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Verordnung des EDI
über die Hygiene bei der Milchproduktion
(VHyMP)

vom 23. November 2005 (Stand am 8. Dezember 2020)

Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI)1,

gestützt auf Artikel 2 der Milchprüfungsverordnung vom 20. Oktober 20102
und Artikel 7 Absatz 1 der Verordnung vom 23. November 20053
über die Primärproduktion,4

verordnet:

1 Die Bezeichnung der Verwaltungseinheit wurde in Anwendung von Art. 16 Abs. 3 der Publikations­verordnung vom 17. Nov. 2004 (AS 20044937) auf den 1. Jan. 2013 angepasst. Die Anpassung wurde im ganzen Text vorgenommen.

2 SR 916.351.0

3 SR 916.020

4 Fassung gemäss Ziff. I der V des EDI vom 20. Okt. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 5025).

1. Abschnitt: Geltungsbereich

Art. 15  

Die­se Ver­ord­nung gilt:

a.
für Tier­hal­tun­gen, in de­nen Milch zur Ab­lie­fe­rung als Le­bens­mit­tel pro­du­ziert wird;
b.
für den Trans­port der Milch.

5 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des EDI vom 20. Okt. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 5025).

2. Abschnitt: Fütterung und Tierhaltung

Art. 2 Räumlichkeiten für die Tierhaltung  

1 Der Stall, in dem die Milch­tie­re un­ter­ge­bracht sind, die Trän­ke- und Füt­te­rung­s­ein­rich­tun­gen und die zum Stall ge­hö­ren­den Räu­me sind sau­ber, or­dent­lich und in gu­tem Zu­stand zu hal­ten.

2 Die Lie­ge­flä­chen sind sau­ber und tro­cken zu hal­ten. Als Streu­mit­tel sind Stroh und an­de­re ge­eig­ne­te Ein­streu in ein­wand­frei­em Zu­stand er­laubt, die die Tier­ge­sund­heit nicht ge­fähr­den und die Milch nicht be­ein­träch­ti­gen.

Art. 3 Haltung und Pflege der Tiere  

Für die Tier­hal­tung gel­ten fol­gen­de Grund­sät­ze:

a.
Die Milch­tie­re sind sau­ber und ge­sund zu hal­ten.
b.
Tie­re, die an ei­ner auf den Men­schen über­trag­ba­ren Krank­heit lei­den oder bei de­nen ent­spre­chen­der Ver­dacht be­steht, sind in wirk­sa­mer Wei­se ab­zu­son­dern.
c.
Das Hal­ten von an­de­ren Nutz­tie­ren als Tie­ren der Rin­der-, Pfer­de-, Schaf- und Zie­gen­gat­tung in Milch­vieh­stäl­len und Lauf­hö­fen ist ver­bo­ten.
Art. 4 Fütterung  

1 Fut­ter und Trän­ke­was­ser dür­fen die Ge­sund­heit der Tie­re und die Qua­li­tät der Milch nicht be­ein­träch­ti­gen. Es dür­fen nur sau­be­re, hy­gie­nisch ein­wand­freie und un­ver­dor­be­ne Fut­ter­mit­tel ver­füt­tert wer­den.

2 An­hang 1 legt die Fut­ter­mit­tel fest, die für Tie­re, die in Milch­vieh­stäl­len ge­hal­ten wer­den, ver­bo­ten sind oder nur be­schränkt ein­ge­setzt wer­den dür­fen.

Art. 5 Fütterung ohne Silage  

1 Wird Milch zur Kä­se­her­stel­lung nach Ar­ti­kel 3 der Milch­preis­stüt­zungs­ver­ord­nung vom 7. De­zem­ber 19986 pro­du­ziert, so darf den lak­tie­ren­den Tie­ren kei­ne Si­la­ge ver­füt­tert wer­den. An­hang 2 Zif­fer 1 legt die An­for­de­run­gen für die Um­stel­lung auf Füt­te­rung oh­ne Si­la­ge fest.

2 Die Fut­ter­mit­tel nach An­hang 2 Zif­fer 2 dür­fen in den vier Wo­chen vor so­wie wäh­rend der Zeit der Kä­se­her­stel­lung nicht oder nur be­schränkt ver­füt­tert wer­den.

3 An­de­ren Tie­ren als lak­tie­ren­den Tie­ren darf Si­la­ge nur un­ter den Vor­aus­set­zun­gen und Auf­la­gen nach An­hang 2 Zif­fer 3 ver­füt­tert wer­den.

6 [AS 1999 1226, 2000 406, 2001 842, 2002 2133050, 2003 5491, 2005 2545, 2006 893, 2007 1469An­hang 4 Ziff. 57. AS 2008 3839Art. 15 Ziff. 1]. Sie­he heu­te: die Milch­preis­stüt­zungs­ver­ord­nung vom 25. Ju­ni 2008 (SR 916.350.2).

3. Abschnitt: Tiergesundheit

Art. 6 Euterkontrolle  

1 Zur Fest­stel­lung von chro­ni­schen, ver­steckt ver­lau­fen­den Eu­ter­ent­zün­dun­gen sind die Eu­ter al­ler Kü­he, de­ren Milch ab­ge­lie­fert wird, min­des­tens ein­mal pro Mo­nat mit dem Schalm­test zu kon­trol­lie­ren. Milch aus Eu­ter­vier­teln, die im Schalm­test po­si­tiv rea­giert (++, +++), gilt als feh­ler­haft.

2 Auf Söm­me­rungs­be­trie­ben ist die ers­te Kon­trol­le spä­tes­tens sie­ben Ta­ge nach der Be­sto­s­sung durch­zu­füh­ren.

