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1a. Kapitel: Finanzierung 192

192 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 25. Sept. 2015 (Unfallversicherung und Unfall­verhütung), in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4375; BBl 20085395, 2014 7911).

Art. 90 Finanzierung der kurzfristigen Leistungen und der Renten 193  

1 Die Ver­si­che­rer wen­den zur Fi­nan­zie­rung der Tag­gel­der, der Kos­ten für die Heil­be­hand­lung, der üb­ri­gen kurz­fris­ti­gen Ver­si­che­rungs­leis­tun­gen und der In­va­li­den- und Hin­ter­las­se­nen­ren­ten das Be­darfs­de­ckungs­ver­fah­ren an.194

2 Sie wen­den das Ka­pi­tal­de­ckungs­ver­fah­ren zur Fi­nan­zie­rung der In­va­li­den- und Hin­ter­las­se­nen­ren­ten und der Hilflo­sen­ent­schä­di­gun­gen an, so­bald die­se fest­ge­setzt sind. Das De­ckungs­ka­pi­tal muss für die De­ckung al­ler Ren­ten­an­sprü­che oh­ne Teue­rungs­zu­la­gen aus­rei­chen.

3 Die Ver­si­che­rer bil­den Rück­stel­lun­gen zur Fi­nan­zie­rung des in­fol­ge ei­ner Än­de­rung der vom Bun­des­rat ge­neh­mig­ten Rech­nungs­grund­la­gen er­for­der­li­chen zu­sätz­li­chen Ren­ten­de­ckungs­ka­pi­tals. Zum Aus­gleich von Schwan­kun­gen der Be­triebs­er­geb­nis­se sind Re­ser­ven zu be­stel­len. Der Bun­des­rat er­lässt Richt­li­ni­en.

4 Bei Gros­ser­eig­nis­sen wird zur Fi­nan­zie­rung des Scha­den­auf­wands, der die Schwel­le für ein Gros­ser­eig­nis nach Ar­ti­kel 78 über­steigt, bei der Er­satz­kas­se ein Aus­gleichs­fonds er­rich­tet. Der Aus­gleichs­fonds wird vom Fol­ge­jahr an über einen Prä­mi­en­zu­schlag pro Ver­si­che­rungs­zweig ge­äuf­net. Der Prä­mi­en­zu­schlag wird von der Er­satz­kas­se so fest­ge­legt, dass sämt­li­che lau­fen­den Kos­ten der Schä­den ge­deckt wer­den kön­nen. Er wird von den Ver­si­che­rern nach Ar­ti­kel 68 er­ho­ben und von der Er­satz­kas­se ver­wal­tet. Die Er­satz­kas­se ver­gü­tet den ein­zel­nen Ver­si­che­rern die Auf­wen­dun­gen, wel­che die Schwel­le über­stei­gen. Der Bun­des­rat re­gelt die Ein­zel­hei­ten.

193 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 25. Sept. 2015 (Un­fall­ver­si­che­rung und Un­fall­ver­hü­tung), in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4375; BBl 20085395, 2014 7911).

194 Sie­he auch die UeB der Änd. 25.09.2015 am Schluss des Tex­tes.

Art. 90a Finanzierungder Teuerungszulagen bei den Versicherern nach Artikel 68 Absatz 1 Buchstabe a und bei der Ersatzkasse 195  

1 Die Ver­si­che­rer nach Ar­ti­kel 68 Ab­satz 1 Buch­sta­be a und die Er­satz­kas­se er­rich­ten einen Ver­ein nach den Be­stim­mun­gen des Zi­vil­ge­setz­buchs196 zur lang­fris­ti­gen Si­che­rung der Fi­nan­zie­rung der Teue­rungs­zu­la­gen (Art. 34) für die Be­rufs- und Nicht­be­rufs­un­fall­ver­si­che­rung. Die Mit­glied­schaft im Ver­ein ist für al­le zu­ge­las­se­nen Ver­si­che­rer nach Ar­ti­kel 68 Ab­satz 1 Buch­sta­be a und die Er­satz­kas­se ob­li­ga­to­risch.

2 Die Mit­glie­der des Ver­eins sind ver­pflich­tet, ei­ge­ne ge­son­der­te Rück­stel­lun­gen zur Fi­nan­zie­rung der Teue­rungs­zu­la­gen zu bil­den.

3 Die ge­son­der­ten Rück­stel­lun­gen wer­den fi­nan­ziert aus:

a.
Zins­über­schüs­sen auf den Ren­ten­de­ckungs­ka­pi­ta­li­en;
b.
An­tei­len von Zins­er­trä­gen auf Rück­stel­lun­gen für Leis­tun­gen an In­va­li­de und Hin­ter­las­se­ne;
c.
An­tei­len von Zins­er­trä­gen auf Rück­stel­lun­gen für Hei­lungs­kos­ten und Tag­gel­der;
d.
Aus­gleichs­zah­lun­gen un­ter den Mit­glie­dern;
e.
Zins­er­trä­gen auf den ge­son­der­ten Rück­stel­lun­gen; und
f.
Prä­mi­en­zu­schlä­gen für nicht durch Zins­über­schüs­se ge­deck­te Teue­rungs­zu­la­gen.

4 Der Ver­ein legt für al­le Mit­glie­der ein­heit­li­che Zinsan­teils­sät­ze der Zins­er­trä­ge auf den Rück­stel­lun­gen so­wie ein­heit­li­che Prä­mi­en­zu­schlä­ge für nicht ge­deck­te Teue­rungs­zu­la­gen im Sin­ne von Ar­ti­kel 92 Ab­satz 1 mit­tels Ver­fü­gung fest. Die Prä­mi­en­zu­schlä­ge wer­den so­weit er­ho­ben, als po­si­ti­ve Zins­über­schüs­se, Zu­satz­zins­an­tei­le und Zins­er­trä­ge auf den ge­son­der­ten Rück­stel­lun­gen nicht aus­rei­chen, um die Fi­nan­zie­rung der ka­pi­ta­li­sier­ten, ge­spro­che­nen Teue­rungs­zu­la­gen zu ge­währ­leis­ten.

5 Wird der Sal­do der ge­son­der­ten Rück­stel­lun­gen ei­nes oder meh­re­rer Mit­glie­der am En­de ei­nes Rech­nungs­jah­res ne­ga­tiv, so legt der Ver­ein die not­wen­di­gen Aus­gleichs­zah­lun­gen un­ter den Mit­glie­dern fest. Da­bei ha­ben die Mit­glie­der mit po­si­ti­vem Sal­do nach den in den Ver­eins­sta­tu­ten und im Ver­wal­tungs­re­gle­ment ge­re­gel­ten Mo­da­li­tä­ten Aus­gleichs­zah­lun­gen zu leis­ten.

6 Die Ein­zel­hei­ten wer­den in den Sta­tu­ten und im Ver­wal­tungs­re­gle­ment des Ver­eins ge­re­gelt. Die Sta­tu­ten und das Ver­wal­tungs­re­gle­ment be­dür­fen der Ge­neh­mi­gung des Bun­des­ra­tes.

7 Kommt die Grün­dung des Ver­eins nicht zu­stan­de, so er­lässt der Bun­des­rat die not­wen­di­gen Vor­schrif­ten.

195 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 25. Sept. 2015 (Un­fall­ver­si­che­rung und Un­fall­ver­hü­tung), in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4375; BBl 20085395, 2014 7911). Sie­he auch die UeB die­ser Änd. am Schluss des Tex­tes.

196 SR 210

Art. 90b Finanzierung der Teuerungszulagen bei der Suva und den Versicherern nach Artikel 68 Absatz 1 Buchstabe b 197  

Die Teue­rungs­zu­la­gen bei der Su­va und den Ver­si­che­rern nach Ar­ti­kel 68 Ab­satz 1 Buch­sta­be b wer­den aus den Zins­über­schüs­sen und, so­weit die­se nicht aus­rei­chen, nach dem Aus­ga­benum­la­ge­ver­fah­ren fi­nan­ziert.

197 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 25. Sept. 2015 (Un­fall­ver­si­che­rung und Un­fall­ver­hü­tung), in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4375; BBl 20085395, 2014 7911).

Art. 90c Finanzierungder Teuerungszulagen für arbeitslose Personen 198  

1 Die Su­va bil­det zur Si­che­rung der Fi­nan­zie­rung der Teue­rungs­zu­la­gen für ar­beits­lo­se Per­so­nen ge­son­der­te Rück­stel­lun­gen.

2 Die ge­son­der­ten Rück­stel­lun­gen wer­den fi­nan­ziert aus:

a.
Zins­über­schüs­sen auf den De­ckungs­ka­pi­ta­li­en der Ver­si­che­rung der ar­beits­lo­sen Per­so­nen;
b.
der Ver­zin­sung der Rück­stel­lun­gen; und
c.
all­fäl­li­gen Bei­trä­gen aus dem Aus­gleichs­fonds der Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung.

