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Verordnung des EJPD
über Spielbanken
(Spielbankenverordnung EJPD, SPBV-EJPD)

vom 7. November 2018 (Stand am 1. Januar 2019)

Das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD),

gestützt auf die Artikel 11, 16, 20, 43 Absatz 3, 57 Absatz 7, 59 Absatz 4,
60 Absatz 3, 66, 82 Absatz 3, 121 Absatz 1 und 122 der Geldspielverordnung
vom 7. November 20181 (VGS),

verordnet:

1. Kapitel: Dokumentationspflichten

Art. 1 Nachweis der wirtschaftlichen Überlebensfähigkeit  

(Art. 4 VGS)

Zum Nach­weis ih­rer wirt­schaft­li­chen Über­le­bens­fä­hig­keit muss die Ge­such­stel­le­rin ein­rei­chen:

a.
Do­ku­men­te, die zu­ver­läs­sig Aus­kunft über ih­re Fi­nan­zie­rung und Fi­nanz­struk­tur ge­ben;
b.
einen Ge­schäfts- und Fi­nanz­plan für die ers­ten fünf Be­triebs­jah­re.
Art. 2 Dokumente zum Nachweis des guten Rufs, der unabhängigen Geschäftsführung und der einwandfreien Geschäftstätigkeit  

(Art. 8–10 VGS)

1 Zum Nach­weis des gu­ten Rufs, der un­ab­hän­gi­gen Ge­schäfts­füh­rung und der ein­wand­frei­en Ge­schäftstä­tig­keit ju­ris­ti­scher Per­so­nen kann die Eid­ge­nös­si­sche Spiel­ban­ken­kom­mis­si­on (ESBK) von der Ge­such­stel­le­rin ins­be­son­de­re fol­gen­de Do­ku­men­te an­for­dern:

a.
Aus­zug aus dem Han­dels­re­gis­ter;
b.
Aus­zug aus dem Ak­ti­en­buch;
c.
Aus­zug aus dem Schuld­be­trei­bungs- und Kon­kurs­re­gis­ter;
d.
ak­tu­el­len Re­vi­si­ons­be­richt mit ge­prüf­ter Jah­res­rech­nung;
e.
ak­tu­el­len Ge­schäfts­be­richt;
f.
Kon­zern­rech­nung und Kon­zern­or­ga­ni­gramm;
g.
Über­sicht über die fi­nan­zi­el­len Be­tei­li­gun­gen;
h.
Lis­te al­ler Stra­fun­ter­su­chun­gen so­wie al­ler Straf- und Zi­vil­pro­zes­se der letz­ten fünf Jah­re, die sich auf die ju­ris­ti­sche Per­son be­zo­gen ha­ben oder an de­nen die ju­ris­ti­sche Per­son be­tei­ligt war;
i.
Lis­te al­ler Ver­fah­ren und Ent­schei­de der letz­ten fünf Jah­re im Zu­sam­men­hang mit Be­triebs­be­wil­li­gun­gen, die von aus­län­di­schen Be­hör­den im Spiel­ban­ken­be­reich er­teilt wur­den.

2 Zum Nach­weis des gu­ten Rufs, der un­ab­hän­gi­gen Ge­schäfts­füh­rung und der ein­wand­frei­en Ge­schäftstä­tig­keit na­tür­li­cher Per­so­nen kann die ESBK von der Ge­such­stel­le­rin ins­be­son­de­re fol­gen­de Do­ku­men­te an­for­dern:

a.
Aus­zug aus dem Straf­re­gis­ter;
b.
Aus­zug aus dem Schuld­be­trei­bungs- und Kon­kurs­re­gis­ter;
c.
Ko­pie der Steu­er­er­klä­run­gen der letz­ten zwei Jah­re zu­sam­men mit den ent­spre­chen­den de­fi­ni­ti­ven Steu­er­ver­an­la­gun­gen;
d.
Le­bens­lauf ein­sch­liess­lich der An­ga­ben über die wich­tigs­ten Tä­tig­kei­ten und Ge­schäfts­be­zie­hun­gen;
e.
Über­sicht über die fi­nan­zi­el­len Be­tei­li­gun­gen;
f.
Lis­te al­ler Stra­fun­ter­su­chun­gen so­wie al­ler Straf- und Zi­vil­pro­zes­se der letz­ten fünf Jah­re, die sich auf die na­tür­li­che Per­son be­zo­gen ha­ben oder an de­nen die na­tür­li­che Per­son be­tei­ligt war;
g.
Lis­te al­ler Ver­fah­ren und Ent­schei­de der letz­ten fünf Jah­re im Zu­sam­men­hang mit der Aus­übung be­wil­li­gungs­pflich­ti­ger Be­ru­fe.

3 Für Per­so­nen mit Sitz oder Wohn­sitz im Aus­land sind gleich­wer­ti­ge aus­län­di­sche Do­ku­men­te bei­zu­brin­gen.

Art. 3 Aktualisierung der Informationen  

Die In­for­ma­tio­nen nach Ar­ti­kel 2 Ab­satz 2 über Ge­schäfts­lei­tungs- und Ver­wal­tungs­rats­mit­glie­der sind min­des­tens al­le drei Jah­re zu ak­tua­li­sie­ren.

2. Kapitel: Spielangebot

1. Abschnitt: Allgemeines

Art. 4 Spielbankenspiele  

1 Die Spiel­ban­ken kön­nen un­ter Be­ach­tung von Ar­ti­kel 3 VGS fol­gen­de Spiel­ban­ken­spie­le durch­füh­ren:

a.
Tisch­spie­le;
b.
au­to­ma­ti­siert durch­ge­führ­te Geld­spie­le;
c.
Jack­pots.

2 Als Tisch­spie­le gel­ten ins­be­son­de­re:

a.
Bou­le­spiel;
b.
Rou­let­te;
c.
Glücks­rad oder Big Wheel;
d.
Blackjack;
e.
Pun­to Ban­co;
f.
Bac­ca­ra oder Che­min de fer;
g.
Po­ker;
h.
Ca­si­no Stud Po­ker;
i
Sic Bo;
j.
Craps.

3 Als Tisch­spie­le gel­ten auch Va­ri­an­ten und Kom­bi­na­tio­nen der Spie­le nach Ab­satz 2.

Art. 5 Auszahlungsquote  

Je­des Spiel­ban­ken­spiel muss ei­ne theo­re­ti­sche Aus­zah­lungs­quo­te von min­des­tens 80 Pro­zent, aber höchs­tens 100 Pro­zent auf­wei­sen.

Art. 6 Spielutensilien und Spielzubehör  

1 Die Spie­lu­ten­si­li­en und das Spiel­zu­be­hör müs­sen so be­schaf­fen sein und so ge­war­tet und ver­wen­det wer­den, dass sie sich für das be­tref­fen­de Spiel eig­nen und ein fai­res Spiel ge­mä­ss den ge­neh­mig­ten Spiel­re­geln ge­währ­leis­ten.

2 Die Spiel­bank stellt si­cher, dass die Spie­lu­ten­si­li­en und das Spiel­zu­be­hör an ei­nem si­che­ren Ort auf­be­wahrt wer­den.

3 Sie führt ein In­ven­tar der Spie­lu­ten­si­li­en und des Spiel­zu­be­hörs.

Art. 7 Spielergebnisse  

Die zu er­mit­teln­den Spiel­er­geb­nis­se dür­fen nur aus gleich­blei­ben­den Vor­ga­ben be­stimmt wer­den. Jeg­li­cher Kom­pen­sa­ti­ons- oder Steue­rungs­me­cha­nis­mus ist un­ter­sagt.

Art. 8 Anfang und Ende der Spieleinheit  

Ei­ne Spiel­ein­heit be­ginnt mit de­ren Aus­lö­sung durch die Spie­le­rin­nen oder Spie­ler nach Leis­tung ei­nes Ein­sat­zes und en­det mit dem Ent­scheid über Ge­winn oder Ver­lust, be­vor ein neu­er Ein­satz für ei­ne neue Spiel­ein­heit ge­leis­tet wer­den muss.

2. Abschnitt: Tischspiele

Art. 9 Behältnis  

1 Je­der Spiel­tisch ist mit min­des­tens ei­nem ab­sch­liess­ba­ren Be­häl­ter zur Auf­be­wah­rung von Bar­geld, Spiel­mar­ken, Quit­tun­gen, Auf­zeich­nun­gen und For­mu­la­ren aus­zu­stat­ten.

