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Verordnung
über die Anlagestiftungen
(ASV)

vom 10. und 22. Juni 2011 (Stand am 1. Januar 2022)

Der Schweizerische Bundesrat,

gestützt auf Artikel 53k des Bundesgesetzes vom 25. Juni 19821 über
die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG),

verordnet:

1. Abschnitt: Anlegerkreis und Anlegerstatus

Art. 1 Anlegerkreis  

(Art. 53k Bst. a BVG)

Den An­le­ger­kreis ei­ner An­la­ge­stif­tung bil­den kön­nen:

a.
Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen so­wie sons­ti­ge steu­er­be­frei­te Ein­rich­tun­gen mit Sitz in der Schweiz, die nach ih­rem Zweck der be­ruf­li­chen Vor­sor­ge die­nen; und
b.
Per­so­nen, die kol­lek­ti­ve An­la­gen der Ein­rich­tun­gen nach Buch­sta­be a ver­wal­ten, von der Eid­ge­nös­si­schen Fi­nanz­mark­tauf­sicht (FIN­MA) be­auf­sich­tigt wer­den und bei der Stif­tung aus­sch­liess­lich Gel­der für die­se Ein­rich­tun­gen an­le­gen.
Art. 2 Anlegerstatus  

(Art. 53k Bst. a und e BVG)

1 Wer als An­le­ger in ei­ne An­la­ge­stif­tung auf­ge­nom­men wer­den will, muss bei der Stif­tung ein schrift­li­ches Auf­nah­me­ge­such ein­rei­chen und dar­in nach­wei­sen, dass er die Vor­aus­set­zun­gen nach Ar­ti­kel 1 er­füllt. Die Stif­tung ent­schei­det über die Auf­nah­me. Sie kann die Auf­nah­me oh­ne An­ga­be von Grün­den ver­wei­gern.

2 Der Sta­tus als An­le­ger ist ge­ge­ben, so­lan­ge min­des­tens ein An­spruch oder ei­ne ver­bind­li­che Ka­pi­tal­zu­sa­ge be­steht.

3 Die Stif­tung be­ach­tet ge­gen­über den An­le­gern den Grund­satz der Gleich­be­hand­lung.

2. Abschnitt: Anlegerversammlung

Art. 3 Einberufung und Durchführung  

(Art. 53k Bst. c und e BVG)

1 Für die Ein­be­ru­fung und Durch­füh­rung der An­le­ger­ver­samm­lung gel­ten die Ar­ti­kel 699, 700, 702, 702a und 703 des Ob­li­ga­tio­nen­rechts2 sinn­ge­mä­ss.

2 Das Stimm­recht der An­le­ger rich­tet sich nach ih­rem An­teil am An­la­ge­ver­mö­gen.

Art. 4 Unübertragbare Befugnisse  

(Art. 53k Bst. c und e BVG)

1 Die An­le­ger­ver­samm­lung hat fol­gen­de un­über­trag­ba­re Be­fug­nis­se:

a.
Be­schluss­fas­sung über An­trä­ge an die Auf­sichts­be­hör­de zur Än­de­rung der Sta­tu­ten;
b.
Ge­neh­mi­gung der Än­de­rung von Stif­tungs­re­gle­ment und Spe­zi­al­re­gle­men­ten, ein­sch­liess­lich der An­la­ge­richt­li­ni­en, un­ter Vor­be­halt ei­ner Über­tra­gung der Re­ge­lungs­be­fug­nis an den Stif­tungs­rat (Art. 13 Abs. 3);
c.3
Wahl der Mit­glie­der des Stif­tungs­ra­tes;
d.
Wahl der Re­vi­si­ons­stel­le;
e.
Ge­neh­mi­gung der Jah­res­rech­nung;
f.
Ge­neh­mi­gung von Toch­ter­ge­sell­schaf­ten im Stamm­ver­mö­gen (Art. 24 Abs. 2 Bst. b);
g.
Ge­neh­mi­gung von Be­tei­li­gun­gen an nicht ko­tier­ten schwei­ze­ri­schen Ak­ti­en­ge­sell­schaf­ten im Stamm­ver­mö­gen (Art. 25 Abs. 2);
h.
Be­schluss­fas­sung über An­trä­ge an die Auf­sichts­be­hör­de zur Auf­he­bung oder Fu­si­on der Stif­tung.

2 Sie stimmt in ih­rer ers­ten Ver­samm­lung über die bei der Grün­dung der Stif­tung er­las­se­nen Sta­tu­ten und das Stif­tungs­re­gle­ment ab.

3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2019, in Kraft seit 1. Aug. 2019 (AS 2019 2221).

3. Abschnitt: Stiftungsrat

Art. 5 Zusammensetzung und Wahl  

(Art. 53k Bst. c BVG)

1 Der Stif­tungs­rat be­steht aus min­des­tens drei fach­kun­di­gen Mit­glie­dern.

2 Die Mit­glie­der und die Prä­si­den­tin oder der Prä­si­dent des Stif­tungs­ra­tes wer­den von der An­le­ger­ver­samm­lung ge­wählt. Da­bei dür­fen der Stif­ter, des­sen Rechts­nach­fol­ger und Per­so­nen, die mit dem Stif­ter wirt­schaft­lich ver­bun­den sind, höchs­tens von ei­nem Drit­tel des Stif­tungs­ra­tes ver­tre­ten wer­den. Die An­le­ger­ver­samm­lung kann ihr Recht, die Prä­si­den­tin oder den Prä­si­den­ten zu wäh­len, in den Sta­tu­ten auf den Stif­tungs­rat über­tra­gen.4

3 Der ers­te Stif­tungs­rat wird durch den Stif­ter er­nannt. Die Sta­tu­ten kön­nen dem Stif­ter oder des­sen Rechts­nach­fol­ger das Recht zu­er­ken­nen, im Fal­le des vor­zei­ti­gen Rück­tritts ei­nes Stif­tungs­rats­mit­glieds einen Er­satz zu er­nen­nen. Die Amts­zeit die­ses Stif­tungs­rats­mit­glieds dau­ert bis zur nächs­ten Sit­zung der An­le­ger­ver­samm­lung.5

4 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2019, in Kraft seit 1. Aug. 2019 (AS 2019 2221).

5 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2019, in Kraft seit 1. Aug. 2019 (AS 2019 2221).

Art. 6 Aufgaben und Befugnisse  

(Art. 53k Bst. c BVG)

1 Der Stif­tungs­rat nimmt al­le Auf­ga­ben und Be­fug­nis­se wahr, die nicht durch das Ge­setz und die Stif­tungs­sat­zun­gen der An­le­ger­ver­samm­lung zu­ge­teilt sind.

2 Er sorgt na­ment­lich für ei­ne an­ge­mes­se­ne Be­triebs­or­ga­ni­sa­ti­on.

3 Er sorgt für ei­ne der Grös­se und Kom­ple­xi­tät der An­la­ge­stif­tung an­ge­mes­se­ne in­ter­ne Kon­trol­le und für ei­ne aus­rei­chen­de Kon­trol­le der mit über­tra­ge­nen Auf­ga­ben be­trau­ten Per­so­nen. Er stellt die Un­ab­hän­gig­keit der Kon­troll­or­ga­ne si­cher.6

6 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2019, in Kraft seit 1. Aug. 2019 (AS 2019 2221).

Art. 7 Übertragung von Aufgaben  

(Art. 53k Bst. c BVG)

1 Für die mit der Ge­schäfts­füh­rung und Ver­wal­tung der An­la­ge­stif­tung be­trau­ten Per­so­nen gel­ten Ar­ti­kel 51b Ab­satz 1 BVG so­wie die Ar­ti­kel 48f–48l, aus­ge­nom­men die Ar­ti­kel 48h Ab­satz 1 und 48i Ab­satz 1, der Ver­ord­nung vom 18. April 19847 über die be­ruf­li­che Al­ters-, Hin­ter­las­se­nen- und In­va­li­den­vor­sor­ge (BVV 2) sinn­ge­mä­ss.

2 Der Stif­tungs­rat kann Auf­ga­ben an Drit­te über­tra­gen, so­fern zu­sätz­lich zu Ab­satz 1 fol­gen­de Vor­aus­set­zun­gen er­füllt sind:

a.
Es han­delt sich um nach Ge­setz und Sat­zun­gen über­trag­ba­re Auf­ga­ben.
b.
Die Über­tra­gung von Auf­ga­ben wird in ei­nem schrift­li­chen Ver­trag fest­ge­hal­ten.
c.
Ar­ti­kel 12 wird ein­ge­hal­ten.
d.8

3 An Drit­te über­tra­ge­ne Auf­ga­ben dür­fen nur wei­ter­über­tra­gen wer­den, wenn der Stif­tungs­rat der Wei­ter­über­tra­gung vor­gän­gig zu­ge­stimmt hat und die Be­stim­mun­gen über die Auf­ga­ben­über­tra­gung ein­ge­hal­ten wer­den. Die Stif­tung und die Re­vi­si­ons­stel­le müs­sen die über­tra­ge­nen Auf­ga­ben wei­ter­hin kon­trol­lie­ren be­zie­hungs­wei­se prü­fen kön­nen.9

7 SR 831.441.1

8 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2019, mit Wir­kung seit 1. Aug. 2019 (AS 2019 2221).

9 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2019, in Kraft seit 1. Aug. 2019 (AS 2019 2221).