3 Wird vom Bun­des­rat ei­ne Teue­rungs­zu­la­ge fest­ge­setzt, so ent­nimmt die Su­va das zu­sätz­lich er­for­der­li­che De­ckungs­ka­pi­tal den Rück­stel­lun­gen. Rei­chen die Rück­stel­lun­gen nicht aus, um das Ka­pi­tal zur Fi­nan­zie­rung der Teue­rungs­zu­la­gen zu bil­den, so wer­den die zu­sätz­lich er­for­der­li­chen Mit­tel aus den Bei­trä­gen aus dem Aus­gleichs­fonds der Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung fi­nan­ziert.

4 Die Su­va legt die Bei­trä­ge aus dem Aus­gleichs­fonds der Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung fest. Sie kon­sul­tiert vor­gän­gig die Auf­sichts­kom­mis­si­on für den Aus­gleichs­fonds der Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung.

198 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 25. Sept. 2015 (Un­fall­ver­si­che­rung und Un­fall­ver­hü­tung), in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4375; BBl 20085395, 2014 7911).

Art. 90cbis Finanzierung der Teuerungszulagen für die Versicherten nach Artikel 1a Absatz 1 Buchstabe c 199  

1 Die Su­va bil­det zur Si­che­rung der Fi­nan­zie­rung der Teue­rungs­zu­la­gen für die Ver­si­cher­ten nach Ar­ti­kel 1a Ab­satz 1 Buch­sta­be c ge­son­der­te Rück­stel­lun­gen.

2 Die ge­son­der­ten Rück­stel­lun­gen wer­den fi­nan­ziert aus:

a.
Zins­über­schüs­sen auf den De­ckungs­ka­pi­ta­li­en der Un­fall­ver­si­che­rung der Ver­si­cher­ten nach Ar­ti­kel 1a Ab­satz 1 Buch­sta­be c;
b.
der Ver­zin­sung der Rück­stel­lun­gen; und
c.
all­fäl­li­gen Bei­trä­gen aus dem Aus­gleichs­fonds der In­va­li­den­ver­si­che­rung.

3 Wird vom Bun­des­rat ei­ne Teue­rungs­zu­la­ge fest­ge­setzt, so ent­nimmt die Su­va das zu­sätz­lich er­for­der­li­che De­ckungs­ka­pi­tal den Rück­stel­lun­gen. Rei­chen die Rück­stel­lun­gen nicht aus, um das Ka­pi­tal zur Fi­nan­zie­rung der Teue­rungs­zu­la­gen zu bil­den, so wer­den die zu­sätz­lich er­for­der­li­chen Mit­tel aus den Bei­trä­gen aus dem Aus­gleichs­fonds der In­va­li­den­ver­si­che­rung fi­nan­ziert.

4 Die Su­va legt die Bei­trä­ge aus dem Aus­gleichs­fonds der In­va­li­den­ver­si­che­rung fest. Sie kon­sul­tiert vor­gän­gig den Ver­wal­tungs­rat von Com­pens­wiss.

199 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 5 des BG vom 19. Ju­ni 2020 (Wei­ter­ent­wick­lung der IV), in Kraft seit 1. Jan. 2022 (AS 2021 705; BBl 2017 2535).

Art. 90d Finanzierungder Anpassung der Hilflosenentschädigung 200  

Die Fi­nan­zie­rung der An­pas­sung der Hilflo­sen­ent­schä­di­gung in­fol­ge Er­hö­hung des höchst­ver­si­cher­ten Ver­diens­tes er­folgt für die Be­rufs- und Nicht­be­rufs­un­fall­ver­si­che­rung nach den glei­chen Re­geln wie für die Fi­nan­zie­rung der Teue­rungs­zu­la­gen. Für die Ver­si­che­rer nach Ar­ti­kel 68 Ab­satz 1 Buch­sta­be a und die Er­satz­kas­se wer­den die Ein­zel­hei­ten in den Sta­tu­ten und im Ver­wal­tungs­re­gle­ment des Ver­eins nach Ar­ti­kel 90a Ab­satz 1 ge­re­gelt.

200 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 25. Sept. 2015 (Un­fall­ver­si­che­rung und Un­fall­ver­hü­tung), in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4375; BBl 20085395, 2014 7911). Sie­he auch die UeB die­ser Änd. am Schluss des Tex­tes.

2. Kapitel: Prämien

Art. 91 Prämienpflicht  

1 Die Prä­mi­en für die ob­li­ga­to­ri­sche Ver­si­che­rung der Be­rufs­un­fäl­le und Be­rufs­krank­hei­ten trägt der Ar­beit­ge­ber.

2 Die Prä­mi­en für die ob­li­ga­to­ri­sche Ver­si­che­rung der Nicht­be­rufs­un­fäl­le ge­hen zu Las­ten des Ar­beit­neh­mers. Ab­wei­chen­de Ab­re­den zu­guns­ten des Ar­beit­neh­mers blei­ben vor­be­hal­ten.

3 Der Ar­beit­ge­ber schul­det den ge­sam­ten Prä­mi­en­be­trag. Er zieht den An­teil des Ar­beit­neh­mers vom Lohn ab. Die­ser Ab­zug darf für den auf ei­ne Lohn­pe­ri­ode ent­fal­len­den Prä­mi­en­be­trag nur am Lohn­be­trag die­ser oder der un­mit­tel­bar nach­fol­gen­den Pe­ri­ode statt­fin­den. Je­de ab­wei­chen­de Ab­re­de zu­un­guns­ten der Ver­si­cher­ten ist un­gül­tig.

4 Die Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung schul­det den ge­sam­ten Prä­mi­en­be­trag der ar­beits­lo­sen Per­so­nen. Sie zieht den nach Ar­ti­kel 22aAb­satz 4 AVIG201 von der ar­beits­lo­sen Per­son ge­schul­de­ten An­teil von der Ar­beits­lo­sen­ent­schä­di­gung ab. Neh­men die ar­beits­lo­sen Per­so­nen an Pro­gram­men zur vor­über­ge­hen­den Be­schäf­ti­gung, an Be­rufs­prak­ti­ka oder an Bil­dungs­mass­nah­men teil, so ent­rich­tet die Aus­gleichs­stel­le der Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung die Prä­mi­en für das Un­fall­ri­si­ko wäh­rend die­ser Tä­tig­kei­ten an die Su­va.202

5 Die In­va­li­den­ver­si­che­rung über­nimmt die Prä­mie für die ob­li­ga­to­ri­sche Ver­si­che­rung der Be­rufs­un­fäl­le und Be­rufs­krank­hei­tenund für die ob­li­ga­to­ri­sche Ver­si­che­rung der Nicht­be­rufs­un­fäl­leder ver­si­cher­ten Per­so­nen nach Ar­ti­kel 1a Ab­satz 1 Buch­sta­be c.203

201 SR 837.0

202 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 25. Sept. 2015 (Un­fall­ver­si­che­rung und Un­fall­ver­hü­tung), in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4375; BBl 20085395, 2014 7911).

203 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 5 des BG vom 19. Ju­ni 2020 (Wei­ter­ent­wick­lung der IV), in Kraft seit 1. Jan. 2022 (AS 2021 705; BBl 2017 2535).

Art. 92 Festsetzung der Prämien 204  

1 Die Prä­mi­en wer­den von den Ver­si­che­rern in Pro­mil­len des ver­si­cher­ten Ver­diens­tes fest­ge­setzt. Sie be­ste­hen aus ei­ner dem Ri­si­ko ent­spre­chen­den Net­to­prä­mie und aus Zu­schlä­gen für die Ver­wal­tungs­kos­ten, für die Kos­ten der Ver­hü­tung von Un­fäl­len und Be­rufs­krank­hei­ten, für die nicht durch Zins­über­schüs­se ge­deck­ten Teue­rungs­zu­la­gen und für die all­fäl­li­ge Äuf­nung ei­nes Aus­gleichs­fonds bei Gros­ser­eig­nis­sen. Die Ver­si­che­rer kön­nen für die bei­den ob­li­ga­to­ri­schen Ver­si­che­rungs­zwei­ge je ei­ne vom je­wei­li­gen Ri­si­ko un­ab­hän­gi­ge Mi­ni­mal­prä­mie er­he­ben; der Bun­des­rat legt die Höchst­gren­ze der Mi­ni­mal­prä­mie fest.205

2 Für die Be­mes­sung der Prä­mi­en in der Be­rufs­un­fall­ver­si­che­rung wer­den die Be­trie­be nach ih­rer Art und ih­ren Ver­hält­nis­sen in Klas­sen des Prä­mi­en­ta­rifs und in­ner­halb die­ser in Stu­fen ein­ge­reiht; da­bei wer­den ins­be­son­de­re Un­fall­ge­fahr und Stand der Un­fall­ver­hü­tung be­rück­sich­tigt. Die Ar­beit­neh­mer ei­nes Be­trie­bes kön­nen nach ein­zel­nen Grup­pen ver­schie­de­nen Klas­sen und Stu­fen zu­ge­teilt wer­den.

