Verordnung über die Pfändung und Verwertung von Anteilen an Gemeinschaftsvermögen

vom 17. Januar 1923 (Stand am 1. Januar 2017)


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Art. 4

Wi­der­spruchs­ver­fah­ren

 

Er­gibt sich aus dem Ein­trag im Grund­buch, dass der be­trie­be­ne Schuld­ner an ei­nem Grund­stück nicht ein nach Bruch­tei­len aus­ge­schie­de­nes Mit­ei­gen­tum, son­dern die Rech­te ei­nes Ge­sam­tei­gen­tü­mers be­sitzt, so kann der Gläu­bi­ger im­mer­hin ver­lan­gen, dass ein Mit­ei­gen­tumsan­teil des be­trie­be­nen Schuld­ners ge­pfän­det wer­de, wenn er glaub­haft macht, dass der Grund­buchein­trag un­rich­tig ist. Zu­stän­dig zur Vor­nah­me die­ser Pfän­dung ist das Be­trei­bungs­amt der ge­le­ge­nen Sa­che (vgl. Art. 23dder V des BGer vom 23. April 19202über die Zwangs­ver­wer­tung von Grund­stücken). Dem Gläu­bi­ger ist je­doch in ei­nem sol­chen Fal­le so­fort nach Ar­ti­kel 108 SchKG Frist zur Kla­ge ge­gen die an­dern im Grund­buch ein­ge­tra­ge­nen Ge­sam­tei­gen­tü­mer an­zu­set­zen. Wird die Frist nicht ein­ge­hal­ten oder der Gläu­bi­ger vom Ge­richt ab­ge­wie­sen, so fällt die Pfän­dung des Mit­ei­gen­tums da­hin und ist das An­teils­recht am Ge­sam­tei­gen­tum zu pfän­den.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 5. Ju­ni 1996, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2897).
2 SR 281.42

 

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