Art. 8 Vermeidung von Interessenkonflikten, Rechtsgeschäfte mit Nahestehenden  

(Art. 53k Bst. c BVG)

1 Die Ar­ti­kel 51b Ab­satz 2 und 51c BVG so­wie die Ar­ti­kel 48h Ab­satz 2 und 48i Ab­satz 2 BVV 210 gel­ten sinn­ge­mä­ss.

2 Per­so­nen, die mit der Ver­wal­tung oder Ver­mö­gens­ver­wal­tung der An­la­ge­stif­tung be­traut sind, dür­fen nicht in den Stif­tungs­rat ge­wählt wer­den. Über­trägt der Stif­tungs­rat die Ge­schäfts­füh­rung Drit­ten, so dür­fen die­se nicht im Stif­tungs­rat ver­tre­ten sein.11

3 Die Mit­glie­der des Stif­tungs­ra­tes un­ter­lie­gen in ih­ren Tä­tig­kei­ten kei­nen Wei­sun­gen des Stif­ters oder von des­sen Rechts­nach­fol­ger. Sie sind in ei­ge­ner Sa­che nicht stimm­be­rech­tigt.12

4 Die An­le­ger­ver­samm­lung ge­neh­migt das Re­gle­ment zur Ver­mei­dung von In­ter­es­sen­kon­flik­ten und Rechts­ge­schäf­ten mit Na­he­ste­hen­den. Sie kann die­ses Recht in den Sta­tu­ten auf den Stif­tungs­rat über­tra­gen.13

10 SR 831.441.1

11 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2019, in Kraft seit 1. Aug. 2019 (AS 2019 2221).

12 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2019, in Kraft seit 1. Aug. 2019 (AS 2019 2221).

13 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2019, in Kraft seit 1. Aug. 2019 (AS 2019 2221).

4. Abschnitt: Revisionsstelle

Art. 9 Voraussetzungen  

(Art. 53k Bst. d BVG)

Als Re­vi­si­ons­stel­le kön­nen nur Un­ter­neh­men tä­tig sein, die von der Eid­ge­nös­si­schen Re­vi­si­ons­auf­sichts­be­hör­de als staat­lich be­auf­sich­tig­te Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men nach dem Re­vi­si­ons­auf­sichts­ge­setz vom 16. De­zem­ber 200514 zu­ge­las­sen sind.

Art. 10 Aufgaben  

(Art. 52c, 53k Bst. d und 62a Abs. 2 Bst. a und b BVG)

1 Für die Auf­ga­ben der Re­vi­si­ons­stel­le gilt Ar­ti­kel 52c BVG sinn­ge­mä­ss.

2 Bei Sachein­la­gen prüft die Re­vi­si­ons­stel­le den Be­richt nach Ar­ti­kel 20 Ab­satz 3 und bei Sachein­la­gen in Im­mo­bi­li­en zu­sätz­lich, ob Ar­ti­kel 41 Ab­satz 4 ein­ge­hal­ten ist.

3 Fer­ner be­ur­teilt sie Be­grün­dun­gen der Stif­tun­gen, die sich aus der An­wen­dung von Ar­ti­kel 41 Ab­sät­ze 3 und 4 in Ver­bin­dung mit den Ar­ti­keln 92 und 93 der Kol­lek­ti­v­an­la­gen­ver­ord­nung vom 22. No­vem­ber 200615 (KKV) er­ge­ben.

4 Nach der Auf­he­bung ei­ner An­la­ge­grup­pe be­stä­tigt sie dem Stif­tungs­rat die ord­nungs­ge­mäs­se Durch­füh­rung.

5 Sie er­füllt die An­wei­sun­gen der Auf­sichts­be­hör­de nach Ar­ti­kel 62a Ab­satz 2 BVG. Die Auf­sichts­be­hör­de kann die Re­vi­si­ons­stel­le zur Prü­fung der De­tail­or­ga­ni­sa­ti­on an­hal­ten und einen ent­spre­chen­den Be­richt ein­for­dern. Sie kann ge­stützt auf den Re­vi­si­ons­stel­len­be­richt auf ei­ne ei­ge­ne Prü­fung ver­zich­ten.

6 Die Re­vi­si­ons­stel­le kann un­an­ge­mel­de­te Zwi­schen­prü­fun­gen durch­füh­ren.

5. Abschnitt: Schätzungsexperten und -expertinnen

(Art. 53k Bst. c und d BVG)

Art. 11  

1 Vor der Bil­dung ei­ner Im­mo­bi­li­en-An­la­ge­grup­pe (Art. 27) be­auf­tragt die Stif­tung min­des­tens zwei na­tür­li­che Per­so­nen oder ei­ne ju­ris­ti­sche Per­son mit Sitz in der Schweiz als Schät­zungs­ex­per­ten oder -ex­per­tin­nen.

2 Von aus­län­di­schen Ex­per­ten oder Ex­per­tin­nen er­stell­te Gut­ach­ten zu Im­mo­bi­li­en­an­la­gen im Aus­land müs­sen durch ei­ne Per­son nach Ab­satz 1 auf die kor­rek­te An­wen­dung der im Re­gle­ment vor­ge­schrie­be­nen Be­wer­tungs­grund­sät­ze hin ge­prüft wer­den, und das Er­geb­nis des aus­län­di­schen Gut­ach­tens muss ihr plau­si­bel er­schei­nen.

3 Sämt­li­che Ex­per­ten und Ex­per­tin­nen müs­sen die er­for­der­li­che Qua­li­fi­ka­ti­on auf­wei­sen und un­ab­hän­gig sein. Die Auf­sichts­be­hör­de kann da­zu den An­la­ge­stif­tun­gen im Ein­zel­fall Vor­ga­ben ma­chen.16

16 Zwei­ter Satz ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2019, in Kraft seit 1. Aug. 2019 (AS 2019 2221).

6. Abschnitt: Depotbank

(Art. 53k Bst. c und d BVG)

Art. 12  

1 Die De­pot­bank muss ei­ne Bank nach Ar­ti­kel 1 Ab­satz 1 des Ban­ken­ge­set­zes vom 8. No­vem­ber 193417 (BankG) oder ei­ne Zweignie­der­las­sung ei­ner aus­län­di­schen Bank nach Ar­ti­kel 2 Ab­satz 1 Buch­sta­be a BankG sein.18

2 Die Stif­tung kann die De­pot­bank er­mäch­ti­gen, Tei­le des An­la­ge­ver­mö­gens Dritt- und Sam­mel­ver­wah­rern im In- und Aus­land zu über­tra­gen, so­fern die ge­hö­ri­ge Sorg­falt bei der Wahl und In­struk­ti­on der Ver­wah­rer so­wie bei de­ren Über­wa­chung ge­währ­leis­tet ist.

17 SR 952.0

18 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2019, in Kraft seit 1. Aug. 2019 (AS 2019 2221).

7. Abschnitt: Stiftungssatzungen und Vorprüfung

Art. 13 Regelungsbereiche  

(Art. 53k Bst. c, d und e BVG)

1 Die An­le­ger­ver­samm­lung re­gelt sämt­li­che für die Stif­tung mass­ge­bli­chen Be­rei­che, na­ment­lich die Stif­tungs­or­ga­ni­sa­ti­on, die An­la­ge­tä­tig­keit und die An­le­ger­rech­te.

2 Die Auf­sichts­be­hör­de kann un­be­rück­sich­tig­te Sach­be­rei­che re­ge­lungs­pflich­tig er­klä­ren und fest­le­gen, dass sie zwin­gend in den Sta­tu­ten oder im Stif­tungs­re­gle­ment zu re­geln sind. Sie kann Stif­tun­gen an­hal­ten, zur Rechts­si­cher­heit oder Trans­pa­renz Kor­rek­tu­ren ih­rer Re­ge­lung vor­zu­neh­men.

3 Die Sta­tu­ten kön­nen die Re­ge­lung fol­gen­der Be­rei­che dem Stif­tungs­rat über­tra­gen:

a.19
b.
Schät­zungs­ex­per­ten und -ex­per­tin­nen (Art. 11);
c.
De­pot­bank (Art. 12);
d.
An­la­ge des An­la­ge­ver­mö­gens (Art. 14);
e.
Ge­schäfts­füh­rung und De­tail­or­ga­ni­sa­ti­on (Art. 15);
f.
Ge­büh­ren und Kos­ten (Art. 16);
g.
Be­wer­tung (Art. 41);
h.
Bil­dung und Auf­he­bung von An­la­ge­grup­pen (Art. 43).

4 Der Stif­tungs­rat hält sei­ne Re­ge­lung in ei­nem Spe­zi­al­re­gle­ment fest. Er kann die Re­ge­lungs­be­fug­nis nicht wei­ter de­le­gie­ren.

19 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2019, mit Wir­kung seit 1. Aug. 2019 (AS 2019 2221).

Art. 14 Anlage des Anlagevermögens  

(Art. 53k Bst. c und d BVG)

Die Stif­tung er­lässt für je­de An­la­ge­grup­pe An­la­ge­richt­li­ni­en, wel­che den An­la­ge­fo­kus, die zu­läs­si­gen An­la­gen und die An­la­ge­re­strik­tio­nen für die An­la­ge­grup­pe voll­stän­dig und klar dar­le­gen.

Art. 15 Geschäftsführung und Detailorganisation  

(Art. 53k Bst. c BVG)

1 Die Sta­tu­ten ent­hal­ten ei­ne Grund­satz­re­ge­lung der Auf­ga­ben des Stif­tungs­ra­tes, ein­sch­liess­lich der Kon­trol­l­auf­ga­be und sei­ner De­le­ga­ti­ons­be­fug­nis­se. Die Re­ge­lung zur De­tail­or­ga­ni­sa­ti­on kon­kre­ti­siert die Grund­satz­re­ge­lung und führt die un­über­trag­ba­ren Auf­ga­ben des Stif­tungs­rats auf.