2 Die Be­häl­ter sind mit der Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer des Spiel­tischs zu kenn­zeich­nen.

Art. 10 Datenspeicherung bei mechanischen Zufallszahlengeneratoren  

Rou­let­te und an­de­re Spie­le, de­ren Er­geb­nis aus­sch­liess­lich durch me­cha­ni­sche Zu­falls­ge­ne­ra­to­ren be­stimmt wird, dür­fen nur in Be­trieb ge­nom­men wer­den, wenn die ge­trof­fe­nen Zah­len elek­tro­nisch oder auf an­de­re ge­eig­ne­te Wei­se er­fasst und do­ku­men­tiert wer­den.

3. Abschnitt: Automatisiert durchgeführte Geldspiele

Art. 11 Anforderungen an automatisiert durchgeführte Geldspiele  

1 Ein au­to­ma­ti­siert durch­ge­führ­tes Geld­spiel muss:

a.
nach ei­nem Stromun­ter­bruch den Be­trieb oh­ne Ver­lust von Da­ten wie­der auf­neh­men kön­nen;
b.
über ein in­ter­nes Dia­gno­se­sys­tem ver­fü­gen (Art. 12);
c.
über einen in­ter­nen oder ex­ter­nen Zu­falls­zah­len­ge­ne­ra­tor zur Be­stim­mung der Spie­ler­eig­nis­se und Spiel­er­geb­nis­se ver­fü­gen;
d.
ge­gen Be­ein­flus­sung von aus­sen, ins­be­son­de­re ge­gen elek­tro­ma­gne­ti­sche und elek­tro­sta­ti­sche Stö­run­gen, ge­schützt sein;
e.
über elek­tro­ni­sche Zäh­ler ver­fü­gen.

2 Die Zu­ver­läs­sig­keit des Zu­falls­zah­len­ge­ne­ra­tors ist durch an­er­kann­te Wahr­schein­lich­keits­be­rech­nungs­me­tho­den oder an­de­re von der ESBK an­er­kann­te Ver­fah­ren nach­zu­wei­sen.

Art. 12 Internes Diagnosesystem  

1 Das in­ter­ne Dia­gno­se­sys­tem muss ge­währ­leis­ten, dass Fehl­funk­tio­nen des au­to­ma­ti­siert durch­ge­führ­ten Geld­spiels er­kannt wer­den. Es muss auch die Da­ten ent­hal­ten, die es er­lau­ben, den Aus­gangs­zu­stand des au­to­ma­ti­siert durch­ge­führ­ten Geld­spiels zu ken­nen.

2 Es muss das au­to­ma­ti­siert durch­ge­führ­te Geld­spiel selbst­stän­dig tes­ten. Stellt es Fehl­funk­tio­nen fest, die Aus­wir­kun­gen auf den Spiel­ver­lauf, die Zäh­ler oder die Da­ten­er­fas­sung durch das elek­tro­ni­sche Ab­rech­nungs- und Kon­troll­sys­tem (EAKS) ha­ben, so über­mit­telt es die­se un­ver­züg­lich an das EAKS und blo­ckiert das Ge­rät.

3 Es muss sämt­li­che Spie­ler­eig­nis­se und Spiel­er­geb­nis­se so­wie al­le wei­te­ren In­for­ma­tio­nen der ak­tu­el­len und min­des­tens der vier vor­an­ge­gan­ge­nen Spiel­ein­hei­ten spei­chern.

4 Bei au­to­ma­ti­siert durch­ge­führ­ten Geld­spie­len, die im Ver­lauf ei­nes kos­ten­pflich­ti­gen Spiels kos­ten­lo­se Spie­le an­bie­ten, sind zu­sätz­lich zum kos­ten­pflich­ti­gen Spiel die letz­ten 50 kos­ten­lo­sen Spie­le zu spei­chern.

5 Ist das au­to­ma­ti­siert durch­ge­führ­te Geld­spiel mit ei­nem Bank­no­ten­le­se­ge­rät aus­ge­rüs­tet, so muss das in­ter­ne Dia­gno­se­sys­tem den Wert min­des­tens der letz­ten fünf ak­zep­tier­ten Bank­no­ten so­wie die da­für ge­währ­ten Kre­di­te spei­chern und auf An­fra­ge an­zei­gen. Dies gilt sinn­ge­mä­ss, wenn die Spiel­kre­di­te auf­grund ei­nes an­de­ren Zah­lungs­mit­tels als in Bank­no­ten er­wor­ben wer­den kön­nen.

Art. 13 Zähler  

1 Die am Geld­spiel an­ge­brach­ten Zäh­ler müs­sen es er­lau­ben, den Brut­to­spie­ler­trag des au­to­ma­ti­siert durch­ge­führ­ten Geld­spiels zu be­rech­nen.

2 Sie dür­fen ih­ren ma­xi­ma­len Stand höchs­tens ein­mal pro Mo­nat über­schrei­ten.

3 Sie sind vor Ma­ni­pu­la­tio­nen zu schüt­zen.

Art. 14 Zu erfassende Daten  

1 Die elek­tro­ni­schen Zäh­ler müs­sen bei je­dem an­ge­bo­te­nen Spiel die fol­gen­den Da­ten er­fas­sen:

a.
den Ge­samt­be­trag der ein­ge­setz­ten Spiel­kre­di­te in al­len ge­spiel­ten Spie­len;
b.
den Ge­samt­be­trag der ge­won­ne­nen Spiel­kre­di­te in al­len ge­spiel­ten Spie­len;
c.
die Ge­samtan­zahl der durch­ge­führ­ten Spiel­ein­hei­ten;
d.
den Ge­samt­be­trag der ver­buch­ten Spiel­kre­di­te für je­de Mög­lich­keit, Spiel­gut­ha­ben zu er­wer­ben;
e.
den Ge­samt­be­trag der für je­de Aus­zah­lungs­mög­lich­keit aus­be­zahl­ten Spiel­kre­di­te.

2 Gibt das au­to­ma­ti­siert durch­ge­führ­te Geld­spiel dem Spie­ler die Mög­lich­keit, den Wert des Spiel­kre­dits aus­zu­wäh­len, so müs­sen die Zäh­ler die Da­ten nach Ab­satz 1 Buch­sta­ben a und b als Geld­wert­be­trä­ge an­zei­gen.

4. Abschnitt: Jackpot

Art. 15 Jackpot  

1 Der Jack­pot ist ein Zu­satz­spiel, des­sen Be­trag mit ei­nem Teil des Ba­siss­pielein­sat­zes oder mit ei­nem se­pa­ra­ten Ein­satz fi­nan­ziert wird. Die Aus­lö­sung des Ge­winns kann durch das Er­geb­nis des Ba­siss­piels oder durch ein un­ab­hän­gi­ges Steue­rungs­sys­tem be­stimmt wer­den.

2 Die Be­tei­li­gung der Spie­le­rin­nen und Spie­ler am Jack­pot kann an Be­din­gun­gen ge­knüpft wer­den. Die Be­din­gun­gen sind den Spie­le­rin­nen und Spie­lern be­kannt zu ge­ben.

3 Ist ein Geld­spiel an einen oder meh­re­re Jack­pots an­ge­schlos­sen, so müs­sen die Spie­le­rin­nen und Spie­ler dar­über in­for­miert wer­den, an wel­che Jack­pots es an­ge­schlos­sen ist.

4 Der mög­li­che Jack­pot­ge­winn ent­spricht ent­we­der ei­nem Aus­gangs­wert zu­züg­lich der Sum­me der Bei­trä­ge, die von den Geld­spie­len an den Jack­pot ge­leis­tet wer­den (In­cre­ments), oder ei­nem im Vor­aus fest­ge­leg­ten fi­xen Bar- oder Sach­preis.

5 Wird der Jack­pot­ge­winn von meh­re­ren Spie­le­rin­nen und Spie­lern gleich­zei­tig aus­ge­löst, so wird er zu glei­chen Tei­len un­ter die­sen Spie­le­rin­nen und Spie­lern auf­ge­teilt.

Art. 16 Anforderungen an die Konzeption des Jackpots  

Der Jack­pot muss so kon­zi­piert sein, dass:

a.
kei­ne Rück­schlüs­se auf den Zeit­punkt mög­lich sind, zu dem der Jack­pot aus­ge­löst wird;
b.
bei ei­ner tech­ni­schen Stö­rung kei­ner­lei Da­ten ver­lo­ren ge­hen und die Jack­po­t­sum­me re­kon­stru­iert wer­den kann.
Art. 17 Bedingungen für die Auslösung des Jackpots  

1 Die Be­din­gun­gen für die Aus­lö­sung des Jack­pots sind zum Vor­aus fest­zu­le­gen. Sie dür­fen un­ter Vor­be­halt von Ar­ti­kel 21 bis zur Aus­lö­sung des Jack­pots nicht ver­än­dert wer­den.