3 Bei Zu­wi­der­hand­lung ge­gen Vor­schrif­ten über die Ver­hü­tung von Un­fäl­len und Be­rufs­krank­hei­ten kön­nen die Be­trie­be je­der­zeit und auch rück­wir­kend in ei­ne hö­he­re Ge­fah­renstu­fe ver­setzt wer­den.

4 Än­de­run­gen in der Be­triebs­art und in den Be­triebs­ver­hält­nis­sen sind dem zu­stän­di­gen Ver­si­che­rer in­nert 14 Ta­gen an­zu­zei­gen. Bei er­heb­li­chen Än­de­run­gen kann der Ver­si­che­rer die Zu­tei­lung zu den Klas­sen und Stu­fen des Prä­mi­en­ta­rifs än­dern, ge­ge­be­nen­falls rück­wir­kend.

5 Auf­grund der Ri­si­koer­fah­run­gen kann der Ver­si­che­rer von sich aus oder auf An­trag von Be­triebs­in­ha­bern die Zu­tei­lung be­stimm­ter Be­trie­be zu den Klas­sen und Stu­fen des Prä­mi­en­ta­rifs je­weils auf den Be­ginn des Rech­nungs­jah­res än­dern.

6 Für die Be­mes­sung der Prä­mi­en in der Nicht­be­rufs­un­fall­ver­si­che­rung kön­nen Ta­rif­klas­sen ge­bil­det wer­den. Die Prä­mi­en dür­fen nicht nach dem Ge­schlecht der ver­si­cher­ten Per­so­nen ab­ge­stuft wer­den.206

7 Der Zu­schlag für die Ver­wal­tungs­kos­ten dient der De­ckung der or­dent­li­chen Auf­wen­dun­gen, die den Ver­si­che­rern aus der Durch­füh­rung der Un­fall­ver­si­che­rung er­wach­sen. Der Bun­des­rat kann Höchst­an­sät­ze für die­sen Zu­schlag fest­le­gen. Er be­stimmt die Frist für die Än­de­rung der Prä­mien­ta­ri­fe und die Neu­zu­tei­lung der Be­trie­be in Klas­sen und Stu­fen. Er er­lässt Be­stim­mun­gen über die Prä­mi­en­be­mes­sung in Son­der­fäl­len, na­ment­lich bei den frei­wil­lig und den von an­er­kann­ten Kran­ken­kas­sen Ver­si­cher­ten.207

204Sie­he auch Art. 7 der V vom 20. Sept. 1982 über die In­kraft­set­zung und Ein­füh­rung des BG über die Un­fall­ver­si­che­rung (AS 1982 1724).

205 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 25. Sept. 2015 (Un­fall­ver­si­che­rung und Un­fall­ver­hü­tung), in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4375; BBl 20085395, 2014 7911).

206Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 18. Ju­ni 1993, in Kraft seit 1. Jan. 1994 (AS 1993 3136; BBl 1993 I 805).

207 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 8. Okt. 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2006 (AS 2005 5259; BBl 200359736069).

Art. 93 Bezug der Prämien  

1 Die Ar­beit­ge­ber ha­ben lau­fend Auf­zeich­nun­gen zu ma­chen, die über Be­schäf­ti­gungs­art und Lohn so­wie über Zahl und Da­ten der Ar­beits­ta­ge ei­nes je­den Ar­beit­neh­mers ge­naue Aus­kunft ge­ben. Auf Ver­lan­gen ge­ben sie dem Ver­si­che­rer wei­te­re Aus­künf­te über al­le die Ver­si­che­rung be­tref­fen­den Ver­hält­nis­se so­wie Ein­sicht in die Auf­zeich­nun­gen und die zu de­ren Kon­trol­le die­nen­den Un­ter­la­gen.

2 Der Ver­si­che­rer schätzt die Prä­mi­en­be­trä­ge für ein gan­zes Rech­nungs­jahr zum vor­aus und gibt sie den Ar­beit­ge­bern be­kannt. Bei er­heb­li­chen Än­de­run­gen kön­nen die Prä­mi­en im Lau­fe des Jah­res an­ge­passt wer­den.

3 Die Prä­mi­en wer­den für das Rech­nungs­jahr je­weils im Vor­aus ent­rich­tet. Ge­gen einen an­ge­mes­se­nen Zu­schlag kann der Ar­beit­ge­ber oder der frei­wil­lig Ver­si­cher­te die Prä­mi­en in halb­jähr­li­chen oder vier­tel­jähr­li­chen Ra­ten be­zah­len.

4 Nach Ab­lauf des Rech­nungs­jah­res be­rech­net der Ver­si­che­rer die end­gül­ti­gen Prä­mien­be­trä­ge auf­grund der wirk­li­chen Lohn­sum­men. Wenn die Lohnauf­zeich­nun­gen kei­ne si­che­re Aus­kunft ge­ben, so wer­den der Prä­mi­en­be­rech­nung an­de­re Er­he­bun­gen zu­grun­de ge­legt, und der Ar­beit­ge­ber ver­liert das Recht, die fest­ge­setz­ten Prä­mi­en zu be­an­stan­den. Ein Mehr- oder Min­der­be­trag ge­gen­über den ge­schätz­ten Prä­mi­en­be­trä­gen wird nach­träg­lich er­ho­ben, zu­rück­er­stat­tet oder ver­rech­net. Nach­for­de­run­gen sind bin­nen Mo­nats­frist nach Rech­nungs­stel­lung zu be­glei­chen.

5 Der Bun­des­rat er­lässt Be­stim­mun­gen über die Zu­schlä­ge bei ra­ten­wei­ser Zah­lung und bei Nicht­ein­hal­tung der Zah­lungs­frist, über die Lohnauf­zeich­nun­gen, de­ren Re­vi­si­on und Auf­be­wah­rung so­wie über die Prä­mi­en­ab­rech­nung. Er sorgt für die Ko­or­di­na­ti­on der Be­stim­mun­gen über die Er­mitt­lung des ver­si­cher­ten Ver­diens­tes in der Un­fall­ver­si­che­rung mit den ent­spre­chen­den Be­stim­mun­gen in an­dern So­zi­al­ver­si­che­rungs­zwei­gen.

6 Er kann den kan­to­na­len Aus­gleichs­kas­sen der AHV die Er­he­bung der Prä­mi­en so­wie wei­te­re Auf­ga­ben im Rah­men der ob­li­ga­to­ri­schen Un­fall­ver­si­che­rung ge­gen Ent­schä­di­gung über­tra­gen.

7 Er kann für Klein­be­trie­be und Haus­hal­te ab­wei­chen­de Be­stim­mun­gen er­las­sen.

Art. 94 Einreihung der Betriebe und der Versicherten in die Prämientarife 208  

In Ab­wei­chung von Ar­ti­kel 49 ATSG209 ha­ben die Ver­si­che­rer nach Ar­ti­kel 68 für die erst­ma­li­ge Ein­rei­hung der Be­trie­be und der Ver­si­cher­ten in die Prä­mi­en­ta­ri­fe und für die Än­de­rung der Ein­rei­hung, aus­ge­nom­men im Fal­le von Ar­ti­kel 92 Ab­satz 3, kei­ne Ver­fü­gung zu er­las­sen.

208 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 25. Sept. 2015 (Un­fall­ver­si­che­rung und Un­fall­ver­hü­tung), in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4375; BBl 20085395, 2014 7911).

209 SR 830.1

Art. 95 Ersatzprämien  

1 Die Su­va oder die Er­satz­kas­se er­hebt vom Ar­beit­ge­ber, der sei­ne Ar­beit­neh­mer nicht ver­si­chert, die Er­öff­nung des Be­trie­bes der Su­va nicht ge­mel­det oder sich sonst wie der Prä­mi­en­pflicht ent­zo­gen hat, für die Dau­er der Säum­nis, höchs­tens aber für fünf Jah­re, ei­ne Er­satz­prä­mie in der Hö­he des ge­schul­de­ten Prä­mi­en­be­tra­ges. Der Be­trag wird ver­dop­pelt, wenn sich der Ar­beit­ge­ber in un­ent­schuld­ba­rer Wei­se der Ver­si­che­rungs- oder Prä­mi­en­pflicht ent­zo­gen hat. Kommt der Ar­beit­ge­ber sei­nen Pflich­ten wie­der­holt nicht nach, so kann ei­ne Er­satz­prä­mie vom drei- bis zehn­fa­chen Prä­mi­en­be­trag er­ho­ben wer­den. Ist als Er­satz­prä­mie der ein­fa­che Prä­­mien­be­trag zu ent­rich­ten, wer­den Ver­zugs­zin­sen be­rech­net. Er­satz­prä­mi­en dür­fen dem Ar­beit­neh­mer nicht am Lohn ab­ge­zo­gen wer­den.