2 Sie re­gelt die Rech­te und Pflich­ten wei­te­rer mit der Ge­schäfts­füh­rung be­trau­ter Per­so­nen und de­ren Kon­trol­le.

3 Die Re­ge­lung zur De­tail­or­ga­ni­sa­ti­on muss den Ver­hält­nis­sen der Stif­tung an­ge­mes­sen sein.

Art. 16 Gebühren und Kosten  

(Art. 53k Bst. c, d und e BVG)

1 Die Stif­tung er­lässt Be­stim­mun­gen über die Er­he­bung der Ge­büh­ren und die An­las­tung wei­te­rer Kos­ten zu­las­ten der An­la­ge­grup­pen.

2 Die Art und Hö­he der Ge­büh­ren so­wie die Grund­la­gen für die Ge­büh­re­ner­he­bung und wei­te­re Kos­ten­be­las­tun­gen müs­sen nach­voll­zieh­bar dar­ge­stellt sein.

Art. 17 Vorprüfung durch die Aufsichtsbehörde  

(Art. 53k Bst. c und d BVG)

1 Der Vor­prü­fung durch die Auf­sichts­be­hör­de be­dür­fen:

a.
An­trä­ge an die Auf­sichts­be­hör­de zur Än­de­rung der Sta­tu­ten, be­vor die An­le­ger­ver­samm­lung über die An­trag­stel­lung be­schliesst;
b.
Än­de­run­gen re­gle­men­ta­ri­scher Be­stim­mun­gen, die der Stif­tungs­rat der An­le­ger­ver­samm­lung zur Ab­stim­mung un­ter­brei­tet;
c.20
der Er­lass oder die Än­de­rung von An­la­ge­richt­li­ni­en zu An­la­ge­grup­pen in den Be­rei­chen Aus­lan­dim­mo­bi­li­en, In­fra­struk­tu­ren, Pri­va­te Debt Schweiz oder Pri­va­te Equi­ty Schweiz nach Ar­ti­kel 53 Ab­satz 1 Buch­sta­be dter BVV 221 oder al­ter­na­ti­ve An­la­gen.

2 Die Auf­sichts­be­hör­de teilt der Stif­tung in­nert Mo­nats­frist schrift­lich mit, wenn sie auf ei­ne Vor­prü­fung ver­zich­tet.

3 Die Vor­prü­fung wird durch einen schrift­li­chen Prüf­be­scheid ab­ge­schlos­sen.

4 An­la­ge­grup­pen nach Ab­satz 1 Buch­sta­be c dür­fen erst nach Ab­schluss des Vor­prü­fungs­ver­fah­rens ge­bil­det wer­den.

20 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 17. Nov. 2022, in Kraft seit 1. Jan. 2022 (AS 2021 793).

21 SR 831.441.1

8. Abschnitt: Ansprüche der Anleger

Art. 18 Allgemeine Bestimmungen  

(Art. 53k Bst. e BVG)

1 Sta­tu­ten oder Re­gle­ment re­geln In­halt, Wert, Aus­ga­be, Rück­nah­me und Preis­bil­dung von An­sprü­chen so­wie die dies­be­züg­li­che In­for­ma­ti­on der An­le­ger.

2 Ein frei­er Han­del von An­sprü­chen ist nicht zu­ge­las­sen. Sta­tu­ten oder Re­gle­ment kön­nen die Mög­lich­keit der Zes­si­on von An­sprü­chen un­ter den An­le­gern für be­grün­de­te Ein­zel­fäl­le so­wie für we­nig li­qui­de An­la­ge­grup­pen un­ter der Vor­aus­set­zung ei­ner vor­gän­gi­gen Zu­stim­mung der Ge­schäfts­füh­rung vor­se­hen.

Art. 19 Kapitalzusagen 22  

(Art. 53k Bst. e BVG)

1 Sta­tu­ten oder Re­gle­ment kön­nen bei Im­mo­bi­li­en-An­la­ge­grup­pen, bei In­fra­struk­tur-An­la­ge­grup­pen so­wie bei An­la­ge­grup­pen in den Be­rei­chen Pri­va­te Debt Schweiz, Pri­va­te Equi­ty Schweiz oder al­ter­na­ti­ve An­la­gen die Mög­lich­keit vor­se­hen, dass die Stif­tung ver­bind­li­che, auf einen fes­ten Be­trag lau­ten­de Ka­pi­tal­zu­sa­gen ent­ge­gen­nimmt.

2 Se­hen sie die­se Mög­lich­keit vor, so re­geln sie die Rech­te und Pflich­ten aus den Ka­pi­tal­zu­sa­gen.

3 Die Auf­sichts­be­hör­de kann zu den Ka­pi­tal­zu­sa­gen Auf­la­gen ma­chen.

22 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 17. Nov. 2022, in Kraft seit 1. Jan. 2022 (AS 2021 793).

Art. 20 Sacheinlagen  

(Art. 53k Bst. e BVG)

1 Der Ge­gen­wert des Emis­si­ons­prei­ses von An­sprü­chen ist grund­sätz­lich in bar zu er­brin­gen.

2 Sta­tu­ten oder Re­gle­ment kön­nen Sachein­la­gen zu­las­sen, wenn die­se mit der An­la­ge­stra­te­gie ver­ein­bar sind und die In­ter­es­sen der üb­ri­gen An­le­ger der An­la­ge­grup­pe nicht be­ein­träch­ti­gen.23

2bis Der faire Wert von Sachein­la­gen, die nicht an ei­ner Bör­se oder an ei­nem an­de­ren ge­re­gel­ten Markt ge­han­delt wer­den, muss:

a.
nach dem zu er­war­ten­den Er­trag oder Geld­fluss un­ter Be­rück­sich­ti­gung ei­nes ri­si­ko­ge­rech­ten Ka­pi­ta­li­sie­rungs­zins­sat­zes er­mit­telt wer­den;
b.
durch Ver­gleich mit ähn­li­chen Ob­jek­ten ge­schätzt wer­den; oder
c.
nach ei­ner an­de­ren all­ge­mein an­er­kann­ten Me­tho­de be­rech­net wer­den.24

2ter Die­ser Wert muss durch min­des­tens einen Ex­per­ten oder ei­ne Ex­per­tin ge­schätzt wer­den, der oder die un­ab­hän­gig und qua­li­fi­ziert ist.25

2qua­ter Bei An­tei­len von nicht ko­tier­ten Fonds oder bei An­sprü­chen von An­la­ge­grup­pen ist auf den je­wei­li­gen Net­to-In­ven­tar­wert ab­zu­stel­len.26

3 Die Ge­schäfts­füh­rung er­stellt einen Be­richt, in dem die Sachein­la­gen der An­le­ger ein­zeln mit ih­rem Markt­wert am Stich­tag der Über­tra­gung so­wie die da­für aus­ge­ge­be­nen An­sprü­che auf­ge­führt wer­den.

23 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2019, in Kraft seit 1. Aug. 2019 (AS 2019 2221).

24 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2019, in Kraft seit 1. Aug. 2019 (AS 2019 2221).

25 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2019, in Kraft seit 1. Aug. 2019 (AS 2019 2221).

26 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2019, in Kraft seit 1. Aug. 2019 (AS 2019 2221).

Art. 21 Beschränkung der Ausgabe und Rücknahme von Ansprüchen  

(Art. 53k Bst. e BVG)

1 Sta­tu­ten oder Re­gle­ment kön­nen vor­se­hen, dass der Stif­tungs­rat oder ge­schäfts­füh­ren­de Drit­te die Aus­ga­be von An­sprü­chen im In­ter­es­se der in ei­ner An­la­ge­grup­pe in­ves­tier­ten An­le­ger vor­über­ge­hend ein­stel­len kön­nen.

2 Sie kön­nen vor­se­hen, dass An­la­ge­grup­pen mit we­nig li­qui­den An­la­gen bei de­ren Bil­dung vom Stif­tungs­rat be­fris­tet und für Rück­nah­men ge­schlos­sen wer­den kön­nen. Für An­la­ge­grup­pen nach Ar­ti­kel 28 Ab­satz 3 müs­sen sie die Schlies­sung für Rück­nah­men vor­schrei­ben.

3 Sie dür­fen bei ge­schlos­se­nen An­la­ge­grup­pen nach Ab­satz 2 die Aus­ga­be von An­sprü­chen nach der Bil­dung der An­la­ge­grup­pe le­dig­lich bei Ab­ruf be­ste­hen­der Ka­pi­tal­zu­sa­gen zu­las­sen.

4 Sie kön­nen vor­se­hen, dass der Stif­tungs­rat bei Bil­dung ei­ner An­la­ge­grup­pe in be­grün­de­ten Fäl­len ei­ne Hal­te­frist von höchs­tens fünf Jah­ren fest­le­gen kann.

5 Sie kön­nen dem Stif­tungs­rat oder ge­schäfts­füh­ren­den Drit­ten die Be­fug­nis ein­räu­men, un­ter aus­ser­or­dent­li­chen Um­stän­den, ins­be­son­de­re bei Li­qui­di­täts­eng­päs­sen auf­grund schwer li­qui­dier­ba­rer An­la­gen, die Rück­nah­me von An­sprü­chen al­ler oder ein­zel­ner An­la­ge­grup­pen bis zu zwei Jah­re auf­zu­schie­ben.