2 Die Wahr­schein­lich­keit, dass der Jack­pot aus­ge­löst wird, muss bei al­len au­to­ma­ti­siert durch­ge­führ­ten Geld­spie­len, die an den Jack­pot an­ge­schlos­sen sind, un­ter den­sel­ben Teil­nah­me­be­din­gun­gen die­sel­be sein.

3 Wird der Jack­pot aus­ge­löst, so muss das aus­lö­sen­de au­to­ma­ti­siert durch­ge­führ­te Geld­spiel blo­ckiert wer­den. Es darf erst de­blo­ckiert wer­den, wenn al­le für den Nach­weis des Jack­pot­ge­winns we­sent­li­chen Tat­sa­chen er­mit­telt sind.

4 Nach der Aus­lö­sung des Jack­pots muss er sich un­ver­züg­lich auf den vor­ge­se­he­nen Aus­gangs­wert zu­rück­set­zen.

5 Ab­satz 3 gilt nicht, wenn die In­cre­ments höchs­tens 5000 Fran­ken be­tra­gen.

Art. 18 Aufzeichnung und Aufbewahrung  

1 Das Jack­pot­sys­tem muss au­to­ma­tisch fol­gen­de An­ga­ben auf­zeich­nen:

a.
den ak­tu­el­len Jack­pot­stand;
b.
die an­ge­schlos­se­nen au­to­ma­ti­siert durch­ge­führ­ten Geld­spie­le;
c.
die Bei­trä­ge pro au­to­ma­ti­siert durch­ge­führ­tes Geld­spiel;
d.
den Aus­gangs­wert;
e.
die obe­re Li­mi­te;
f.
die ein­zel­nen Jack­pot­ge­win­ne ein­sch­liess­lich Da­tum und Uhr­zeit;
g.
von wel­chem der an­ge­schlos­se­nen Spie­le der Jack­pot aus­ge­löst wur­de.

2 Das Jack­pot­sys­tem oder das EAKS spei­chert fol­gen­de wei­te­re Da­ten und be­wahrt sie fünf Jah­re auf:

a.
al­le Än­de­run­gen der Pa­ra­me­ter;
b.
al­le Zu­grif­fe auf das Sys­tem, die ei­ne Än­de­rung des Jack­pots be­wir­ken;
c.
al­le Fehl­funk­tio­nen des Sys­tems, die von die­sem er­kannt wur­den;
d.
die Da­ten nach Ab­satz 1 Buch­sta­ben b–g.

3 Die­ser Ar­ti­kel gilt nicht, wenn die In­cre­ments höchs­tens 5000 Fran­ken be­tra­gen.

Art. 19 Echtzeitverbindung und Verbindungsunterbruch  

1 Der Jack­pot und die an­ge­schlos­se­nen Geld­spie­le sind so zu ver­bin­den, dass ei­ne Echt­zeit­ver­bin­dung be­steht.

2 Bei ei­ner Fehl­funk­ti­on des Jack­pots oder ei­nem Un­ter­bruch sei­ner Ver­bin­dung mit ei­nem oder meh­re­ren an­ge­schlos­se­nen Geld­spie­len un­ter­nimmt die Spiel­bank Fol­gen­des:

a.
Sie setzt die be­tref­fen­den Geld­spie­le aus­ser Be­trieb, wenn die Aus­lö­sung des Jack­pots durch die Ge­winn­kom­bi­na­ti­on ei­nes der an­ge­schlos­se­nen Geld­spie­le be­wirkt wird.
b.
Sie in­for­miert die Spie­le­rin­nen und Spie­ler mit ei­ner ent­spre­chen­den An­zei­ge, wenn die Aus­lö­sung des Jack­pot­ge­winns durch den Jack­pot selbst be­stimmt wird.

3 Wird die Ver­bin­dung wie­der­her­ge­stellt, so stellt die Spiel­bank si­cher, dass in al­len Spiel­ban­ken, die an den ge­mein­sa­men Jack­pot an­ge­schlos­sen sind, der glei­che Jack­pot­be­trag an­ge­zeigt wird.

Art. 20 Bestimmung des Bruttospielertrags eines Jackpots  

1 Wird der Jack­pot von nur ei­ner Spiel­bank be­trie­ben, so wird der Jack­pot­be­trag bei der Be­rech­nung des Brut­to­spie­ler­trags be­rück­sich­tigt, so­bald er ei­ner Spie­le­rin oder ei­nem Spie­ler aus­be­zahlt wird.

2 Wird der Jack­pot von meh­re­ren Spiel­ban­ken ge­mein­sam be­trie­ben, so be­rück­sich­ti­gen die­se bei der Be­rech­nung des Brut­to­spie­ler­trags mo­nat­lich al­le In­cre­ments oder Be­trä­ge als Spiel­er­ge­winn, die für die Ali­men­tie­rung des Jack­pots ein­ge­zahlt wer­den. Wird der Jack­pot tat­säch­lich aus­ge­löst und aus­be­zahlt, so wird er vom Brut­to­spie­ler­trag der Spiel­bank, die den Jack­pot­ge­winn aus­zahlt, nicht ab­ge­zo­gen.

3 Wird ein Sach­preis in Aus­sicht ge­stellt, so dür­fen beim Brut­to­spie­ler­trag höchs­tens die Ge­ste­hungs­kos­ten be­rück­sich­tigt wer­den.

Art. 21 Unterbruch und Änderung des laufenden Jackpots  

1 Ein lau­fen­der Jack­pot darf bis zu sei­ner Aus­lö­sung nicht un­ter­bro­chen wer­den. Die ESBK kann Aus­nah­men be­wil­li­gen.

2 Wird der Jack­pot un­ter­bro­chen, so ist bei der Wie­der­in­be­trieb­nah­me der­sel­be Jack­pot­be­trag wie vor dem Er­eig­nis an­zu­zei­gen.

3 Ei­ne Än­de­rung der Pa­ra­me­ter, ins­be­son­de­re der zur Aus­lö­sung des Jack­pots fest­ge­leg­ten Be­din­gung, oder die Neu­ein­ga­be der bis­he­ri­gen Pa­ra­me­ter be­dür­fen der vor­gän­gi­gen Ge­neh­mi­gung durch die ESBK.

4 Än­de­run­gen der Pa­ra­me­ter für einen zu­künf­ti­gen Jack­pot dür­fen den lau­fen­den Jack­pot nicht be­ein­flus­sen.

Art. 22 Änderung und Übertragung des Jackpotbetrags  

1 Der als Ge­winn in Aus­sicht ge­stell­te Jack­pot­be­trag darf bis zur Aus­lö­sung des Jack­pots nur im Fal­le ei­ner Funk­ti­ons­stö­rung ge­än­dert wer­den. Die Än­de­rung be­darf der Ge­neh­mi­gung durch die ESBK.

2 Der als Ge­winn in Aus­sicht ge­stell­te Jack­pot­be­trag kann auf einen an­de­ren Jack­pot über­tra­gen wer­den, ins­be­son­de­re wenn der Jack­pot oder die an­ge­schlos­se­nen au­to­ma­ti­siert durch­ge­führ­ten Geld­spie­le de­fekt sind oder er­setzt wur­den. Die Über­tra­gung be­darf der Ge­neh­mi­gung durch die ESBK.

Art. 23 Vernetzung von Jackpots  

1 Wer­den Spie­le meh­re­rer Spiel­ban­ken ver­netzt, um einen ge­mein­sa­men Jack­pot zu bil­den, so müs­sen die be­tei­lig­ten Spiel­ban­ken die Rech­te und Pflich­ten schrift­lich re­geln.

2 Die Ver­net­zung der Jack­pots muss ver­schlüs­selt er­fol­gen.

3 Die be­tei­lig­ten Spiel­ban­ken müs­sen ei­ne Spiel­bank da­zu be­stim­men, sie ge­gen­über der ESBK be­züg­lich des ge­mein­sa­men Jack­pots zu ver­tre­ten.

