. Al­ters­jah­res zu­rück­ge­legt wur­den, zur Auf­fül­lung spä­te­rer Bei­trags­lücken an­ge­rech­net.

220Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

Art. 52c Beitragszeiten im Jahr der Entstehung des Rentenanspruchs 221

Bei­trags­zei­ten zwi­schen dem 31. De­zem­ber vor dem Ein­tritt des Ver­si­che­rungs­fal­les und der Ent­ste­hung des Ren­ten­an­spruchs kön­nen zur Auf­fül­lung von Bei­trags­lücken her­an­ge­zo­gen wer­den. Die in die­sem Zeit­raum er­ziel­ten Er­w­erb­sein­kom­men wer­den bei der Ren­ten­be­rech­nung aber nicht be­rück­sich­tigt.

221Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

Art. 52d Anrechnung fehlender Beitragsjahre 222

Für feh­len­de Bei­trags­jah­re vor dem 1. Ja­nu­ar 1979 wer­den ei­ner Per­son, wel­che nach Ar­ti­kel 1a oder 2 AHVG ver­si­chert war oder sich hät­te ver­si­chern kön­nen, fol­gen­de Bei­trags­jah­re zu­sätz­lich an­ge­rech­net:223

Bei vol­len Bei­trags­jah­ren des
Ver­si­cher­ten

Zu­sätz­lich an­re­chen­ba­re
Bei­trags­jah­re bis zu

von

bis

20

26

1

27

33

2

ab 34

3

222Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

223 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. Sept. 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3710).

Art. 52e Anspruch auf Anrechnung von Erziehungsgutschriften 224

Ein An­spruch auf An­rech­nung von Er­zie­hungs­gut­schrif­ten be­steht auch für Jah­re, in de­nen die El­tern Kin­der un­ter ih­rer Ob­hut hat­ten, oh­ne dass ih­nen die el­ter­li­che Sor­ge zu­stand.

224Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995 (AS 1996 668). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 25. Aug. 1999, in Kraft seit 1. Jan. 2000 (AS 1999 2681).

Art. 52f Anrechnung der Erziehungsgutschriften 225

1 Er­zie­hungs­gut­schrif­ten wer­den im­mer für gan­ze Ka­len­der­jah­re an­ge­rech­net. Wäh­rend des Jah­res, in dem der An­spruch ent­steht, wer­den kei­ne Gut­schrif­ten an­ge­rech­net. Im Jahr, in dem der An­spruch er­lischt, wer­den Gut­schrif­ten an­ge­rech­net. Ab­satz 5 bleibt vor­be­hal­ten.

2 Die Er­zie­hungs­gut­schrift für das Jahr, in dem die Ehe auf­ge­löst wur­de oder ein El­tern­teil stirbt, wird dem El­tern­teil an­ge­rech­net, wel­chem das Kind zu­ge­spro­chen wur­de oder wel­cher hin­ter­blie­ben ist.

2bis ...226

3 Stirbt das Kind im Ka­len­der­jahr der Ge­burt, so wer­den Er­zie­hungs­gut­schrif­ten für ein Jahr an­ge­rech­net. Die­se Gut­schrif­ten wer­den zwi­schen den Ehe­gat­ten auf­ge­teilt, auch wenn sie ins Ka­len­der­jahr der Hei­rat fal­len. Ab­satz 5 bleibt vor­be­hal­ten.

4 Für Jah­re, in de­nen sein Ehe­gat­te nicht in der Schwei­ze­ri­schen Al­ters- und Hin­ter­las­se­nen­ver­si­che­rung ver­si­chert war, wird dem ver­si­cher­ten El­tern­teil die gan­ze Er­zie­hungs­gut­schrift an­ge­rech­net.

5 Ist ei­ne Per­son nur wäh­rend ein­zel­ner Mo­na­te ver­si­chert, so wer­den die­se Mo­na­te über das Ka­len­der­jahr hin­aus zu­sam­men­ge­zählt. Für je zwölf Mo­na­te wird ei­ne Er­zie­hungs­gut­schrift an­ge­rech­net.

225Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

226 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 25. Aug. 1999 (AS 1999 2681). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 14. Mai 2014, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2015 (AS 20141361).

