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Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über den Konkurs von kollektiven Kapitalanlagen

vom 6. Dezember 2012 (Stand am 1. Januar 2021)

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA),

gestützt auf Artikel 138 Absatz 3 des Kollektivanlagengesetzes vom 23. Juni 20061 (KAG),

verordnet:

1. Abschnitt: Allgemeine Bestimmungen

Art. 1 Gegenstand  

Die­se Ver­ord­nung kon­kre­ti­siert das Kon­kurs­ver­fah­ren nach den Ar­ti­keln 137–138c KAG über Be­wil­li­gungs­trä­ger ge­mä­ss Ar­ti­kel 2.

Art. 2 Geltungsbereich  

1Die­se Ver­ord­nung gilt für fol­gen­de In­sti­tu­tio­nen und Per­so­nen (Be­wil­li­gungs­trä­ger):

a.1
...
b.
In­vest­ment­ge­sell­schaf­ten mit va­ria­blem Ka­pi­tal (SI­CAV) ge­mä­ss Ar­ti­kel 13 Ab­satz 2 Buch­sta­be b KAG;
c.
Kom­man­dit­ge­sell­schaf­ten für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen ge­mä­ss Ar­ti­kel 13 Ab­satz 2 Buch­sta­be c KAG;
d.
In­vest­ment­ge­sell­schaf­ten mit fes­tem Ka­pi­tal ge­mä­ss Ar­ti­kel 13 Ab­satz 2 Buch­sta­be d KAG;
e.2
...
f.
al­le na­tür­li­chen und ju­ris­ti­schen Per­so­nen, die im Sin­ne von Ar­ti­kel 13 Ab­satz 2 Buch­sta­ben a–d und f KAG oh­ne er­for­der­li­che Be­wil­li­gung tä­tig sind.

2Sie gilt auch für al­le na­tür­li­chen und ju­ris­ti­schen Per­so­nen, die im Sin­ne von Ar­ti­kel 13 Ab­satz 2 Buch­sta­ben b–d KAG oh­ne er­for­der­li­che Be­wil­li­gung tä­tig sind.3


1 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 2 der V der FIN­MA vom 4. Nov. 2020 über die Fi­nan­z­in­sti­tu­te, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 5327).
2 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 2 der V der FIN­MA vom 4. Nov. 2020 über die Fi­nan­z­in­sti­tu­te, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 5327).
3 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 2 der V der FIN­MA vom 4. Nov. 2020 über die Fi­nan­z­in­sti­tu­te, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 5327).

Art. 3 Universalität  

1Wird ein Kon­kurs­ver­fah­ren er­öff­net, so er­streckt es sich auf sämt­li­che ver­wert­ba­ren Ver­mö­gens­wer­te, die dem Be­wil­li­gungs­trä­ger zu die­sem Zeit­punkt ge­hö­ren, un­ab­hän­gig da­von, ob sie sich im In- oder im Aus­land be­fin­den.

2Al­le in- und aus­län­di­schen Gläu­bi­ger und Gläu­bi­ge­rin­nen des Be­wil­li­gungs­trä­gers und sei­ner aus­län­di­schen Zweignie­der­las­sun­gen sind in glei­cher Wei­se und mit glei­chen Pri­vi­le­gi­en be­rech­tigt, am in der Schweiz er­öff­ne­ten Kon­kurs­ver­fah­ren teil­zu­neh­men.

3Als Ver­mö­gens­wer­te ei­ner in der Schweiz tä­ti­gen Zweignie­der­las­sung ei­nes aus­län­di­schen Be­wil­li­gungs­trä­gers gel­ten al­le Ak­ti­ven im In- und Aus­land, die durch Per­so­nen be­grün­det wur­den, wel­che für die­se Zweignie­der­las­sung ge­han­delt ha­ben.

Art. 4 Öffentliche Bekanntmachungen und Mitteilungen  

1Öf­fent­li­che Be­kannt­ma­chun­gen wer­den im Schwei­ze­ri­schen Han­delsamts­blatt, auf der In­ter­netsei­te der FIN­MA und in den Pu­bli­ka­ti­ons­or­ga­nen ge­mä­ss Ar­ti­kel 39 der Kol­lek­ti­v­an­la­gen­ver­ord­nung vom 22. No­vem­ber 20061 pu­bli­ziert.

2Den­je­ni­gen Gläu­bi­gern und Gläu­bi­ge­rin­nen, de­ren Na­me und Adres­se be­kannt sind, wer­den Mit­tei­lun­gen di­rekt zu­ge­stellt. Die FIN­MA kann, wenn dies der Ver­ein­fa­chung des Ver­fah­rens dient, Gläu­bi­ger und Gläu­bi­ge­rin­nen mit Sitz oder Wohn­sitz im Aus­land zur Be­stel­lung ei­nes oder ei­ner Zu­stel­lungs­be­voll­mäch­tig­ten in der Schweiz ver­pflich­ten. Bei Dring­lich­keit oder zur Ver­ein­fa­chung des Ver­fah­rens kann auf die di­rek­te Mit­tei­lung ver­zich­tet wer­den.

3Für den Fris­ten­lauf und die mit der öf­fent­li­chen Be­kannt­ma­chung ver­bun­de­nen Rechts­fol­gen ist die Ver­öf­fent­li­chung im Schwei­ze­ri­schen Han­delsamts­blatt mass­ge­bend.


Art. 5 Akteneinsicht  

1Wer glaub­haft macht, dass er oder sie durch den Kon­kurs un­mit­tel­bar in sei­nen oder ih­ren Ver­mö­gens­in­ter­es­sen be­trof­fen ist, kann die Kon­kurs­ak­ten ein­se­hen; da­bei ist das Be­rufs­ge­heim­nis so weit als mög­lich zu wah­ren.1

2Die Ak­ten­ein­sicht kann auf be­stimm­te Ver­fah­rens­sta­di­en be­schränkt oder auf­grund ent­ge­gen­ste­hen­der über­wie­gen­der In­ter­es­sen ein­ge­schränkt oder ver­wei­gert wer­den.

3Wer Ak­ten­ein­sicht er­hält, darf die In­for­ma­tio­nen le­dig­lich zur Wah­rung der ei­ge­nen un­mit­tel­ba­ren Ver­mö­gens­in­ter­es­sen ver­wen­den.

4Die Ak­ten­ein­sicht kann von ei­ner Er­klä­rung ab­hän­gig ge­macht wer­den, aus der her­vor­geht, dass die ein­ge­se­he­nen In­for­ma­tio­nen aus­sch­liess­lich zur Wah­rung der ei­ge­nen un­mit­tel­ba­ren Ver­mö­gens­in­ter­es­sen ver­wen­det wer­den. Für den Fall der Zu­wi­der­hand­lung kann vor­gän­gig auf die Straf­dro­hung nach Ar­ti­kel 48 des Fi­nanz­mark­tauf­sichts­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 20072 und Ar­ti­kel 292 des Straf­ge­setz­bu­ches3 hin­ge­wie­sen wer­den.

5Der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin und, nach Ab­schluss des Kon­kurs­ver­fah­rens, die FIN­MA ent­schei­den über die Ak­ten­ein­sicht.


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 der V der FIN­MA vom 4. Nov. 2020 über die Fi­nan­z­in­sti­tu­te, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 5327).
2 SR 956.1
3 SR 311.0

Art. 6 Anzeige an die FINMA  

1Wer durch einen Ent­scheid, ei­ne Hand­lung oder ei­ne Un­ter­las­sung ei­ner Per­son, die von der FIN­MA mit Auf­ga­ben nach die­ser Ver­ord­nung be­traut wur­de, in sei­nen In­ter­es­sen ver­letzt wird, kann die­sen Sach­ver­halt der FIN­MA an­zei­gen.