5. Abschnitt: Online-Spielbankenspiele

Art. 24 Funktionsprüfung  

(Art. 21 VGS)

Vor der In­be­trieb­nah­me ei­nes neu­en On­li­ne-Spiel­ban­ken­spiels muss die Spiel­bank durch ge­eig­ne­te Tests si­cher­stel­len, dass das Spiel auf ih­rer Spiel­platt­form kor­rekt funk­tio­niert.

Art. 25 Spielunterbruch  

1 Der Un­ter­bruch ei­nes On­li­ne-Spiel­ban­ken­spiels darf sich nicht nach­tei­lig auf die Spie­le­rin­nen und Spie­ler aus­wir­ken.

2 Bei ei­nem Un­ter­bruch wer­den die Ge­win­ne des lau­fen­den Spiels dem Spie­ler­kon­to gut­ge­schrie­ben, und es kann kein Ein­satz er­ho­ben wer­den, so­lan­ge der Ter­mi­nal der Spie­le­rin oder des Spie­lers nicht ver­bun­den ist.

Art. 26 Aufzeichnung der Spielergebnisse  

Sämt­li­che Spie­ler­eig­nis­se und Spiel­er­geb­nis­se so­wie al­le wei­te­ren In­for­ma­tio­nen der ak­tu­el­len und min­des­tens der vier vor­an­ge­gan­ge­nen Spiel­ein­hei­ten sind auf­zu­zeich­nen.

Art. 27 Automatische Wiederholung  

Wird ei­ne au­to­ma­ti­sche Wie­der­ho­lung des Spiels aus­ge­löst, so muss die Spie­le­rin oder der Spie­ler das Spiel nach Ab­schluss der lau­fen­den Spiel­ein­heit be­en­den kön­nen.

6. Abschnitt: Spielturniere

Art. 28 Veranstaltung von Turnieren mit Spielbankenspielen  

1 Spiel­ban­ken dür­fen Tur­nie­re mit Spiel­ban­ken­spie­len ver­an­stal­ten.

2 Als Spiel­tur­nier gilt ei­ne Ver­an­stal­tung, an der sich die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer beim Spiel von Spiel­ban­ken­spie­len mes­sen. Zu Be­ginn des Tur­niers er­hält je­de Teil­neh­me­rin und je­der Teil­neh­mer die­sel­be An­zahl von Spiel­kre­di­ten.

3 Vor der Aus­schrei­bung ei­nes Tur­niers hat die Spiel­bank der ESBK die Tur­nier­re­geln zur Ge­neh­mi­gung ein­zu­rei­chen. Die Tur­nier­re­geln bein­hal­ten min­des­tens An­ga­ben dar­über:

a.
wel­che Spiel­ban­ken­spie­le ge­spielt wer­den;
b.
wie das Spiel ver­läuft;
c.
wie die Ge­win­ne­rin oder der Ge­win­ner er­mit­telt wird;
d.
wie hoch die Ein­schrei­be- oder Teil­nah­me­ge­büh­ren sind;
e.
wel­che Ge­win­ne in Aus­sicht ge­stellt wer­den.

4 Die Tur­nier­re­geln sind den Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mern be­kannt zu ge­ben.

5 Die Spiel­bank führt ei­ne Ab­rech­nung über das Spiel­tur­nier.

Art. 29 Zulässige Spiele  

1 Spiel­tur­nie­re dür­fen nur mit Spiel­ban­ken­spie­len ver­an­stal­tet wer­den, die den An­for­de­run­gen der Ge­setz­ge­bung über Geld­spie­le und Spiel­ban­ken ent­spre­chen.

2 Bei Spiel­tur­nie­ren mit Tisch­spie­len oder au­to­ma­ti­siert durch­ge­führ­ten Geld­spie­len, die dem EAKS an­ge­schlos­sen sind, weist die Spiel­bank die Da­ten, die wäh­rend des Tur­niers ge­sam­melt wur­den, se­pa­rat aus.

3 Die ESBK kann Aus­nah­men be­wil­li­gen, so­fern ein si­che­rer Spiel­be­trieb si­cher­ge­stellt wird.

3. Kapitel: Betrieb

1. Abschnitt: Spielregeln

(Art. 43 VGS)

Art. 30  

Die Spiel­re­geln ent­hal­ten min­des­tens An­ga­ben über:

a.
Spiel­ver­lauf;
b.
Art und Wei­se, wie die Ein­sät­ze zu leis­ten sind;
c.
Mi­ni­mal- und Ma­xi­mal­e­in­sät­ze;
d.
Ge­winn­mög­lich­kei­ten;
e.
bei Tisch­spie­len: Vor­ge­hen, wie die Spiel­lei­te­rin­nen und Spiel­lei­ter be­zeich­net wer­den, so­wie de­ren Auf­ga­ben und Ver­ant­wort­lich­kei­ten.

2. Abschnitt: Kameraüberwachung

Art. 31 Räumlichkeiten  

(Art. 57 Abs. 1 VGS)

Fol­gen­de Räum­lich­kei­ten sind durch ein Ka­me­ra­über­wa­chungs­sys­tem un­un­ter­bro­chen zu über­wa­chen:

a.
Zu­tritts­be­reich zur Spiel­bank;
b.
Spiel­sä­le;
c.
Kas­sen­be­reich;
d.
Räum­lich­kei­ten, in de­nen Geld, Spiel­mar­ken oder Spie­lu­ten­si­li­en auf­be­wahrt, ge­la­gert, trans­por­tiert oder ge­zählt wer­den.
Art. 32 Spieltische und automatisiert durchgeführte Geldspiele  

(Art. 57 Abs. 1 VGS)

1 Je­der Spiel­tisch ist mit ei­nem Ka­me­ra­über­wa­chungs­sys­tem zu über­wa­chen. Die Ka­me­ras im Tisch­spiel­be­reich müs­sen in der La­ge sein, die Spiel­hand­lun­gen, Spie­ler­eig­nis­se und Spiel­er­geb­nis­se, die Wer­te der ge­spiel­ten Spiel­mar­ken, Spiel­kar­ten, Spiel­wür­fel und an­de­ren Spie­lu­ten­si­li­en so auf­zu­zeich­nen, dass sie ein­wand­frei er­kenn­bar sind. Das Ka­me­ra­über­wa­chungs­sys­tem kann mit ei­ner Tonauf­zeich­nungs­mög­lich­keit aus­ge­rüs­tet sein.

2 Bei Spiel­tur­nie­ren gilt Ab­satz 1 nur für den Fi­nal­tisch.

3 Die Ka­me­ras zur Über­wa­chung von au­to­ma­ti­siert durch­ge­führ­ten Geld­spie­len müs­sen in der La­ge sein, die au­to­ma­ti­siert durch­ge­führ­ten Spie­le ein­zeln oder in klei­nen Grup­pen so zu er­fas­sen, dass die für die Si­cher­heit we­sent­li­chen Er­eig­nis­se auf­ge­zeich­net wer­den.

Art. 33 Prozesse  

(Art. 57 Abs. 1 VGS)

1 Fol­gen­de Pro­zes­se sind mit ei­nem Ka­me­ra­über­wa­chungs­sys­tem zu über­wa­chen:

a.
die Trans­ak­tio­nen an den Kas­sen;
b.
die Zäh­lung des Gel­des so­wie der Spiel­mar­ken, ein­sch­liess­lich der Zäh­lung des Tronc;
c.
der Geld- und Spiel­mar­ken­ver­kehr zwi­schen den au­to­ma­ti­siert durch­ge­führ­ten Geld­spie­len, den Spiel­ti­schen, den Tron­c­be­häl­tern, den Kas­sen, den Aus­zah­lungs­ge­rä­ten und dem Tre­sor.

2 Für die Über­wa­chung nach Ab­satz 1 Buch­sta­ben a und b muss der Wert der Bank­no­ten, Mün­zen und Spiel­mar­ken er­kenn­bar sein.

Art. 34 Information über die Kameraüberwachung  

Die An­ge­stell­ten der Spiel­bank so­wie de­ren Kun­din­nen und Kun­den sind in ge­eig­ne­ter Wei­se über die Ka­me­ra­über­wa­chung zu in­for­mie­ren.

Art. 35 Pannen des Kameraüberwachungssystems  

(Art. 57 Abs. 4 VGS)

1 Wird vor Be­ginn des Spiel­tags ei­ne Pan­ne des Ka­me­ra­über­wa­chungs­sys­tems fest­ge­stellt, die ei­ne Un­ter­bre­chung der Über­wa­chung oder der Auf­zeich­nung der Bil­der zur Fol­ge hat, so darf der Be­trieb der be­trof­fe­nen au­to­ma­ti­siert durch­ge­führ­ten Geld­spie­le oder Ti­sche nicht auf­ge­nom­men wer­den.

