Bundespersonalgesetz
(BPG)

vom 24. März 2000 (Stand am 23. Januar 2023)


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Art. 37 Ausführungsbestimmungen

1 Der Bun­des­rat er­lässt die Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen. Er be­ach­tet da­bei, dass sie die Ar­beit­ge­ber in der zur Auf­ga­ben­er­fül­lung not­wen­di­gen Au­to­no­mie nicht ein­schrän­ken.

2 Die Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen nach Ab­satz 1 gel­ten auch für das Per­so­nal der Par­la­ments­diens­te und des Bun­des­ge­richts, so­weit die Bun­des­ver­samm­lung oder das Bun­des­ge­richt für ihr Per­so­nal nicht er­gän­zen­de oder ab­wei­chen­de Be­stim­mun­gen er­las­sen.

3 Die an­de­ren Ar­beit­ge­ber er­las­sen die Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen, so­weit die­ses Ge­setz nicht ein­zig den Bun­des­rat da­zu er­mäch­tigt.114

3bis Die Ver­wal­tungs­ein­hei­ten, de­nen der Bun­des­rat Ar­beit­ge­ber­be­fug­nis­se nach Ar­ti­kel 3 Ab­satz 2 über­tra­gen hat, er­las­sen die Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen un­ter dem Vor­be­halt der Ge­neh­mi­gung durch den Bun­des­rat.115

4 So­weit nach Ar­ti­kel 6 Ab­satz 2 sinn­ge­mä­ss das OR116 gilt, kön­nen die Ar­beit­ge­ber in ih­ren Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen ab­wei­chen:

a.
von den nicht zwin­gen­den Be­stim­mun­gen des OR;
b.
von den zwin­gen­den Be­stim­mun­gen des OR nur zu­guns­ten des Per­so­nals.117

114 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 14. Dez. 2012, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1493; BBl 2011 6703).

115 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 14. Dez. 2012, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1493; BBl 2011 6703).

116 SR 220

117 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 14. Dez. 2012, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1493; BBl 2011 6703).

BGE

140 V 449 (8C_289/2014) from 18. August 2014
Regeste: Art. 3 Abs. 2 FamZG; Ziff. 103 Abs. 2 Gesamtarbeitsvertrag 2011 der SBB; Anspruch auf Kinderzulagen. Bei den Kinder- und Ausbildungszulagen gemäss Gesamtarbeitsvertrag der SBB (GAV SBB) handelt es sich nicht um Familienzulagen im Sinne des FamZG, sondern um andere Leistungen (E. 1.1). Der Anspruch auf Kinderzulagen knüpft an das Arbeitsverhältnis bei der SBB an. Ob der Ansatz für ein Kind (Ziff. 103 Abs. 2 lit. a GAV SBB) oder für jedes weitere Kind (Ziff. 103 Abs. 2 lit. b GAV SBB) massgebend ist, richtet sich nach der Anzahl zulagenberechtigter Kinder in der Haushalts- oder Familiengemeinschaft der bezugsberechtigten Person (E. 4.3-4.6).

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