Übereinkommen über die zivilrechtlichen Aspekte internationaler Kindesentführung

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Art. 8

Macht ei­ne Per­son, Be­hör­de oder sons­ti­ge Stel­le gel­tend, ein Kind sei un­ter Ver­let­zung des Sor­ge­rechts ver­bracht oder zu­rück­ge­hal­ten wor­den, so kann sie sich ent­we­der an die für den ge­wöhn­li­chen Auf­ent­halt des Kin­des zu­stän­di­ge zen­tra­le Be­hör­de oder an die zen­tra­le Be­hör­de ei­nes an­de­ren Ver­trags­staats wen­den, um mit de­ren Un­ter­stüt­zung die Rück­ga­be des Kin­des si­cher­zu­stel­len.

Der An­trag muss ent­hal­ten

a)
An­ga­ben über die Iden­ti­tät des An­trag­stel­lers, des Kin­des und der Per­son, die das Kind an­geb­lich ver­bracht oder zu­rück­ge­hal­ten hat;
b)
das Ge­burts­da­tum des Kin­des, so­weit es fest­ge­stellt wer­den kann;
c)
die Grün­de, die der An­trag­stel­ler für sei­nen An­spruch auf Rück­ga­be des Kin­des gel­tend macht;
d)
al­le ver­füg­ba­ren An­ga­ben über den Auf­ent­halts­ort des Kin­des und die Iden­ti­tät der Per­son, bei der sich das Kind ver­mut­lich be­fin­det.

Der An­trag kann wie folgt er­gänzt oder es kön­nen ihm fol­gen­de An­la­gen bei­ge­fügt wer­den:

e)
ei­ne be­glau­big­te Aus­fer­ti­gung ei­ner für die Sa­che er­heb­li­chen Ent­schei­dung oder Ver­ein­ba­rung;
f)
ei­ne Be­schei­ni­gung oder ei­des­statt­li­che Er­klä­rung (Af­fi­da­vit) über die ein­schlä­gi­gen Rechts­vor­schrif­ten des be­tref­fen­den Staa­tes; sie muss von der zen­tra­len Be­hör­de oder ei­ner sons­ti­gen zu­stän­di­gen Be­hör­de des Staa­tes, in dem sich das Kind ge­wöhn­lich auf­hält, oder von ei­ner da­zu be­fug­ten Per­son aus­ge­hen;
g)
je­des sons­ti­ge für die Sa­che er­heb­li­che Schrift­stück.

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