Bundesgesetz
über die direkte Bundessteuer
(DBG)

vom 14. Dezember 1990 (Stand am 1. Januar 2022)


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Art. 196 Abrechnung mit dem Bund

1 Die Kan­to­ne lie­fern 78,8 Pro­zent der bei ih­nen ein­ge­gan­ge­nen Steu­er­be­trä­ge, Bus­sen we­gen Steu­er­hin­ter­zie­hung oder Ver­let­zung von Ver­fah­rens­pflich­ten so­wie Zin­sen dem Bund ab.291

1bis Sie gel­ten den Ge­mein­den die Aus­wir­kun­gen der Auf­he­bung der Ar­ti­kel 28 Ab­sät­ze 2−5292 und 29 Ab­satz 2 Buch­sta­be b293 des Bun­des­ge­set­zes vom 14. De­zem­ber 1990294 über die Har­mo­ni­sie­rung der di­rek­ten Steu­ern der Kan­to­ne und Ge­mein­den an­ge­mes­sen ab.295

2 Sie lie­fern den Bun­des­an­teil an den im Lau­fe ei­nes Mo­nats bei ih­nen ein­ge­gan­ge­nen Be­trä­gen bis zum En­de des fol­gen­den Mo­nats ab.

3 Über die an der Quel­le er­ho­be­ne di­rek­te Bun­des­steu­er er­stel­len sie ei­ne jähr­li­che Ab­rech­nung.

291 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 2 des BG vom 28. Sept. 2018 über die Steu­er­re­form und die AHV-Fi­nan­zie­rung, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 23952413; BBl 2018 2527).

292 AS 1991 1256, 1998 669

293 AS 1991 1256, 1995 1449

294 SR 642.14

295 Ein­ge­fügt durch Ziff. I 2 des BG vom 28. Sept. 2018 über die Steu­er­re­form und die AHV-Fi­nan­zie­rung, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 23952413; BBl 2018 2527).

Court decisions

142 II 182 (2C_76/2015, 2C_77/2015) from May 24, 2016
Regeste: a Art. 3, 5 Abs. 1, Art. 42 Abs. 1, Art. 127 Abs. 1, Art. 128 Abs. 4, Art. 164 Abs. 1 lit. d und Abs. 2, Art. 182 Abs. 1 und 2, Art. 190, Art. 196 Ziff. 13 BV; Art. 38, 160 und 216 Abs. 1 DBG 1990; Art. 68 Abs. 1 StHG 2000. Örtliche Zuständigkeit zur bundessteuerlichen Erfassung einer Kapitalleistung aus Vorsorge, wenn die steuerpflichtige Person nach der Fälligkeit der Leistung den Kanton gewechselt hat. Abgaberechtliches Legalitätsprinzip, insbesondere unter dem Gesichtspunkt des Gesetzes- und Tatbestandsvorbehalts. Vollzugsföderalismus im Bereich der direkten Bundessteuer (E. 2.2). Abgrenzung von Rechts- und Verwaltungsverordnung (E. 2.3). Den örtlich zuständigen Kanton trifft das "Pflichtrecht" zu Bezug und Veranlagung der direkten Bundessteuer. Im Fall von Kapitalleistungen aus Vorsorge ist gemäss Art. 216 Abs. 1 DBG 1990 die Sonderveranlagung vom Fälligkeitskanton vorzunehmen. Die Verwaltungsverordnung der ESTV, wonach in Wegzugsfällen der Wohnsitzkanton zuständig sein soll, verstösst gegen das Bundesrecht und bleibt daher unbeachtlich (E. 2.4).

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