Art. 52fbis Anrechnung der Erziehungsgutschriften bei gemeinsamer elterlicher Sorge geschiedener oder nicht miteinander verheirateter Eltern 227

1 Re­gelt das Ge­richt oder die Kin­des­schutz­be­hör­de die ge­mein­sa­me el­ter­li­che Sor­ge, die Ob­hut oder die Be­treu­ungs­an­tei­le ge­schie­de­ner oder nicht mit­ein­an­der ver­hei­ra­te­ter El­tern, so wird gleich­zei­tig die An­rech­nung der Er­zie­hungs­gut­schrif­ten ge­re­gelt.

2 Be­treut ein El­tern­teil das ge­mein­sa­me Kind zum über­wie­gen­den Teil, so rech­net das Ge­richt oder die Kin­des­schutz­be­hör­de die­sem El­tern­teil die gan­ze Er­zie­hungs­gut­schrift an. Be­treu­en bei­de El­tern ihr Kind zu glei­chen Tei­len, so wird die Er­zie­hungs­gut­schrift hälf­tig auf­ge­teilt.

3 Kommt die ge­mein­sa­me el­ter­li­che Sor­ge auf­grund ei­ner Er­klä­rung der El­tern an das Zi­vil­stands­amt oder an die Kin­des­schutz­be­hör­de zu­stan­de, so ver­ein­ba­ren die El­tern gleich­zei­tig schrift­lich, dass die gan­ze Er­zie­hungs­gut­schrift ei­nem El­tern­teil an­zu­rech­nen ist oder dass sie hälf­tig auf­zu­tei­len ist, oder sie rei­chen in­nert drei Mo­na­ten ei­ne sol­che Ver­ein­ba­rung bei der zu­stän­di­gen Kin­des­schutz­be­hör­de ein. Geht in­nert die­ser Frist kei­ne Ver­ein­ba­rung ein, so re­gelt die Kin­des­schutz­be­hör­de die An­rech­nung der Er­zie­hungs­gut­schrif­ten von Am­tes we­gen ge­mä­ss Ab­satz 2.

4 Un­ter Vor­be­halt von Ar­ti­kel 52f Ab­satz 4 kön­nen die El­tern je­der­zeit schrift­lich ver­ein­ba­ren, dass die gan­ze Er­zie­hungs­gut­schrift künf­tig ei­nem El­tern­teil an­zu­rech­nen ist oder dass sie künf­tig hälf­tig auf­zu­tei­len ist. Dies gilt auch, wenn das Ge­richt oder die Kin­des­schutz­be­hör­de die An­rech­nung der Er­zie­hungs­gut­schrif­ten be­reits ge­re­gelt hat.

5 Für die hälf­ti­ge Auf­tei­lung der Er­zie­hungs­gut­schrift gilt Ar­ti­kel 29se­xies Ab­satz 3 zwei­ter Satz AHVG sinn­ge­mä­ss.

6 So­lan­ge die An­rech­nung der Er­zie­hungs­gut­schrif­ten nicht ge­re­gelt ist, wird die gan­ze Er­zie­hungs­gut­schrift der Mut­ter an­ge­rech­net.

7 Än­de­run­gen in der An­rech­nung der Er­zie­hungs­gut­schrif­ten wer­den am 1. Ja­nu­ar des Fol­ge­jah­res wirk­sam.

227 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 14. Mai 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 20141361).

Art. 52g Betreuungsgutschriften
a. Erfordernis der leichten Erreichbarkeit
228

Das Er­for­der­nis der leich­ten Er­reich­bar­keit ist ins­be­son­de­re dann er­füllt, wenn die Be­treu­ungs­per­son nicht mehr als 30 km ent­fernt von der be­treu­ten Per­son wohnt oder die­se in­nert ei­ner Stun­de er­rei­chen kann.

228Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995 (AS 1996 668). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 19. Okt. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4759).

Art. 52h b.
...
229

229Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 21. Mai 2003, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2004 (AS 2003 3835).