2Die Ent­schei­de die­ser Per­so­nen sind kei­ne Ver­fü­gun­gen und die an­zei­gen­den Per­so­nen sind kei­ne Par­tei­en im Sin­ne des Bun­des­ge­set­zes vom 20. De­zem­ber 19681 über das Ver­wal­tungs­ver­fah­ren.

3Die FIN­MA be­ur­teilt den an­ge­zeig­ten Sach­ver­halt, trifft die not­wen­di­gen Mass­nah­men und er­lässt, falls er­for­der­lich, ei­ne Ver­fü­gung.


Art. 7 Einsetzung eines Konkursliquidators oder einer Konkursliquidatorin  

1Die FIN­MA setzt mit­tels Ver­fü­gung einen Kon­kurs­li­qui­da­tor oder ei­ne Kon­kurs­li­qui­da­to­rin ein, so­fern sie des­sen oder de­ren Auf­ga­ben nicht sel­ber wahr­nimmt.

2Setzt die FIN­MA einen Kon­kurs­li­qui­da­tor oder ei­ne Kon­kurs­li­qui­da­to­rin ein, so hat sie bei der Aus­wahl dar­auf zu ach­ten, dass die­ser oder die­se zeit­lich und fach­lich in der La­ge ist, den Auf­trag sorg­fäl­tig, ef­fi­zi­ent und ef­fek­tiv aus­zuü­ben, und kei­nen In­ter­es­sen­kon­flik­ten un­ter­liegt, wel­che der Auf­trags­er­tei­lung ent­ge­gen­ste­hen.

3Sie prä­zi­siert die Ein­zel­hei­ten des Auf­trags, ins­be­son­de­re be­tref­fend Kos­ten, Be­richt­er­stat­tung und Kon­trol­le des Kon­kurs­li­qui­da­tors oder der Kon­kurs­li­qui­da­to­rin.

Art. 8 Aufgaben und Kompetenzen des Konkursliquidators oder der Konkursliquidatorin  

Der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin treibt das Ver­fah­ren vor­an. Er oder sie hat ins­be­son­de­re:

a.
die tech­ni­schen und ad­mi­nis­tra­ti­ven Vor­aus­set­zun­gen für die Durch­füh­rung des Kon­kur­ses zu schaf­fen;
b.
die Kon­kurs­ak­ti­ven zu si­chern und zu ver­wer­ten;
c.
die im Rah­men des Kon­kurs­ver­fah­rens not­wen­di­ge Ge­schäfts­füh­rung zu be­sor­gen;
d.
die Kon­kurs­mas­se vor Ge­richt und an­de­ren Be­hör­den zu ver­tre­ten.
Art. 9 Aufgaben des Konkursliquidators oder der Konkursliquidatorin im Konkurs einer SICAV  

Im Kon­kurs ei­ner SI­CAV hat der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin ne­ben den Auf­ga­ben nach Ar­ti­kel 8 fol­gen­de Auf­ga­ben:

a.
die For­de­run­gen ge­gen die je­weils haf­ten­den Teil­ver­mö­gen un­ter Be­rück­sich­ti­gung von Ar­ti­kel 94 Ab­satz 2 KAG zu er­wah­ren;
b.
die zwi­schen den Teil­ver­mö­gen be­ste­hen­den For­de­run­gen zu er­he­ben und im Rah­men der Ver­tei­lung der Er­lö­se der Teil­ver­mö­gen zu be­rück­sich­ti­gen.
Art. 10 Konkursort  

1Der Kon­kur­sort be­fin­det sich am Sitz des Be­wil­li­gungs­trä­gers oder der Zweignie­der­las­sung ei­nes aus­län­di­schen Be­wil­li­gungs­trä­gers in der Schweiz.

2Hat ein aus­län­di­scher Be­wil­li­gungs­trä­ger meh­re­re Zweignie­der­las­sun­gen in der Schweiz, so gibt es nur einen Kon­kur­sort. Die­sen be­stimmt die FIN­MA.

3Bei na­tür­li­chen Per­so­nen be­fin­det sich der Kon­kur­sort am Ort des Ge­schäfts­do­mi­zils im Zeit­punkt der Er­öff­nung des Kon­kurs­ver­fah­rens.

Art. 11 Koordination  

Die FIN­MA und der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin ko­or­di­nie­ren ihr Han­deln so­weit mög­lich mit in- und aus­län­di­schen Be­hör­den und Or­ga­nen.

Art. 12 Anerkennung ausländischer Konkursdekrete und Massnahmen  

1An­er­kennt die FIN­MA ein aus­län­di­sches Kon­kurs­de­kret nach Ar­ti­kel 138c KAG in Ver­bin­dung mit Ar­ti­kel 37g des Ban­ken­ge­set­zes vom 8. No­vem­ber 19341 (BankG), so sind für das in der Schweiz be­find­li­che Ver­mö­gen die Be­stim­mun­gen die­ser Ver­ord­nung an­wend­bar.

2Die FIN­MA kann ei­nem An­er­ken­nungs­er­su­chen auch oh­ne Vor­lie­gen des Ge­gen­rechts ent­spre­chen, so­fern dies im In­ter­es­se der be­trof­fe­nen Gläu­bi­ger und Gläu­bi­ge­rin­nen liegt.

3Sie be­stimmt den ein­heit­li­chen Kon­kur­sort in der Schweiz und den Kreis der Gläu­bi­ger und Gläu­bi­ge­rin­nen nach Ar­ti­kel 138c KAG in Ver­bin­dung mit Ar­ti­kel 37g Ab­satz 4 BankG.

4Sie macht die An­er­ken­nung so­wie den Kreis der Gläu­bi­ger und Gläu­bi­ge­rin­nen öf­fent­lich be­kannt.

5An­er­kennt sie ei­ne an­de­re aus­län­di­sche In­sol­venz­mass­nah­me, so re­gelt sie das an­wend­ba­re Ver­fah­ren.


1 SR 952.0

2. Abschnitt: Verfahren

Art. 13 Publikation und Schuldenruf  

1Die FIN­MA er­öff­net dem Be­wil­li­gungs­trä­ger die Kon­kurs­ver­fü­gung und macht sie un­ter gleich­zei­ti­gem Schul­den­ruf öf­fent­lich be­kannt.

2Die Pu­bli­ka­ti­on ent­hält ins­be­son­de­re fol­gen­de An­ga­ben:

a.
Na­me des Be­wil­li­gungs­trä­gers so­wie des­sen Sitz und Zweignie­der­las­sun­gen;
b.
Da­tum und Zeit­punkt der Kon­kurser­öff­nung;
c.
Kon­kur­sort;
d.
Na­me und Adres­se des Kon­kurs­li­qui­da­tors oder der Kon­kurs­li­qui­da­to­rin;
e.
Auf­for­de­rung an die Gläu­bi­ger und Gläu­bi­ge­rin­nen und an Per­so­nen, die im Be­sitz des Be­wil­li­gungs­trä­gers be­find­li­che Ver­mö­gens­stücke be­an­spru­chen, ih­re For­de­run­gen und An­sprü­che in­nert an­ge­setz­ter Frist dem Kon­kurs­li­qui­da­tor oder der Kon­kurs­li­qui­da­to­rin an­zu­mel­den und die ent­spre­chen­den Be­weis­mit­tel vor­zu­le­gen;
f.
Hin­weis auf die Her­aus­ga­be- und Mel­de­pflich­ten nach den Ar­ti­keln 20 und 21.