1bis Der Ar­beit­ge­ber, wel­cher aus­sch­liess­lich Ar­beit­neh­mer mit ge­ring­fü­gi­gen Ein­kom­men nach Ar­ti­kel 14 Ab­satz 5 des Bun­des­ge­set­zes vom 20. De­zem­ber 1946210 über die Al­ters- und Hin­ter­las­se­nen­ver­si­che­rung be­schäf­tigt, schul­det die Er­satz­prä­mie nur bei ver­si­cher­ten Un­fäl­len. Ab­satz 1 zwei­ter und drit­ter Satz ist nicht an­wend­bar.211

2 Die Su­va und die Er­satz­kas­se un­ter­rich­ten sich ge­gen­sei­tig über die ver­füg­ten Er­satz­prä­mi­en.

210 SR 831.10

211 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 7 des BG vom 17. Ju­ni 2005 ge­gen die Schwarz­ar­beit, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 359; BBl 2002 3605).

Achter Titel: Verschiedene Bestimmungen

1. Kapitel: Datenbearbeitung und -bekanntgabe, Amts- und Verwaltungshilfe 212

212 Fassung gemäss Ziff. I der V der BVers vom 21. Juni 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3453; BBl 2002 803).

Art. 96 Bearbeiten von Personendaten 213  

Die mit der Durch­füh­rung, der Kon­trol­le oder der Be­auf­sich­ti­gung der Durch­füh­rung die­ses Ge­set­zes be­trau­ten Or­ga­ne sind be­fugt, die Per­so­nen­da­ten, ein­sch­liess­lich be­son­ders schüt­zens­wer­ter Da­ten und Per­sön­lich­keitspro­fi­le, zu be­ar­bei­ten oder be­ar­bei­ten zu las­sen, die sie be­nö­ti­gen, um die ih­nen nach die­sem Ge­setz über­tra­ge­nen Auf­ga­ben zu er­fül­len, na­ment­lich um:214

a.
die Prä­mi­en zu be­rech­nen und zu er­he­ben;
b.
Leis­tungs­an­sprü­che zu be­ur­tei­len so­wie Leis­tun­gen zu be­rech­nen, zu ge­wäh­ren und mit Leis­tun­gen an­de­rer So­zi­al­ver­si­che­run­gen zu ko­or­di­nie­ren;
c.
die An­wen­dung der Vor­schrif­ten über die Ver­hü­tung von Un­fäl­len und Be­rufs­krank­hei­ten zu be­auf­sich­ti­gen;
d.
ein Rück­griffs­recht ge­gen­über ei­nem haft­pflich­ti­gen Drit­ten gel­tend zu ma­chen;
e.
die Auf­sicht über die Durch­füh­rung die­ses Ge­set­zes aus­zuü­ben;
f.
Sta­tis­ti­ken zu füh­ren;
g.215
die AHV-Num­mer zu­zu­wei­sen oder zu ve­ri­fi­zie­ren.

213 Ur­sprüng­lich Art. 97a.Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 23. Ju­ni 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 2000 2760; BBl 2000 255).

214 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 12 des BG vom 23. Ju­ni 2006 (Neue AHV-Ver­si­cher­ten­num­mer), in Kraft seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 5259; BBl 2006 501).

215 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 12 des BG vom 23. Ju­ni 2006 (Neue AHV-Ver­si­cher­ten­num­mer), in Kraft seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 5259; BBl 2006 501).

Art. 97 Datenbekanntgabe 216  

1 So­fern kein über­wie­gen­des Pri­vat­in­ter­es­se ent­ge­gen­steht, dür­fen Or­ga­ne, die mit der Durch­füh­rung, der Kon­trol­le oder der Be­auf­sich­ti­gung der Durch­füh­rung die­ses Ge­set­zes be­traut sind, Da­ten in Ab­wei­chung von Ar­ti­kel 33 ATSG217 be­kannt ge­ben:218

a.
an­de­ren mit der Durch­füh­rung so­wie der Kon­trol­le oder der Be­auf­sich­ti­gung der Durch­füh­rung die­ses Ge­set­zes be­trau­ten Or­ga­nen, wenn die Da­ten für die Er­fül­lung der ih­nen nach die­sem Ge­setz über­tra­ge­nen Auf­ga­ben er­for­der­lich sind;
b.
Or­ga­nen ei­ner an­de­ren So­zi­al­ver­si­che­rung, wenn sich in Ab­wei­chung von Ar­ti­kel 32 Ab­satz 2 ATSG ei­ne Pflicht zur Be­kannt­ga­be aus ei­nem Bun­des­ge­setz er­gibt;
bbis.219Or­ga­nen ei­ner an­de­ren So­zi­al­ver­si­che­rung für die Zu­wei­sung oder Ve­ri­fi­zie­rung der AHV-Num­mer;
c.
den für die Er­he­bung der Quel­len­steu­er zu­stän­di­gen Be­hör­den, nach den Ar­ti­keln 88 und 100 des Bun­des­ge­set­zes vom 14. De­zem­ber 1990220 über die di­rek­te Bun­des­steu­er so­wie den ent­spre­chen­den kan­to­na­len Be­stim­mun­gen;
d.
den mit der Durch­füh­rung des Bun­des­ge­set­zes vom 12. Ju­ni 1959221 über den Wehr­pflich­ter­satz be­trau­ten Be­hör­den, nach Ar­ti­kel 24 des ge­nann­ten Ge­set­zes;
e.
den Or­ga­nen der Bun­des­sta­tis­tik, nach dem Bun­des­sta­tis­tik­ge­setz vom 9. Ok­to­ber 1992222;
f.
den Voll­zugs­or­ga­nen des Bun­des­ge­set­zes vom 19. März 1976223 über die Si­cher­heit von tech­ni­schen Ein­rich­tun­gen und Ge­rä­ten, des Gift­ge­set­zes vom 21. März 1969224, des Um­welt­schutz­ge­set­zes vom 7. Ok­to­ber 1983225 so­wie der Strah­len­schutz­ver­ord­nung vom 22. Ju­ni 1994226, wenn die Da­ten für die Er­fül­lung der ih­nen nach die­sen Er­las­sen über­tra­ge­nen Auf­ga­ben er­for­der­lich sind;
g.
der nach Ar­ti­kel 88 Ab­satz 1 mit der För­de­rung der Ver­hü­tung von Nicht­be­rufs­un­fäl­len be­trau­ten In­sti­tu­ti­on, wenn die Da­ten für die Wahr­neh­mung die­ser Auf­ga­be er­for­der­lich sind;
h.
den Stra­fun­ter­su­chungs­be­hör­den, wenn die An­zei­ge oder die Ab­wen­dung ei­nes Ver­bre­chens die Da­ten­be­kannt­ga­be er­for­dert;
hbis.227 dem Nach­rich­ten­dienst des Bun­des (NDB) oder den Si­cher­heits­or­ga­nen der Kan­to­ne zu­han­den des NDB, wenn ei­ne kon­kre­te Be­dro­hung der in­ne­ren oder äus­se­ren Si­cher­heit nach Ar­ti­kel 19 Ab­satz 2 des Nach­rich­ten­dienst­ge­set­zes vom 25. Sep­tem­ber 2015228 ge­ge­ben ist;
i.
im Ein­zel­fall und auf schrift­lich be­grün­de­tes Ge­such hin:
1.
So­zi­al­hil­fe­be­hör­den, wenn die Da­ten für die Fest­set­zung, Än­de­rung oder Rück­for­de­rung von Leis­tun­gen be­zie­hungs­wei­se für die Ver­hin­de­rung un­ge­recht­fer­tig­ter Be­zü­ge er­for­der­lich sind,
2.
Zi­vil­ge­rich­ten, wenn die Da­ten für die Be­ur­tei­lung ei­nes fa­mi­li­en- oder erb­recht­li­chen Streit­fal­les er­for­der­lich sind,
3.
Straf­ge­rich­ten und Stra­fun­ter­su­chungs­be­hör­den, wenn die Da­ten für die Ab­klä­rung ei­nes Ver­bre­chens oder ei­nes Ver­ge­hens er­for­der­lich sind,
4.
Be­trei­bungs­äm­tern, nach den Ar­ti­keln 91, 163 und 222 des Bun­des­ge­set­zes vom 11. April 1889229 über Schuld­be­trei­bung und Kon­kurs,
5.230
den Kin­des- und Er­wach­se­nen­schutz­be­hör­den nach Ar­ti­kel 448 Ab­satz 4 ZGB231,
6.232

1bis Die zur Be­kämp­fung der Schwarz­ar­beit er­for­der­li­chen Da­ten dür­fen nach den Ar­ti­keln 11 und 12 des Bun­des­ge­set­zes vom 17. Ju­ni 2005233 ge­gen die Schwarz­ar­beit be­kannt ge­ge­ben wer­den.234

2 Da­ten dür­fen in Ab­wei­chung von Ar­ti­kel 33 ATSG auch der zu­stän­di­gen Steu­er­be­hör­de im Rah­men des Mel­de­ver­fah­rens nach Ar­ti­kel 19 des Bun­des­ge­set­zes vom 13. Ok­to­ber 1965235 über die Ver­rech­nungs­steu­er be­kannt ge­ge­ben wer­den.