2 Wird wäh­rend des lau­fen­den Spiel­be­triebs ei­ne Pan­ne des Ka­me­ra­über­wa­chungs­sys­tems fest­ge­stellt, so muss der Be­trieb nach Ab­schluss der lau­fen­den Spiel­ein­heit an den be­trof­fe­nen Ti­schen un­ter­bro­chen wer­den, wenn die Pan­ne die Un­ter­bre­chung der Über­wa­chung zur Fol­ge hat.

Art. 36 Überwachungsraum  

(Art. 57 Abs. 2 VGS)

1 Die Spiel­bank muss über einen ge­si­cher­ten Ka­me­ra­über­wa­chungs­raum ver­fü­gen, in dem die Bil­der al­ler Ka­me­ras an­ge­se­hen wer­den kön­nen, die im Be­reich der Spiel­bank in­stal­liert sind.

2 Min­des­tens ei­ne mit der Ka­me­ra­über­wa­chung be­auf­trag­te Mit­ar­bei­te­rin oder ein da­mit be­auf­trag­ter Mit­ar­bei­ter muss im Über­wa­chungs­raum an­we­send sein und den Spiel­be­trieb von der Er­öff­nung bis zur Schlies­sung der Ti­sche über­wa­chen.

Art. 37 Dokumentationspflicht  

1 Die Spiel­bank führt Pro­to­kol­le, die es er­mög­li­chen, den in­ter­nen Geld­fluss zwi­schen Kas­sen, Ti­schen, au­to­ma­ti­siert durch­ge­führ­ten Geld­spie­len, Re­ser­ven und Haupt­tre­sor nach­zu­voll­zie­hen.

2 Sie pro­to­kol­liert zu­sätz­lich fol­gen­de Hand­lun­gen:

a.
Über­ga­be von Schlüs­seln und Bad­ges;
b.
Ent­nah­me der Tronc-Ein­nah­men;
c.
Pro­gram­mie­rung der Jack­pots und der au­to­ma­ti­siert durch­ge­führ­ten Geld­spie­le;
d.
re­le­van­te Ser­vice­ar­bei­ten so­wie Soft- und Hard­wa­re­sup­port an Spiel­ti­schen, au­to­ma­ti­siert durch­ge­führ­ten Geld­spie­len, Jack­pots, On­li­ne-Spiel­platt­form, Jack­pot­sys­te­men, Ka­me­ra­über­wa­chungs­sys­te­men, EAKS und Da­ten­auf­zeich­nungs­sys­tem (DZS); re­le­vant sind ins­be­son­de­re al­le Ar­bei­ten, die der Auf­recht­er­hal­tung der Qua­li­tät die­nen oder die die Ei­gen­schaf­ten der Ein­rich­tung ver­än­dern kön­nen.

3. Abschnitt: Datenerfassung

Art. 38 Vom EAKS bei automatisiert durchgeführten Geldspielen erfasste Daten  

(Art. 59 VGS)

1 Für je­des Ge­rät, mit dem au­to­ma­ti­siert durch­ge­führ­te Geld­spie­le durch­ge­führt wer­den kön­nen, und für je­den Stand­ort, an dem sol­che Spie­le an­ge­bo­ten wer­den, muss das EAKS au­to­ma­tisch fol­gen­de Da­ten er­fas­sen:

a.
Ge­samt­be­trag der im au­to­ma­ti­siert durch­ge­führ­ten Geld­spiel an­ge­nom­me­nen und ver­buch­ten Spiel­kre­di­te;
b.
Ge­samt­be­trag al­ler Ein­sät­ze;
c.
Ge­samt­be­trag al­ler Ge­win­ne;
d.
Ge­samt­be­trag der Gra­tiss­piel­gut­ha­ben, die in das Ge­rät ein­ge­führt wer­den;
e.
Ge­samt­be­trag der Gra­tiss­piel­gut­ha­ben, die den Spie­le­rin­nen oder den Spie­lern vom Ge­rät zu­rück­ge­ge­ben wer­den;
f.
An­zahl der Spie­le;
g.
Ge­samt­be­trag der Kre­di­te, die ma­nu­ell aus­be­zahlt und auf der Ma­schi­ne zu­rück­ge­stellt wur­den.

2 Aus­ser­dem muss das EAKS für je­des Ge­rät und je­den Stand­ort nach Ab­satz 1 fol­gen­de wei­te­re Da­ten er­fas­sen:

a.
das Da­tum und die Uhr­zeit der Aus­zei­ten und Be­triebs­un­ter­brü­che;
b.
das Da­tum und die Uhr­zeit der Öff­nung der Tü­ren des Ge­räts;
c.
das Da­tum, die Uhr­zeit so­wie ei­ne Be­schrei­bung der Stö­rungs­mel­dun­gen, die vom in­ter­nen Dia­gno­se­sys­tem aus­ge­hen (Art. 12).
Art. 39 Vom DZS bei online durchgeführten Spielen erfasste Daten  

(Art. 60 VGS)

1 Am En­de je­der Spiel­sit­zung sind vom DZS fol­gen­de Da­ten zu er­fas­sen:

a.
Da­tum so­wie Uhr­zeit des Be­ginns und En­des der Spiel­sit­zung;
b.
Ken­nung der Spie­le­rin oder des Spie­lers;
c.
Ken­nung der Spiel­sit­zung;
d.
Ken­nung des Spiels und des Ti­sches;
e.
ge­spiel­tes Spiel, des­sen Ver­si­on und In­for­ma­ti­on, ob es bei ei­ner oder meh­re­ren Spiel­ban­ken durch­ge­führt wird;
f.
An­zahl der Spiel­ein­hei­ten in der Spiel­sit­zung;
g.
Ge­samt­be­trag al­ler Ein­sät­ze in der Spiel­sit­zung;
h.
Ge­samt­be­trag al­ler Ge­win­ne in der Spiel­sit­zung;
i.
Ge­samt­be­trag der Gra­tiss­piel­gut­ha­ben, die in der Spiel­sit­zung ge­setzt wur­den;
j.
Ge­samt­be­trag der Gra­tiss­piel­gut­ha­ben, die in der Spiel­sit­zung ge­won­nen wur­den;
k.
Lis­te der ein­zel­nen ver­rech­nungs­steu­er­pflich­ti­gen Ge­win­ne;
l.
Da­ten des Spie­ler­kon­tos am En­de der Spiel­sit­zung, ins­be­son­de­re die ein­lös­ba­ren und nicht ein­lös­ba­ren Be­trä­ge;
m.
Ge­samt­be­trag der Ge­win­ne, die von ver­netz­ten Jack­pots stam­men und wäh­rend der Spiel­sit­zung ge­won­nen wur­den;
n.
Ge­samt­be­trag der In­cre­ments, die wäh­rend der Spiel­sit­zung an ver­netz­te Jack­pots ge­leis­tet wur­den;
o.
Ge­samt­be­trag der er­ho­be­nen Kom­mis­sio­nen für Spie­le, die von meh­re­ren Spiel­ban­ken ge­mein­sam durch­ge­führt wur­den;
p.
Da­tum und Uhr­zeit der Da­ten­er­fas­sung nach den Buch­sta­ben a–o.

2 Als En­de der Spiel­sit­zung nach Ab­satz 1 gilt der Zeit­punkt, in dem die Spie­le­rin oder der Spie­ler das on­li­ne durch­ge­führ­te Spiel be­en­det oder off­li­ne geht.

3 Bei al­len Trans­ak­tio­nen, wel­che die für die Spie­le­rin oder den Spie­ler ver­füg­ba­ren Be­trä­ge ver­än­dern, so­wie bei je­der Än­de­rung des ad­mi­nis­tra­ti­ven Sta­tus des Spie­ler­kon­tos muss das DZS aus­ser­dem fol­gen­de Da­ten er­fas­sen:

a.
Ken­nung der Spie­le­rin oder des Spie­lers;
b.
Ken­nung der Trans­ak­ti­on;
c.
Trans­ak­ti­ons­art;
d.
ad­mi­nis­tra­ti­ver Sta­tus des Spie­ler­kon­tos;
e.
Be­trag der Trans­ak­ti­on;
f.
Da­ten des Spie­ler­kon­tos nach der Trans­ak­ti­on, ins­be­son­de­re der Be­trag des durch die Spie­le­rin oder den Spie­ler ein­lös­ba­ren Ak­tivsal­dos so­wie der Be­trag des durch die Spie­le­rin oder den Spie­ler nicht ein­lös­ba­ren Ak­tivsal­dos;
g.
sämt­li­che Kom­men­ta­re im Zu­sam­men­hang mit der Trans­ak­ti­on;
h.
Da­tum und Uhr­zeit der Da­ten­er­fas­sung nach den Buch­sta­ben a–g.