3Der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin kann den be­kann­ten Gläu­bi­gern und Gläu­bi­ge­rin­nen so­wie den be­kann­ten An­le­gern und An­le­ge­rin­nen ein Ex­em­plar der Be­kannt­ma­chung zu­stel­len.

Art. 14 Publikation und Schuldenruf im Konkurs einer SICAV  

Im Kon­kurs ei­ner SI­CAV hat die Pu­bli­ka­ti­on ne­ben den An­ga­ben nach Ar­ti­kel 13 fol­gen­de An­ga­ben zu ent­hal­ten:

a.
Hin­weis an die Gläu­bi­ger und Gläu­bi­ge­rin­nen, dass in Be­zug auf die von ih­nen an­zu­mel­den­den For­de­run­gen an­zu­ge­ben ist, wel­ches oder wel­che Teil­ver­mö­gen der SI­CAV als haf­ten­des Ver­mö­gen gel­tend ge­macht wird oder wer­den;
b.
Auf­for­de­rung an die An­le­ger und An­le­ge­rin­nen, dem Kon­kurs­li­qui­da­tor oder der Kon­kurs­li­qui­da­to­rin in­nert an­ge­setz­ter Frist:
1.
an­zu­mel­den, in wel­chem Um­fang sie an wel­chen Teil­ver­mö­gen und wel­chen An­teils­klas­sen be­tei­ligt sind, und
2.
die ent­spre­chen­den Be­weis­mit­tel vor­zu­le­gen.
Art. 15 Gläubigerversammlung  

1Hält es der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin für an­ge­bracht, ei­ne Gläu­bi­ger­ver­samm­lung ein­zu­be­ru­fen, so stellt er oder sie der FIN­MA einen ent­spre­chen­den An­trag. Die­se legt mit dem Ent­scheid die Kom­pe­ten­zen der Gläu­bi­ger­ver­samm­lung so­wie die für die Be­schluss­fas­sung not­wen­di­gen Prä­senz- und Stim­men­quo­ren fest.

2Al­le Gläu­bi­ger und Gläu­bi­ge­rin­nen dür­fen an der Gläu­bi­ger­ver­samm­lung teil­neh­men oder sich ver­tre­ten las­sen. In Zwei­fels­fäl­len ent­schei­det der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin über die Zu­las­sung.

3Der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin lei­tet die Ver­hand­lun­gen und er­stat­tet Be­richt über die Ver­mö­gens­la­ge des Be­wil­li­gungs­trä­gers und den Stand des Ver­fah­rens.

4Die Gläu­bi­ger und Gläu­bi­ge­rin­nen kön­nen Be­schlüs­se auch auf dem Zir­ku­lar­weg fas­sen. Lehnt ein Gläu­bi­ger oder ei­ne Gläu­bi­ge­rin den An­trag des Kon­kurs­li­qui­da­tors oder der Kon­kurs­li­qui­da­to­rin nicht aus­drück­lich in­nert der an­ge­setz­ten Frist ab, so gilt dies als Zu­stim­mung.

Art. 16 Gläubigerausschuss  

1Die FIN­MA ent­schei­det auf An­trag des Kon­kurs­li­qui­da­tors oder der Kon­kurs­li­qui­da­to­rin über Ein­set­zung, Zu­sam­men­set­zung, Auf­ga­ben und Kom­pe­ten­zen ei­nes Gläu­bi­ge­raus­schus­ses.

2Die FIN­MA be­stimmt den Vor­sit­zen­den oder die Vor­sit­zen­de, das Ver­fah­ren für die Be­schluss­fas­sung so­wie die Ent­schä­di­gung der ein­zel­nen Mit­glie­der.

Art. 17 Rechte der Gläubiger und Gläubigerinnen im Konkurs einer SICAV  

1Die Rech­te der Gläu­bi­ger und Gläu­bi­ge­rin­nen im Kon­kurs ei­ner SI­CAV be­zie­hen sich auf die­je­ni­gen Teil­ver­mö­gen, ge­gen­über de­nen die For­de­run­gen je­weils gel­tend ge­macht wer­den.

2Die FIN­MA kann für Teil­ver­mö­gen ei­ne se­pa­ra­te Gläu­bi­ger­ver­samm­lung vor­se­hen und einen se­pa­ra­ten Gläu­bi­ge­raus­schuss ein­set­zen.

3. Abschnitt: Konkursaktiven

Art. 18 Inventaraufnahme  

1Der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin er­rich­tet ein In­ven­tar über das zur Kon­kurs­mas­se ge­hö­ren­de Ver­mö­gen.

2Die In­ven­tar­auf­nah­me rich­tet sich nach den Ar­ti­keln 221–229 des Bun­des­ge­set­zes vom 11. April 18891 über Schuld­be­trei­bung und Kon­kurs (SchKG), so­weit die­se Ver­ord­nung nichts an­de­res be­stimmt.

3Der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin be­an­tragt der FIN­MA die Mass­nah­men, die zur Si­che­rung des zur Kon­kurs­mas­se ge­hö­ren­den Ver­mö­gens er­for­der­lich sind.

4Er oder sie legt das In­ven­tar ei­ner von den Eig­nern und Eig­ne­rin­nen des Be­wil­li­gungs­trä­gers als Or­gan ge­wähl­ten Per­son vor. Die­se hat sich über die Voll­stän­dig­keit und Rich­tig­keit des In­ven­tars zu er­klä­ren. Ih­re Er­klä­rung ist in das In­ven­tar auf­zu­neh­men.


1 SR 281.1

Art. 19 Inventaraufnahme im Konkurs einer SICAV  

Die zu ei­nem Teil­ver­mö­gen ge­hö­ren­den Ver­mö­gens­wer­te wer­den in­ner­halb des In­ven­tars in ei­nem se­pa­ra­ten Ab­schnitt er­fasst.

Art. 20 Herausgabe- und Meldepflicht  

1Schuld­ner und Schuld­ne­rin­nen des Be­wil­li­gungs­trä­gers so­wie Per­so­nen, wel­che Ver­mö­gens­wer­te des Be­wil­li­gungs­trä­gers als Pfand­gläu­bi­ger oder Pfand­gläu­bi­ge­rin­nen oder aus an­dern Grün­den be­sit­zen, ha­ben sich in­nert der Ein­ga­be­frist nach Ar­ti­kel 13 Ab­satz 2 Buch­sta­be e beim Kon­kurs­li­qui­da­tor oder bei der Kon­kurs­li­qui­da­to­rin zu mel­den und ihm oder ihr die Ver­mö­gens­wer­te zur Ver­fü­gung zu stel­len.

2An­zu­mel­den sind For­de­run­gen auch dann, wenn ei­ne Ver­rech­nung gel­tend ge­macht wird.

3Ein be­ste­hen­des Vor­zugs­recht er­lischt, wenn die Mel­dung oder die Her­aus­ga­be un­ge­recht­fer­tig­ter­wei­se un­ter­bleibt.

Art. 21 Ausnahmen von der Herausgabepflicht  

1Als Si­cher­heit die­nen­de Ef­fek­ten und an­de­re Fi­nan­z­in­stru­men­te müs­sen nicht her­aus­ge­ge­ben wer­den, so­weit die ge­setz­li­chen Vor­aus­set­zun­gen für ei­ne Ver­wer­tung durch den Si­che­rungs­neh­mer oder die Si­che­rungs­neh­me­rin ge­ge­ben sind.