3 Per­so­nen­da­ten, die sich auf einen Un­fall oder auf ei­ne Be­rufs­krank­heit be­zie­hen, dür­fen in Ab­wei­chung von Ar­ti­kel 33 ATSG aus­nahms­wei­se Drit­ten be­kannt ge­ge­ben wer­den, wenn es die Ab­wen­dung ei­ner Ge­fahr für Le­ben oder Ge­sund­heit er­for­dert. Über­wie­gen­de Pri­vat­in­ter­es­sen müs­sen ge­wahrt blei­ben.

4 Da­ten, die von all­ge­mei­nem In­ter­es­se sind und sich auf die An­wen­dung die­ses Ge­set­zes be­zie­hen, dür­fen in Ab­wei­chung von Ar­ti­kel 33 ATSG ver­öf­fent­licht wer­den. Die An­ony­mi­tät der Ver­si­cher­ten muss ge­wahrt blei­ben.

5 Ärz­te und Ärz­tin­nen, die als Spe­zia­lis­ten oder Spe­zia­lis­tin­nen der Ar­beits­si­cher­heit ein­ge­setzt sind, blei­ben an das ärzt­li­che Be­rufs­ge­heim­nis ge­bun­den. Sie dür­fen je­doch in Ab­wei­chung von Ar­ti­kel 33 ATSG dem Ar­beit­ge­ber und den Or­ga­nen nach Ar­ti­kel 85 Ab­satz 1 Schluss­fol­ge­run­gen über die Eig­nung ei­nes Ar­beit­neh­mers oder ei­ner Ar­beit­neh­me­rin für be­stimm­te Ar­bei­ten mit­tei­len, wenn zum Schutz der Ge­sund­heit und der Si­cher­heit die­ser Per­son oder der an­de­ren Ar­beit­neh­mer und Ar­beit­neh­me­rin­nen ein über­wie­gen­des In­ter­es­se an ei­ner Mit­tei­lung be­steht und wenn die Ein­wil­li­gung der be­trof­fe­nen Per­son nicht ein­ge­holt wer­den kann. Die­se ist in je­dem Fall zu in­for­mie­ren.

6 In den üb­ri­gen Fäl­len dür­fen Da­ten in Ab­wei­chung von Ar­ti­kel 33 ATSG an Drit­te wie folgt be­kannt ge­ge­ben wer­den:

a.
nicht per­so­nen­be­zo­ge­ne Da­ten, so­fern die Be­kannt­ga­be ei­nem über­wie­gen­den In­ter­es­se ent­spricht;
b.
Per­so­nen­da­ten, so­fern die be­trof­fe­ne Per­son im Ein­zel­fall schrift­lich ein­ge­wil­ligt hat oder, wenn das Ein­ho­len der Ein­wil­li­gung nicht mög­lich ist, die­se nach den Um­stän­den als im In­ter­es­se des Ver­si­cher­ten vor­aus­ge­setzt wer­den darf.

7 Es dür­fen nur die Da­ten be­kannt ge­ge­ben wer­den, wel­che für den in Fra­ge ste­hen­den Zweck er­for­der­lich sind.

8 Der Bun­des­rat re­gelt die Mo­da­li­tä­ten der Be­kannt­ga­be und die In­for­ma­ti­on der be­trof­fe­nen Per­son.

9 Die Da­ten wer­den in der Re­gel schrift­lich und kos­ten­los be­kannt ge­ge­ben. Der Bun­des­rat kann die Er­he­bung ei­ner Ge­bühr vor­se­hen, wenn be­son­ders auf­wen­di­ge Ar­bei­ten er­for­der­lich sind.

10 Hat ein Ar­beit­neh­mer oder ei­ne Ar­beit­neh­me­rin den Or­ga­nen nach Ar­ti­kel 85 Ab­satz 1 oder den Spe­zia­lis­ten oder Spe­zia­lis­tin­nen der Ar­beits­si­cher­heit be­trieb­li­che oder per­sön­li­che An­ge­le­gen­hei­ten ver­trau­lich mit­ge­teilt, so ist das Still­schwei­gen hin­sicht­lich der Per­son des Ar­beit­neh­mers oder der Ar­beit­neh­me­rin auch ge­gen­über dem Ar­beit­ge­ber zu wah­ren.

216 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V der BVers vom 21. Ju­ni 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3453; BBl 2002 803).

217 SR 830.1

218 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 12 des BG vom 23. Ju­ni 2006 (Neue AHV-Ver­si­cher­ten­num­mer), in Kraft seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 5259; BBl 2006 501).

219 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 12 des BG vom 23. Ju­ni 2006 (Neue AHV-Ver­si­cher­ten­num­mer), in Kraft seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 5259; BBl 2006 501).

220 SR 642.11

221 SR 661

222 SR 431.01

223 [AS 1977 2370; 1995 2766; 2006 2197An­hang Ziff. 97. AS 2010 2573Art. 20 Abs. 1]. Sie­he heu­te: das BG vom 12. Ju­ni 2009 über die Pro­duk­te­si­cher­heit (SR 930.11).

224 [AS 1972430; 1977 2249Ziff. I, 541; 1982 1676An­hang Ziff. 10; 1984 1122Art. 66 Ziff. 4; 1985 660Ziff. I 41; 1991 362Ziff. II, 403; 1997 1155An­hang Ziff. 4; 1998 3033An­hang Ziff. 7. AS 2004 4763An­hang Ziff. I]

225 SR 814.01

226 SR 814.501

227 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 12 des BG vom 23. Dez. 2011 (AS 2012 3745; BBl 20075037, 2010 7841). Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II 18 des Nach­rich­ten­dienst­ge­set­zes vom 25. Sept. 2015, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 4095; BBl 2014 2105).

228 SR 121

229 SR 281.1

230 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 29 des BG vom 19. Dez. 2008 (Er­wach­se­nen­schutz, Per­so­nen­recht und Kin­des­recht), in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2011 725; BBl 20067001).

231 SR 210

232 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 12 des BG vom 23. Dez. 2011 (AS 2012 3745; BBl 20075037, 2010 7841). Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. II 18 des Nach­rich­ten­dienst­ge­set­zes vom 25. Sept. 2015, mit Wir­kung seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 4095; BBl 2014 2105).

233 SR 822.41

234 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 7 des BG vom 17. Ju­ni 2005 ge­gen die Schwarz­ar­beit, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 359; BBl 2002 3605).

235 SR 642.21

Art. 98 Besondere Amts- und Verwaltungshilfe 236  

Die Ver­wal­tungs- und Rechts­pfle­ge­be­hör­den des Bun­des, der Kan­to­ne, Be­zir­ke, Krei­se und der Ge­mein­den so­wie die Or­ga­ne der an­de­ren So­zi­al­ver­si­che­run­gen ge­ben den mit der Durch­füh­rung die­ses Ge­set­zes be­trau­ten Or­ga­nen auf schrift­li­che und be­grün­de­te An­fra­ge im Ein­zel­fall kos­ten­los die­je­ni­gen Da­ten be­kannt, die er­for­der­lich sind für die Ver­hü­tung von Un­fäl­len und Be­rufs­krank­hei­ten.

236 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V der BVers vom 21. Ju­ni 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3453; BBl 2002 803).

2. Kapitel: Vollstreckung und Haftung 237

237 Eingefügt durch Ziff. I der V der BVers vom 21. Juni 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3453; BBl 2002 803).

Art. 99 Vollstreckung von Prämienrechnungen 238  

Die auf rechts­kräf­ti­gen Ver­fü­gun­gen be­ru­hen­den Prä­mi­en­rech­nun­gen wer­den nach Ar­ti­kel 54 ATSG239 voll­streck­bar.

238 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V der BVers vom 21. Ju­ni 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3453; BBl 2002 803).

239 SR 830.1

Art. 100 Haftung für Schäden 240  

Er­satz­for­de­run­gen nach Ar­ti­kel 78 ATSG241 sind beim Ver­si­che­rer gel­tend zu ma­chen; die­ser ent­schei­det dar­über durch Ver­fü­gung.

240 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V der BVers vom 21. Ju­ni 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3453; BBl 2002 803).

241 SR 830.1

Art. 101242  

242 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V der BVers vom 21. Ju­ni 2002 (AS 2002 3453; BBl 2002 803).

Art. 102243  

243 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 12 des BG vom 6. Okt. 2000 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185910, 1994 V 921, 1999 4523).

