Bundesgesetz
über den Erwerb von Grundstücken
durch Personen im Ausland
(BewG)

vom 16. Dezember 1983 (Stand am 1. März 2021)


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Art. 7 Übrige Ausnahmen von der Bewilligungspflicht 21

Kei­ner Be­wil­li­gung be­dür­fen:

a.
ge­setz­li­che Er­ben im Sin­ne des schwei­ze­ri­schen Rechts im Erb­gang;
b.22
Ver­wand­te des Ver­äus­se­rers in auf- und ab­stei­gen­der Li­nie so­wie des­sen Ehe­gat­te, ein­ge­tra­ge­ne Part­ne­rin oder ein­ge­tra­ge­ner Part­ner;
c.23
der Er­wer­ber, der be­reits Mit- oder Ge­sam­tei­gen­tum am Grund­stück hat;
d.
Stock­werk­ei­gen­tü­mer für den Tausch ih­rer Stock­wer­ke im sel­ben Ob­jekt;
e.
der Er­wer­ber, der ein Grund­stück als Rea­ler­satz bei ei­ner Ent­eig­nung, Lan­d­um­le­gung oder Gü­ter­zu­sam­men­le­gung nach dem Recht des Bun­des oder des Kan­tons er­hält;
f.
der Er­wer­ber, der ein Grund­stück als Er­satz für ein an­de­res er­wirbt, das er an ei­ne öf­fent­lichrecht­li­che Kör­per­schaft oder An­stalt ver­äus­sert hat;
g.
der Er­wer­ber, der ei­ne ge­ring­fü­gi­ge Flä­che in­fol­ge ei­ner Grenz­be­rei­ni­gung oder in­fol­ge ei­ner Er­hö­hung der Wert­quo­te von Stock­werk­ei­gen­tum er­wirbt;
h.24
der Er­wer­ber, des­sen Er­werb im staats­po­li­ti­schen In­ter­es­se des Bun­des ge­bo­ten ist; die Flä­che darf nicht grös­ser sein, als es der Ver­wen­dungs­zweck des Grund­stücks er­for­dert;
i.25
na­tür­li­che Per­so­nen, die in­fol­ge der Li­qui­da­ti­on ei­ner vor dem 1. Fe­bru­ar 1974 ge­grün­de­ten ju­ris­ti­schen Per­son, de­ren tat­säch­li­cher Zweck der Er­werb von Grund­stücken ist, ei­ne Woh­nung er­wer­ben, wenn sie nach den da­mals gel­ten­den Vor­schrif­ten im ent­spre­chen­den Um­fang An­tei­le an der ju­ris­ti­schen Per­son er­wor­ben ha­ben;
j.26
die fol­gen­den Per­so­nen, so­fern sie als Grenz­gän­ger in der Re­gi­on des Ar­beit­sorts ei­ne Zweit­woh­nung er­wer­ben:
1.
Staats­an­ge­hö­ri­ge der Mit­glied­staa­ten der Eu­ro­päi­schen Uni­on oder der Eu­ro­päi­schen Frei­han­delsas­so­zia­ti­on,
2.
Staats­an­ge­hö­ri­ge des Ver­ei­nig­ten Kö­nig­reichs von Gross­bri­tan­ni­en und Nordir­lands, die von Ar­ti­kel 22 Zif­fer 3 des Ab­kom­mens vom 25. Fe­bru­ar 201927 zwi­schen der Schwei­ze­ri­schen Eid­ge­nos­sen­schaft und dem Ver­ei­nig­ten Kö­nig­reich von Gross­bri­tan­ni­en und Nordir­land über die Rech­te der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger in­fol­ge des Aus­tritts des Ver­ei­nig­ten Kö­nig­reichs aus der Eu­ro­päi­schen Uni­on und des Weg­falls des Frei­zü­gig­keits­ab­kom­mens er­fasst wer­den.

21Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 30. April 1997, in Kraft seit 1. Okt. 1997 (AS 1997 2086; BBl 1997 II 1221).

22 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 10 des Part­ner­schafts­ge­set­zes vom 18. Ju­ni 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2005 5685; BBl 2003 1288).

23 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 8. Okt. 2004, in Kraft seit 1. April 2005 (AS 20051337; BBl 2003 4357).

24 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II 3 des Gast­staat­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 6637; BBl 2006 8017).

25Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 30. April 1997, in Kraft seit 1. Okt. 1997 (AS 1997 2086; BBl 1997 II 1221).

26 Ein­ge­fügt durch Ziff. I 2 des BG vom 8. Okt. 1999 zum Abk. zwi­schen der Schwei­ze­ri­schen Eid­ge­nos­sen­schaft ei­ner­seits und der EG so­wie ih­ren Mit­glied­staa­ten an­de­rer­seits über die Frei­zü­gig­keit (AS 2002 701; BBl 1999 6128). Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 1 des BB vom 25. Sept. 2020 über die Ge­neh­mi­gung und die Um­set­zung des Abk. zwi­schen der Schweiz und dem Ver­ei­nig­ten Kö­nig­reich über die Rech­te der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger in­fol­ge des­sen Aus­tritt aus der EU und des Weg­falls des Frei­zü­gig­keits­ab­kom­mens, in Kraft seit 1. März 2021 (AS 2021 85; BBl 2020 1029).

27 SR 0.142.113.672; BBl2020 1085

BGE

129 II 361 () from 21. Mai 2003
Regeste: Art. 2 Abs. 2 lit. a, Art. 7 lit. i und Art. 14 BewG; Gesuch um Bewilligung, von einer Immobiliengesellschaft das Eigentum an einer Liegenschaft zu erwerben, die als Hotelbetrieb dienen soll, aber seit Jahren als Ferienwohnung genutzt wird; Ausnahme von der Bewilligungspflicht; Widerruf von Auflagen; Grundsätze des Vertrauensschutzes und der Verhältnismässigkeit; Verjährung. Abkommen über die Freizügigkeit der Personen: Regelung des Erwerbs einer Ferienwohnung (E. 2). Entstehungsgeschichte der in Art. 7 lit. i BewG vorgesehenen Ausnahme von der Bewilligungspflicht (E. 3). Begriff der Auflage und Bedingung im Sinne von Art. 14 BewG (E. 4.1 - 4.4). Dass eine Bedingung besteht, muss sich klar aus der betreffenden Bewilligung ergeben; die Auflage hingegen, die Liegenschaft dauerhaft zu dem im Bewilligungsgesuch angegebenen Zweck zu betreiben, besteht unabhängig davon, ob sie in der Bewilligungsverfügung oder im Grundbuch ausdrücklich erwähnt wird (E. 4.6 und 4.7); das gilt auch nach dem Inkrafttreten von Art. 2 Abs. 2 lit. a BewG (E. 5.3). Voraussetzungen für den Widerruf einer Auflage (E. 6). Prüfung der Grundsätze des Vertrauensschutzes und der Verhältnismässigkeit (E. 7). Unverjährbarkeit des Widerrufs der Bewilligung, wenn eine Auflage nicht eingehalten wird (Art. 25 Abs. 1 BewG) (E. 8).

129 III 216 () from 8. Januar 2003
Regeste: Art. 666 Abs. 1, Art. 964 und 965 ZGB; Dereliktion eines Stockwerkeigentumsteils. Als absoluter Untergangsgrund für das Grundeigentum gemäss Art. 666 Abs. 1 ZGB kann sich die Dereliktion auf einen Teil des Stockwerkeigentums beziehen (E. 3.2.1). Schicksal des aufgegebenen Teils des Stockwerkeigentums (E. 3.2.3). Bedingungen für die Löschung des Eigentumsrechts im Grundbuch (E. 3.3.1) und hierfür erforderliche Belege (E. 3.3.2).

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