2Die­se Ver­mö­gens­wer­te sind je­doch dem Kon­kurs­li­qui­da­tor oder der Kon­kurs­li­qui­da­to­rin un­ter Nach­weis des Ver­wer­tungs­rechts zu mel­den und von die­sem oder die­ser im In­ven­tar vorzu­mer­ken.

3Der Si­che­rungs­neh­mer oder die Si­che­rungs­neh­me­rin muss mit dem Kon­kurs­li­qui­da­tor oder der Kon­kurs­li­qui­da­to­rin über den aus der Ver­wer­tung die­ser Ver­mö­gens­wer­te er­ziel­ten Er­lös ab­rech­nen. Ein all­fäl­li­ger Ver­wer­tungs­über­schuss fällt an die Kon­kurs­mas­se be­zie­hungs­wei­se dem ent­spre­chen­den Teil­ver­mö­gen zu.

Art. 22  

1 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 2 der V der FIN­MA vom 4. Nov. 2020 über die Fi­nan­z­in­sti­tu­te, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 5327).

Art. 23 Aussonderung  

1Der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin prüft die Her­aus­ga­be von Ver­mö­gens­ge­gen­stän­den, die von Drit­ten be­an­sprucht wer­den.

2Hält er oder sie einen Her­aus­ga­be­an­spruch für be­grün­det, so gibt er oder sie den Gläu­bi­gern und Gläu­bi­ge­rin­nen die Mög­lich­keit, die Ab­tre­tung des Be­strei­tungs­rechts nach Ar­ti­kel 260 Ab­sät­ze 1 und 2 SchKG1 zu ver­lan­gen, und setzt ih­nen da­zu ei­ne an­ge­mes­se­ne Frist.

3Hält er oder sie einen Her­aus­ga­be­an­spruch für un­be­grün­det oder ha­ben Gläu­bi­ger und Gläu­bi­ge­rin­nen die Ab­tre­tung des Be­strei­tungs­rechts ver­langt, so setzt er oder sie der An­spruch er­he­ben­den Per­son ei­ne Frist, in­nert der sie beim Ge­richt am Kon­kur­sort Kla­ge ein­rei­chen kann. Un­be­nutz­ter Ab­lauf der Frist gilt als Ver­zicht auf den Her­aus­ga­be­an­spruch.

4Die Kla­ge hat sich im Fall ei­ner Ab­tre­tung ge­gen die Ab­tre­tungs­gläu­bi­ger und Ab­tre­tungs­gläu­bi­ge­rin­nen zu rich­ten. Der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin gibt dem oder der Drit­ten mit der Frist­an­set­zung die Ab­tre­tungs­gläu­bi­ger und Ab­tre­tungs­gläu­bi­ge­rin­nen be­kannt.


1 SR 281.1

Art. 24 Guthaben, Admassierung und Anfechtung  

1Fäl­li­ge For­de­run­gen der Kon­kurs­mas­se wer­den vom Kon­kurs­li­qui­da­tor oder der Kon­kurs­li­qui­da­to­rin, nö­ti­gen­falls auf dem Be­trei­bungs­we­ge, ein­ge­zo­gen.

2Der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin prüft An­sprü­che der Kon­kurs­mas­se auf be­weg­li­che Sa­chen, die sich im Ge­wahr­sam oder Mit­ge­wahr­sam ei­ner Dritt­per­son be­fin­den, oder auf Grund­stücke, die im Grund­buch auf den Na­men ei­ner Dritt­per­son ein­ge­tra­gen sind.

3Er oder sie prüft, ob Rechts­ge­schäf­te nach den Ar­ti­keln 285–292 SchKG1 an­ge­foch­ten wer­den kön­nen. Die Dau­er ei­nes vor­aus­ge­gan­ge­nen Sa­nie­rungs­ver­fah­rens wird an die Fris­ten der Ar­ti­kel 286–288 SchKG nicht an­ge­rech­net.

4Be­ab­sich­tigt der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin, ei­ne be­strit­te­ne For­de­rung oder einen An­spruch nach Ab­satz 2 oder 3 auf dem Kla­ge­weg wei­ter­zu­ver­fol­gen, so holt er oder sie von der FIN­MA die Zu­stim­mung und zweck­dien­li­che Wei­sun­gen ein.

5Klagt der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin nicht, so kann er oder sie den Gläu­bi­gern und Gläu­bi­ge­rin­nen die Mög­lich­keit ge­ben, die Ab­tre­tung im Sin­ne von Ar­ti­kel 260 Ab­sät­ze 1 und 2 SchKG zu ver­lan­gen oder die be­tref­fen­den For­de­run­gen und die üb­ri­gen An­sprü­che nach Ar­ti­kel 33 zu ver­wer­ten.

6Gibt er oder sie den Gläu­bi­gern und Gläu­bi­ge­rin­nen die Mög­lich­keit, die Ab­tre­tung zu ver­lan­gen, so setzt er oder sie ih­nen da­zu ei­ne an­ge­mes­se­ne Frist.

7Die Ver­wer­tung nach Ar­ti­kel 33 ist aus­ge­schlos­sen bei An­fech­tungs­an­sprü­chen nach Ab­satz 3 so­wie bei Ver­ant­wort­lich­keits­an­sprü­chen nach Ar­ti­kel 145 KAG.


1 SR 281.1

Art. 25 Fortführung hängiger Zivilprozesse und Verwaltungsverfahren  

1Der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin be­ur­teilt An­sprü­che der Kon­kurs­mas­se, die im Zeit­punkt der Kon­kurser­öff­nung be­reits Ge­gen­stand ei­nes Zi­vil­pro­zes­ses oder ei­nes Ver­wal­tungs­ver­fah­rens bil­den, und stellt der FIN­MA An­trag über de­ren Fort­füh­rung.

2Lehnt die FIN­MA die Fort­füh­rung ab, so gibt der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin den Gläu­bi­gern und Gläu­bi­ge­rin­nen die Mög­lich­keit, die Ab­tre­tung des Pro­zess­füh­rungs­rechts im Sin­ne von Ar­ti­kel 260 Ab­sät­ze 1 und 2 SchKG1 zu ver­lan­gen, und setzt ih­nen da­zu ei­ne an­ge­mes­se­ne Frist.


1 SR 281.1

Art. 26 Einstellung mangels Aktiven  

1Rei­chen die Kon­kurs­ak­ti­ven nicht aus, das Kon­kurs­ver­fah­ren durch­zu­füh­ren, so be­an­tragt der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin der FIN­MA, das Ver­fah­ren man­gels Ak­ti­ven ein­zu­stel­len.

2In Aus­nah­me­fäl­len führt die FIN­MA das Ver­fah­ren auch bei nicht aus­rei­chen­den Kon­kurs­ak­ti­ven durch, na­ment­lich wenn an des­sen Durch­füh­rung ein be­son­de­res In­ter­es­se be­steht.

3Be­ab­sich­tigt die FIN­MA das Ver­fah­ren ein­zu­stel­len, so macht sie dies öf­fent­lich be­kannt. In der Be­kannt­ma­chung weist sie dar­auf hin, dass sie das Ver­fah­ren fort­führt, wenn in­nert ei­ner be­stimm­ten Frist ein Gläu­bi­ger oder ei­ne Gläu­bi­ge­rin Si­cher­heit für den durch die Kon­kurs­ak­ti­ven nicht ge­deck­ten Teil der Kos­ten des Ver­fah­rens leis­tet. Die FIN­MA setzt die Frist an und legt die Art und die Hö­he der Si­cher­heit fest.