3 An­stel­le des Schalm­tests kön­nen die Ein­zel­kuh-Zell­zahl­be­stim­mun­gen im 4/4-Ta­ges­ge­melk, die von den Vieh­zucht­ver­bän­den durch­ge­führt wer­den, oder die per­ma­nen­te, vier­tels­wei­se Leit­fä­hig­keits­mes­sung als Kon­trol­le her­an­ge­zo­gen wer­den. Ist die Zell­zahl der Milch ei­ner Kuh hö­her als 150 000 oder weicht die Leit­fä­hig­keit der Milch ei­nes Vier­tels um 50 Pro­zent von der Norm ab, so ist der Schalm­test durch­zu­füh­ren.

4 Die Er­geb­nis­se der Kon­trol­len sind schrift­lich fest­zu­hal­ten und drei Jah­re auf­zu­be­wah­ren.7

7 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des EDI vom 13. Fe­br. 2008, in Kraft seit 1. März 2008 (AS 2008 567).

Art. 7 Behandlung mit Arzneimitteln  

1 Bei der Be­hand­lung mit Arz­nei­mit­teln müs­sen die An­for­de­run­gen der Tier­arz­nei­mit­tel­ver­ord­nung vom 18. Au­gust 20048 ein­ge­hal­ten wer­den.

2 Die Auf­zeich­nun­gen rich­ten sich nach den Ar­ti­keln 25–29 der Tier­arz­nei­mit­tel­ver­ord­nung vom 18. Au­gust 2004.

4. Abschnitt: Anforderungen an die Milch

Art. 8 Hygienische Anforderungen an die Milch 9  

1 Es darf nur ein­wand­freie Milch mit un­ver­än­der­tem Ge­halt ab­ge­lie­fert wer­den, die von Tie­ren stammt, de­ren all­ge­mei­ner Ge­sund­heits­zu­stand gut ist.

2 Die Milch muss fol­gen­den An­for­de­run­gen ge­nü­gen, wo­bei die me­tho­di­sche Streu­ung be­rück­sich­tigt ist:10

a.11
Kuh­milch

Kri­te­ri­um

An­for­de­rung

Keim­zahl bei 30 °C (pro ml)

< 80 0001

So­ma­ti­sche Zel­len (pro ml)

< 350 0002

Hemm­stof­fe

nicht nach­weis­bar

1
Pro Mo­nat er­mit­tel­ter geo­me­tri­scher Mit­tel­wert bei min­des­tens zwei Pro­ben je Ka­len­der­mo­nat
2
Pro Mo­nat er­mit­tel­ter geo­me­tri­scher Mit­tel­wert bei min­des­tens zwei Pro­ben je Ka­len­der­mo­nat
b.12
Milch von an­de­ren Tier­ar­ten

Kri­te­ri­um

An­for­de­rung

Keim­zahl bei 30 °C (pro ml)

< 1 500 000 bzw. < 500 000, so­fern die Milch zur Her­stel­lung von Roh­milch­er­zeug­nis­sen oh­ne Hit­ze­be­hand­lung be­stimmt ist

Hemm­stof­fe

nicht nach­weis­bar.

3 In je­dem Mo­nat, in dem Milch pro­du­ziert wird, muss die Milch min­des­tens zwei­mal dar­auf un­ter­sucht wer­den, ob sie die An­for­de­run­gen nach Ab­satz 2 er­füllt.13

9 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des EDI vom 20. Okt. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 5025).

10 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des EDI vom 20. Okt. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 5025).

11 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des EDI vom 20. Okt. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 5025).

12 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des EDI vom 13. Fe­br. 2008, in Kraft seit 1. März 2008 (AS 2008 567).

13 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V des EDI vom 20. Okt. 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 5025).

Art. 9 Milch, die den Anforderungen nicht entspricht  

Wenn die Milch den An­for­de­run­gen von Ar­ti­kel 8 nicht ent­spricht, in­for­mie­ren die Prüfla­bo­ra­to­ri­en die zu­stän­di­ge Be­hör­de. Die Pro­du­zen­tin­nen und Pro­du­zen­ten ha­ben die er­for­der­li­chen Sa­nie­rungs­mass­nah­men zu tref­fen.

Art. 10 Verbot des Abgebens von Milch  

1 Ver­bo­ten ist das Ab­lie­fern fol­gen­der Milch:

a.
Milch von Tie­ren, de­nen Stof­fe oder Er­zeug­nis­se ver­ab­reicht wur­den, die ver­bo­ten oder nicht zu­ge­las­sen oder die für die ent­spre­chen­de Be­hand­lun­gen nicht zu­ge­las­sen sind;
b.
Milch von Tie­ren, die mit Arz­nei­mit­teln oder an­de­ren Stof­fen oder Pro­duk­ten be­han­delt wur­den, die die Milch nach­tei­lig be­ein­flus­sen oder die ei­ne Ab­setz­frist für die Milcha­b­lie­fe­rung er­for­dern, so­lan­ge die Tie­re sich in Be­hand­lung be­fin­den oder die Ab­setz­frist noch nicht ab­ge­lau­fen ist;
c.
Milch von Tie­ren, die An­zei­chen ei­ner Krank­heit auf­wei­sen, die über Milch auf den Men­schen über­tra­gen wer­den kann, ins­be­son­de­re von Tu­ber­ku­lo­se und Bru­cel­lo­se; das glei­che gilt für Tie­re, die ei­ner sol­chen Krank­heit ver­däch­tigt wer­den;
d.
Milch von Tie­ren, die an ei­ner Krank­heit lei­den, die die Milch ne­ga­tiv be­ein­flus­sen kann wie In­fek­tio­nen oder Ma­gen-Darm­krank­hei­ten mit Durch­fall und Fie­ber, Ace­to­nämie, Ei­er­stock­zys­ten, In­fek­tio­nen des Ge­ni­tal­ap­pa­ra­tes mit Aus­fluss;
e.
Milch aus sicht­bar ent­zün­de­tem Eu­ter und Milch aus Eu­tern, die im Schalm­test po­si­tiv rea­giert;
f.
Milch von Tie­ren mit of­fe­nen ei­tern­den Wun­den am oder in der Nä­he des Eu­ters oder an­de­ren Wun­den, die die Milch nach­tei­lig be­ein­flus­sen kön­nen;
g.
Milch, die in den ers­ten acht Ta­gen nach Be­ginn der Lak­ta­ti­on ge­won­nen wird;
h.14
...
i.
Milch von Kü­hen, die we­ni­ger als zwei Li­ter Milch pro Tag ge­ben;
j.
Milch, die für die vor­ge­se­he­ne Ver­wen­dungs­art un­taug­lich ist;
k.
Milch aus dem Vor­ge­melk.