Art. 52i c. Erfüllung der Voraussetzungen durch mehrere Personen 230

Er­fül­len meh­re­re Per­so­nen die Vor­aus­set­zun­gen für die An­rech­nung von Be­treu­ungs­gut­schrif­ten, so wird die Be­treu­ungs­gut­schrift zu glei­chen Tei­len auf al­le an­spruchs­be­rech­tig­ten Per­so­nen auf­ge­teilt.

230Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

Art. 52k d. Anrechnung der Betreuungsgutschriften 231

Für die Fest­set­zung der Be­treu­ungs­gut­schrift ist Ar­ti­kel 52f sinn­ge­mä­ss an­wend­bar.

231Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

Art. 52l e. Anmeldung 232

1 Der An­spruch auf An­rech­nung der Be­treu­ungs­gut­schrif­ten ist bei der kan­to­na­len Aus­gleichs­kas­se am Wohn­sitz der be­treu­ten Per­son an­zu­mel­den. Die An­mel­dung ist so­wohl von der be­treu­en­den als auch von der be­treu­ten Per­son oder de­ren ge­setz­li­chen Ver­tre­ter zu un­ter­zeich­nen.

2 Wird die Be­treu­ungs­gut­schrift von meh­re­ren Per­so­nen gel­tend ge­macht, so ha­ben sie die An­mel­dung ge­mein­sam ein­zu­rei­chen.

232Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

Art. 53 Rententabellen 233

1 Das Bun­des­amt stellt ver­bind­li­che Ren­ten­ta­bel­len auf. Da­bei be­trägt die Ab­stu­fung der Mo­nats­ren­ten, be­zo­gen auf die vol­le ein­fa­che Al­ters­ren­te, höchs­tens 2,6 Pro­zent des Min­dest­be­tra­ges die­ser Ren­te.234

2 Bei den Mo­nats­ren­ten wer­den Be­trä­ge von 50 und mehr Rap­pen auf den nächs­ten gan­zen Fran­ken auf­ge­run­det und Be­trä­ge von we­ni­ger als 50 Rap­pen auf den näch­s­ten gan­zen Fran­ken ab­ge­run­det.

233Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 5. April 1978, in Kraft seit 1. Jan. 1979 (AS 1978 420).

234Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 31. Aug. 1992, in Kraft seit 1. Jan. 1993 (AS 1992 1830).

Art. 53bis Summe der Renten bei Ehepaaren mit unvollständiger Beitragsdauer 235

Wei­sen nicht bei­de Ehe­gat­ten ei­ne voll­stän­di­ge Bei­trags­dau­er auf, so ent­spricht der Höchst­be­trag der bei­den Ren­ten ei­nem Pro­zent­satz des ma­xi­ma­len Be­tra­ges bei Voll­ren­ten (Art. 35 Abs. 1 AHVG). Die­ser wird er­mit­telt, in­dem die Sum­me aus dem Pro­zen­tan­teil der nied­ri­ge­ren Ren­tens­ka­la und dem dop­pel­ten Pro­zen­tan­teil der hö­he­ren Ren­tens­ka­la (Art. 52) durch drei ge­teilt wird.

235Ein­ge­fügt durch Ziff. I 1 der V vom 11. Okt. 1972 (AS 1972 2507). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

Art. 54 Berechnung von Hinterlassenenrenten 236

Die Er­hö­hung des durch­schnitt­li­chen Er­w­erb­sein­kom­mens nach Ar­ti­kel 33 Ab­satz 3 AHVG be­trägt, wenn die ver­stor­be­ne Per­son fol­gen­de Al­ters­jah­re vollen­det hat:

Pro­zent

we­ni­ger als 23

100

23

90

24

80

25

70

26

60

27

50

28–29

40

30–31

30

32–34

20

35–38

10

39–45

5

mehr als 45

0

236Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

Art. 54bis Kürzung der Kinder- und Waisenrenten 237

1 ...238

2 Sie wer­den nicht ge­kürzt, wenn sie zu­sam­men mit der Ren­te des Va­ters oder der Ren­te der Mut­ter nicht mehr aus­ma­chen als die Sum­me aus 150 Pro­zent des Min­dest­be­tra­ges der Al­ters­ren­te und aus den Min­dest­be­trä­gen von drei Kin­der- oder Wai­sen­ren­ten. Die­ser Be­trag er­höht sich mit dem vier­ten Kind pro Kind um den mo­nat­li­chen Höchst­be­trag der Al­ters­ren­te (Art. 34 Abs. 3 AHVG).