6 Wird die Rück­nah­me auf­ge­scho­ben, so muss die Ge­schäfts­füh­rung dies den be­trof­fe­nen An­le­gern um­ge­hend mit­tei­len. Bei der Fest­set­zung des Rück­nah­me­prei­ses ist auf das am En­de der Auf­schub­frist gül­ti­ge Net­to­ver­mö­gen der An­la­ge­grup­pen ab­zu­stel­len. Die Auf­sichts­be­hör­de kann in be­grün­de­ten Fäl­len Aus­nah­men zu­las­sen.

9. Abschnitt: Stammvermögen

Art. 22 Verwendungszweck  

(Art. 53k Bst. b BVG)

1 Die Stif­tung kann ihr Stamm­ver­mö­gen als Be­triebs­ka­pi­tal, zur An­la­ge und zur Be­glei­chung der Li­qui­da­ti­ons­kos­ten ver­wen­den.

2 Nach der Auf­bau­pha­se, spä­tes­tens aber drei Jah­re nach der Grün­dung, ist die Ver­wen­dung als Be­triebs­ka­pi­tal nur noch so weit zu­läs­sig, als da­durch der Be­trag des Stamm­ver­mö­gens das bei der Grün­dung er­for­der­li­che Wid­mungs­ver­mö­gen nicht un­ter­schrei­tet.

Art. 23 Anlagen im Stammvermögen  

(Art. 53k Bst. b und d BVG)

1 So­weit die Ar­ti­kel 24 und 25 kei­ne be­son­de­ren Re­ge­lun­gen ent­hal­ten, gel­ten für die An­la­ge des Stamm­ver­mö­gens die Ar­ti­kel 49a und 53–56a BVV 227.

2 Zu­läs­sig ist auch die un­be­schränk­te Ein­la­ge bei ei­ner Bank nach Ar­ti­kel 1 Ab­satz 1 BankG28 oder ei­ner Zweignie­der­las­sung ei­ner aus­län­di­schen Bank nach Ar­ti­kel 2 Ab­satz 1 Buch­sta­be a BankG.29

27 SR 831.441.1

28 SR 952.0

29 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2019, in Kraft seit 1. Aug. 2019 (AS 2019 2221).

Art. 24 Tochtergesellschaften im Stammvermögen  

(Art. 53k Bst. b‒d BVG)

1 Toch­ter­ge­sell­schaf­ten im Stamm­ver­mö­gen sind Un­ter­neh­men, wel­che die Stif­tung durch Al­lein­ei­gen­tum be­herrscht.

2 Ei­ne Toch­ter­ge­sell­schaft im Stamm­ver­mö­gen muss fol­gen­de Be­din­gun­gen er­fül­len:

a.30
Sie ist ei­ne Ak­ti­en­ge­sell­schaft oder Ge­sell­schaft mit be­schränk­ter Haf­tung mit Sitz in der Schweiz; sie kann ih­ren Sitz nur dann im Aus­land ha­ben, wenn dies im In­ter­es­se der An­le­ger liegt.
b.
Der Er­werb oder die Grün­dung der Ge­sell­schaft be­darf der Zu­stim­mung der An­le­ger­ver­samm­lung der Stif­tung.
c.
Der Um­satz der Toch­ter­ge­sell­schaft ent­fällt zu min­des­tens zwei Drit­teln auf die Be­wirt­schaf­tung und Ver­wal­tung des Stif­tungs­ver­mö­gens.
d.
Zwi­schen der Stif­tung und der Toch­ter­ge­sell­schaft be­steht ein schrift­li­cher Ver­trag im Sin­ne von Ar­ti­kel 7.
e.
Der Stif­tungs­rat sorgt da­für, dass die Ge­schäfts­füh­rung der Toch­ter­ge­sell­schaft aus­rei­chend kon­trol­liert wird.
f.
Die Toch­ter­ge­sell­schaft selbst hält kei­ne Be­tei­li­gun­gen.
g.
Die Toch­ter­ge­sell­schaft be­schränkt ih­re Tä­tig­keit auf die Ver­wal­tung von Vor­sor­ge­gel­dern.

3 Die Stif­tung sorgt da­für, dass die Auf­sichts­be­hör­de von der Toch­ter­ge­sell­schaft je­der­zeit Aus­kunft oder die Her­aus­ga­be sach­dien­li­cher Un­ter­la­gen ver­lan­gen kann.

30 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2019, in Kraft seit 1. Aug. 2019 (AS 2019 2221).

Art. 25 Beteiligungen im Stammvermögen  

(Art. 53k Bst. b‒d BVG)

1 Meh­re­re Stif­tun­gen kön­nen sich ge­mein­sam an ei­ner nicht ko­tier­ten schwei­ze­ri­schen Ak­ti­en­ge­sell­schaft be­tei­li­gen, so­fern sie da­durch das voll­stän­di­ge Ak­ti­en­ka­pi­tal hal­ten.31

2 Ei­ner be­tei­lig­ten Stif­tung muss auf Ver­lan­gen ei­ne Ver­tre­tung im Ver­wal­tungs­rat ge­währt wer­den.

3 Im Üb­ri­gen gilt Ar­ti­kel 24 Ab­sät­ze 2 und 3 sinn­ge­mä­ss.

31 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2019, in Kraft seit 1. Aug. 2019 (AS 2019 2221).

10. Abschnitt: Anlagevermögen

Art. 26 Allgemeine Bestimmungen  

(Art. 53k Bst. d BVG)

1 So­weit die­se Ver­ord­nung kei­ne be­son­de­ren Re­ge­lun­gen ent­hält, gel­ten die Ar­ti­kel 49–56a BVV 232, aus­ge­nom­men Ar­ti­kel 50 Ab­sät­ze 2 und 4, für das An­la­ge­ver­mö­gen sinn­ge­mä­ss.33

2 Für al­le An­la­ge­grup­pen gilt der Grund­satz an­ge­mes­se­ner Ri­si­ko­ver­tei­lung im Rah­men ih­rer Fo­kus­sie­rung.

3 Das Ge­gen­par­tei­ri­si­ko bei For­de­run­gen ei­ner An­la­ge­grup­pe ist auf 10 Pro­zent des Ver­mö­gens pro Schuld­ner zu be­schrän­ken. Ab­wei­chun­gen sind mög­lich bei For­de­run­gen ge­gen­über der Eid­ge­nos­sen­schaft und schwei­ze­ri­schen Pfand­brie­f­in­sti­tu­ten.34

4 An­la­ge­grup­pen, die Nach­schuss­pflich­ten aus­lö­sen kön­nen, sind ver­bo­ten.35

5 Die Stif­tung ach­tet bei je­der An­la­ge­grup­pe auf ein an­ge­mes­se­nes Li­qui­di­täts­ma­na­ge­ment.

6 In­ner­halb der An­la­ge­grup­pe und der von ihr ge­hal­te­nen Kol­lek­ti­v­an­la­gen sind le­dig­lich tech­nisch be­ding­te, kurz­fris­ti­ge Kre­dit­auf­nah­men zu­läs­sig.

7 Von den An­la­ge­richt­li­ni­en darf nur im Ein­zel­fall und be­fris­tet ab­ge­wi­chen wer­den, wenn das In­ter­es­se der An­le­ger ei­ne Ab­wei­chung drin­gend er­for­dert und der Prä­si­dent oder die Prä­si­den­tin des Stif­tungs­rats der Ab­wei­chung zu­stimmt. Die Ab­wei­chun­gen sind im An­hang der Jah­res­rech­nung of­fen­zu­le­gen und zu be­grün­den.

8 Ab­wei­chun­gen von Fa­ch­emp­feh­lun­gen der Auf­sichts­be­hör­de zu den An­la­gen im An­la­ge­ver­mö­gen müs­sen im Pro­spekt der An­la­ge­grup­pe oder, wo ein sol­cher fehlt, im An­hang der Jah­res­rech­nung auf­ge­führt wer­den.

9 Die Auf­sichts­be­hör­de kann in be­grün­de­ten Ein­zel­fäl­len Ab­wei­chun­gen von den Vor­schrif­ten die­ses Ab­schnitts zu­las­sen und mit Auf­la­gen ver­bin­den.

32 SR 831.441.1

33 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2019, in Kraft seit 1. Aug. 2019 (AS 2019 2221).

34 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2019, in Kraft seit 1. Aug. 2019 (AS 2019 2221).

35 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2019, in Kraft seit 1. Aug. 2019 (AS 2019 2221).

Art. 26a Überschreitung der Begrenzungen einzelner Schuldner und einzelner Gesellschaftsbeteiligungen 36  

(Art. 53k Bst. d BVG)

1 Die Be­gren­zun­gen von For­de­run­gen ge­gen­über ein­zel­nen Schuld­nern und von ein­zel­nen Ge­sell­schafts­be­tei­li­gun­gen nach den Ar­ti­keln 54 und 54a BVV 237 dür­fen von An­la­ge­grup­pen über­schrit­ten wer­den, wenn die­se:

a.
auf ei­ner Stra­te­gie be­ru­hen, die auf einen ge­bräuch­li­chen In­dex aus­ge­rich­tet ist; die An­la­ge­richt­li­ni­en müs­sen den In­dex und die ma­xi­ma­le pro­zen­tua­le Ab­wei­chung vom In­dex nen­nen; oder
b.
ge­stützt auf ih­re An­la­ge­richt­li­ni­en das Ge­gen­par­tei­ri­si­ko auf höchs­tens 20 Pro­zent des Ver­mö­gens pro Ge­gen­par­tei be­schrän­ken und das Ver­mö­gen auf min­des­tens zwölf Ge­gen­par­tei­en ver­tei­len; die An­la­ge­grup­pe muss die Ver­mö­gensan­tei­le pro Ge­gen­par­tei min­des­tens ein­mal pro Quar­tal in­ner­halb ei­nes Mo­nats nach Quar­tal­sen­de ver­öf­fent­li­chen.