2 Tie­re, die in­fol­ge ei­ner tier­ärzt­li­chen Be­hand­lung Fremd­stof­fe in die Milch über­tra­gen kön­nen, müs­sen ge­kenn­zeich­net wer­den.

3 Milch von Tie­ren mit kli­ni­schen An­zei­chen ei­ner Eu­ter­krank­heit darf nur nach An­wei­sung ei­ner Tierärz­tin oder ei­nes Tier­arz­tes als Le­bens­mit­tel ver­wen­det wer­den.

4 Ko­lo­strum nach Ar­ti­kel 66a der Ver­ord­nung des EDI vom 23. No­vem­ber 200515 über Le­bens­mit­tel tie­ri­scher Her­kunft, das bis ma­xi­mal fünf Ta­ge nach der Ge­burt ge­won­nen wur­de, darf ver­mark­tet wer­den. Ko­lo­strum muss ge­trennt von der üb­ri­gen Milch und mit ent­spre­chen­der Be­zeich­nung ab­ge­ge­ben wer­den. Ei­ne Ver­mi­schung von Ko­lo­strum mit Milch ist ver­bo­ten. Die Hy­gie­nean­for­de­run­gen an die Milch­pro­duk­ti­on gel­ten für Ko­lo­strum sinn­ge­mä­ss.16

14 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V des EDI vom 27. Mai 2020, mit Wir­kung seit 1. Ju­li 2020 (AS 2020 2545).

15 AS 2005 6043, 2006 4949, 2008 10096037, 2009 2019, 2010 4637, 2013 4969. AS 2017 973Art. 105. Sie­he heu­te: V des EDI vom 16. Dez. 2016 (SR 817.022.108).

16 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V des EDI vom 13. Fe­br. 2008, in Kraft seit 1. März 2008 (AS 2008 567).

5. Abschnitt: Milchgewinnung

Art. 11 Personalhygiene  

1 Per­so­nen, die Milch ge­win­nen oder be­han­deln, sind zu ho­her per­sön­li­cher Sau­ber­keit ver­pflich­tet. Am Melk­platz müs­sen ge­eig­ne­te Wasch­vor­rich­tun­gen vor­han­den sein, da­mit sie ih­re Ar­me und Hän­de re­gel­mäs­sig rei­ni­gen kön­nen.

2 Sie müs­sen sau­be­re, zweck­mäs­si­ge Klei­der zu tra­gen.

3 Per­so­nen, die akut an ei­ner durch Le­bens­mit­tel über­trag­ba­ren Krank­heit lei­den oder auf Le­bens­mit­tel über­trag­ba­re In­fek­ti­ons­er­re­ger aus­schei­den, dür­fen we­der mel­ken noch Milch be­han­deln. All­fäl­li­ge ärzt­lich fest­ge­stell­te Krank­heits­be­fun­de sind der Pro­du­zen­tin oder dem Pro­du­zen­ten zu mel­den. Die Pro­du­zen­tin­nen und Pro­du­zen­ten sind ver­pflich­tet, das Per­so­nal über die Mel­de­pflicht zu in­for­mie­ren.

Art. 12 Melken  

1 Vor dem Mel­ken müs­sen die von der Milch be­rühr­ten An­la­ge­tei­le, Be­häl­ter und Milch­ge­rä­te sau­ber und von all­fäl­li­gem Rest­was­ser be­freit sein.

2 Die Zit­zen, das Eu­ter und die an­gren­zen­den Kör­per­tei­le müs­sen vor Melk­be­ginn sau­ber sein.

3 Die Milch je­des Tie­res muss im Vor­ge­melk auf or­ga­no­lep­ti­sche so­wie ab­nor­me phy­si­ka­lisch-che­mi­sche Merk­ma­le hin kon­trol­liert wer­den. Milch mit ab­wei­chen­der Or­ga­no­lep­tik und ab­nor­men phy­si­ka­lisch-che­mi­schen Merk­ma­len darf nicht als Le­bens­mit­tel ver­wen­det wer­den.

4 Zit­zen­bä­der und -sprays dür­fen ver­wen­det wer­den, wenn sie nach der Heil­mit­tel­ge­setz­ge­bung oder der Che­mi­ka­li­en­ge­setz­ge­bung zu­ge­las­sen sind.17

17 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des EDI vom 12. Mai 2017, in Kraft seit 1. Ju­ni 2017 (AS 2017 3213).

6. Abschnitt: Milchbehandlung und -lagerung

Art. 13 Filtrieren der Milch  

1 Die Milch ist wäh­rend oder so­fort nach dem Mel­ken mit ei­nem le­bens­mit­tel­taug­li­chen Fil­trier­ge­rät zu fil­trie­ren. Der Ein­satz von Fil­tern, wel­che die Zell­zahl be­ein­flus­sen, ist ver­bo­ten.

2 Wird Milch zur Kä­se­her­stel­lung täg­lich zwei­mal di­rekt ab­ge­lie­fert, so kön­nen die Milch­ver­ar­bei­te­rin oder der Milch­ver­ar­bei­ter und die Pro­du­zen­tin oder der Pro­du­zent ver­ein­ba­ren, dass die Milch in der Kä­se­rei fil­triert wird.