3 Der Kür­zungs­be­trag ist auf die ein­zel­nen Kin­der- oder Wai­sen­ren­ten zu ver­tei­len.

4 Bei Teil­ren­ten ent­spricht der ge­kürz­te Be­trag dem Pro­zen­tan­teil nach Ar­ti­kel 52 an der nach den Ab­sät­zen 1 und 2 ge­kürz­ten Voll­ren­te.

237Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

238 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. II 2 der V vom 28. Sept. 2007, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 5155).

C. Ausserordentliche Renten 239

239Ursprünglich vor Art. 56

Art. 55 Kürzung der ausserordentlichen Kinder- und Waisenrenten 240

Für die Kür­zung der aus­ser­or­dent­li­chen Kin­der- und Wai­sen­ren­ten (Art. 43 Abs. 3 AHVG) gilt Ar­ti­kel 54bis Ab­sät­ze 2 und 3. Die Mo­nats­be­trä­ge der ge­kürz­ten Ren­ten wer­den nach Ar­ti­kel 53 Ab­satz 2 auf- oder ab­ge­run­det.

240Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

D. Das flexible Rentenalter 241

241Eingefügt durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

I. Der Rentenaufschub 242

242Eingefügt durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

Art. 55bis Ausschluss vom Rentenaufschub 243

Vom Auf­schub ge­mä­ss Ar­ti­kel 39 AHVG sind aus­ge­schlos­sen:

a.244
...
b.245
die Al­ters­ren­ten, die ei­ne In­va­li­den­ren­te ab­lö­sen;
c.
die Al­ters­ren­ten, zu de­nen ei­ne Hilflo­sen­ent­schä­di­gung ge­währt wird;
d.–f.246 ...
g.
die Al­ters­ren­ten für frei­wil­lig Ver­si­cher­te, die ei­ne Für­sor­ge­leis­tung ge­mä­ss Ar­ti­kel 92 AHVG oder Ar­ti­kel 76 IVG247 bis zur Zu­rück­le­gung der Al­ters­gren­ze ge­mä­ss Ar­ti­kel 21 Ab­sät­ze 1 und 2 AHVG be­zo­gen ha­ben.

243Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BRB vom 10. Jan. 1969, in Kraft seit 1. Jan. 1969 (AS 1969 125).

244Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 29. Ju­ni 1983, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1984 (AS 1983 903).

245Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

246Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

247SR 831.20. Ab­kür­zung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 5. April 1978, in Kraft seit 1. Jan. 1979 (AS 1978 420).

Art. 55ter Zuschlag beim Rentenaufschub 248

1 Der pro­zen­tua­le Zu­schlag zur auf­ge­scho­be­nen Ren­te be­trägt nach ei­ner Auf­schubs­dau­er von:

Jah­ren

und 0–2 Mo­na­ten

und 3–5 Mo­na­ten

und 6–8 Mo­na­ten

und 9–11 Mo­na­ten

1

5.2

6.6

8.0

9.4

2

10.8

12.3

13.9

15.5

3

17.1

18.8

20.5

22.2

4

24.0

25.8

27.7

29.6

5

31.5

2 Der Zu­schlag wird er­mit­telt, in­dem die Sum­me der auf­ge­scho­be­nen Mo­nats­be­treff­nis­se durch die ent­spre­chen­de An­zahl Mo­na­te di­vi­diert wird. Die­ser Be­trag wird mit dem zu­tref­fen­den Pro­zent­satz nach Ab­satz 1 mul­ti­pli­ziert.

3 Wird ei­ne auf­ge­scho­be­ne Al­ters­ren­te durch Hin­ter­las­se­nen­ren­ten ab­ge­löst, so be­trägt der Zu­schlag:

a.
bei Wit­wen- und Wit­wer­ren­ten 80 Pro­zent des bis­he­ri­gen Zu­schla­ges;
b.
bei Wai­sen­ren­ten 40 Pro­zent des bis­he­ri­gen Zu­schla­ges.