2 Die Stif­tung muss Über­schrei­tun­gen der Be­gren­zun­gen nach den Ar­ti­keln 54 und 54a BVV 2 durch die­se An­la­ge­grup­pen min­des­tens ein­mal pro Quar­tal ver­öf­fent­li­chen.

3 Das Eid­ge­nös­si­sche De­par­te­ment des In­nern kann die An­for­de­run­gen nach den Ab­sät­zen 1 und 2 nä­her um­schrei­ben.

36 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2019, in Kraft seit 1. Aug. 2019 (AS 2019 2221).

37 SR 831.441.1

Art. 27 Immobilien-Anlagegruppen  

(Art. 53k Bst. d BVG)

1 Fol­gen­de An­la­gen von Im­mo­bi­li­en-An­la­ge­grup­pen sind nur un­ter nach­fol­gen­den Be­din­gun­gen zu­läs­sig:

a.
un­be­bau­te Grund­stücke, so­fern sie er­schlos­sen sind und die Vor­aus­set­zun­gen für ei­ne um­ge­hen­de Über­bau­ung er­fül­len;
b.
Grund­stücke in Mit­ei­gen­tum oh­ne Mehr­heit der Mit­ei­gen­tumsan­tei­le und Stim­men, so­fern de­ren Ver­kehrs­wert ge­samt­haft höchs­tens 30 Pro­zent des Ver­mö­gens der An­la­ge­grup­pe be­trägt;
c.
kol­lek­ti­ve An­la­gen, so­fern de­ren Zweck aus­sch­liess­lich dem Er­werb, dem Ver­kauf, der Über­bau­ung, der Ver­mie­tung oder der Ver­pach­tung von ei­ge­nen Grund­stücken dient;
d.
Grund­stücke im Aus­land in bau­recht­s­ähn­li­cher Form, so­fern sie über­trag­bar und re­gis­trier­bar sind.

2 So­weit es der An­la­ge­fo­kus der An­la­ge­grup­pe zu­lässt, sind die An­la­gen an­ge­mes­sen nach Re­gio­nen, La­gen und Nut­zungs­ar­ten zu ver­tei­len.

3 Bau­land, an­ge­fan­ge­ne Bau­ten und sa­nie­rungs­be­dürf­ti­ge Ob­jek­te dür­fen ge­samt­haft höchs­tens 30 Pro­zent des Ver­mö­gens ei­ner An­la­ge­grup­pe be­tra­gen. Aus­ge­nom­men sind An­la­ge­grup­pen, die aus­sch­liess­lich in Bau­pro­jek­te in­ves­tie­ren; die­se kön­nen fer­tig­ge­stell­te Ob­jek­te be­hal­ten.38

4 Der Ver­kehrs­wert ei­nes Grund­stücks darf höchs­tens 15 Pro­zent des Ver­mö­gens der An­la­ge­grup­pe be­tra­gen. Sied­lun­gen, die nach den glei­chen bau­li­chen Grund­sät­zen er­stellt wor­den sind, so­wie an­ein­an­der­gren­zen­de Par­zel­len gel­ten als ein ein­zi­ges Grund­stück.

5 Die Be­leh­nung von Grund­stücken ist zu­läs­sig. Die Be­leh­nungs­quo­te darf je­doch im Durch­schnitt al­ler Grund­stücke, die von ei­ner An­la­ge­grup­pe di­rekt, über Toch­ter­ge­sell­schaf­ten nach Ar­ti­kel 33 oder in kol­lek­ti­ven An­la­gen ge­hal­ten wer­den, ein Drit­tel des Ver­kehrs­werts der Grund­stücke nicht über­schrei­ten.39

6 Die Be­leh­nungs­quo­te kann aus­nahms­wei­se und vor­über­ge­hend auf 50 Pro­zent er­höht wer­den, wenn dies:

a.
im Re­gle­ment oder in pu­bli­zier­ten Spe­zi­al­re­gle­men­ten vor­ge­se­hen ist;
b.
zur Wah­rung der Li­qui­di­tät er­for­der­lich ist; und
c.
im In­ter­es­se der An­le­ge­rin­nen und An­le­ger liegt.40

7 Der Wert der kol­lek­ti­ven An­la­gen, die ei­ne Be­leh­nungs­quo­te von 50 Pro­zent über­schrei­ten, darf höchs­tens 20 Pro­zent des Ver­mö­gens der An­la­ge­grup­pe be­tra­gen.41

38 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2019, in Kraft seit 1. Aug. 2019 (AS 2019 2221).

39 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II der V vom 6. Ju­ni 2014, in Kraft seit 1. Ju­li 2014 (AS 20141585).

40 Ein­ge­fügt durch Ziff. II der V vom 6. Ju­ni 2014, in Kraft seit 1. Ju­li 2014 (AS 20141585).

41 Ein­ge­fügt durch Ziff. II der V vom 6. Ju­ni 2014, in Kraft seit 1. Ju­li 2014 (AS 20141585).

Art. 28 Anlagegruppen im Bereich alternativer Anlagen  

(Art. 53k Bst. d BVG)

1 An­la­ge­grup­pen im Be­reich al­ter­na­ti­ver An­la­gen müs­sen mit­tels kol­lek­ti­ver An­la­gen in­ves­tie­ren. Aus­nah­men sind zu­läs­sig bei der An­la­ge:

a.
in Pri­va­te Equi­ty;
b.
in Roh­stof­fen;
c.
in Ins­uran­ce Lin­ked Se­cu­ri­ties;
d.
zur Li­qui­di­täts­hal­tung;
e.42
in In­fra­struk­tur;
f.43
in For­de­run­gen nach Ar­ti­kel 53 Ab­satz 3 BVV 244.

2 Die Auf­sichts­be­hör­de kann in be­grün­de­ten Fäl­len wei­te­re Aus­nah­men zu­las­sen, na­ment­lich Ma­na­ged Ac­counts.

3 Pri­va­te Equi­ty-An­la­ge­grup­pen, de­ren Di­ver­si­fi­ka­ti­on sich über ei­ne ge­wis­se Lauf­zeit ver­teilt, sind nur zu­läs­sig, so­fern sie auf ei­ne be­stimm­te Zeit­dau­er an­ge­legt und ge­schlos­sen sind.

4 Ziel­fonds ei­ner An­la­ge­grup­pe im Hed­ge-Funds-Be­reich oder im In­fra­struk­tur-Be­reich kön­nen Fremd­ka­pi­tal auf­neh­men, so­fern sie kei­ne Dach­fonds sind. Bei An­la­ge­grup­pen im In­fra­struk­tur-Be­reich dür­fen der Fremd­ka­pi­talan­teil des über Ziel­fonds ge­hal­te­nen Ka­pi­tals ma­xi­mal 40 Pro­zent des Ver­mö­gens der An­la­ge­grup­pe und der Fremd­ka­pi­talan­teil pro Ziel­fonds ma­xi­mal 60 Pro­zent be­tra­gen.45

42 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2019, in Kraft seit 1. Aug. 2019 (AS 2019 2221).

43 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2019, in Kraft seit 1. Aug. 2019 (AS 2019 2221).

44 SR 831.441.1

45 Fas­sung des zwei­ten Sat­zes ge­mä­ss Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2019, in Kraft seit 1. Aug. 2019 (AS 2019 2221).

Art. 29 Gemischte Anlagegruppen  

(Art. 53k Bst. d BVG)

1 Für ge­misch­te An­la­ge­grup­pen gel­ten fol­gen­de Grund­sät­ze:46

a.
Ob­li­ga­tio­nen sind an­ge­mes­sen nach Bran­chen, Re­gio­nen und Lauf­zei­ten zu ver­tei­len;
b.
Ak­ti­en sind an­ge­mes­sen nach Bran­chen und Re­gio­nen zu ver­tei­len;
c.
Im­mo­bi­li­en­an­la­gen sind an­ge­mes­sen nach Re­gio­nen und Nut­zungs­ar­ten zu ver­tei­len; sie kön­nen sich auf die Schweiz und Wohn­lie­gen­schaf­ten be­schrän­ken;
d.47
Wer­den die Be­gren­zun­gen von For­de­run­gen ge­gen­über ein­zel­nen Schuld­nern und von Be­tei­li­gun­gen an ein­zel­nen Ge­sell­schaf­ten über­schrit­ten (Art. 26a), so muss:
1.
die Über­schrei­tung aus­drück­lich aus dem Na­men oder Na­mens­zu­satz der An­la­ge­grup­pe her­vor­ge­hen;
2.
in den An­la­ge­richt­li­ni­en fest­ge­legt wer­den, wel­che Be­gren­zun­gen in wel­chem Aus­mass über­schrit­ten wer­den dür­fen; und
3.
aus den re­gel­mäs­si­gen Pu­bli­ka­tio­nen und dem Jah­res­be­richt er­sicht­lich wer­den, wel­che Be­gren­zun­gen in wel­chem Aus­mass über­schrit­ten wer­den;
e.48
Die Be­gren­zun­gen nach Ar­ti­kel 55 BVV 2 dür­fen über­schrit­ten wer­den, wenn die Be­din­gun­gen nach Buch­sta­be d ein­ge­hal­ten wer­den und der An­teil al­ter­na­ti­ver An­la­gen nicht mehr als 25 Pro­zent des Ver­mö­gens der An­la­ge­grup­pe be­trägt.