Art. 14 Kühlen und Lagern der Milch  

1 Un­mit­tel­bar nach dem Mel­ken muss die Milch an einen sau­be­ren Ort ver­bracht wer­den, der so kon­zi­piert und aus­ge­rüs­tet ist, dass ei­ne Kon­ta­mi­na­ti­on aus­ge­schlos­sen ist.

2 Wird die Milch täg­lich zwei­mal ge­lie­fert, so ist sie mit flies­sen­dem, kal­tem Was­ser wir­kungs­voll vor­zu­küh­len.

3 Wird die Milch täg­lich ein­mal ge­lie­fert, so muss sie di­rekt nach dem Mel­ken in­ner­halb von zwei Stun­den auf ei­ne Tem­pe­ra­tur von 8 °C oder tiefer ab­ge­kühlt und bei die­ser Tem­pe­ra­tur ge­la­gert wer­den.

4 Wird die Milch je­den zwei­ten Tag ge­lie­fert, muss sie wei­ter auf 6 °C oder tiefer ab­ge­kühlt und bei die­ser Tem­pe­ra­tur ge­la­gert wer­den.

5 Die Pro­du­zen­tin oder der Pro­du­zent hat die Kühl­zeit und La­ger­tem­pe­ra­tur re­gel­mäs­sig zu über­prü­fen. Wäh­rend der Küh­lung und La­ge­rung darf kei­ne qua­li­täts­be­ein­träch­ti­gen­de Fett­schä­di­gung auf­tre­ten.

6 Das ers­te Ge­melk darf bis zum Ab­trans­port in den Ver­ar­bei­tungs­be­trieb höchs­tens 48 Stun­den ge­la­gert wer­den.

7 Die Milch­ver­ar­bei­te­rin oder der Milch­ver­ar­bei­ter kann für die Her­stel­lung von Kä­se ab­wei­chen­de Kühl­tem­pe­ra­tu­ren fest­le­gen. Die La­ger­tem­pe­ra­tur darf je­doch ma­xi­mal 18 °C be­tra­gen. So­fern die La­ger­tem­pe­ra­tur über 8 °C liegt, muss die Ver­ar­bei­tung spä­tes­tens 24 Stun­den nach der Ge­win­nung des äl­tes­ten Ge­mel­kes er­fol­gen. Die Le­bens­mit­tel­si­cher­heit ist je­der­zeit zu ge­währ­leis­ten.18

18 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des EDI vom 13. Fe­br. 2008, in Kraft seit 1. März 2008 (AS 2008 567).

Art. 15 Milchtransport  

1 Die Milch ist scho­nend und hy­gie­nisch in den Ver­ar­bei­tungs­be­trieb zu trans­por­tie­ren.

2 Wäh­rend dem Trans­port muss die Kühl­ket­te auf­recht­er­hal­ten blei­ben, und beim Ein­tref­fen am Be­stim­mungs­ort darf die Milchtem­pe­ra­tur nicht mehr als 10 °C be­tra­gen.

7. Abschnitt: Reinigung und Desinfektion

Art. 16 Grundsatz  

1 Ober­flä­chen von Ma­te­ria­li­en, die mit Milch in Be­rüh­rung kom­men, müs­sen:

a.
aus nicht to­xi­schem Ma­te­ri­al be­ste­hen, das die Milch nicht be­ein­träch­tigt;
b.
glat­te, kor­ro­si­ons­be­stän­di­ge Ober­flä­chen ha­ben;
c.
leicht zu­gäng­lich sein;
d.
leicht zu rei­ni­gen und er­for­der­li­chen­falls zu des­in­fi­zie­ren sein;
e.
in ein­wand­frei­em Zu­stand ge­hal­ten wer­den.

2 Nach Be­nut­zung müs­sen die Ober­flä­chen ge­rei­nigt und er­for­der­li­chen­falls des­in­fi­ziert wer­den.

3 Nach je­der Be­nut­zung oder, bei sehr kur­z­en Zeit­span­nen zwi­schen dem Ent­lee­ren und dem Nach­fül­len, nach meh­re­ren Be­nut­zun­gen, auf je­den Fall je­doch ein­mal pro Ar­beits­tag, müs­sen die Be­häl­ter und Tanks, die zur Be­för­de­rung von Milch ver­wen­det wer­den, ge­rei­nigt und des­in­fi­ziert wer­den, be­vor sie er­neut ver­wen­det wer­den. Aus­ge­nom­men von der täg­li­chen Rei­ni­gung sind Be­häl­ter und Tanks bei zwei­tä­gi­gem Ab­lie­fe­rungs­in­ter­vall.

Art. 17 Reinigungsräume  

Räu­me, in de­nen Be­häl­ter, Melk­an­la­gen und Milch­ge­rä­te ge­rei­nigt wer­den, müs­sen ver­fü­gen über:

a.
ab­wasch­ba­re, säu­re­fes­te Wän­de und Bö­den;
b.
war­mes und kal­tes Was­ser;
c.
si­pho­nier­te Ab­läu­fe;
d.
ei­ne gu­te Be­leuch­tung und Be­lüf­tung.
Art. 18 Reinigungs- und Desinfektionsmittel  

1 Rei­ni­gungs- und Des­in­fek­ti­ons­mit­tel müs­sen in den Ori­gi­nal­pa­ckun­gen oder in Be­hält­nis­sen, die nach der Che­mi­ka­li­en­ge­setz­ge­bung aus­ge­stat­tet und ge­kenn­zeich­net sind, gut ver­schlos­sen und von Le­bens- und Fut­ter­mit­teln ge­nü­gend ge­trennt auf­be­wahrt wer­den.

2 An­stel­le von Des­in­fek­ti­ons­mit­teln kann nach gründ­li­cher Rei­ni­gung auch Heiss­was­ser von min­des­tens 85 °C ver­wen­det wer­den.