Art. 102a244  

244 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 23. Ju­ni 2000 (AS 2000 2760; BBl 2000 255). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V der BVers vom 21. Ju­ni 2002 (AS 2002 3453; BBl 2002 803).

3. Kapitel: Verhältnis zu anderen Sozialversicherungszweigen 245

245 Fassung gemäss Ziff. I der V der BVers vom 21. Juni 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3453; BBl 2002 803).

Art. 103 Militärversicherung 246  

1 Hat ein Ver­si­cher­ter An­spruch auf Leis­tun­gen der Mi­li­tär­ver­si­che­rung und der Un­fall­ver­si­che­rung, so wer­den Ren­ten, In­te­gri­täts- und Hilflo­sen­ent­schä­di­gun­gen so­wie – in Ab­wei­chung von Ar­ti­kel 65 Buchs­ta­be a ATSG247 – die Be­stat­tungs­ent­schä­di­gung von je­dem Ver­si­che­rer nach sei­nem An­teil am Ge­samt­scha­den er­bracht. Für al­le üb­ri­gen Leistun­gen kommt aus­sch­liess­lich je­ner Ver­si­che­rer auf, der nach der an­wend­ba­ren Ge­setz­ge­bung un­mit­tel­bar lei­stungs­pflich­tig ist.

2 Der Bun­des­rat kann Aus­nah­men vor­se­hen und be­son­de­re Be­stim­mun­gen über die Lei­stungs­pflicht bei Rück­fäl­len, Schä­di­gun­gen paa­ri­ger Or­ga­ne und Fäl­len von Staub­lun­gen er­las­sen. Er kann die Ko­or­di­na­ti­on des Tag­gel­des re­geln.

246 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 12 des BG vom 6. Okt. 2000 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185910, 1994 V 921, 1999 4523).

247 SR 830.1

Art. 104 Übrige Sozialversicherungen 248  

Der Bun­des­rat kann die Ko­or­di­na­ti­on des Tag­gel­des zu den üb­ri­gen So­zi­al­ver­si­che­run­gen re­geln.

248 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 12 des BG vom 6. Okt. 2000 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185910, 1994 V 921, 1999 4523).

Neunter Titel: Rechtspflege- und Strafbestimmungen

1. Kapitel: Sonderbe­stimmungen zur Rechtspflege 249

249 Fassung gemäss Anhang Ziff. 12 des BG vom 6. Okt. 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185910, 1994 V 921, 1999 4523).

Art. 105 Einsprache gegen eine Prämienrechnung 250  

Ei­ne Ein­spra­che (Art. 52 ATSG251) kann auch ge­gen ei­ne auf ei­ner Ver­fü­gung be­ru­hen­den Prä­mi­en­rech­nung er­ho­ben wer­den.

250 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 12 des BG vom 6. Okt. 2000 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185910, 1994 V 921, 1999 4523).

251 SR 830.1

Art. 105a Aus­schluss der Einsprache 252  

Wenn Ge­fahr im Ver­zug ist, kann die ver­fü­gen­de Stel­le An­ord­nun­gen zur Ver­hü­tung von Un­fäl­len oder Be­rufs­krank­hei­ten oh­ne Ein­spra­chemö­glich­keit nach Ar­ti­kel 52 ATSG253 er­las­sen. Die Be­schwer­de nach Ar­ti­kel 109 bleibt vor­behal­ten.

252 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 12 des BG vom 6. Okt. 2000 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185910, 1994 V 921, 1999 4523).

253 SR 830.1

Art. 106254  

254 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 111 des Ver­wal­tungs­ge­richts­ge­set­zes vom 17. Ju­ni 2005, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 21971069; BBl 2001 4202).

Art. 107 und 108255  

255 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 12 des BG vom 6. Okt. 2000 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185910, 1994 V 921, 1999 4523).

Art. 109 Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht 256  

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt be­ur­teilt in Ab­wei­chung von Ar­ti­kel 58 Ab­satz 1 ATSG257 Be­schwer­den ge­gen Ein­spra­cheent­schei­de über:

a.
die Zu­stän­dig­keit der Su­va zur Ver­si­che­rung der Ar­beit­neh­mer ei­nes Be­trie­bes;
b.
die Zu­tei­lung der Be­trie­be und der Ver­si­cher­ten zu den Klas­sen und Stu­fen der Prä­mi­en­ta­ri­fe;
c.
An­ord­nun­gen zur Ver­hü­tung von Un­fäl­len und Be­rufs­krank­hei­ten.

256 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 111 des Ver­wal­tungs­ge­richts­ge­set­zes vom 17. Ju­ni 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 21971069; BBl 2001 4202).

257 SR 830.1

Art. 110258  

258 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 111 des Ver­wal­tungs­ge­richts­ge­set­zes vom 17. Ju­ni 2005, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 21971069; BBl 2001 4202).

Art. 111 Aufschiebende Wirkung 259  

Ei­ner Ein­spra­che oder Be­schwer­de ge­gen ei­ne Ver­fü­gung, wel­che die Ein­rei­hung von Be­trie­ben und Ver­si­cher­ten in die Prä­mi­en­ta­ri­fe, die Fest­le­gung ein­heit­li­cher Zinsan­teils­sät­ze der Zins­er­trä­ge für Rück­stel­lun­gen und ein­heit­li­che Prä­mi­en­zu­schlä­ge für nicht ge­deck­te Teue­rungs­zu­la­gen, ei­ne Prä­mi­en­for­de­rung oder die Zu­stän­dig­keit ei­nes Ver­si­che­rers be­trifft, kommt auf­schie­ben­de Wir­kung nur zu, wenn ihr die­se in der Ver­fü­gung selbst, von der Ein­sprachein­stanz oder vom Ge­richt ver­lie­hen wird.

259 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 25. Sept. 2015 (Un­fall­ver­si­che­rung und Un­fall­ver­hü­tung), in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4375; BBl 20085395, 2014 7911).

2. Kapitel: Strafbestimmungen

Art. 112260  

1 So­fern kei­ne schwe­re­re straf­ba­re Hand­lung nach ei­nem an­de­ren Ge­setz vor­liegt, wird mit Geld­stra­fe von bis zu 180 Ta­ges­sät­zen be­straft, wer vor­sätz­lich:

a.
sich durch un­wah­re oder un­voll­stän­di­ge An­ga­ben oder in an­de­rer Wei­se der Ver­si­che­rungs- oder der Prä­mi­en­pflicht ganz oder teil­wei­se ent­zieht;
b.
als Ar­beit­ge­ber ei­nem Ar­beit­neh­mer Prä­mi­en vom Lohn ab­zieht, sie in­des­sen dem vor­ge­se­he­nen Zweck ent­frem­det;
c.
als Durch­füh­rungs­or­gan sei­ne Pflich­ten, na­ment­lich die Schwei­ge­pflicht, ver­letzt oder sei­ne Stel­lung zum Nach­teil Drit­ter, zum ei­ge­nen Vor­teil oder zum un­recht­mäs­si­gen Vor­teil ei­nes an­de­ren miss­braucht;
d.
als Ar­beit­ge­ber oder Ar­beit­neh­mer den Vor­schrif­ten über die Ver­hü­tung von Be­rufs­un­fäl­len und Be­rufs­krank­hei­ten zu­wi­der­han­delt und da­durch an­de­re ernst­lich ge­fähr­det.

2 So­fern kei­ne schwe­re­re straf­ba­re Hand­lung nach ei­nem an­de­ren Ge­setz vor­liegt, wird mit Bus­se be­straft, wer fahr­läs­sig als Ar­beit­ge­ber oder Ar­beit­neh­mer den Vor­schrif­ten über die Ver­hü­tung von Be­rufs­un­fäl­len und Be­rufs­krank­hei­ten zu­wi­der­han­delt und da­durch an­de­re ernst­lich ge­fähr­det.

3 Mit Bus­se wird be­straft, wer vor­sätz­lich:

a.
in Ver­let­zung der Aus­kunfts­pflicht un­wah­re Aus­kunft er­teilt oder die Aus­kunft ver­wei­gert;
b.
die vor­ge­schrie­be­nen For­mu­la­re nicht oder nicht wahr­heits­ge­treu aus­füllt;
c.
als Ar­beit­neh­mer den Vor­schrif­ten über die Ver­hü­tung von Be­rufs­un­fäl­len und Be­rufs­krank­hei­ten zu­wi­der­han­delt, oh­ne da­durch an­de­re zu ge­fähr­den.

4 Han­delt der Tä­ter in den Fäl­len nach Ab­satz 3 fahr­läs­sig, so ist die Stra­fe Bus­se bis zu 5000 Fran­ken.

260 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 25. Sept. 2015 (Un­fall­ver­si­che­rung und Un­fall­ver­hü­tung), in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4375; BBl 20085395, 2014 7911).

Art. 113261  

261 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 25. Sept. 2015 (Un­fall­ver­si­che­rung und Un­fall­ver­hü­tung), mit Wir­kung seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4375; BBl 20085395, 2014 7911).