4Wird die fest­ge­leg­te Si­cher­heit nicht frist­ge­recht ge­leis­tet, so kann je­der Pfand­gläu­bi­ger und je­de Pfand­gläu­bi­ge­rin bei der FIN­MA in­ner­halb ei­ner von ihr an­ge­setz­ten Frist die Ver­wer­tung sei­nes oder ih­res Pfan­des ver­lan­gen. Die FIN­MA be­auf­tragt einen Kon­kurs­li­qui­da­tor oder ei­ne Kon­kurs­li­qui­da­to­rin mit der Durch­füh­rung der Ver­wer­tung.

5Die FIN­MA ord­net bei ju­ris­ti­schen Per­so­nen die Ver­wer­tung der Ak­ti­ven an, für die kein Pfand­gläu­bi­ger oder kei­ne Pfand­gläu­bi­ge­rin frist­ge­mä­ss die Ver­wer­tung ver­langt hat. Ver­bleibt nach der De­ckung der Ver­wer­tungs­kos­ten und der auf dem ein­zel­nen Ak­ti­vum haf­ten­den Las­ten ein Er­lös, so ver­fällt die­ser nach De­ckung der Kos­ten der FIN­MA an den Bund.

6Wur­de das Kon­kurs­ver­fah­ren ge­gen na­tür­li­che Per­so­nen ein­ge­stellt, so ist für das Be­trei­bungs­ver­fah­ren Ar­ti­kel 230 Ab­sät­ze 3 und 4 SchKG1 an­wend­bar.


1 SR 281.1

4. Abschnitt: Konkurspassiven

Art. 27 Prüfung der Forderungen  

1Der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin prüft die an­ge­mel­de­ten und die von Ge­set­zes we­gen zu be­rück­sich­ti­gen­den For­de­run­gen. Er oder sie kann da­bei ei­ge­ne Er­he­bun­gen ma­chen und die Gläu­bi­ger und Gläu­bi­ge­rin­nen auf­for­dern, zu­sätz­li­che Be­weis­mit­tel ein­zu­rei­chen.

2Von Ge­set­zes we­gen zu be­rück­sich­ti­gen sind die aus dem Grund­buch er­sicht­li­chen For­de­run­gen samt dem lau­fen­den Zins.

3Über die For­de­run­gen holt der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin die Er­klä­rung ei­ner von den Eig­nern und Eig­ne­rin­nen des Be­wil­li­gungs­trä­gers als Or­gan ge­wähl­ten Per­son ein.

Art. 28 Prüfung der Forderungen im Konkurs einer SICAV  

1Im Kon­kurs ei­ner SI­CAV prüft der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin zu­dem, ge­gen­über wel­chem Teil­ver­mö­gen die For­de­run­gen je­weils in wel­chem Um­fang zu­ge­las­sen wer­den.

2Die An­le­ger­teil­ver­mö­gen haf­ten un­ter Vor­be­halt von Ab­satz 3 nur für ei­ge­ne Ver­bind­lich­kei­ten. Sub­si­di­är haf­tet für die­se Ver­bind­lich­kei­ten das Un­ter­neh­mer­teil­ver­mö­gen.

3Wird in Ver­trä­gen mit Drit­ten kei­ne Be­schrän­kung der Haf­tung auf ein Teil­ver­mö­gen of­fen­ge­legt, so haf­tet pri­mär das Un­ter­neh­mer­teil­ver­mö­gen, sub­si­di­är die An­le­ger­teil­ver­mö­gen im Ver­hält­nis zum Fonds­ver­mö­gen.

Art. 29 Kollokation  

1Der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin ent­schei­det, ob, in wel­cher Hö­he und in wel­chem Rang For­de­run­gen an­er­kannt wer­den, und er­stellt den Kol­lo­ka­ti­ons­plan.

2Ge­hört zur Kon­kurs­mas­se ein Grund­stück, so er­stellt er oder sie ein Ver­zeich­nis der dar­auf ru­hen­den Las­ten wie Pfand­rech­te, Dienst­bar­kei­ten, Grund­las­ten und vor­ge­merk­te per­sön­li­che Rech­te. Das Las­ten­ver­zeich­nis bil­det Be­stand­teil des Kol­lo­ka­ti­ons­plans.

3Im Kon­kurs ei­ner SI­CAV sind die kol­lo­zier­ten For­de­run­gen in Be­zug auf die ver­schie­de­nen Teil­ver­mö­gen, wel­che für die ein­zel­nen For­de­run­gen be­an­sprucht wer­den, von­ein­an­der zu se­pa­rie­ren.

Art. 30 Im Zivilprozess oder im Verwaltungsverfahren liegende Forderungen  

1For­de­run­gen, die im Zeit­punkt der Kon­kurser­öff­nung be­reits Ge­gen­stand ei­nes Zi­vil­pro­zes­ses oder ei­nes Ver­wal­tungs­ver­fah­rens in der Schweiz bil­den, sind im Kol­lo­ka­ti­ons­plan zu­nächst pro me­mo­ria vorzu­mer­ken.

2Ver­zich­tet der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin auf die Fort­füh­rung des Zi­vil­pro­zes­ses oder des Ver­wal­tungs­ver­fah­rens, so gibt er oder sie den Gläu­bi­gern und Gläu­bi­ge­rin­nen die Mög­lich­keit, die Ab­tre­tung im Sin­ne von Ar­ti­kel 260 Ab­satz 1 SchKG1 zu ver­lan­gen.

3Wird der Zi­vil­pro­zess oder das Ver­wal­tungs­ver­fah­ren we­der von der Kon­kurs­mas­se noch von ein­zel­nen Ab­tre­tungs­gläu­bi­gern oder Ab­tre­tungs­gläu­bi­ge­rin­nen fort­ge­führt, so gilt die For­de­rung als an­er­kannt, und die Gläu­bi­ger und Gläu­bi­ge­rin­nen ha­ben kein Recht mehr, die­se mit­tels Kol­lo­ka­ti­ons­kla­ge an­zu­fech­ten.

4Füh­ren ein­zel­ne Ab­tre­tungs­gläu­bi­ger oder Ab­tre­tungs­gläu­bi­ge­rin­nen den Zi­vil­pro­zess oder das Ver­wal­tungs­ver­fah­ren fort, so dient der Be­trag, um den im Rah­men ih­res Ob­sie­gens der An­teil des un­ter­lie­gen­den Gläu­bi­gers oder der un­ter­lie­gen­den Gläu­bi­ge­rin an der Kon­kurs­mas­se her­ab­ge­setzt wird, zur Be­frie­di­gung der Ab­tre­tungs­gläu­bi­ger oder Ab­tre­tungs­gläu­bi­ge­rin­nen bis zur vol­len De­ckung ih­rer kol­lo­zier­ten For­de­run­gen so­wie der Pro­zess­kos­ten. Ein Über­schuss fällt an die Kon­kurs­mas­se be­zie­hungs­wei­se dem ent­spre­chen­den Teil­ver­mö­gen zu.


1 SR 281.1

Art. 31 Einsicht in den Kollokationsplan  

1Die Gläu­bi­ger und Gläu­bi­ge­rin­nen kön­nen den Kol­lo­ka­ti­ons­plan im Rah­men von Ar­ti­kel 5 wäh­rend min­des­tens 20 Ta­gen ein­se­hen.