Art. 19 Wasserqualität  

Das für die Rei­ni­gung und für das Nach­spü­len ver­wen­de­te Was­ser muss Trink­was­ser­qua­li­tät auf­wei­sen.

Art. 20 Reinigungshilfsmittel  

1 Für die Rei­ni­gungs- und Ent­kei­mungs­ar­bei­ten dür­fen nur hy­gie­nisch ein­wand­freie Hilfs­mit­tel ver­wen­det wer­den. Die Ver­wen­dung von Tü­chern und Lap­pen ist ver­bo­ten.

2 Die für die Rei­ni­gung der Milch­ge­rä­te be­stimm­ten Hilfs­mit­tel dür­fen nicht an­der­wei­tig ver­wen­det wer­den.

Art. 21 Unterhalt 19  

Die Pro­du­zen­tin­nen und Pro­du­zen­ten müs­sen für ei­ne ein­wand­freie Funk­ti­ons­wei­se der Melk­an­la­gen sor­gen. Die Ser­vice­ar­bei­ten an den Melk­an­la­gen müs­sen min­des­tens ein­mal pro Jahr und in Söm­me­rungs­be­trie­ben min­des­tens ein­mal in zwei Jah­ren von ei­ner Fach­per­son nach in­ter­na­tio­nal an­er­kann­ten Nor­men durch­ge­führt wer­den. Die Ser­vice­blät­ter sind drei Jah­re auf­zu­be­wah­ren.

19 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des EDI vom 13. Fe­br. 2008, in Kraft seit 1. März 2008 (AS 2008 567).

8. Abschnitt: Gebäude, Anlagen und Geräte

Art. 22 Stall, Laufbereich und Melkplatz  

1 Die Stäl­le und Lauf­be­rei­che sind so zu ge­stal­ten, dass sie ei­ne tier­ge­rech­te, sau­be­re und ge­sun­de Hal­tung der Tie­re si­cher­stel­len. Der Melk­platz muss ein hy­gie­ni­sches und sau­be­res Mel­ken er­mög­li­chen.

2 Der War­te­raum der Tie­re und der Melk­platz müs­sen be­fes­tig­te Bo­den­be­lä­ge auf­wei­sen.

Art. 23 Räume, Behälter und Milchgeräte  

1 Räu­me, in de­nen Milch ge­la­gert, be­han­delt und ge­kühlt wird, müs­sen so ge­le­gen und be­schaf­fen sein, dass ei­ne Kon­ta­mi­na­ti­on der Milch mög­lichst ver­mie­den wird.

2 Be­häl­ter und Milch­ge­rä­te müs­sen eben­falls so be­schaf­fen sein, dass ei­ne Kon­ta­mi­na­ti­on der Milch mög­lichst ver­mie­den wird.

3 Be­häl­ter und Milch­ge­rä­te dür­fen nur zum Mel­ken, für die Milch­be­hand­lung, ‑küh­lung, -la­ge­rung und den Milchtrans­port so­wie zur Rück­nah­me, je­doch nicht zur La­ge­rung von Schot­te und Ma­ger­milch ver­wen­det wer­den.

Art. 24 Milchlagerräume  

Räu­me, die der La­ge­rung von Milch die­nen, die nicht täg­lich zwei­mal ab­ge­lie­fert wird, müs­sen fol­gen­de An­for­de­run­gen er­fül­len:

a.
Sie müs­sen vom Milch­vieh­stall und vom Melk­stand räum­lich ge­trennt sein. Bei di­rek­tem Zu­gang in den Stall muss die Tü­re selbst­sch­lies­send sein. Er­for­der­lich sind zu­dem ei­ne Schwel­le oder ein Rost so­wie stall­sei­ti­ges Ge­fäl­le und ei­ne se­pa­ra­te Tü­re ins Freie.
b.
Es dür­fen kei­ne di­rek­ten Ver­bin­dun­gen wie Tü­ren oder Lüf­tungs­öff­nun­gen zu Du­sche und WC vor­han­den sein.
c.
Sie müs­sen sto­ss­fes­te Wän­de und einen be­fes­tig­ten Bo­den mit ge­nü­gend Ge­fäl­le zur Ent­wäs­se­rung auf­wei­sen.
d.
Sie müs­sen ver­schliess­bar, Haus­tie­ren nicht zu­gäng­lich und vor Un­ge­zie­fer, ins­be­son­de­re Flie­gen, ge­schützt sein.
e.
Sie müs­sen vor ge­ruch­li­cher Be­ein­träch­ti­gung, na­ment­lich durch Mist­la­ger­platz, Jau­che­gru­be oder Ver­un­rei­ni­gun­gen aus der Um­ge­bung ge­schützt sein.
f.
Sie müs­sen ei­ne gu­te Be­lüf­tung auf­wei­sen und – so­fern die Hy­gie­nean­for­de­run­gen nicht an­der­wei­tig ein­ge­hal­ten wer­den kön­nen – über ei­ne ge­eig­ne­te Kühl­an­la­ge ver­fü­gen.
g.
Öl­ge­schmier­te Va­ku­um­pum­pen dür­fen nicht im Raum in­stal­liert sein; die Ab­luft der üb­ri­gen Va­ku­um­pum­pen­ty­pen muss nach aus­sen ge­lei­tet wer­den.
h.
Sie müs­sen einen be­fes­tig­ten, sau­be­ren Vor­platz auf­wei­sen.
i.
Für die Auf­be­wah­rung von Be­häl­tern und Milch­ge­rä­ten müs­sen zweck­mäs­si­ge Hal­te­run­gen und Ge­stel­le vor­han­den sein.
Art. 25 Milchtanks  

Wird die Milch in ei­nem ge­schlos­se­nen La­ger­tank ge­la­gert, so muss die­ser an ei­nem sau­be­ren und vor Wit­te­rungs­ein­flüs­sen, ge­ruch­li­cher Be­ein­träch­ti­gung und Ver­un­rei­ni­gung ge­schütz­ten Stand­ort mit ei­nem be­fes­tig­ten, glat­ten Bo­den und mit ge­nü­gend Ge­fäl­le für ei­ne gu­te Ent­wäs­se­rung auf­ge­stellt wer­den. Sämt­li­che Öff­nun­gen des Tanks müs­sen ab­sch­liess­bar sein.