4 Am En­de je­des Ta­ges muss das DZS ei­ne Zu­sam­men­fas­sung al­ler Ope­ra­tio­nen des be­tref­fen­den Ta­ges er­stel­len und ins­be­son­de­re fol­gen­de In­for­ma­tio­nen er­fas­sen:

a.
Ge­samt­be­trag al­ler Ein­zah­lun­gen der Spie­le­rin­nen und Spie­ler auf ihr Spie­ler­kon­to;
b.
Ge­samt­be­trag al­ler Be­zü­ge der Spie­le­rin­nen und Spie­ler von ih­rem Spie­ler­kon­to;
c.
Ge­samt­be­trag der von den Spie­le­rin­nen und Spie­lern ein­lös­ba­ren Ak­tivsal­di;
d.
Ge­samt­be­trag der von den Spie­le­rin­nen und Spie­lern nicht ein­lös­ba­ren Ak­tivsal­di;
e.
Ge­samt­be­trag al­ler Ein­sät­ze;
f.
Ge­samt­be­trag al­ler Ge­win­ne;
g.
An­zahl der Spie­ler­kon­ten;
h.
Ge­samt­be­trag der Ge­win­ne, die von ver­netz­ten Jack­pots stam­men;
i.
Ge­samt­be­trag der In­cre­ments an ver­netz­te Jack­pots;
j.
Ge­samt­be­trag der Kom­mis­sio­nen für Spie­le, die von meh­re­ren Spiel­ban­ken ge­mein­sam durch­ge­führt wur­den;
k.
Ge­samt­be­trag der Gra­tiss­piel­gut­ha­ben, die in ein­lös­ba­re Kre­di­te kon­ver­tiert wur­den;
l.
Ge­samt­be­trag der Ein­sät­ze für Spie­le, die von meh­re­ren Spiel­ban­ken ge­mein­sam durch­ge­führt wur­den;
m.
Ge­samt­be­trag der Ge­win­ne für Spie­le, die von meh­re­ren Spiel­ban­ken ge­mein­sam durch­ge­führt wur­den;
n.
Ge­samt­be­trag der ver­rech­nungs­steu­er­pflich­ti­gen Ab­zü­ge;
o.
Da­tum des be­tref­fen­den Ta­ges so­wie Da­tum und Uhr­zeit der Da­ten­er­fas­sung nach den Buch­sta­ben a–n.
Art. 40 Anforderungen an das EAKS, das DZS oder an das Jackpotsystem  

1 Für je­den Jack­pot muss das EAKS oder ein gleich­wer­ti­ges Sys­tem fol­gen­de Da­ten er­fas­sen:

a.
Jack­pot­ge­win­ne, ein­sch­liess­lich Da­tum und Uhr­zeit;
b.
bei Aus­lö­sung des Jack­pots die Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer des aus­lö­sen­den au­to­ma­ti­siert durch­ge­führ­ten Geld­spiels.

2 Bei On­li­ne-Jack­pots hat das DZS bei der Aus­lö­sung des Jack­pots für je­de Ge­win­ne­rin und je­den Ge­win­ner fol­gen­de Da­ten zu er­fas­sen:

a.
Ken­nung der Spie­le­rin oder des Spie­lers;
b.
Ken­nung des Jack­pots;
c.
Jack­po­t­sum­me vor der Aus­lö­sung;
d.
Jack­po­t­sum­me nach der Aus­lö­sung;
e.
Be­trag des an die Spie­le­rin oder den Spie­ler aus­ge­schüt­te­ten Ge­winns;
f.
Be­trag der Gra­tiss­piel­gut­ha­ben, die an die Spie­le­rin oder den Spie­ler aus­ge­schüt­tet wur­den;
g.
In­for­ma­ti­on, ob es sich um einen ver­netz­ten Jack­pot han­delt oder nicht;
h.
Da­tum und Uhr­zeit des Ge­winns;
i.
Da­tum und Uhr­zeit der Da­ten­er­fas­sung nach den Buch­sta­ben a–h.
Art. 41 Datenspeicherung  

(Art. 61 VGS)

1 Die Da­ten nach den Ar­ti­keln 38 und 40 Ab­satz 1 sind un­ver­än­dert von den an das EAKS an­ge­schlos­se­nen au­to­ma­ti­siert durch­ge­führ­ten Geld­spie­len zu über­neh­men und zu spei­chern (Roh­da­ten). Sie sind vor jeg­li­cher Än­de­rung zu schüt­zen.

2 Die ESBK stellt den Spiel­ban­ken For­mu­la­re für die Da­ten­über­mitt­lung zur Ver­fü­gung.

3 Die zur Be­stim­mung des Brut­to­spie­ler­trags die­nen­den Wer­te, die vom EAKS auf der Grund­la­ge von Roh­da­ten ge­mel­det wer­den und die ins­be­son­de­re in­fol­ge von Fehl­funk­tio­nen be­rich­tigt wor­den wä­ren, müs­sen ent­spre­chend ge­kenn­zeich­net und ord­nungs­ge­mä­ss be­grün­det wer­den.

Art. 42 Zugriffsprotokoll und Zugriffsrecht  

Das EAKS er­stellt ein Pro­to­koll über je­den Zu­griff auf das Sys­tem so­wie über je­de Be­ar­bei­tung, die einen Ein­fluss auf die Da­ten ha­ben.

Art. 43 Verbindung  

1 Au­to­ma­ti­siert durch­ge­führ­te Geld­spie­le und Tisch­spie­le, die elek­tro­nisch ab­ge­rech­net wer­den, müs­sen per­ma­nent mit dem EAKS ver­bun­den sein.

2 Bei ei­nem Ver­bin­dungs­un­ter­bruch sind die be­trof­fe­nen au­to­ma­ti­siert durch­ge­führ­ten Geld­spie­le un­ver­züg­lich aus­ser Be­trieb zu neh­men, so­fern die Da­ten nicht in ei­nem Zwi­schen­spei­cher oder auf ei­ne an­de­re Art ge­spei­chert oder ge­si­chert und an­sch­lies­send oh­ne Da­ten­ver­lust in das EAKS über­tra­gen wer­den kön­nen.

3 Das EAKS prüft re­gel­mäs­sig, ob ei­ne Ver­bin­dung zu den au­to­ma­ti­siert durch­ge­führ­ten Geld­spie­len be­steht. Es zeigt einen Ver­bin­dungs­un­ter­bruch an und er­stellt ein ent­spre­chen­des Pro­to­koll.

Art. 44 Zugriffsbeschränkung  

1 Die Spiel­bank be­stimmt die Per­so­nen, die Zu­griff auf Ein­rich­tun­gen und Sys­te­me ha­ben, die für die Be­stim­mung des Brut­to­spie­ler­trags wich­ti­ge Da­ten ent­hal­ten, ins­be­son­de­re das EAKS, das DZS, das Ka­me­ra­über­wa­chungs­sys­tem und die Jack­pot­sys­te­me.

2 Je­de Per­son muss über ein in­di­vi­du­el­les Pass­wort ver­fü­gen. Auf Ge­such der Spiel­bank kann die ESBK an­de­re min­des­tens gleich­wer­ti­ge Vor­keh­run­gen be­wil­li­gen.

3 Drit­te ha­ben nur Zu­griff auf die Ein­rich­tun­gen und Sys­te­me nach Ab­satz 1, wenn die be­tref­fen­de Per­son über ei­ne Ge­neh­mi­gung der Spiel­bank und über einen Zu­gang ver­fügt, der durch ein in­di­vi­du­el­les Pass­wort ge­schützt ist.

4 Zu­grif­fe von Drit­ten von in­ner­halb oder aus­ser­halb der Spiel­bank auf die Ein­rich­tun­gen und Sys­te­me nach Ab­satz 1 sind in ei­nem Pro­to­koll mit fol­gen­den An­ga­ben fest­zu­hal­ten:

a.
dem Na­men der oder des Ver­ant­wort­li­chen, die oder der den Zu­griff er­laubt hat;
b.
dem Na­men der Per­son, die den Zu­griff aus­ge­führt hat;
c.
der Uhr­zeit, dem Da­tum und der Dau­er des Zu­griffs;
d.
dem Grund des Zu­griffs;
e.
ei­ner Be­schrei­bung der aus­ge­führ­ten Ar­bei­ten.