2 Für Im­mo­bi­li­en­an­la­gen ist Ar­ti­kel 27 sinn­ge­mä­ss an­wend­bar.

3 Al­ter­na­ti­ve An­la­gen sind zu­läs­sig mit­tels:

a.
An­la­ge­grup­pen nach Ar­ti­kel 28; oder
b.
kol­lek­ti­ven An­la­gen, die der Auf­sicht der FIN­MA oder ei­ner gleich­wer­ti­gen aus­län­di­schen Auf­sichts­be­hör­de un­ter­ste­hen oder von der FIN­MA in der Schweiz zum Ver­trieb zu­ge­las­sen sind;
c.
Zer­ti­fi­ka­ten und struk­tu­rier­ten Pro­duk­ten, so­fern sie auf einen brei­ten In­dex im Be­reich al­ter­na­ti­ver An­la­gen aus­ge­rich­tet sind.

46 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2019, in Kraft seit 1. Aug. 2019 (AS 2019 2221).

47 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2019, in Kraft seit 1. Aug. 2019 (AS 2019 2221).

48 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2019, in Kraft seit 1. Aug. 2019 (AS 2019 2221).

Art. 30 Kollektive Anlagen  

(Art. 53k Bst. d BVG)

1 An­la­ge­ver­mö­gen darf nur in an­ge­mes­sen di­ver­si­fi­zier­ten kol­lek­ti­ven An­la­gen nach Ar­ti­kel 56 Ab­satz 2 BVV 249 mit aus­rei­chen­der In­for­ma­ti­ons- und Aus­kunfts­pflicht an­ge­legt wer­den. Die Auf­sichts­be­hör­de kann in be­grün­de­ten Ein­zel­fäl­len bei An­la­ge­grup­pen in den Be­rei­chen Aus­lan­dim­mo­bi­li­en, In­fra­struk­tu­ren, Pri­va­te Debt Schweiz, Pri­va­te Equi­ty Schweiz oder al­ter­na­ti­ve An­la­gen Ab­wei­chun­gen nach Ar­ti­kel 26 Ab­satz 9 zu­las­sen.50

2 Un­zu­läs­sig sind kol­lek­ti­ve An­la­gen, die für die An­le­ger Nach­schuss- oder Si­cher­stel­lungs­pflich­ten be­din­gen.

3 Der An­teil ei­ner kol­lek­ti­ven An­la­ge ist auf höchs­tens 20 Pro­zent des Ver­mö­gens der An­la­ge­grup­pe zu be­schrän­ken, so­fern die kol­lek­ti­ve An­la­ge nicht:

a.
der Auf­sicht der FIN­MA un­ter­steht oder von ihr in der Schweiz zum Ver­trieb zu­ge­las­sen ist;
b.
von schwei­ze­ri­schen An­la­ge­stif­tun­gen auf­ge­legt wur­de.

3bis Der An­teil ei­ner aus­län­di­schen kol­lek­ti­ven An­la­ge kann mehr als 20 Pro­zent des Ver­mö­gens der An­la­ge­grup­pe be­tra­gen, so­fern die­se An­la­ge von ei­ner aus­län­di­schen Auf­sichts­be­hör­de zu­ge­las­sen ist, mit wel­cher die FIN­MA ei­ne Ver­ein­ba­rung nach Ar­ti­kel 120 Ab­satz 2 Buch­sta­be e des Kol­lek­ti­v­an­la­gen­ge­set­zes vom 23. Ju­ni 200651 ab­ge­schlos­sen hat.52

4 Die An­la­ge in kol­lek­ti­ven An­la­gen darf die Ein­hal­tung der An­la­ge­richt­li­ni­en und die Wah­rung der Füh­rungs­ver­ant­wor­tung nicht be­ein­träch­ti­gen.

49 SR 831.441.1

50 Fas­sung des zwei­ten Sat­zes ge­mä­ss Ziff. I der V vom 17. Nov. 2022, in Kraft seit 1. Jan. 2022 (AS 2021 793).

51 SR 951.31

52 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2019, in Kraft seit 1. Aug. 2019 (AS 2019 2221).

Art. 31 Effektenleihe und Pensionsgeschäfte  

(Art. 53k Bst. d BVG)

1 Für die Ef­fek­ten­lei­he und Pen­si­ons­ge­schäf­te gel­ten das Kol­lek­ti­v­an­la­gen­ge­setz vom 23. Ju­ni 200653 und sei­ne Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen sinn­ge­mä­ss. Die Be­schrän­kung nach Ar­ti­kel 26 Ab­satz 4 ist nicht an­wend­bar.

2 Pen­si­ons­ge­schäf­te, bei de­nen ei­ne An­la­ge­stif­tung als Pen­si­ons­ge­be­rin han­delt, sind un­zu­läs­sig.

Art. 32 Tochtergesellschaften im Anlagevermögen  

(Art. 53k Bst. c und d BVG)

1 Toch­ter­ge­sell­schaf­ten im An­la­ge­ver­mö­gen sind Un­ter­neh­men mit An­la­ge­cha­rak­ter, wel­che die Stif­tung durch Ka­pi­tal- und Stim­men­mehr­heit oder durch Al­lein­ei­gen­tum be­herrscht.

2 Sie sind nur zu­läs­sig bei:

a.
Im­mo­bi­li­en-An­la­ge­grup­pen;
abis.54
In­fra­struk­tur-An­la­ge­grup­pen;
b.55
An­la­ge­grup­pen in den Be­rei­chen Pri­va­te Debt Schweiz, Pri­va­te Equi­ty Schweiz oder al­ter­na­ti­ve An­la­gen, so­fern die Not­wen­dig­keit ei­ner Toch­ter­ge­sell­schaft mit An­la­ge­cha­rak­ter im Rah­men des Vor­prü­fungs­ver­fah­rens schlüs­sig dar­ge­legt wird.

3 Die An­la­ge­richt­li­ni­en re­geln die Zu­läs­sig­keit und Be­schrän­kun­gen sol­cher Be­tei­li­gun­gen.

4 Bei Im­mo­bi­li­en-An­la­ge­grup­pen mit Aus­lan­dim­mo­bi­li­en kann die Auf­sichts­be­hör­de ne­ben Ob­jekt­ge­sell­schaf­ten auch Hol­ding­ge­sell­schaf­ten als Toch­ter­ge­sell­schaf­ten zu­las­sen, so­fern dies im In­ter­es­se der An­le­ger ist.

54 Ein­ge­fügt durch Ziff. I 4 der V vom 26. Aug. 2020 über Än­de­run­gen in der be­ruf­li­chen Vor­sor­ge, in Kraft seit 1. Okt. 2020 (AS 2020 3755).

55 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 17. Nov. 2022, in Kraft seit 1. Jan. 2022 (AS 2021 793).

Art. 33 Tochtergesellschaften von Immobilien-Anlagegruppen  

(Art. 53k Bst. c und d BVG)

1 Der Zweck von Ob­jekt­ge­sell­schaf­ten darf ein­zig im Er­werb, im Ver­kauf, in der Ver­mie­tung oder der Ver­pach­tung ei­ge­ner Grund­stücke be­ste­hen.

2 Toch­ter­ge­sell­schaf­ten von Im­mo­bi­li­en-An­la­ge­grup­pen müs­sen im Al­lein­ei­gen­tum der Stif­tung ste­hen, Toch­ter­ge­sell­schaf­ten von Hol­ding­ge­sell­schaf­ten in de­ren Al­lein­ei­gen­tum.

3 So­fern die aus­län­di­sche Ge­setz­ge­bung Al­lein­ei­gen­tum an ei­ner Ob­jekt­ge­sell­schaft ver­un­mög­licht oder Al­lein­ei­gen­tum an Ob­jekt­ge­sell­schaf­ten er­heb­li­che wirt­schaft­li­che Nach­tei­le zur Fol­ge hät­te, sind Ab­wei­chun­gen von Ab­satz 2 zu­läs­sig. Der An­teil von nicht im Al­lein­ei­gen­tum ge­hal­te­nen Ob­jekt­ge­sell­schaf­ten darf in der Re­gel höchs­tens 50 Pro­zent des Ver­mö­gens der An­la­ge­grup­pe be­tra­gen.

4 Die An­la­ge­grup­pe oder ih­re Hol­ding­ge­sell­schaf­ten kön­nen ih­ren Toch­ter­ge­sell­schaf­ten Dar­le­hen ge­wäh­ren.

5 Sie kön­nen für ih­re Toch­ter­ge­sell­schaf­ten Ga­ran­ti­en ab­ge­ben oder Bürg­schaf­ten ein­ge­hen. Die Ga­ran­ti­en und Bürg­schaf­ten dür­fen ge­samt­haft ent­we­der die Hö­he der li­qui­den Mit­tel der An­la­ge­grup­pe oder 5 Pro­zent des Ver­mö­gens der An­la­ge­grup­pe nicht über­schrei­ten und nur für kurz­fris­ti­ge Fi­nan­zie­rungs­zu­sa­gen oder Über­brückungs­fi­nan­zie­run­gen ab­ge­ge­ben wer­den.

6 In die Be­ur­tei­lung, ob die Ar­ti­kel 26 und 27 so­wie die An­la­ge­richt­li­ni­en ein­ge­hal­ten wer­den, sind die in den Toch­ter­ge­sell­schaf­ten ge­hal­te­nen An­la­gen ein­zu­be­zie­hen.