9. Abschnitt: Schlussbestimmungen

Art. 26 Aufhebung bisherigen Rechts  

Die Ver­ord­nung des EVD vom 13. April 199920 über die Qua­li­täts­si­che­rung bei der Milch­pro­duk­ti­on wird auf­ge­ho­ben.

Art. 27 Inkrafttreten  

Die­se Ver­ord­nung tritt am 1. Ja­nu­ar 2006 in Kraft.

Anhang 1 21

21 Bereinigt gemäss Ziff. I der V des EDI vom 30. Okt. 2015, in Kraft seit 1. Dez. 2015 (AS 2015 4253) und der Berichtigung vom 1. Okt. 2019 (AS 2019 3085).

(Art. 4 Abs. 2)

Verbotene oder nur beschränkt einsetzbare Futtermittel

Die folgenden Futtermittel dürfen Milchtieren und Tieren, die in Milchviehställen gehalten werden, nicht oder nur beschränkt verfüttert werden.

1 Verbotene Futtermittel

Verdorbene Futtermittel
Futter, das sich in Gärung befindet
schlechte Silage
Melasse und andere flüssige Futtermittel, direkt in die Krippe oder über die Selbsttränke verabreicht
Futtermittel, die so melassiert sind, dass in der Krippe Melasserückstände entstehen
verschmutztes Raufutter
Futter, das mit Dünger behaftet ist
Samen von Kreuzblütlern mit Ausnahme von Raps
Samen von Gemüse mit Ausnahme von Proteinerbsen, Ackerbohnen und Sojabohnen
Gemüseabfälle mit Ausnahme der Gemüse nach Ziffer 2
Lauch- und Zwiebelgewächse (Allioideae)
Futtermittel, die die Anforderungen der Futtermittelbuch-Verordnung vom 10. Juni 199922 nicht erfüllen
Mischfuttermittel, die nicht für Milchtiere bestimmt sind

2 Mengenmässig begrenzt einsetzbare Futtermittel

Kohlrüben, Weissrüben, Zichorienwurzeln: max. 10 kg Frischsubstanz pro Tier und Tag
Kohlblätter, Kohlrübenblätter, Markstammkohl, Raps, Rübsen, Spörgel, Wickgemenge: insgesamt max. 1/3 der gesamten Ration (Trockensubstanz)
Lebertran und Lebertranprodukte: max. 50 g pro Tier und Tag

3 Zeitlich begrenzt einsetzbare Futtermittel

Rübenblattsilage: während der Vegetationsperiode verboten

4 Verfütterung von Schotte und anderen flüssigen Milchnebenprodukten

Bei Verfütterung von Schotte und anderen flüssigen Milchnebenprodukten sind folgende Anforderungen einzuhalten:

Die Produkte müssen ausserhalb von Stall und Melkbereich verfüttert werden.
Der Verfütterungsplatz muss befestigt und leicht zu reinigen sein und einen Abfluss in die Güllegrube haben. Bei Sömmerungsbetrieben ist unter Beachtung der Gewässerschutzvorschriften auch eine Versickerung möglich; der Sicker­bereich darf für die Tiere nicht zugänglich sein.
Die Tränkeeinrichtung und die Lagerbehälter müssen aus Chromnickel-Stahl oder Kunststoff sein.
Schotte und andere flüssige Milchnebenprodukte sind vor der Verfütterung nach den Vorschriften von Anhang 5 Ziffer 31a der Verordnung vom 25. Mai 201123 über die Entsorgung von tierischen Nebenprodukten zu erhitzen.
Milchtransportbehälter dürfen zur Rücknahme, jedoch nicht zur Lagerung von Schotte und anderen flüssigen Milchnebenprodukten verwendet werden. Sie sind unmittelbar nach dem Transport zu reinigen und zu entkeimen.
Die Lager- und übrigen Transportbehälter sind nach der Entleerung zu reinigen und mindestens einmal wöchentlich zu entkeimen.
Die Verfütterung über Selbsttränkeeinrichtungen ist untersagt.
Die Tränkeeinrichtungen sind täglich vollständig zu entleeren, mit Wasser zu reinigen und mindestens einmal wöchentlich zu entkeimen.
Der Platz, auf dem Schotte oder andere flüssige Milchnebenprodukte verfüttert werden, ist sauber zu halten.
Am Abend des Vortages oder am Morgen bezogene, nicht konservierte Schotte und nicht konservierte andere flüssige Milchnebenprodukte müssen bis spätestens am Mittag (in Sömmerungsbetrieben gleichentags) verfüttert werden.

22 [AS 1999 2084, 2002 4313, 20035467, 2005 9816655, 2006 52135217, 2007 4477Ziff. V 21, 2008 3663, 2009 2853, 2010 3812511. AS 2011 5699Art. 22]. Siehe heute: die V des WBF vom 26. Okt. 2011 (SR 916.307.1).