Art. 114 und 115262  

262 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 12 des BG vom 6. Okt. 2000 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185910, 1994 V 921, 1999 4523).

Zehnter Titel: Verhältnis zum europäischen Recht263

263 Eingefügt durch Ziff. I 10 des BG vom 8. Okt. 1999 zum Abk. zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der EG sowie ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit, in Kraft seit 1. Juni 2002 (AS 2002 701; BBl 1999 6128).

Art. 115a264  

1 In Be­zug auf Per­so­nen, für die die Rechts­vor­schrif­ten der so­zia­len Si­cher­heit der Schweiz oder ei­nes oder meh­re­rer EU-Mit­glied­staa­ten gel­ten oder gal­ten und die Staats­an­ge­hö­ri­ge der Schweiz oder ei­nes EU-Mit­glied­staa­tes sind, auf Flücht­lin­ge oder Staa­ten­lo­se mit Wohn­ort in der Schweiz oder ei­nem EU-Mit­glied­staat so­wie auf die Fa­mi­li­en­an­ge­hö­ri­gen und Hin­ter­las­se­nen die­ser Per­so­nen sind auf die Leis­tun­gen im Gel­tungs­be­reich des vor­lie­gen­den Ge­set­zes fol­gen­de Er­las­se in der für die Schweiz ver­bind­li­chen Fas­sung von An­hang II, Ab­schnitt A, des Ab­kom­mens vom 21. Ju­ni 1999265 zwi­schen der Schwei­ze­ri­schen Eid­ge­nos­sen­schaft ei­ner­seits und der Eu­ro­päi­schen Ge­mein­schaft und ih­ren Mit­glied­staa­ten an­de­rer­seits über die Frei­zü­gig­keit (Frei­zü­gig­keits­ab­kom­men) an­wend­bar:

a.
Ver­ord­nung (EG) Nr. 883/2004266;
b.
Ver­ord­nung (EG) Nr. 987/2009267;
c.
Ver­ord­nung (EWG) Nr. 1408/71268;
d.
Ver­ord­nung (EWG) Nr. 574/72269.

2 In Be­zug auf Per­so­nen, für die die Rechts­vor­schrif­ten der so­zia­len Si­cher­heit der Schweiz, Is­lands, Nor­we­gens oder Liech­ten­steins gel­ten oder gal­ten und die Staats­an­ge­hö­ri­ge der Schweiz, Is­lands, Nor­we­gens oder Liech­ten­steins sind oder die als Flücht­lin­ge oder Staa­ten­lo­se Wohn­ort in der Schweiz oder auf dem Ge­biet Is­lands, Nor­we­gens oder Liech­ten­steins ha­ben, so­wie auf die Fa­mi­li­en­an­ge­hö­ri­gen und Hin­ter­las­se­nen die­ser Per­so­nen sind auf die Leis­tun­gen im Gel­tungs­be­reich des vor­lie­gen­den Ge­set­zes fol­gen­de Er­las­se in der für die Schweiz ver­bind­li­chen Fas­sung von An­la­ge 2 zu An­hang K des Über­ein­kom­mens vom 4. Ja­nu­ar 1960270 zur Er­rich­tung der Eu­ro­päi­schen Frei­han­delsas­so­zia­ti­on (EFTA-Über­ein­kom­men) an­wend­bar:

a.
Ver­ord­nung (EG) Nr. 883/2004;
b.
Ver­ord­nung (EG) Nr. 987/2009;
c.
Ver­ord­nung (EWG) Nr. 1408/71;
d.
Ver­ord­nung (EWG) Nr. 574/72.

3 Der Bun­des­rat passt die Ver­wei­se auf die in den Ab­sät­zen 1 und 2 auf­ge­führ­ten Rechts­ak­te der Eu­ro­päi­schen Uni­on je­weils an, wenn ei­ne An­pas­sung des An­hangs II des Frei­zü­gig­keits­ab­kom­mens und der An­la­ge 2 zu An­hang K des EFTA-Über­ein­kom­mens be­schlos­sen wur­de.

4 Die Aus­drücke «Mit­glied­staa­ten der Eu­ro­päi­schen Uni­on», «Mit­glied­staa­ten der Eu­ro­päi­schen Ge­mein­schaft», «Staa­ten der Eu­ro­päi­schen Uni­on» und «Staa­ten der Eu­ro­päi­schen Ge­mein­schaft» im vor­lie­gen­den Ge­setz be­zeich­nen die Staa­ten, für die das Frei­zü­gig­keits­ab­kom­men gilt.

264 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 7 des BB vom 17. Ju­ni 2016 (Aus­deh­nung des Frei­zü­gig­keits­ab­kom­mens auf die Re­pu­blik Kroa­ti­en), in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 20165233; BBl 2016 2223).

265 SR 0.142.112.681

266 Ver­ord­nung (EG) Nr. 883/2004 des Eu­ro­päi­schen Par­la­ments und des Ra­tes vom 29. April 2004 zur Ko­or­di­nie­rung der Sys­te­me der so­zia­len Si­cher­heit (SR 0.831.109.268.1).

267 Ver­ord­nung (EG) Nr. 987/2009 des Eu­ro­päi­schen Par­la­ments und des Ra­tes vom 16. Sep­tem­ber 2009 zur Fest­le­gung der Mo­da­li­tä­ten für die Durch­füh­rung der Ver­ord­nung (EG) Nr. 883/2004 über die Ko­or­di­nie­rung der Sys­te­me der so­zia­len Si­cher­heit (SR 0.831.109.268.11).

268 Ver­ord­nung (EWG) Nr. 1408/71 des Ra­tes vom 14. Ju­ni 1971 zur An­wen­dung der Sys­te­me der so­zia­len Si­cher­heit auf Ar­beit­neh­mer und Selbst­stän­di­ge so­wie de­ren Fa­mi­li­en­an­ge­hö­ri­ge, die in­ner­halb der Ge­mein­schaft zu- und ab­wan­dern; in der je­weils gül­ti­gen Fas­sung des Frei­zü­gig­keits­ab­kom­mens (AS 2004 121, 2008 42194273, 2009 4831) bzw. des re­vi­dier­ten EFTA-Über­ein­kom­mens.

269 Ver­ord­nung (EWG) Nr. 574/72 des Ra­tes vom 21. März 1972 über die Durch­füh­rung der Ver­ord­nung (EWG) Nr. 1408/71 zur An­wen­dung der Sys­te­me der so­zia­len Si­cher­heit auf Ar­beit­neh­mer und Selbst­stän­di­ge so­wie de­ren Fa­mi­li­en­an­ge­hö­ri­ge, die in­ner­halb der Ge­mein­schaft zu- und ab­wan­dern; in der je­weils gül­ti­gen Fas­sung des Frei­zü­gig­keits­ab­kom­mens (AS 2005 3909, 2008 4273, 2009 6214845) bzw. des re­vi­dier­ten EFTA-Über­ein­kom­mens.

270 SR 0.632.31

Elfter Titel: Schlussbestimmungen271

271 Ursprünglich Zehnter Titel.

1. Kapitel: Aufhebung und Änderung von Gesetzesbestimmungen

Art. 116 Aufhebung  

1 Es wer­den auf­ge­ho­ben:

a.
der Zwei­te und Drit­te Ti­tel des Bun­des­ge­set­zes vom 13. Ju­ni 1911272 über die Kran­ken- und Un­fall­ver­si­che­rung;
b.
das Bun­des­ge­setz vom 18. Ju­ni 1915273 be­tref­fend die Er­gän­zung des Bun­des­ge­set­zes vom 13. Ju­ni 1911 über die Kran­ken- und Un­fall­ver­si­che­rung;
c.
das Bun­des­ge­setz vom 20. De­zem­ber 1962274 über Teue­rungs­zu­la­gen an Rent­ner der Schwei­ze­ri­schen Un­fall­ver­si­che­rungs­an­stalt und des mi­li­tä­ri­schen und zi­vi­len Ar­beits­diens­tes.

2 Es wer­den eben­falls die kan­to­na­len Er­las­se über die ob­li­ga­to­ri­sche Un­fall­ver­si­che­rung der Ar­beit­neh­mer auf­ge­ho­ben.

272[BS 8281; AS 1959858; 1964965; 196864; 1971 1465Schl- und UeB zum X. Tit. Art. 6 Ziff. 2; 1977 2249Ziff. I, 611; 19781836An­hang Ziff. 4; 1982196, 2184Art. 114; 19901091; 1991 362Ziff. II, 412; 1992 288An­hang Ziff. 37; 1995 511. AS 1995 1328An­hang Ziff. 1]

273[BS 8 319; AS 1969 767SchlB Änd. vom 20. Dez. 1968 Abs. 1 Ziff. 2]

274[AS 1963 272]

Art. 117 Änderung  

Än­de­run­gen des gel­ten­den Bun­des­rech­tes ste­hen im An­hang; die­ser ist Be­stand­teil des Ge­set­zes.

