Zollgesetz
(ZG)

vom 18. März 2005 (Stand am 1. September 2022)


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Art. 120 Bannbruch

1 Mit Bus­se bis zum Fünf­fa­chen des Wa­ren­werts wird be­straft, wer vor­sätz­lich oder fahr­läs­sig:

a.
ein Ver­bot oder ei­ne Be­schrän­kung des Ver­brin­gens ins Zoll­ge­biet oder der Ein‑, Aus- oder Durch­fuhr von Wa­ren durch Nicht­an­mel­den, Ver­heim­li­chen oder un­rich­ti­ge Zollan­mel­dung der Wa­ren oder in ir­gend­ei­ner an­de­ren Wei­se ver­letzt oder den Voll­zug des Ver­bots oder der Be­schrän­kung ge­fähr­det; oder
b.
für sich oder für ei­ne an­de­re Per­son zu Un­recht ei­ne Be­wil­li­gung er­wirkt.

2 Straf­be­stim­mun­gen in an­de­ren Er­las­sen blei­ben vor­be­hal­ten.

3 Bei er­schwe­ren­den Um­stän­den wird das Höchst­mass der an­ge­droh­ten Bus­se um die Hälf­te er­höht. Zu­gleich kann auf ei­ne Frei­heits­s­tra­fe von bis zu ei­nem Jahr er­kannt wer­den.

4 Der Wa­ren­wert ent­spricht dem im Zeit­punkt der Ent­de­ckung des Bann­bruchs gel­ten­den Markt­preis im In­land. Ist die­ser nicht be­kannt, so wird der Wa­ren­wert durch Sach­ver­stän­di­ge be­stimmt.

5 Bei Bann­bruch sind die Zol­l­ab­ga­ben zu be­zah­len, die bei er­laub­ter Ein- oder Aus­fuhr er­ho­ben wür­den. Sind die Wa­ren zu­rück­zu­wei­sen oder zu ver­nich­ten, so wird kei­ne Ab­ga­be er­ho­ben.

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