23 SR 916.441.22

Anhang 2 24

24 Die Berichtigung vom 8. Dez. 2020 betrifft nur den italienischen Text (AS 2020 5371).

(Art. 5)

Anforderungen für die Umstellung auf Fütterung ohne Silage

Für die Umstellung auf Fütterung ohne Silage gelten nachstehende Anforderungen:

1 Allgemeine Anforderungen

Wird die Milch eines Betriebes neu oder wieder zur Herstellung von Käse verwendet, ist die Silagefütterung spätestens vier Wochen vorher einzustellen.
Unmittelbar nach der Umstellung auf silagefreie Fütterung sind Silagebe­hälter, Futterkrippe und Futtergeräte zu reinigen. Höchstens 18, mindestens jedoch vier Tage vor Aufnahme der Käseproduktion sind Ställe, Stallge­räte und Laufhöfe zu reinigen. Laufställe (auch Liegeboxen) sind vollständig auszumisten.
Die Milch von Tieren, denen Silage verfüttert worden ist und die in Ställe mit silagefreier Fütterung gebracht worden sind, darf während zehn Tagen nicht zur Käseproduktion abgeliefert werden. Die Tiere sind in dieser Zeit separat zu halten und am Schluss zu melken.
Wird Silage auf dem Hofareal gelagert oder auf dem Betrieb an andere Tiere als laktierende Tiere wie Mast-, Jung- und Galtvieh sowie Kleinvieh und Pferde verfüttert, sind die notwendigen Vorkehrungen zu treffen, dass eine Kontamination der Milch mit Buttersäurebakterien oder -sporen ausge­schlossen ist.
Durch Milchsäuregärung haltbar gemachte Futtermittel, Getreide und Körnerleguminosen sowie mit Hilfsstoffen konservierte Raufutter sind einer Silage gleichgestellt, falls sie mehr als 18 Gewichtsprozent Wasser enthalten.

2 Verbotene oder beschränkt einsetzbare Futtermittel

Während der Zeit der Käseproduktion und der vier vorhergehenden Wochen sind die folgende Futtermittel verboten oder nur beschränkt einsetzbar:

2.1 Verbotene Futtermittel

Getrocknete Futtermittel in eingeweichter Form
Kartoffeln gedämpft
Malztreber frisch
Nasshefe
Silage, nachträglich getrocknet
Zuckerarten und Zuckerwasser als Einzelfuttermittel

2.2 Zeitlich begrenzt einsetzbare Futtermittel

Kartoffelflocken: Während der Vegetationsperiode ist die Verfütterung direkt in die leere Krippe verboten.

3 Fütterung von Silage an andere Tiere als laktierende Tiere

Bei Verfütterung von Silage an andere Tiere als laktierende Tiere wie Mast-, Jung- und Galtvieh, an Kleinvieh und Pferde gelten nachstehende Anforderungen:

3.1 Personalhygiene

Ausserhalb des Milchviehstalles, im Bereich wo Silage verfüttert wird, ist ein Umkleidebereich mit Handwaschgelegenheit vorhanden.
Separate Kleidung und Schuhwerk sind vorhanden und werden benützt.

3.2 Bauliche Anforderungen

Stall und Futtertenne der Milchtiere sind durch feste Wände (ohne Öffnun­gen) vom Stall und Fütterungsbereich der Tiere, die Silage erhalten, getrennt.
Die Silagebehälter sind genügend von den Ställen, den Aufenthaltsräumen und den Fütterungsbereichen der Milchkühe entfernt.
Die Bedienungswege des Milchviehbereiches sind vom Bereich derjenigen Tiere, die Silage erhalten, vollständig getrennt.
Die Siloballenlagerplätze sind genügend von den Ställen und den Aufent­halts- und Fütterungsbereichen der Milchtiere entfernt.

3.3 Verhinderung von Kontaminationen durch Silosaft, Mist und Gülle

Die Silosäfte werden so entsorgt, dass eine Kontamination des Milchvieh­bereichs mit Buttersäurebakterien ausgeschlossen ist.
Es ist sichergestellt, dass die Entmistung des Stalles der Tiere, die Silage erhalten, keine Kontamination im Milchbereich verursacht.
Es ist sichergestellt, dass keine Gülle von Tieren, die Silage erhalten, in den Bereich des Milchviehstalles fliesst.

3.4 Organisatorische Anforderungen

Die Laufhöfe der Milchtiere sind genügend von Tieren, die Silage erhalten, getrennt.
Es ist sichergestellt, dass die Zugänge zu den Milchtieren nicht von Tieren, die Silage erhalten, benützt werden.
Es ist sichergestellt, dass das Futter der laktierenden Tiere nicht mit Silage vermischt oder kontaminiert wird.
Tiere dürfen erst in den Milchviehstall übergeführt werden, nachdem ihnen mindestens zehn Tage keine Silage verfüttert worden ist.
Weiden und Austriebswege der Milchtiere dürfen in der gleichen Periode nicht von Tieren benützt werden, die Silage erhalten.