2. Kapitel: Übergangsbestimmungen und Inkrafttreten

Art. 118 Übergangsbestimmungen  

1 Ver­si­che­rungs­leis­tun­gen für Un­fäl­le, die sich vor dem In­kraft­tre­ten die­ses Ge­set­zes er­eig­net ha­ben, und für Be­rufs­krank­hei­ten, die vor die­sem Zeit­punkt aus­ge­bro­chen sind, wer­den nach bis­he­ri­gem Recht ge­währt.

2 Für Ver­si­cher­te der Su­va gel­ten je­doch in den in Ab­satz 1 er­wähn­ten Fäl­len vom In­kraft­tre­ten die­ses Ge­set­zes an des­sen Be­stim­mun­gen über:

a.
die Ge­wäh­rung der Heil­be­hand­lung nach Fest­set­zung der Ren­te (Art. 21), so­fern der An­spruch erst nach dem In­kraft­tre­ten die­ses Ge­set­zes ent­steht;
b.
den Aus­schluss der Kür­zung von Pfle­ge­leis­tun­gen und Kos­ten­ver­gü­tun­gen, wenn der Un­fall oder die Be­rufs­krank­heit grob­fahr­läs­sig her­bei­ge­führt wur­de (Art. 37 Abs. 2);
c.
die In­va­li­den­ren­ten, In­te­gri­täts­ent­schä­di­gun­gen, Hilflo­sen­ent­schä­di­gun­gen und Hin­ter­las­se­nen­ren­ten so­wie die Lei­chen­trans­port- und Be­stat­tungs­ko­s­ten, so­fern der An­spruch erst nach dem In­kraft­tre­ten die­ses Ge­set­zes ent­steht;
d.
die Wei­ter­ge­wäh­rung von Wai­sen­ren­ten für Kin­der, die noch in Aus­bil­dung be­grif­fen sind (Art. 30 Abs. 3), wo­bei der An­spruch auf die bei In­kraft­tre­ten die­ses Ge­set­zes be­reits er­lo­sche­nen Ren­ten in­nert Jah­res­frist gel­tend ge­macht wer­den muss;
e.
den Aus­kauf von Ren­ten (Art. 35);
f.
die Teue­rungs­zu­la­gen (Art. 34), wo­bei die Teue­rung für al­le Rent­ner durch die nach bis­he­ri­gem Recht zu­ge­spro­che­nen Ren­ten und all­fäl­li­gen Teue­rungs­zu­la­gen als aus­ge­gli­chen gilt und die Zu­la­gen für die Rent­ner des mi­li­tä­ri­schen und zi­vi­len Ar­beits­diens­tes wei­ter­hin zu Las­ten des Bun­des ge­währt wer­den.

3 War der ver­stor­be­ne Ver­si­cher­te durch ge­richt­li­che Ent­schei­dung oder durch Ver­trag zu Un­ter­halts­bei­trä­gen an ein aus­ser­ehe­li­ches Kind im Sin­ne des Schwei­ze­ri­schen Zi­vil­ge­setz­bu­ches in der Fas­sung vom 10. De­zem­ber 1907275 ver­pflich­tet, so gilt die­ses für die Ge­wäh­rung von Wai­sen­ren­ten als Kind des Ver­si­cher­ten.

4 Ver­si­che­rungs­leis­tun­gen für Nicht­be­rufs­un­fäl­le, die sich vor dem In­kraft­tre­ten der Än­de­rung vom 9. Ok­to­ber 1998276 er­eig­net ha­ben, wer­den nach dem bis­he­ri­gen Recht ge­währt. Die Geld­leis­tun­gen wer­den je­doch nach dem neu­en Recht aus­ge­rich­tet, so­fern der An­spruch nach In­kraft­tre­ten der Än­de­rung vom 9. Ok­to­ber 1998 ent­steht.277

5 Die In­va­li­den­ren­ten, de­ren An­spruch vor In­kraft­tre­ten der Än­de­rung vom 15. De­zem­ber 2000 ent­stan­den ist, wer­den nach dem bis­he­ri­gen Recht ge­währt.278

275[BS 2 3]

276 AS 1999 1321

277 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 9. Okt. 1998. in Kraft seit 1. Jan. 1999 (AS 1999 1321; BBl 1997 III 619627).

278 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 15. Dez. 2000, in Kraft seit 1. Ju­li 2001 (AS 2001 1491; BBl 2000 13201330).

Art. 119 Versicherungsverträge  

Ver­trä­ge über die Un­fall­ver­si­che­rung von Ar­beit­neh­mern für Ri­si­ken, die nach die­sem Ge­setz aus der ob­li­ga­to­ri­schen Un­fall­ver­si­che­rung ge­deckt wer­den, fal­len bei des­sen In­kraft­tre­ten da­hin. Über die­sen Zeit­punkt hin­aus vor­aus­be­zahl­te Prä­mi­en wer­den zu­rück­er­stat­tet. Die An­sprü­che aus Un­fäl­len, die sich vor­her er­eig­net ha­ben, blei­ben vor­be­hal­ten.

Art. 120 Inkrafttreten  

1 Die­ses Ge­setz un­ter­steht dem fa­kul­ta­ti­ven Re­fe­ren­dum.

2 Der Bun­des­rat be­stimmt das In­kraft­tre­ten.

Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 279

1 Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 25. September 2015 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, werden nach bisherigem Recht gewährt.

2 Invalidenrenten und Komplementärrenten nach Artikel 20 werden nach dem neuen Recht (Art. 20 Abs. 2ter) gekürzt, wenn der Bezüger einer solchen Rente das ordentliche Rentenalter zwölf Jahre oder mehr nach dem Inkrafttreten der vorliegenden Änderung erreicht. Erreicht der Rentenbezüger das ordentliche Rentenalter weniger als acht Jahre nach dem Inkrafttreten, wird die Rente nicht gekürzt. Renten von Rentenbezügern, die das ordentliche Rentenalter acht oder mehr Jahre, aber weniger als zwölf Jahre nach Inkrafttreten der vorliegenden Änderung erreichen, werden für jedes weitere, dem achten Jahr folgende ganze Jahr um einen Fünftel des Kürzungsbetrages nach dem neuen Recht gekürzt. Die frei werdenden Deckungskapitalien sind zur Finanzierung von künftigen Teuerungszulagen oder von zusätzlich notwendigen Deckungskapitalien infolge einer Änderung der vom Bundesrat genehmigten Rechnungsgrundlagen zu verwenden.

3 Die Suva und die Versicherer nach Artikel 68 Absatz 1 Buchstaben b und c können die Versicherungsleistungen nach Artikel 90 Absatz 1 für Unfälle, die sich vor dem Inkrafttreten der vorliegenden Änderung ereignet haben, noch während fünf Jahren gemäss bisherigem Recht finanzieren.

4 Die von den Versicherern nach Artikel 68 Absatz 1 Buchstabe a und der Ersatz­kasse bis zum Inkrafttreten der vorliegenden Änderung geäufneten Mittel für die Finanzierung der Teuerungszulagen und die Anpassung der Hilflosen­entschädigung werden vollumfänglich für die in den Artikeln 90a und 90d geregelte Finanzierung verwendet. Die Versicherer nach Artikel 68 Absatz 1 Buchstabe a, die bereits einmal Mitglieder des Fonds zur Sicherung künftiger Renten waren und dies beim Inkrafttreten der vorliegenden Änderung nicht mehr sind, haben mindestens den Betrag als gesonderte Rückstellungen zur Finanzierung der Teue­rungszulagen gemäss Arti­kel 90a und der Anpassung der Hilflosenentschädigung gemäss Artikel 90d bereit zu stellen, den sie bei ihrem Austritt aus dem Fonds zur Sicherung künftiger Renten zu diesem Zweck zurückgestellt hatten.

Datum des Inkrafttretens:280 1. Januar 1984
Art. 57 Abs. 3: 1. Oktober 1982
Art. 60: 1. Oktober 1982
Art. 63 Abs. 2: 1. Oktober 1982
Art. 64 Abs. 1: 1. Oktober 1982
Art. 68 und 69: 1. Oktober 1982
Art. 72 Abs. 1 und 3: 1. Oktober 1982
Art. 75: 1. Oktober 1982
Art. 79 Abs. 1: 1. Oktober 1982
Art. 80: 1. Oktober 1982
Art. 85 Abs. 2–5: 1. Oktober 1982
Art. 107 Abs. 1: 1. Oktober 1982
Art. 108 Abs. 2: 1. Oktober 1982
Art. 109 Abs. 2: 1. Oktober 1982

280Art. 1 der V vom 20. Sept. 1982 (AS 1982 1724)

Anhang

Änderung von Bundeserlassen

281

281 Die Änderungen können unter AS 1982 1676konsultiert werden.

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