Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag

vom 2. April 1908 (Stand am 1. Januar 2011)


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Art. 39

Be­grün­dung des Ver­si­che­rungs­an­spru­ches

 

1Der An­spruchs­be­rech­tig­te muss auf Be­geh­ren des Ver­si­che­rers je­de Aus­kunft über sol­che ihm be­kann­te Tat­sa­chen er­tei­len, die zur Er­mitt­lung der Um­stän­de, un­ter de­nen das be­fürch­te­te Er­eig­nis ein­ge­tre­ten ist, oder zur Fest­stel­lung der Fol­gen des Er­eig­nis­ses dien­lich sind.

2Der Ver­trag kann ver­fü­gen:

1.
dass der An­spruchs­be­rech­tig­te be­stimm­te Be­le­ge, de­ren Be­schaf­fung ihm oh­ne er­heb­li­che Kos­ten mög­lich ist, ins­be­son­de­re auch ärzt­li­che Be­schei­ni­gun­gen, bei­zu­brin­gen hat;
2.
dass die in Ab­satz 1 und Ab­satz 2 Zif­fer 1 die­ses Ar­ti­kels vor­ge­se­he­nen Mit­tei­lun­gen, bei Ver­lust des Ver­si­che­rungs­an­spru­ches, bin­nen be­stimm­ter, an­ge­mes­se­ner Frist ge­macht wer­den müs­sen. Die Frist läuft von dem Ta­ge an, an dem der Ver­si­che­rer den An­spruchs­be­rech­tig­ten, un­ter An­dro­hung der Säum­nis­fol­gen, schrift­lich auf­ge­for­dert hat, die­se Mit­tei­lun­gen zu ma­chen.

BGE

130 III 321 () from 29. Januar 2004
Regeste: Art. 8 ZGB und Art. 39 VVG; Eintritt des Versicherungsfalls; Beweis. Beweislast, Beweismass und Gegenbeweis im Zusammenhang mit dem Eintritt des Versicherungsfalls (Präzisierung der Rechtsprechung).

 

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