Art. 34 Kapitalzusagen der Stiftung  

(Art. 53k Bst. d BVG)

Ka­pi­tal­zu­sa­gen der Stif­tung müs­sen je­der­zeit durch ver­bind­li­che Ka­pi­tal­zu­sa­gen von An­le­gern oder durch li­qui­de Mit­tel ge­deckt sein.

11. Abschnitt: Information und Auskunft

Art. 35 Information  

(Art. 53k Bst. e und 62 Abs. 1 Bst. b BVG)

1 Je­dem An­le­ger sind bei der Auf­nah­me in die Stif­tung die mass­ge­bli­chen Stif­tungs­sat­zun­gen zu über­ge­ben. Än­de­run­gen der Sat­zun­gen sind ihm in ge­eig­ne­ter Wei­se mit­zu­tei­len.

2 Die Stif­tung ver­öf­fent­licht in­ner­halb von vier Mo­na­ten nach Ab­schluss des Ge­schäfts­jah­res einen Jah­res­be­richt, der zu­min­dest die fol­gen­den An­ga­ben ent­hält:

a.
Or­ga­ne der Stif­tung;
b.56
Na­men und Funk­tio­nen der Ex­per­tin­nen und Ex­per­ten, ein­sch­liess­lich der Schät­zungs­ex­per­tin­nen und -ex­per­ten (Art. 11), der An­la­ge­be­ra­te­rin­nen und -be­ra­ter so­wie der Ver­mö­gens­ver­wal­te­rin­nen und Ver­mö­gens­ver­wal­ter;
c.
Jah­res­rech­nung nach den Ar­ti­keln 38–41;
d.
Be­richt der Re­vi­si­ons­stel­le;
e.
An­zahl der aus­ge­ge­be­nen An­sprü­che pro An­la­ge­grup­pe;
f.
wich­ti­ge Er­eig­nis­se, Ge­schäf­te und Be­schlüs­se der Stif­tung und der Toch­ter­ge­sell­schaf­ten;
g.
Hin­wei­se auf Pro­spek­te;
h.57
Über­schrei­tun­gen der Be­gren­zun­gen von For­de­run­gen ge­gen­über ein­zel­nen Schuld­nern und von ein­zel­nen Ge­sell­schafts­be­tei­li­gun­gen durch An­la­ge­grup­pen nach Ar­ti­kel 26a Ab­satz 1;
i.58
Über­schrei­tun­gen der Be­gren­zun­gen durch ge­misch­te An­la­ge­grup­pen nach Ar­ti­kel 29 Ab­satz 1 Buch­sta­be e.

3 Die Auf­sichts­be­hör­de kann im In­ter­es­se der An­le­ger zu­sätz­li­che An­ga­ben ver­lan­gen.

4 Aus­ser bei Im­mo­bi­li­en-An­la­ge­grup­pen sind zu­sätz­lich min­des­tens vier­tel­jähr­lich die Kenn­zah­len nach Ar­ti­kel 38 Ab­satz 7 zu ver­öf­fent­li­chen.

56 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2019, in Kraft seit 1. Aug. 2019 (AS 2019 2221).

57 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2019, in Kraft seit 1. Aug. 2019 (AS 2019 2221).

58 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2019, in Kraft seit 1. Aug. 2019 (AS 2019 2221).

Art. 36 Auskunft  

(Art. 53k Bst. e und 62 Abs. 1 Bst. b BVG)

1 Die An­le­ger kön­nen von der Stif­tung je­der­zeit Aus­kunft über die Ge­schäfts­füh­rung und Ein­sicht in das Rech­nungs­we­sen ver­lan­gen.

2 Die Aus­kunft oder die Ein­sicht kann mit Zu­stim­mung des Prä­si­den­ten oder der Prä­si­den­tin des Stif­tungs­rats ver­wei­gert wer­den, wenn sie schutz­wür­di­ge In­ter­es­sen oder Ge­schäfts­ge­heim­nis­se ge­fähr­den wür­de.

Art. 37 Publikationen und Prospektpflicht  

(Art. 53k Bst. e BVG)

1 Pu­bli­ka­tio­nen müs­sen in ge­eig­ne­ter Form ver­öf­fent­licht wer­den. Die Auf­sichts­be­hör­de kann Auf­la­gen ma­chen.

2 Bei An­la­ge­grup­pen in den Be­rei­chen Im­mo­bi­li­en, In­fra­struk­tu­ren, Pri­va­te Debt Schweiz, Pri­va­te Equi­ty Schweiz, al­ter­na­ti­ve An­la­gen oder hoch­ver­zins­li­che Ob­li­ga­tio­nen so­wie in Fäl­len nach Ar­ti­kel 21 Ab­satz 2 muss die Stif­tung einen Pro­spekt ver­öf­fent­li­chen.59 Bei neu­en An­la­ge­grup­pen muss der Pro­spekt vor der Er­öff­nung der Zeich­nungs­frist ver­öf­fent­licht wer­den. Än­de­run­gen des Pro­spekts sind eben­falls zu ver­öf­fent­li­chen.60

3 Die Auf­sichts­be­hör­de kann zum Pro­spekt Auf­la­gen ma­chen und für wei­te­re An­la­ge­grup­pen mit er­höh­ten Ri­si­ken oder ei­nem kom­ple­xen An­la­ge- oder Or­ga­ni­sa­ti­ons­kon­zept die Ver­öf­fent­li­chung ei­nes Pro­spekts an­ord­nen. Ei­ne nach­träg­li­che An­ord­nung ist in­ner­halb drei­er Mo­na­te zu be­fol­gen.

4 Pro­spek­te sind der Auf­sichts­be­hör­de nach der Ver­öf­fent­li­chung und nach je­der Än­de­rung zu­zu­stel­len, bei vor­prü­fungs­pflich­ti­gen An­la­ge­grup­pen je­weils mit den ge­neh­mi­gungs­pflich­ti­gen An­la­ge­richt­li­ni­en. Die Auf­sichts­be­hör­de kann von der An­la­ge­stif­tung je­der­zeit die Be­he­bung von Män­geln im Pro­spekt ver­lan­gen.

5 Be­steht die An­la­ge­grup­pe nur aus An­sprü­chen ei­nes An­le­gers, so ent­fällt die Pro­spekt­pflicht.

59 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 17. Nov. 2022, in Kraft seit 1. Jan. 2022 (AS 2021 793).

60 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 4 der V vom 26. Aug. 2020 über Än­de­run­gen in der be­ruf­li­chen Vor­sor­ge, in Kraft seit 1. Okt. 2020 (AS 2020 3755).

12. Abschnitt: Buchführung und Rechnungslegung

Art. 38 Allgemeine Bestimmungen  

(Art. 65a Abs. 5, 53k Bst. d und 71 Abs. 1 BVG)

1 Für die An­la­ge­stif­tun­gen gilt Ar­ti­kel 47 BVV 261 über die Ord­nungs­mäs­sig­keit der Buch­füh­rung und Rech­nungs­le­gung.

2 Für das Stamm­ver­mö­gen und für die ein­zel­nen An­la­ge­grup­pen ist ge­son­dert Buch zu füh­ren.

3 Die Auf­sichts­be­hör­de kann zur Glie­de­rung der Jah­res­rech­nung wei­te­re Vor­ga­ben ma­chen. In der Jah­res­rech­nung sind die Ver­mö­gens­rech­nung und die Er­folgs­rech­nung so­wie der An­hang als sol­che zu be­zeich­nen.

4 Bei den An­la­ge­grup­pen sind die Ver­än­de­run­gen des Net­to-An­la­ge­ver­mö­gens wäh­rend des Ge­schäfts­jah­res und die Ver­wen­dung des Er­folgs aus­rei­chend of­fen­zu­le­gen. Das­sel­be gilt sinn­ge­mä­ss für das Stamm­ver­mö­gen.

5 Die Ver­wal­tungs­kos­ten sind in der Jah­res­rech­nung voll­stän­dig auf­zu­füh­ren. Sie sind in den Rech­nun­gen für das Stamm­ver­mö­gen und für die ein­zel­nen An­la­ge­grup­pen aus­zu­wei­sen und im An­hang zu er­läu­tern.

6 Ver­wal­tungs­kos­ten, die bei Drit­ten zu­las­ten der Stif­tung an­fal­len und von die­sen nicht di­rekt in Rech­nung ge­stellt wer­den, sind im An­hang auf­zu­füh­ren. Las­sen sich sol­che Kos­ten nicht be­zif­fern, so ist der An­teil des bei den Drit­ten ver­wal­te­ten Ver­mö­gens am Stamm­ver­mö­gen oder an der An­la­ge­grup­pe im An­hang zu nen­nen.

7 Die An­la­ge­stif­tun­gen wei­sen im Jah­res­be­richt für je­de An­la­ge­grup­pe Kenn­zah­len zu den Kos­ten, den Ren­di­ten und den Ri­si­ken aus. Die Auf­sichts­be­hör­de gibt die mass­ge­bli­chen Kenn­zah­len vor. Sie kann in be­grün­de­ten Fäl­len von der Pu­bli­ka­ti­ons­pflicht ab­se­hen.

8 Die Auf­sichts­be­hör­de kann ei­ner An­la­ge­stif­tung im In­ter­es­se der An­le­ger, un­ab­hän­gig von den Vor­ga­ben nach Ar­ti­kel 47 BVV 2, zu­sätz­li­che Pu­bli­ka­ti­ons­auf­la­gen für den An­hang ma­chen.