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LSIS LSPr LSPro LSR LStup LSu LT LTab LTaD LTAF LTBC LTC LTEO LTF LTFB LTI LTM LTN LTo LTr LTRA LTrAlp LTrans LTrD LTro LTTM LTV LTVA Ltém LUMin LUsC LVA LVP LVPC O: O E-VERA O LERI DEFR O OFSPO J+S O pers mil O-CNC-FPr O-CP-CPM O-HEFSM O-LEHE O-LERI O-LRNIS O-OPers O-OPers-DFAE O-SI ABV O-SIGEXPA O-STAC OA 1 OA 2 OA 3 OAA OAAcc OAAE OAAE-DFJP OAAF OAAFM OAAFM-DDPS OAASF OAbCV OAC OACA OACAMIL OACata OAcCP OACE OACI OACM OACP OACS OAdd OAdma OAdo OADou OAEP OAF OAFA OAFam OAG OAGH OAGH-DFI OAgrD OAIE OAlc OAllerg OAM OAMal OAMAS OAMéd OAMédcophy OAO OAOF OAP OAPA OAPCM OApEl OARF OARF-OFT OARG OArm OAS OASA OAsc OASF OASM OASMéd OAStup OAT OAV OAVI OB OBat OBB OBCF OBI OBiG OBioc OBLF OBMa OBNP OBNS OBPL OCA OCA-DFI Ocach OCAl OCart OCBD OCBr Occd OCCEA OCCHE OCCP OCCR OCDA OCDM OCDoc OCEB OCEC OCEl-PA OCEl-PCPP OCEM OCF OCFH OChim OChP OCIFM OCin OCITES OCL OClin OCM OCM ES OCMD OCNE OCo OCOFE OComp-OSPro OCont OCoo OCoR-DFI OCos OCOV OCP OCPD OCPF OCPPME OCPR OCPSan OCR OCS OCSP OCSP-ChF OCSP-DDPS OCSP-DEFR OCSP-DETEC OCSP-DFAE OCSP-DFI OCSP-DFJP OCSPN OCStup OCTE OCVM OCâbles OD OD-ASR OD-DFF Odac ODAlAn ODAlGM ODAlOUs ODAlOV ODAu ODCS ODE OdelO ODEP ODEP-DFI ODes ODF ODFR ODI ODim ODO ODP ODPr ODSC ODV ODVo Odét OE OEAR OEaux OEB OEC OECA OEChim OECin OEDPP OEDRP-DFI OEDS OEE-VT OEEC OEEE OEEJ OEFin OEI-SCPT OEIE OEIMP OEIT OELDAl OELP OEM Oem-LEI Oem-OFJ OEMCN OEMFP OEmiA OEMO OEmol-AFC OEmol-ASF OEmol-BN OEmol-DDPS OEmol-DFAE OEmol-DFI-BN OEmol-fedpol OEmol-LCart OEmol-LSE OEmol-LTr OEmol-OFAC OEmol-OFAG OEmol-OFEV OEmol-OFRO OEmol-OFSPO OEmol-Publ OEmol-RC OEmol-SEFRI OEmol-TA OEmol-TP OEMTP OEMéd OEne OEneR OEng OENu OEOHB OEp OEPI OEPL OERE OESE OESE-DFI OESN OESp OESS OETHand OETV OEV Oexpa OFA-FINMA OFAC OFC OFCo OFCoop OFDG OFDPP OFE OFG OFH OFMO OFo OFOrg Oform OFP OFPAn OFPC-FINMA OFPr OFPT OFSI OFSPers OGE OGEmol OGN OGOM OGPCT OGéo OGéo-swisstopo OGéom OH OHand OHEL OHR OHS-LP OHyAb OHyg OHyPL OHyPPr OIA OIAgr OIAM OIB OIB-FINMA OIBC OIBL OIBT OIC OICa OIDAl OIDE OIE OIELFP OIFC OIFP OIFSN OILC OIMA OIMAS OIMF OIMF-FINMA Oimpauto Oimpmin OInstr pré OInstr prém DDPS Oinv OIOP OIP OIPI OIPSD OIPSD-DEFR OIS OISec OISofCA OISOS OIT OITab OITC OITE-AC OITE-PT-DFI OITE-UE-DFI OITPTh OITRV OIVS OJAr OJAR-FSTD OJM OJPM OLAA OLALA OLang OLAr OLCC OLCP OLDI OLDT OLEC OLED OLEH OLEl OLen OLFP OLG Olico OLN OLOG OLOGA OLOP OLP OLPA OLPD OLPS OLQE OLT 1 OLT 2 OLT 3 OLT 4 OLT 5 OLUsC OMA OMAA OMach OMAH OMAI OMAP OMAS OMat OMAV OMBat OMBT OMCFA OMCo OMDA OME-SCPT OMG OMi OMinTA OMJ-DFJP OMN OMN-DDPS OMO OMob OMoD OMP OMP-OFAG OMP-OFEV OMPr OMSA OMSVM OMéd OMédv OMét ONAE ONag ONCAF ONCR ONGéo ONI ONM ONo-ASR OO OOBE OOC-SCPT OOCCR-OFROU OODA OOIT OOLDI OOMA OOP EPF OOPC OOrgA OOST OOUS OPA OPAAb OPair OPAM OPAn OPAnAb OPAP OParcs OPart OPAS OPAT OPATE OPB OPBC OPBD OPBio OPC OPC-AVS-AI OPC-FINMA OPCAP OPCC OPCi OPCNP OPCo OPCy OPD OPDC OPE OPEA OPer-AH OPer-B OPer-D OPer-Fl OPer-Fo OPer-Fu Oper-IPI OPer-P OPer-S OPers OPers-EPF OPers-PDHH 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OTConst OTDD OTEMO OTEO OTerm OThand OTM OTN OTNI OTo OTPE OTPSP OTR 1 OTR 2 OTrA OTrans Otransa OTrD OTRF OTS OTStup-DFI OTV OTVA OTVM OTém OUC OUMin OUMR OUS OVA OVCC OVid-TP OVIS OVotE Oémol-En P: PA PFCC PPM PPMin R: RAATPF RAI RAPG RAVS RCE RCETF RCN RDE REmol-TAF REmol-TFB RFA RFPPF RI-COMCO RInfo-TFB RNC ROTPF RP-ASR RP-EPF 1 RP-EPF 2 RP-FINMA RP-IFSN RP-IPI RP-METAS RP-MNS RP-PUBLICA RP-Swissmedic RPBC RPEC RS 04 RSD RSTF RTAF RTF RTFB S: SDR No acronym: 818_101_24 331 632_319 818_102 830_31 131_211 131_212 131_213 131_214 131_215 131_216_1 131_216_2 131_217 131_218 131_221 131_222_1 131_222_2 131_223 131_224_1 131_224_2 131_225 131_226 131_227 131_228 131_229 131_231 131_232 131_233 131_235 142_318 142_513 170_321 172_010_441 172_211_21 172_220_11 172_327_11 196_127_67 221_213_221 221_415 360_2 361_0 361_2 362_0 366_1 367_1 420_126 420_171 510_620_2 514_10 632_421_0 672_933_6 701 732_12 741_618 748_222_1 811_117_2 812_121_5 812_214_5 817_023_41 818_101_25 831_471 837_033 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