Bundesgesetz
über den Natur- und Heimatschutz
(NHG)1

vom 1. Juli 1966 (Stand am 1. Januar 2022)

1Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 24. März 1995, in Kraft seit 1. Febr. 1996 (AS 1996 214; BBl 1991 III 1121).


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Art. 19

Das Sam­meln wild­wach­sen­der Pflan­zen und das Fan­gen frei le­ben­der Tie­re zu Er­werbs­zwe­cken be­dür­fen der Be­wil­li­gung der zu­stän­di­gen kan­to­na­len Be­hör­de. Die­se kann die Be­wil­li­gung auf be­stimm­te Ar­ten, Ge­gen­den, Jah­res­zei­ten, Men­gen oder in an­de­rer Rich­tung be­schrän­ken und das or­ga­ni­sier­te Sam­meln oder Fan­gen so­wie die Wer­bung da­für ver­bie­ten. Die or­dent­li­che land- und for­st­wirt­schaft­li­che Nut­zung so­wie das Sam­meln von Pil­zen, Bee­ren, Tee- und Heil­kräu­tern im orts­üb­li­chen Um­fan­ge sind aus­ge­nom­men, so­weit es sich nicht um ge­schütz­te Ar­ten han­delt.

BGE

147 II 385 (2C_1069/2020) from 27. Oktober 2021
Regeste: Art. 64 Abs. 1 lit. e BGBB; Bewilligung zum Erwerb eines landwirtschaftlichen Grundstücks, um darauf ein "Objekt des Naturschutzes" zu erhalten; Auslegung. Art. 64 Abs. 1 lit. e BGBB ermöglicht es, eine Bewilligung für den Erwerb eines landwirtschaftlichen Grundstücks zu erlangen, um darauf "ein Objekt des Naturschutzes" zu erhalten. Die Auslegung der Bestimmung ergibt, dass eine bedrohte Tierart und der Lebensraum, in dem sich diese Art entwickelt, ein solches Objekt darstellen und in den Anwendungsbereich der Norm fallen. Die Schweizerische Vogelwarte Sempach, eine privatrechtliche Stiftung, die als gemeinnützig anerkannt ist und beabsichtigt, die gefährdete Zwergohreule zu schützen und deren Lebensraum auf diesen Grundstücken zu erhalten, erhielt zu Recht eine Bewilligung zum Erwerb der Grundstücke in der Landwirtschaftszone, auf denen die Zwergohreule nistet und sich ernährt (E. 3-8).

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