Art. 39 Tochtergesellschaften und Beteiligungen  

(Art. 53k Bst. d, 65a Abs. 5 und 71 Abs. 1 BVG)

Toch­ter­ge­sell­schaf­ten im Stamm­ver­mö­gen, Be­tei­li­gun­gen im Stamm­ver­mö­gen nach Ar­ti­kel 25 und Toch­ter­ge­sell­schaf­ten von An­la­ge­grup­pen sind in der Jah­res­rech­nung je­weils bei die­sen Ver­mö­gen zu kon­so­li­die­ren. Die Auf­sichts­be­hör­de kann da­zu Auf­la­gen ma­chen und der Stif­tung auf­tra­gen, die Jah­res­rech­nung und den Re­vi­si­ons­stel­len­be­richt zu den Toch­ter­ge­sell­schaf­ten und Be­tei­li­gun­gen mit den or­dent­li­chen Be­richt­er­stat­tungs­un­ter­la­gen zu­zu­stel­len.

Art. 40 Rückerstattungen, Vertriebs- und Betreuungsentschädigungen  

(Art. 53k Bst. d, 65a Abs. 5 und 71 Abs. 1 BVG)

1 Rück­er­stat­tun­gen so­wie Ver­triebs- und Be­treu­ungs­ent­schä­di­gun­gen sind so­weit mög­lich in der Er­folgs­rech­nung der be­tref­fen­den An­la­ge­grup­pen, an­dern­falls im An­hang der Jah­res­rech­nung aus­zu­wei­sen.

2 Sie sind im An­hang der Jah­res­rech­nung zu er­läu­tern. Wur­den kei­ne Rück­er­stat­tun­gen oder Ent­schä­di­gun­gen er­bracht, so ist dies aus­drück­lich fest­zu­hal­ten.

3 Rück­er­stat­tun­gen an die Stif­tung sind voll­stän­dig der ent­spre­chen­den An­la­ge­grup­pe gut­zu­schrei­ben.

Art. 41 Bewertung  

(Art. 53k Bst. d, 65a Abs. 5 und 71 Abs. 1 BVG)

1 Das Net­to­ver­mö­gen ei­ner An­la­ge­grup­pe be­steht im Wert der ein­zel­nen Ak­ti­ven, zu­züg­lich all­fäl­li­ger Mar­ch­zin­sen, ver­min­dert um all­fäl­li­ge Ver­bind­lich­kei­ten. Bei Im­mo­bi­li­en­an­la­gen wer­den die bei der Ver­äus­se­rung der Grund­stücke wahr­schein­lich an­fal­len­den Steu­ern ab­ge­zo­gen.

2 Für die Be­wer­tung von Ak­ti­ven und Pas­si­ven der Stif­tun­gen ist Ar­ti­kel 48 ers­ter Satz BVV 262 an­wend­bar. Für die Be­wer­tung der An­la­gen kann die Auf­sichts­be­hör­de Kri­te­ri­en vor­ge­ben so­wie die Ar­ti­kel 84 und 85 der Kol­lek­ti­v­an­la­gen­ver­ord­nung-FIN­MA vom 27. Au­gust 201463 als mass­ge­blich er­klä­ren.64

3 Bei Di­rekt­an­la­gen in Im­mo­bi­li­en ist in den Stif­tungs­sat­zun­gen die Schät­zungs­me­tho­de vor­zu­schrei­ben. Be­wer­tun­gen von Aus­lan­dim­mo­bi­li­en sind nach an­er­kann­ten in­ter­na­tio­na­len Stan­dards vor­zu­neh­men. Die Stif­tung lässt den Ver­kehrs­wert von Grund­stücken ein­mal jähr­lich durch die Ex­per­ten und Ex­per­tin­nen nach Ar­ti­kel 11 schät­zen. Oh­ne sicht­ba­re we­sent­li­che Än­de­run­gen kann die­ser Wert für die Stich­ta­ge nach Ab­satz 6 über­nom­men wer­den. Ar­ti­kel 93 Ab­sät­ze 2 und 4 KKV65 gilt sinn­ge­mä­ss.

4 Bei Sachein­la­gen muss der Preis der Im­mo­bi­lie durch ei­ne Per­son nach Ar­ti­kel 11 Ab­satz 1 nach der in den Sat­zun­gen vor­ge­schrie­be­nen Schät­zungs­me­tho­de be­wer­tet wer­den. Die Be­wer­tung muss durch ei­ne zwei­te Per­son nach Ar­ti­kel 11 Ab­satz 3 über­prüft wer­den, die von der ers­ten Per­son und der Stif­tung un­ab­hän­gig ist. Im Üb­ri­gen gilt bei Er­werb oder Ver­äus­se­rung von Grund­stücken für die Be­wer­tung Ar­ti­kel 92 KKV sinn­ge­mä­ss.

5 Für die Be­wer­tung von Bau­vor­ha­ben gilt Ar­ti­kel 94 KKV sinn­ge­mä­ss.

6 Die Ver­mö­gens­wer­te des Stamm­ver­mö­gens und der ein­zel­nen An­la­ge­grup­pen wer­den auf die in den Sat­zun­gen vor­ge­schrie­be­nen Bi­lan­zie­rungs­stich­ta­ge, die Aus­ga­be- und Rück­nah­me­ter­mi­ne so­wie die Pu­bli­ka­ti­ons­s­tich­ta­ge hin be­wer­tet.

62 SR 831.441.1

63 SR 951.312

64 Fas­sung des zwei­ten Sat­zes ge­mä­ss Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2019, in Kraft seit 1. Aug. 2019 (AS 2019 2221).

65 SR 951.311

13. Abschnitt: Aufhebung

Art. 42 Aufhebung der Stiftung  

(Art. 53k Bst. c BVG)

1 Die Auf­he­bung der Stif­tung rich­tet sich nach den Ar­ti­keln 88 und 89 des Zi­vil­ge­setz­buchs66. Sie wird durch die Auf­sichts­be­hör­de ver­fügt.

2 Das An­la­ge­ver­mö­gen wird bei der Li­qui­da­ti­on den An­le­gern ent­spre­chend ih­ren An­sprü­chen ver­teilt.

3 Der nach Ab­zug al­ler Ver­bind­lich­kei­ten ver­blei­ben­de Li­qui­da­ti­ons­er­lös des Stamm­ver­mö­gens wird an den im Zeit­punkt der letz­ten An­le­ger­ver­samm­lung be­ste­hen­den An­le­ger­kreis ent­spre­chend dem An­teil der ein­zel­nen An­le­ger am An­la­ge­ver­mö­gen aus­ge­schüt­tet. Die Auf­sichts­be­hör­de kann bei ge­ring­fü­gi­gen Be­trä­gen ei­ne an­der­wei­ti­ge Ver­wen­dung zu­las­sen.

Art. 43 Aufhebung von Anlagegruppen  

(Art. 53k Bst. c und d BVG)

1 Bei der Auf­he­bung ei­ner An­la­ge­grup­pe ist auf die Gleich­be­hand­lung al­ler An­le­ger und de­ren früh­zei­ti­ge In­for­ma­ti­on zu ach­ten.

2 Gleich­zei­tig mit den An­le­gern ist die Auf­sichts­be­hör­de über die ge­plan­te Auf­he­bung der An­la­ge­grup­pe zu in­for­mie­ren.

14. Abschnitt: Schlussbestimmungen

Art. 44 Übergangsbestimmung  

Be­ste­hen­de An­la­ge­stif­tun­gen müs­sen ih­re Stif­tungs­sat­zun­gen bis zum 31. De­zem­ber 2013 an die­se Ver­ord­nung an­pas­sen.

Art. 44a Übergangsbestimmungen zur Änderung vom
6. Juni 2014
67  

1 Be­ste­hen­de An­la­ge­stif­tun­gen müs­sen die An­la­ge des Ver­mö­gens so­wie ih­re Stif­tungs­sat­zun­gen bis zum 31. De­zem­ber 2014 der Än­de­rung vom 6. Ju­ni 2014 die­ser Ver­ord­nung an­pas­sen.

2 Die erst­ma­li­ge Prü­fung nach den neu­en Be­stim­mun­gen er­folgt für das Rech­nungs­jahr 2015.

67 Ein­ge­fügt durch Ziff. II der V vom 6. Ju­ni 2014, in Kraft seit 1. Ju­li 2014 (AS 20141585).

Art. 44b Übergangsbestimmungen zur Änderung vom
21. Juni 2019
68  

1 Be­ste­hen­de An­la­ge­stif­tun­gen müs­sen ih­re Stif­tungs­sat­zun­gen in­ner­halb von zwei Jah­ren ab In­kraft­tre­ten der Än­de­rung vom 21. Ju­ni 2019 an die ge­än­der­ten Be­stim­mun­gen an­pas­sen.

2 Für die Zu­sam­men­set­zung und Wahl des Stif­tungs­rats nach Ar­ti­kel 5 und die Ver­mei­dung von In­ter­es­sen­kon­flik­ten und Rechts­ge­schäf­ten mit Na­he­ste­hen­den nach Ar­ti­kel 8 Ab­sät­ze 2 und 4 wird ei­ne Über­gangs­frist von zwei Jah­ren ge­währt.

68 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2019, in Kraft seit 1. Aug. 2019 (AS 2019 2221).

Art. 45 Inkrafttreten  

Die­se Ver­ord­nung tritt am 1. Ja­nu­ar 2012 in Kraft.

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