4 Die Sum­me al­ler Zu­schlä­ge darf den Be­trag des Zu­schla­ges zur Al­ters­ren­te nicht über­stei­gen.

5 Der Be­trag des Zu­schla­ges wird der Lohn- und Preis­ent­wick­lung an­ge­passt.

248Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BRB vom 10. Jan. 1969 (AS 1969 125). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

Art. 55quater Aufschubserklärung und Abruf 249

1 Die Auf­schubs­dau­er be­ginnt vom ers­ten Tag an zu lau­fen, der dem Mo­nat folgt, in wel­chem das Ren­ten­al­ter nach Ar­ti­kel 21 Ab­satz 1 AHVG er­reicht wur­de.250 Der Auf­schub ist in­nert ei­nes Jah­res vom Be­ginn der Auf­schubs­dau­er an schrift­lich zu er­klä­ren. Ist in­nert Frist kei­ne Auf­schub­s­er­klä­rung er­folgt, so wird die Al­ters­ren­te nach den all­ge­mein gel­ten­den Vor­schrif­ten fest­ge­setzt und aus­be­zahlt.

2 Der Ab­ruf er­folgt in schrift­li­cher Form.

3 Wird ei­ne auf­ge­scho­be­ne Al­ters­ren­te ab­ge­ru­fen, so wird sie vom fol­gen­den Mo­nat an aus­be­zahlt, ei­ne Nach­zah­lung von Ren­ten ist aus­ge­schlos­sen.

4 Stirbt der Ren­ten­be­rech­tig­te, so gilt die Al­ters­ren­te als ab­ge­ru­fen.251

5 ...252

249Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BRB vom 10. Jan. 1969, in Kraft seit 1. Jan. 1969 (AS 1969 125).

250 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Nov. 2001, in Kraft seit 1. Jan. 2002 (AS 2002 199).

251Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

252Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

II. Der Rentenvorbezug 253

253Eingefügt durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

Art. 56 Kürzungsbetrag beim Rentenvorbezug 254

1 Die Ren­te wird um den Ge­gen­wert der vor­be­zo­ge­nen Ren­te ge­kürzt.

2 Bis zum Ren­ten­al­ter ent­spricht die­ser Be­trag pro Vor­be­zugs­jahr 6,8 Pro­zent der vor­be­zo­ge­nen Ren­te.

3 Nach Er­rei­chen des Ren­ten­al­ters ent­spricht die­ser Be­trag pro Vor­be­zugs­jahr 6,8 Pro­zent der Sum­me der un­ge­kürz­ten Ren­ten, di­vi­diert durch die An­zahl der Mo­na­te, wäh­rend de­nen die Ren­te be­zo­gen wur­de.

4 Der Be­trag der Kür­zung wird der Lohn- und Preis­ent­wick­lung an­ge­passt.

254Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668). Sie­he auch Bst. c Abs. 3 der SchlB die­ser Änd. am En­de der vor­lie­gen­den V.

Art. 57 Kürzung der Hinterlassenenrenten 255

1 Wird ei­ne vor­be­zo­ge­ne Al­ters­ren­te durch ei­ne Hin­ter­las­se­nen­ren­te ab­ge­löst, wird die Ren­te nur um einen Pro­zent­satz des nach Ar­ti­kel 56 er­mit­tel­ten Kür­zungs­be­tra­ges re­du­ziert. Die­ser Pro­zent­satz be­trägt:

a.
bei Wit­wen- und Wit­wer­ren­ten 80 Pro­zent;
b.
bei Wai­sen­ren­ten 40 Pro­zent.

2 Die Sum­me der Kür­zun­gen von Wit­wen‑, Wit­wer- oder Wai­sen­ren­ten darf den Kür­zungs­be­trag nach Ar­ti­kel 56 nicht über­stei­gen. Bei Än­de­run­gen in der An­spruchs­­­be­rech­ti­gung ist der Kür­zungs­be­trag an­zu­pas­sen.

255Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

E. Rentenvorausberechnungen 256

256Eingefügt durch Ziff. I der V vom 18. Sept. 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 2000 2629).

Art. 58 Anspruch und Kosten 257

1 Ist oder war ei­ne Per­son ver­si­chert, kann sie oder ihr Ehe­gat­te die Al­ters­ren­te und die Hin­ter­las­se­nen­ren­ten vor­aus­be­rech­nen las­sen.

2 Vor­aus­be­rech­nun­gen sind un­ent­gelt­lich.

3 Für die Vor­aus­be­rech­nung ei­ner Al­ters­ren­te kann aus­nahms­wei­se ei­ne Ge­bühr von höchs­tens 300 Fran­ken er­ho­ben wer­den, wenn:

a.
ei­ne Per­son noch nicht 40 Jah­re alt ist oder in den letz­ten fünf Jah­ren be­reits ei­ne Be­rech­nung be­an­tragt hat; und
b.
das Ge­such nicht aus ei­nem be­son­de­ren Grund ge­stellt wird, wie et­wa Zi­vil­stands­wech­sel, Ge­burt ei­nes Kin­des, Ar­beits­ver­lust oder Auf­nah­me ei­ner selb­stän­di­gen Er­werbs­tä­tig­keit.

257 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Sept. 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 2000 2629).

Art. 59 Zuständigkeit 258

Die Vor­aus­be­rech­nung er­folgt durch die­je­ni­ge Aus­gleichs­kas­se, die bei Ein­rei­chung des Ge­su­ches für den Be­zug der Bei­trä­ge zu­stän­dig ist. Ar­ti­kel 64a AHVG und Ar­ti­kel 122 ff. die­ser Ver­ord­nung sind sinn­ge­mä­ss an­wend­bar.

258 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Sept. 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 2000 2629).

Art. 60 Berechnungsgrundlagen 259

1 Die Vor­aus­be­rech­nung er­folgt grund­sätz­lich nach den Ar­ti­keln 50–57. Für die Vor­aus­be­rech­nung der Hin­ter­las­se­nen­ren­ten ist der Zeit­punkt der Ge­such­sein­rei­chung mass­ge­bend. Für die Vor­aus­be­rech­nung der Al­ters­ren­te ist der Zeit­punkt des or­dent­li­chen Ren­ten­al­ters oder des Vor­be­zugs mass­ge­bend.

2 Die Aus­gleichs­kas­se kann der Be­rech­nung die An­ga­ben im An­trag zu­grun­de le­gen.

3 Die Aus­gleichs­kas­se be­schafft sich die Kon­ten­aus­zü­ge von Am­tes we­gen.

259 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Sept. 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 2000 2629).

Art. 61–66260

260Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

F. Die Hilflosenentschädigung und die Hilfsmittel261

261 Ursprünglich Bst. D, danach Bst. E. Eingefügt durch Ziff. I des BRB vom 10. Jan. 1969 (AS 1969 125). Fassung gemäss Ziff. I der V vom 5. April 1978, in Kraft seit 1. Jan. 1979 (AS 1978 420).

Art. 66bis Hilflosenentschädigung 262

1 Für die Be­mes­sung der Hilf­lo­sig­keit ist Ar­ti­kel 37 Ab­sät­ze 1, 2 Buch­sta­ben a und b so­wie 3 Buch­sta­ben a–d der Ver­ord­nung vom 17. Ja­nu­ar 1961263 über die In­va­li­den­ver­si­che­rung (IVV) sinn­ge­mä­ss an­wend­bar.264

2 Für die Re­vi­si­on der Hilflo­sen­ent­schä­di­gung sind die Ar­ti­kel 87–88bis IVV sinn­ge­mä­ss an­wend­bar.265

3 Als Heim im Sin­ne von Ar­ti­kel 43bis Ab­satz 1bis AHVG gilt je­de Ein­rich­tung, die von ei­nem Kan­ton als Heim an­er­kannt wird oder über ei­ne kan­to­na­le Be­triebs­be­wil­li­gung als Heim ver­fügt.266

262Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 5. April 1978, in Kraft seit 1. Jan. 1979 (AS 1978 420).