2Der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin macht öf­fent­lich be­kannt, ab wel­chem Zeit­punkt und in wel­cher Form der Kol­lo­ka­ti­ons­plan ein­ge­se­hen wer­den kann.

3Er oder sie kann vor­se­hen, dass die Ein­sicht­nah­me beim Kon­kur­samt am Kon­kur­sort er­fol­gen kann.

4Er oder sie teilt je­dem Gläu­bi­ger und je­der Gläu­bi­ge­rin, des­sen oder de­ren For­de­rung nicht wie an­ge­mel­det oder wie aus dem Grund­buch er­sicht­lich kol­lo­ziert wur­de, die Grün­de für die voll­stän­di­ge oder teil­wei­se Ab­wei­sung der For­de­rung mit.

Art. 32 Kollokationsklage  

1Kol­lo­ka­ti­ons­kla­gen rich­ten sich nach Ar­ti­kel 250 SchKG1.

2Die Kla­ge­frist be­ginnt in dem Zeit­punkt zu lau­fen, ab dem in den Kol­lo­ka­ti­ons­plan Ein­sicht ge­nom­men wer­den kann.


1 SR 281.1

5. Abschnitt: Verwertung

Art. 33 Art der Verwertung  

1Der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin ent­schei­det über die Art und den Zeit­punkt der Ver­wer­tung und führt die­se durch.

2Ver­pfän­de­te Ver­mö­gens­stücke dür­fen nur mit Zu­stim­mung der Pfand­gläu­bi­ger und Pfand­gläu­bi­ge­rin­nen an­ders ver­wer­tet wer­den als durch Ver­kauf an öf­fent­li­cher Stei­ge­rung.

3Ver­mö­gens­wer­te kön­nen oh­ne Auf­schub ver­wer­tet wer­den, wenn sie:

a.
schnel­ler Wert­ver­min­de­rung aus­ge­setzt sind;
b.
un­ver­hält­nis­mäs­sig ho­he Ver­wal­tungs­kos­ten ver­ur­sa­chen;
c.
an ei­nem re­prä­sen­ta­ti­ven Markt ge­han­delt wer­den; oder
d.
nicht von be­deu­ten­dem Wert sind.
Art. 34  

1 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 2 der V der FIN­MA vom 4. Nov. 2020 über die Fi­nan­z­in­sti­tu­te, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 5327).

Art. 35 Verwertung im Konkurs einer SICAV  

1Liegt die Fort­füh­rung ei­nes oder meh­re­rer An­le­ger­teil­ver­mö­gen im In­ter­es­se der An­le­ger und An­le­ge­rin­nen, so be­an­tragt der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin der FIN­MA, das ent­spre­chen­de oder die ent­spre­chen­den An­le­ger­teil­ver­mö­gen mit sämt­li­chen Rech­ten und Pflich­ten auf ei­ne an­de­re SI­CAV zu über­tra­gen.

2Fin­det sich kei­ne an­de­re SI­CAV, wel­che das oder die An­le­ger­teil­ver­mö­gen über­nimmt, so be­an­tragt der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin der FIN­MA, das ent­spre­chen­de oder die ent­spre­chen­den An­le­ger­teil­ver­mö­gen im Rah­men des Kon­kur­ses der SI­CAV zu li­qui­die­ren.

Art. 36 Öffentliche Versteigerung  

1Öf­fent­li­che Ver­stei­ge­run­gen rich­ten sich nach den Ar­ti­keln 257–259 SchKG1, so­weit die­se Ver­ord­nung nichts an­de­res be­stimmt.

2Der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin führt die Ver­stei­ge­rung durch. Er oder sie kann in den Stei­ge­rungs­be­din­gun­gen ein Min­de­st­an­ge­bot für die ers­te Ver­stei­ge­rung vor­se­hen.

3Er oder sie macht die Mög­lich­keit der Ein­sicht­nah­me in die Stei­ge­rungs­be­din­gun­gen öf­fent­lich be­kannt. Er oder sie kann die Ein­sicht­nah­me beim Kon­kurs- oder Be­trei­bungs­amt am Ort der ge­le­ge­nen Sa­che vor­se­hen.


1 SR 281.1

Art. 37 Abtretung von Rechtsansprüchen  

1Der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin be­stimmt in der Be­schei­ni­gung über die Ab­tre­tung ei­nes Rechts­an­spruchs der Kon­kurs­mas­se im Sin­ne von Ar­ti­kel 260 SchKG1 die Frist, in­nert der der Ab­tre­tungs­gläu­bi­ger oder die Ab­tre­tungs­gläu­bi­ge­rin den Rechts­an­spruch ge­richt­lich gel­tend ma­chen muss. Bei un­be­nutz­tem Ab­lauf der Frist fällt die Ab­tre­tung da­hin.

2Die Ab­tre­tungs­gläu­bi­ger und Ab­tre­tungs­gläu­bi­ge­rin­nen be­rich­ten dem Kon­kurs­li­qui­da­tor oder der Kon­kurs­li­qui­da­to­rin und, nach Ab­schluss des Kon­kurs­ver­fah­rens, der FIN­MA oh­ne Ver­zug über das Re­sul­tat der Gel­tend­ma­chung.

3Ver­langt kein Gläu­bi­ger und kei­ne Gläu­bi­ge­rin die Ab­tre­tung oder ist die Frist zur Gel­tend­ma­chung un­be­nutzt ab­ge­lau­fen, so ent­schei­det der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin und, nach Ab­schluss des Kon­kurs­ver­fah­rens, die FIN­MA über die all­fäl­li­ge wei­te­re Ver­wer­tung die­ser Rechts­an­sprü­che.


1 SR 281.1

Art. 38 Anfechtung von Verwertungshandlungen  

1Der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin er­stellt pe­ri­odisch einen Ver­wer­tungs­plan, der über die zur Ver­wer­tung an­ste­hen­den Kon­kurs­ak­ti­ven und die Art ih­rer Ver­wer­tung Aus­kunft gibt.

2Ver­wer­tungs­hand­lun­gen, die nach Ar­ti­kel 33 Ab­satz 3 oh­ne Auf­schub er­fol­gen kön­nen, müs­sen nicht in den Ver­wer­tungs­plan auf­ge­nom­men wer­den.

3Ei­ne Ab­tre­tung von Rechts­an­sprü­chen nach Ar­ti­kel 37 gilt nicht als Ver­wer­tungs­hand­lung.

4Der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin teilt den Ver­wer­tungs­plan den Gläu­bi­gern und Gläu­bi­ge­rin­nen mit und setzt ih­nen ei­ne Frist, in­nert der sie über ein­zel­ne dar­in auf­ge­führ­te Ver­wer­tungs­hand­lun­gen von der FIN­MA ei­ne an­fecht­ba­re Ver­fü­gung ver­lan­gen kön­nen.

6. Abschnitt: Verteilung und Abschluss

Art. 39 Massaverpflichtungen  

1Aus der Kon­kurs­mas­se wer­den vor­ab und in fol­gen­der Rei­hen­fol­ge ge­deckt:

a.
Ver­bind­lich­kei­ten, wel­che die Kon­kurs­mas­se wäh­rend der Dau­er des Ver­fah­rens ein­ge­gan­gen ist;
b.
sämt­li­che Kos­ten für Er­öff­nung und Durch­füh­rung des Kon­kurs­ver­fah­rens;
c.
Ver­bind­lich­kei­ten ge­gen­über ei­ner De­pot­bank.