4. Abschnitt: Dokumentation

Art. 45 Dokumentation der Überwachungssysteme  

(Art. 57, 59 und 60 VGS)

1 Zum Ka­me­ra­über­wa­chungs­sys­tem kann die ESBK fol­gen­de An­ga­ben und Un­ter­la­gen ein­for­dern:

a.
Na­me und Adres­se des Lie­fe­ran­ten so­wie zu­sätz­lich des Her­stel­lers, wenn die­ser nicht mit dem Lie­fe­ran­ten iden­tisch ist;
b.
Ty­pen-, Mo­dell- oder Se­ri­en­num­mer;
c.
An­ga­ben zu den Ka­me­ras;
d.
Stand­ort des Ka­me­ra­über­wa­chungs­raums;
e.
Plan des Ka­me­ra­über­wa­chungs­sys­tems;
f.
einen ge­nau­en tech­ni­schen Be­schrieb der Funk­ti­ons­wei­se des Sys­tems.

2 Zum EAKS und zum DZS kann die ESBK fol­gen­de An­ga­ben und Un­ter­la­gen ein­for­dern:

a.
Na­me und Adres­se des Lie­fe­ran­ten so­wie zu­sätz­lich des Her­stel­lers, wenn die­ser nicht mit dem Lie­fe­ran­ten iden­tisch ist;
b.
Ty­pen-, Mo­dell- oder Se­ri­en­num­mer;
c.
Art und An­zahl der an­ge­schlos­se­nen Spie­le;
d.
Be­schrei­bung der ein­ge­setz­ten Hard- und Soft­wa­re wie Sche­ma­ta und Ab­lauf­dia­gram­me;
e.
voll­stän­di­ge Do­ku­men­ta­ti­on über die Hard- und Soft­wa­re;
f.
Pro­gramm;
g.
ein Zer­ti­fi­kat oder ei­ne Be­schei­ni­gung so­wie den Prüf­be­richt ei­ner Stel­le nach Ar­ti­kel 62 VGS, aus dem oder der her­vor­geht, dass die Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen den an­ge­schlos­se­nen au­to­ma­ti­siert durch­ge­führ­ten Geld­spie­len so­wie die Auf­zeich­nung der Da­ten si­cher­ge­stellt sind.
Art. 46 Dokumentation der Spielbankenspiele  

1 Zu den Tisch­spie­len kann die ESBK fol­gen­de An­ga­ben und Un­ter­la­gen ein­for­dern:

a.
Na­me und Adres­se des Lie­fe­ran­ten so­wie zu­sätz­lich des Her­stel­lers, wenn die­ser nicht mit dem Lie­fe­ran­ten iden­tisch ist;
b.
Ty­pen-, Mo­dell- oder Se­ri­en­num­mer;
c.
Zeich­nun­gen und Plä­ne der Spiel­ti­sche so­wie ih­rer Kom­po­nen­ten und Bau­tei­le;
d.
Be­schrei­bung der ein­ge­setz­ten Hard- und Soft­wa­re wie Sche­ma­ta und Ab­lauf­dia­gram­me;
e.
An­ga­ben über den Ab­lauf des Spiels;
f.
Be­schrei­bung der an­ge­wand­ten Prüf­ver­fah­ren;
g.
Prüf­be­richt.

2 Zu den au­to­ma­ti­siert durch­ge­führ­ten Geld­spie­len kann die ESBK fol­gen­de An­ga­ben und Un­ter­la­gen ein­for­dern:

a.
Na­me und Adres­se des Lie­fe­ran­ten so­wie zu­sätz­lich des Her­stel­lers, wenn die­ser nicht mit dem Lie­fe­ran­ten iden­tisch ist;
b.
Ty­pen-, Mo­dell- oder Se­ri­en­num­mer;
c.
Zeich­nun­gen und Plä­ne der au­to­ma­ti­siert durch­ge­führ­ten Geld­spie­le so­wie ih­rer Kom­po­nen­ten und Bau­tei­le;
d.
Be­schrei­bung der ein­ge­setz­ten Hard- und Soft­wa­re wie Sche­ma­ta und Ab­lauf­dia­gram­me;
e.
An­ga­ben über den Ab­lauf des Spiels;
f.
Be­schrei­bung der an­ge­wand­ten Prüf­ver­fah­ren;
g.
di­gi­ta­le Farb­fo­to­gra­fi­en der au­to­ma­ti­siert durch­ge­führ­ten Geld­spie­le;
h.
Funk­ti­on und Auf­bau des Zu­falls­zah­len­ge­ne­ra­tors;
i.
Art und Wei­se, wie die ein­zel­nen Spie­ler­eig­nis­se und Spiel­er­geb­nis­se zu­stan­de kom­men;
j.
mög­li­cher Höchst­ge­winn pro Spiel­ein­heit;
k.
Art der Be­rech­nung so­wie Er­geb­nis­se der Spiel­sta­tis­tik;
l.
An­zahl so­wie Er­geb­nis­se der durch­ge­führ­ten Test­spie­le oder Spiel­si­mu­la­tio­nen;
m.
Aus­zah­lungs­quo­te;
n.
Ge­winn­wahr­schein­lich­kei­ten;
o.
Sour­ce­co­de;
p.
Ver­wen­dung von di­gi­ta­len Spei­cher­me­di­en wie EPROM, CD-ROM, Flas­h­card;
q.
ein Zer­ti­fi­kat oder ei­ne Be­schei­ni­gung so­wie den Prüf­be­richt ei­ner Stel­le nach Ar­ti­kel 62 VGS, aus dem oder der her­vor­geht, dass die au­to­ma­ti­siert durch­ge­führ­ten Geld­spie­le den ge­setz­li­chen An­for­de­run­gen ent­spre­chen.
3 Zu den On­li­ne-Spiel­ban­ken­spie­len kann die ESBK fol­gen­de An­ga­ben und Un­ter­la­gen ein­for­dern:
a.
Na­me und Adres­se des Lie­fe­ran­ten so­wie zu­sätz­lich des Her­stel­lers, wenn die­ser nicht mit dem Lie­fe­ran­ten iden­tisch ist;
b.
Be­schrei­bung der ein­ge­setz­ten Hard- und Soft­wa­re wie Sche­ma­ta und Ab­lauf­dia­gram­me;
c.
An­ga­ben über den Ab­lauf des Spiels;
d.
Be­schrei­bung der an­ge­wand­ten Prüf­ver­fah­ren;
e.
Funk­ti­on und Auf­bau des Zu­falls­zah­len­ge­ne­ra­tors;
f.
Art und Wei­se, wie die ein­zel­nen Spie­ler­eig­nis­se und Spiel­er­geb­nis­se zu­stan­de kom­men;
g.
mög­li­cher Höchst­ge­winn pro Spiel­ein­heit;
h.
Art der Be­rech­nung so­wie Er­geb­nis­se der Spiel­sta­tis­tik;
i.
An­zahl so­wie Er­geb­nis­se der durch­ge­führ­ten Test­spie­le oder Spiel­si­mu­la­tio­nen;
j.
Aus­zah­lungs­quo­te;
k.
Ge­winn­wahr­schein­lich­kei­ten;
l.
Sour­ce­co­de;
m.
Me­tho­de zur ein­deu­ti­gen Iden­ti­fi­zie­rung des Spiels;
n.
ein Zer­ti­fi­kat oder ei­ne Be­schei­ni­gung so­wie den Prüf­be­richt ei­ner Stel­le nach Ar­ti­kel 62 VGS, aus dem oder der her­vor­geht, dass die On­li­ne-Spiel­ban­ken­spie­le den ge­setz­li­chen An­for­de­run­gen ent­spre­chen.