263 SR 831.201

264 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 24. Ju­ni 2009, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2009 35236847Ziff. II 1).

265 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. Sept. 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3710).

266 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 24. Ju­ni 2009, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2009 35236847Ziff. II 1).

Art. 66ter Hilfsmittel 267

1 Das De­par­te­ment des In­nern (De­par­te­ment) re­gelt die Vor­aus­set­zun­gen für die Ab­ga­be von Hilfs­mit­teln an Al­ters­rent­ner, die Art der ab­zu­ge­ben­den Hilfs­mit­tel so­wie das Ab­ga­be­ver­fah­ren.

2 Die Ar­ti­kel 14bis und 14ter IVV268 gel­ten sinn­ge­mä­ss.269

267Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 5. April 1978, in Kraft seit 1. Jan. 1979 (AS 1978 420).

268 SR 831.201

269 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 5. Dez. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 6483).

G. Das Verhältnis zur Hilflosenentschädigung der Unfallversicherung 270

270Ursprünglich Bst. E, danach Bst. F. Eingefügt durch Ziff. I des BRB vom 10. Jan. 1969 (AS 1969 125). Fassung gemäss Art. 143 der V vom 20. Dez. 1982 über die Unfall­versicherung, in Kraft seit 1. Jan. 1984 (AS 1983 38).

Art. 66quater271

1 Hat der Ver­si­cher­te An­spruch auf ei­ne Hilflo­sen­ent­schä­di­gung der AHV und ent­steht spä­ter ein An­spruch auf ei­ne Hilflo­sen­ent­schä­di­gung der Un­fall­ver­si­che­rung, so über­weist die Aus­gleichs­kas­se die Hilflo­sen­ent­schä­di­gung der AHV dem lei­s­tungs­pflich­ti­gen Un­fall­ver­si­che­rer.

2 Hat der Ver­si­cher­te An­spruch auf ei­ne Hilflo­sen­ent­schä­di­gung der Un­fall­ver­si­che­rung und wird die­se aus un­fall­frem­den Grün­den spä­ter er­höht, so über­weist die Aus­gleichs­kas­se dem leis­tungs­pflich­ti­gen Un­fall­ver­si­che­rer den Be­trag der Hilf­lo­sen­ent­schä­di­gung, den die AHV dem Ver­si­cher­ten aus­rich­ten wür­de, wenn er kei­nen Un­fall er­lit­ten hät­te.

271Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BRB vom 10. Jan. 1969 (AS 1969 125). Fas­sung ge­mä­ss Art. 143 der V vom 20. Dez. 1982 über die Un­fall­ver­si­che­rung, in Kraft seit 1. Jan. 1984 (AS 1983 38).

H. Verschiedene Bestimmungen 272

272Eingefügt durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668). Fassung gemäss Ziff. I der V vom 18. Sept. 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 2000 2629).

I. Geltendmachung des Anspruchs 273

273Fassung gemäss Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

Art. 67

1 DerAn­spruch auf ei­ne Ren­te oder Hilflo­sen­ent­schä­di­gung wird gel­tend ge­macht durch Ein­rei­chen ei­nes aus­ge­füll­ten An­mel­de­for­mu­lars bei der ge­mä­ss den Ar­ti­keln 122 ff. zu­stän­di­gen Aus­gleichs­kas­se. Zur Gel­tend­ma­chung be­fugt sind der Ren­ten­an­spre­cher bzw. für ihn sein ge­setz­li­cher Ver­tre­ter, sein Ehe­gat­te, sei­ne El­tern oder Gros­s­el­tern, sei­ne Kin­der oder En­kel, sei­ne Ge­schwis­ter so­wie die Dritt­per­son oder die Be­hör­de, wel­che die Aus­zah­lung an sich ver­lan­gen kann.274 275

1bis Der An­spruch auf den Vor­be­zug der or­dent­li­chen Al­ters­ren­te kann nur durch den Ren­ten­an­spre­cher oder des­sen ge­setz­li­chen Ver­tre­ter an­ge­mel­det wer­den. Der An­spruch kann nicht rück­wir­kend gel­tend ge­macht wer­den.276

1ter Für die Gel­tend­ma­chung von Hilflo­sen­ent­schä­di­gun­gen oder Hilfs­mit­teln gilt Ar­ti­kel 66 IVV277.278

2 Die kan­to­na­len Aus­gleichs­kas­sen ha­ben min­des­tens ein­mal jähr­lich durch Pu­bli­ka­tio­nen auf die Leis­tun­gen der Ver­si­che­rung, die An­spruchs­vor­aus­set­zun­gen und die An­mel­dung hin­zu­wei­sen.279

274 Fas­sung des zwei­ten Sat­zes ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. Sept. 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3710).

275Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BRB vom 10. Jan. 1969 (AS 1969 125). Fas­sung ge­mä­ss Art. 143 der V vom 20. Dez. 1982 über die Un­fall­ver­si­che­rung, in Kraft seit 1. Jan. 1984 (AS 1983 38).

276Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

277SR 831.201

278Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 29. Ju­ni 1983, in Kraft seit 1. Jan. 1984 (AS 1983 903). Ur­sprüng­lich Art 1bis.

279Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BRB vom 19. Nov. 1965, in Kraft seit 1. Jan. 1966 (AS 1965 1021).

II. Festsetzung der Renten

Art. 68 Ordentliche Renten

1 Das An­mel­de­for­mu­lar hat al­le An­ga­ben zu ent­hal­ten, die für die Be­mes­sung der Ren­te not­wen­dig sind.280

2 Die Aus­gleichs­kas­se klärt an­hand die­ser An­ga­ben ab, ob die ge­such­stel­len­de Per­son in der Schweiz Wohn­sitz hat oder hat­te und lässt durch die Zen­tra­le Aus­gleichs­stel­le (ZAS) die in­di­vi­du­el­len Kon­ten zu­sam­men­ru­fen, prüft die Be­rech­ti­gung und setzt die Ren­te fest.281

3 Die Ren­ten­ver­fü­gung ist den Par­tei­en zu­zu­stel­len, ins­be­son­de­re:282

a.
dem Ren­ten­be­rech­tig­ten per­sön­lich bzw. sei­nem ge­setz­li­chen Ver­tre­ter;
b.283
der Per­son oder der Be­hör­de, die den Ren­ten­an­spruch gel­tend ge­macht hat oder wel­cher die Ren­te aus­be­zahlt wird;
c.284
dem zu­stän­di­gen Un­fall­ver­si­che­rer, so­fern des­sen Leis­tungs­pflicht be­rührt ist.
d.285
...

280Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 7. Nov. 2007, in Kraft seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 5271).

281Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

282 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. Sept. 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3710).

283 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. Sept. 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3710).

284Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 5. April 1978 (AS 1978 420). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. Sept. 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3710).

285Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BRB vom 10. Jan. 1969, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1969 (AS 1969 125).

Art. 69286

286Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 29. Nov. 1995, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 668).

III. Festsetzung der Hilflosenentschädigung

Art. 69bis Anmeldung 287

1 Das An­mel­de­for­mu­lar hat al­le An­ga­ben zu ent­hal­ten, die für die Be­stim­mung des An­spruchs auf ei­ne Hilflo­sen­ent­schä­di­gung not­wen­dig sind.

2 ...288

3 Die Aus­gleichs­kas­se hat das Da­tum der Ein­rei­chung fest­zu­hal­ten und die An­mel­dung der zu­stän­di­gen In­va­li­den­ver­si­che­rungs-Stel­le (im Fol­gen­den IV-Stel­le ge­nannt) wei­ter­zu­lei­ten.289

287Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BRB vom 10. Jan. 1969, in Kraft seit 1. Jan. 1969 (AS 1969 125).

288 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 11. Sept. 2002, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3710).

289Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II der V vom 15. Ju­ni 1992, in Kraft seit 1. Ju­li 1992 (AS 1992 1251).

Art. 69ter Abklärung der Hilflosigkeit 290

Die Ar­ti­kel 69–72bis IVV291 sind sinn­ge­mä­ss an­wend­bar.

290Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BRB vom 10. Jan. 1969 (AS 1969 125). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. Sept. 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3710).

291 SR 831.201

Art. 69quater Beschluss 292