2Aus dem Er­lös von An­le­ger­teil­ver­mö­gen ei­ner SI­CAV wer­den grund­sätz­lich nur die Kos­ten der In­ven­tur, Ver­wal­tung und Ver­wer­tung des be­tref­fen­den Teil­ver­mö­gens ge­deckt.

Art. 40 Verteilung  

1Der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin kann Ab­schlags­ver­tei­lun­gen vor­se­hen. Er oder sie er­stellt hier­für ei­ne pro­vi­so­ri­sche Ver­tei­lungs­lis­te und un­ter­brei­tet die­se der FIN­MA zur Ge­neh­mi­gung.

2...1

3Nach der Ge­neh­mi­gung der Ver­tei­lungs­lis­te nimmt der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin die Aus­zah­lun­gen an die Gläu­bi­ger und Gläu­bi­ge­rin­nen vor.

4Kei­ne Aus­zah­lung er­folgt für For­de­run­gen:

a.
de­ren Be­stand oder Hö­he nicht ab­sch­lies­send fest­steht;
b.
de­ren Be­rech­tig­te nicht de­fi­ni­tiv be­kannt sind;
c.
die teil­wei­se durch nicht ver­wer­te­te Si­cher­hei­ten im Aus­land oder ge­mä­ss Ar­ti­kel 21 ge­deckt sind; oder
d.
die vor­aus­sicht­lich durch ei­ne aus­ste­hen­de Be­frie­di­gung in ei­nem aus­län­di­schen Zwangs­voll­stre­ckungs­ver­fah­ren, das mit dem Kon­kurs in Zu­sam­men­hang steht, teil­wei­se De­ckung er­hal­ten wer­den.

1 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 2 der V der FIN­MA vom 4. Nov. 2020 über die Fi­nan­z­in­sti­tu­te, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 5327).

Art. 41  

1 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 2 der V der FIN­MA vom 4. Nov. 2020 über die Fi­nan­z­in­sti­tu­te, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 5327).

Art. 42 Verteilung im Konkurs einer SICAV  

1Mit dem aus der Ver­wer­tung der Ver­mö­gens­wer­te re­sul­tie­ren­den Er­lös wer­den die Gläu­bi­ger und Gläu­bi­ge­rin­nen der ent­spre­chen­den Teil­ver­mö­gen be­frie­digt.

2Ein all­fäl­li­ger Über­schuss ei­nes Teil­ver­mö­gens fällt den an die­sem Teil­ver­mö­gen be­rech­tig­ten Ak­tio­nären und Ak­tio­nä­rin­nen im Ver­hält­nis ih­rer An­tei­le zu.

Art. 43 Schlussbericht und Hinterlegung  

1Der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin be­rich­tet der FIN­MA sum­ma­risch über den Ver­lauf des Kon­kurs­ver­fah­rens.

2Der Schluss­be­richt ent­hält zu­dem:

a.
Aus­füh­run­gen über die Er­le­di­gung sämt­li­cher die Fest­stel­lung der Ak­tiv- und Pas­siv­mas­se be­tref­fen­den Pro­zes­se;
b.
An­ga­ben über den Stand der an Gläu­bi­ger und Gläu­bi­ge­rin­nen ab­ge­tre­te­nen Rechts­an­sprü­che nach Ar­ti­kel 260 SchKG1; so­wie
c.
ei­ne Auf­lis­tung der nicht aus­be­zahl­ten An­tei­le so­wie der nicht her­aus­ge­ge­be­nen ab­ge­son­der­ten De­pot­wer­te mit der An­ga­be, wes­halb ei­ne Aus­zah­lung oder Her­aus­ga­be bis­her nicht er­fol­gen konn­te.

3Die FIN­MA trifft die not­wen­di­gen An­ord­nun­gen über die Hin­ter­le­gung der nicht aus­be­zahl­ten An­tei­le so­wie der nicht her­aus­ge­ge­be­nen ab­ge­son­der­ten De­pot­wer­te.

4Die FIN­MA macht den Schluss des Kon­kurs­ver­fah­rens öf­fent­lich be­kannt.


1 SR 281.1

Art. 44 Verlustschein  

1Die Gläu­bi­ger und Gläu­bi­ge­rin­nen kön­nen beim Kon­kurs­li­qui­da­tor oder bei der Kon­kurs­li­qui­da­to­rin und, nach Ab­schluss des Kon­kurs­ver­fah­rens, bei der FIN­MA ge­gen Be­zah­lung ei­ner Kos­ten­pau­scha­le für den un­ge­deck­ten Be­trag ih­rer For­de­rung einen Ver­lust­schein ge­mä­ss Ar­ti­kel 265 SchKG1 ver­lan­gen.

2Der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin macht die Gläu­bi­ger und Gläu­bi­ge­rin­nen im Rah­men der Aus­zah­lung ih­rer An­tei­le auf die­se Mög­lich­keit auf­merk­sam.


1 SR 281.1

Art. 45 Aktenaufbewahrung  

1Die FIN­MA be­stimmt, wie die Kon­kurs- und Ge­schäfts­ak­ten nach Ab­schluss oder Ein­stel­lung des Kon­kurs­ver­fah­rens auf­be­wahrt wer­den müs­sen.

2Die Kon­kurs­ak­ten so­wie die noch vor­han­de­nen Ge­schäfts­ak­ten sind nach Ab­lauf von zehn Jah­ren nach Ab­schluss oder Ein­stel­lung des Kon­kurs­ver­fah­rens auf An­ord­nung der FIN­MA zu ver­nich­ten.

3Vor­be­hal­ten blei­ben ab­wei­chen­de spe­zi­al­ge­setz­li­che Auf­be­wah­rungs­vor­schrif­ten für ein­zel­ne Ak­ten­stücke.

Art. 46 Nachträglich entdeckte und hinterlegte Vermögenswerte  

1Wer­den in­ner­halb von 10 Jah­ren nach Schluss des Kon­kurs­ver­fah­rens Ver­mö­gens­wer­te oder an­de­re Rechts­an­sprü­che ent­deckt, die bis­her nicht zur Kon­kurs­mas­se ge­zo­gen wur­den, so be­auf­tragt die FIN­MA einen Kon­kurs­li­qui­da­tor oder ei­ne Kon­kurs­li­qui­da­to­rin, das Kon­kurs­ver­fah­ren oh­ne wei­te­re Förm­lich­kei­ten wie­der auf­zu­neh­men.

2Nach­träg­lich ent­deck­te Ver­mö­gens­wer­te oder Rechts­an­sprü­che wer­den den Gläu­bi­gern und Gläu­bi­ge­rin­nen ver­teilt, die zu Ver­lust ge­kom­men sind und de­ren für die Aus­zah­lung not­wen­di­ge An­ga­ben dem Kon­kurs­li­qui­da­tor oder der Kon­kurs­li­qui­da­to­rin be­kannt sind. Der Kon­kurs­li­qui­da­tor oder die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin kann die Gläu­bi­ger oder Gläu­bi­ge­rin­nen un­ter Hin­weis auf die Ver­wir­kung ih­res An­spruchs auf­for­dern, ihm oder ihr die ak­tu­el­len An­ga­ben be­kannt zu ge­ben. Er oder sie setzt ih­nen da­zu ei­ne an­ge­mes­se­ne Frist.