4 Zu den Jack­pots kann die ESBK fol­gen­de An­ga­ben und Un­ter­la­gen ein­for­dern:

a.
Na­me und Adres­se des Lie­fe­ran­ten so­wie zu­sätz­lich des Her­stel­lers, wenn die­ser nicht mit dem Lie­fe­ran­ten iden­tisch ist;
b.
Ty­pen-, Mo­dell- oder Se­ri­en­num­mer;
c.
Zeich­nun­gen und Plä­ne der Jack­pot­sys­te­me so­wie ih­rer Kom­po­nen­ten und Bau­tei­le;
d.
Be­schrei­bung der ein­ge­setz­ten Hard- und Soft­wa­re wie Sche­ma­ta und Ab­lauf­dia­gram­me;
e.
An­ga­ben über den Ab­lauf des Spiels;
f.
Be­schrei­bung der an­ge­wand­ten Prüf­ver­fah­ren;
g.
Ty­pen-, Mo­dell- oder Se­ri­en­num­mer der an den Jack­pot an­ge­schlos­se­nen au­to­ma­ti­siert durch­ge­führ­ten Geld­spie­le;
h.
Be­schrieb der Funk­ti­ons­wei­se des Jack­pots so­wie des Kri­te­ri­ums, das den Jack­pot aus­löst;
i.
Sour­ce­co­de;
j.
Pro­gramm;
k.
ein Zer­ti­fi­kat oder ei­ne Be­schei­ni­gung so­wie den Prüf­be­richt ei­ner Stel­le nach Ar­ti­kel 62 VGS, aus dem oder der her­vor­geht, dass der Jack­pot den ge­setz­li­chen An­for­de­run­gen ent­spricht.
Art. 47 Besondere Dokumentationsvorschriften  

1 Stellt die Spiel­bank Na­mens­schecks aus oder nimmt sie Na­mens­schecks an, so re­gist­riert sie:

a.
Na­me, Vor­na­me, Ge­burts­da­tum und Adres­se der Aus­stel­le­rin oder des Aus­stel­lers oder der Per­son, der sie den Na­mens­scheck aus­stellt;
b.
Art und Num­mer des Aus­wei­ses;
c.
Da­tum und Uhr­zeit der Trans­ak­ti­on;
d.
Num­mer des Na­mens­schecks und ge­ge­be­nen­falls Kon­to­num­mer und Bank der Aus­stel­le­rin oder des Aus­stel­lers.

2 Stellt die Spiel­bank ih­ren Spie­le­rin­nen und Spie­lern De­pots zur Ver­fü­gung, so re­gis­triert sie:

a.
Na­me, Vor­na­me, Ge­burts­da­tum und Adres­se der De­po­t­in­ha­be­rin oder des De­po­t­in­ha­bers;
b.
Art und Num­mer des Aus­wei­ses;
c.
Be­zü­ge und Ein­zah­lun­gen auf das De­pot mit Da­tum und Uhr­zeit.

3 Bei der Re­gis­trie­rung von Jack­pot­ge­win­nen er­fasst die Spiel­bank fol­gen­de Da­ten:

a.
Na­me, Vor­na­me, Ge­burts­da­tum und Adres­se der Ge­win­ne­rin oder des Ge­win­ners;
b.
Art und Num­mer des Aus­wei­ses;
c.
Hö­he des Spiel­ge­winns.

4 Die ESBK legt in Richt­li­ni­en wei­te­re Vor­ga­ben über die Re­gis­trie­rung nach die­sem Ar­ti­kel fest. Sie gibt ins­be­son­de­re die Hö­he des Spiel­ge­winns vor, ab der ei­ne Re­gis­trie­rung nach Ab­satz 3 er­for­der­lich ist.

4. Kapitel: Schutz der Spielerinnen und Spieler vor exzessivem Geldspiel

Art. 48 Sozialkonzept  

(Art. 81 und 82 VGS)

In ih­rem So­zi­al­kon­zept er­läu­tert die Spiel­bank un­ter Be­rück­sich­ti­gung der Merk­ma­le des Ver­triebs­ka­nals ins­be­son­de­re:

a.
Art, Form und In­halt der In­for­ma­tio­nen, die sie den Spie­le­rin­nen und Spie­lern nach Ar­ti­kel 77 des Geld­spiel­ge­set­zes vom 29. Sep­tem­ber 20172 (BGS) zur Ver­fü­gung stellt;
b.
Be­ob­ach­tungs­kri­te­ri­en, Me­tho­den, Mit­tel und In­stru­men­te, die ein­ge­setzt wer­den, um ei­ne Früh­er­ken­nung von spiel­sucht­ge­fähr­de­ten Spie­le­rin­nen und Spie­lern zu ge­währ­leis­ten, so­wie die vor­ge­se­he­nen Mass­nah­men;
c.
Mass­nah­men, die sie den Spie­le­rin­nen und Spie­lern zu Selbst­kon­trol­len, Spiel­be­schrän­kun­gen und Spielm­ode­ra­ti­on an­bie­tet, so­wie die vor­ge­se­he­nen In­ter­ven­tio­nen und Mass­nah­men;
d.
Ver­fah­ren zur Über­prü­fung der Vor­aus­set­zun­gen von Spiel­sper­ren, ein­sch­liess­lich der ein­ge­setz­ten Mit­tel und In­stru­men­te;
e.
Ver­fah­ren zur Ein­füh­rung und Auf­he­bung von Spiel­sper­ren, ein­sch­liess­lich der ein­ge­setz­ten Mit­tel und In­stru­men­te;
f.
Rol­le und Kom­pe­ten­zen von bei­ge­zo­ge­nen ex­ter­nen Ex­per­tin­nen und Ex­per­ten, ins­be­son­de­re beim Ver­fah­ren für die Auf­he­bung von Spiel­sper­ren;
g.
Aus­bil­dungs­pro­gramm mit An­ga­ben pro Aus­bil­dungs­typ zu den Funk­tio­nen der Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer, zur Dau­er, zum In­halt und zu den ein­ge­setz­ten Aus­bild­ne­rin­nen und Aus­bild­nern;
h.
Or­ga­ni­sa­ti­on und Füh­rung der Do­ku­men­ta­ti­on nach Ar­ti­kel 49.
Art. 49 Dokumentation in Verbindung mit der Umsetzung der Sozialschutzmassnahmen  

1 Die Do­ku­men­ta­ti­on be­tref­fend das So­zi­al­kon­zept um­fasst sämt­li­che Do­ku­men­te und Da­ten, die bei der Um­set­zung der Mass­nah­men nach Ar­ti­kel 76 Ab­satz 1 BGS3 er­stellt und be­schafft wer­den.

2 Die Spiel­bank er­stellt und or­ga­ni­siert ih­re Do­ku­men­ta­ti­on so, dass sich die ESBK je­der­zeit ein zu­ver­läs­si­ges Ur­teil über die Ein­hal­tung der Mass­nah­men zur Be­kämp­fung des ex­zes­si­ven Geld­spiels bil­den kann. Die Do­ku­men­ta­ti­on muss es der ESBK ins­be­son­de­re er­mög­li­chen, die von der Spiel­bank un­ter­nom­me­nen Schrit­te, die dar­aus ge­won­ne­nen Er­kennt­nis­se und die ge­trof­fe­nen Ent­schei­de nach­zu­voll­zie­hen.

Art. 50 Aus- und Weiterbildung  

1 In der Grund­aus­bil­dung soll das be­trof­fe­ne Per­so­nal ins­be­son­de­re ler­nen, wel­che Kri­te­ri­en für die Früh­er­ken­nung be­ste­hen und wie es ge­mä­ss den Ver­fah­ren des So­zi­al­kon­zepts ein­schrei­ten kann. Die Grund­aus­bil­dung muss in den ers­ten sechs Mo­na­ten nach dem Stel­len­an­tritt durch­ge­führt wer­den.

2 In der jähr­li­chen Wei­ter­bil­dung wer­den die in der Grund­aus­bil­dung er­wor­be­nen Kennt­nis­se er­gänzt und ver­tieft.

Art. 51 Kommerzielle Kontakte zu gesperrten Spielerinnen und Spielern  

(Art. 77 VGS)

Die Spiel­ban­ken dür­fen zu ge­sperr­ten Spie­le­rin­nen und Spie­lern kei­ne kom­mer­zi­el­len Kon­tak­te auf­neh­men.

5. Kapitel: Schlussbestimmungen

Art. 52 Aufhebung eines anderen Erlasses  

Die Ver­ord­nung des EJPD vom 24. Sep­tem­ber 20044 über Über­wa­chungs­sys­te­me und Glückss­pie­le wird auf­ge­ho­ben.

Art. 53 Inkrafttreten  

1 Die­se Ver­ord­nung tritt un­ter Vor­be­halt von Ab­satz 2 am 1. Ja­nu­ar 2019 in Kraft.

2 Er­folgt die Er­wah­rung der Er­geb­nis­se der Volks­ab­stim­mung vom 10. Ju­ni 2018 erst nach dem 24. De­zem­ber 2018, so tritt die­se Ver­ord­nung am 1. Ja­nu­ar 2020 in Kraft.

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