3Ist of­fen­sicht­lich, dass die durch die Wie­der­auf­nah­me des Kon­kurs­ver­fah­rens ent­ste­hen­den Kos­ten vom zu er­war­ten­den Er­lös aus der Ver­wer­tung der nach­träg­lich ent­deck­ten Ver­mö­gens­wer­te nicht ge­deckt oder nur ge­ring­fü­gig über­trof­fen wer­den, kann die FIN­MA von der Wie­der­auf­nah­me ab­se­hen. Sie lei­tet die nach­träg­lich ent­deck­ten Ver­mö­gens­wer­te an den Bund.

4Hin­ter­leg­te Ver­mö­gens­wer­te, die frei wer­den oder nach zehn Jah­ren nicht be­zo­gen wur­den, wer­den un­ter Vor­be­halt ei­ner ab­wei­chen­den spe­zi­al­ge­setz­li­chen Re­ge­lung eben­falls nach Ab­satz 1 ver­wer­tet und nach Ab­satz 2 ver­teilt. Ab­satz 3 bleibt vor­be­hal­ten.

7. Abschnitt: Schlussbestimmungen

Art. 47 Übergangsbestimmung  

Für Ver­fah­ren, die bei In­kraft­tre­ten die­ser Ver­ord­nung rechts­hän­gig sind, gel­ten die Vor­schrif­ten die­ser Ver­ord­nung.

Art. 48 Inkrafttreten  

Die­se Ver­ord­nung tritt am 1. März 2013 in Kraft.

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LSIS LSPr LSPro LSR LStup LSu LT LTab LTaD LTAF LTBC LTC LTEO LTF LTFB LTI LTM LTN LTo LTr LTRA LTrAlp LTrans LTrD LTro LTTM LTV LTVA Ltém LUMin LUsC LVA LVP LVPC O: O E-VERA O LERI DEFR O OFSPO J+S O pers mil O-CNC-FPr O-CP-CPM O-HEFSM O-LEHE O-LERI O-LRNIS O-OPers O-OPers-DFAE O-SI ABV O-SIGEXPA O-STAC OA 1 OA 2 OA 3 OAA OAAcc OAAE OAAE-DFJP OAAF OAAFM OAAFM-DDPS OAASF OAbCV OAC OACA OACAMIL OACata OAcCP OACE OACI OACM OACP OACS OAdd OAdma OAdo OADou OAEP OAF OAFA OAFam OAG OAGH OAGH-DFI OAgrD OAIE OAlc OAllerg OAM OAMal OAMAS OAMéd OAMédcophy OAO OAOF OAP OAPA OAPCM OApEl OARF OARF-OFT OARG OArm OAS OASA OAsc OASF OASM OASMéd OAStup OAT OAV OAVI OB OBat OBB OBCF OBI OBiG OBioc OBLF OBMa OBNP OBNS OBPL OCA OCA-DFI Ocach OCAl OCart OCBD OCBr Occd OCCEA OCCHE OCCP OCCR OCDA OCDM OCDoc OCEB OCEC OCEl-PA OCEl-PCPP OCEM OCF OCFH OChim OChP OCIFM OCin OCITES OCL OClin OCM OCM ES OCMD OCNE OCo OCOFE OComp-OSPro OCont OCoo OCoR-DFI OCos OCOV OCP OCPD OCPF OCPPME OCPR OCPSan OCR OCS OCSP OCSP-ChF OCSP-DDPS OCSP-DEFR OCSP-DETEC OCSP-DFAE OCSP-DFI OCSP-DFJP OCSPN OCStup OCTE OCVM OCâbles OD OD-ASR OD-DFF Odac ODAlAn ODAlGM ODAlOUs ODAlOV ODAu ODCS ODE OdelO ODEP ODEP-DFI ODes ODF ODFR ODI ODim ODO ODP ODPr ODSC ODV ODVo Odét OE OEAR OEaux OEB OEC OECA OEChim OECin OEDPP OEDRP-DFI OEDS OEE-VT OEEC OEEE OEEJ OEFin OEI-SCPT OEIE OEIMP OEIT OELDAl OELP OEM Oem-LEI Oem-OFJ OEMCN OEMFP OEmiA OEMO OEmol-AFC OEmol-ASF OEmol-BN OEmol-DDPS OEmol-DFAE OEmol-DFI-BN OEmol-fedpol OEmol-LCart OEmol-LSE OEmol-LTr OEmol-OFAC OEmol-OFAG OEmol-OFEV OEmol-OFRO OEmol-OFSPO OEmol-Publ OEmol-RC OEmol-SEFRI OEmol-TA OEmol-TP OEMTP OEMéd OEne OEneR OEng OENu OEOHB OEp OEPI OEPL OERE OESE OESE-DFI OESN OESp OESS OETHand OETV OEV Oexpa OFA-FINMA OFAC OFC OFCo OFCoop OFDG OFDPP OFE OFG OFH OFMO OFo OFOrg Oform OFP OFPAn OFPC-FINMA OFPr OFPT OFSI OFSPers OGE OGEmol OGN OGOM OGPCT OGéo OGéo-swisstopo OGéom OH OHand OHEL OHR OHS-LP OHyAb OHyg OHyPL OHyPPr OIA OIAgr OIAM OIB OIB-FINMA OIBC OIBL OIBT OIC OICa OIDAl OIDE OIE OIELFP OIFC OIFP OIFSN OILC OIMA OIMAS OIMF OIMF-FINMA Oimpauto Oimpmin OInstr pré OInstr prém DDPS Oinv OIOP OIP OIPI OIPSD OIPSD-DEFR OIS OISec OISofCA OISOS OIT OITab OITC OITE-AC OITE-PT-DFI OITE-UE-DFI OITPTh OITRV OIVS OJAr OJAR-FSTD OJM OJPM OLAA OLALA OLang OLAr OLCC OLCP OLDI OLDT OLEC OLED OLEH OLEl OLen OLFP OLG Olico OLN OLOG OLOGA OLOP OLP OLPA OLPD OLPS OLQE OLT 1 OLT 2 OLT 3 OLT 4 OLT 5 OLUsC OMA OMAA OMach OMAH OMAI OMAP OMAS OMat OMAV OMBat OMBT OMCFA OMCo OMDA OME-SCPT OMG OMi OMinTA OMJ-DFJP OMN OMN-DDPS OMO OMob OMoD OMP OMP-OFAG OMP-OFEV OMPr OMSA OMSVM OMéd OMédv OMét ONAE ONag ONCAF ONCR ONGéo ONI ONM ONo-ASR OO OOBE OOC-SCPT OOCCR-OFROU OODA OOIT OOLDI OOMA OOP EPF OOPC OOrgA OOST OOUS OPA OPAAb OPair OPAM OPAn OPAnAb OPAP OParcs OPart OPAS OPAT OPATE OPB OPBC OPBD OPBio OPC OPC-AVS-AI OPC-FINMA OPCAP OPCC OPCi OPCNP OPCo OPCy OPD OPDC OPE OPEA OPer-AH OPer-B OPer-D OPer-Fl OPer-Fo OPer-Fu Oper-IPI OPer-P OPer-S OPers OPers-EPF OPers-PDHH 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OTConst OTDD OTEMO OTEO OTerm OThand OTM OTN OTNI OTo OTPE OTPSP OTR 1 OTR 2 OTrA OTrans Otransa OTrD OTRF OTS OTStup-DFI OTV OTVA OTVM OTém OUC OUMin OUMR OUS OVA OVCC OVid-TP OVIS OVotE Oémol-En P: PA PFCC PPM PPMin R: RAATPF RAI RAPG RAVS RCE RCETF RCN RDE REmol-TAF REmol-TFB RFA RFPPF